Roland Dürre
Mittwoch, der 17. Oktober 2018

Arcis Vocalisten singen das Mozart Requiem

 

Wie immer bewerbe ich gerne die Konzerte der Arcis-Vocalisten!

Diesmal geht es um das berühmte Requiem von Mozart!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 3. Oktober 2018

DIESEL

Selfie zu: „Ich verstehe das nicht.“

Seit Tagen ist das Hauptthema in Medien und Nachrichten „der Diesel“. Das frustriert mich, gäbe es doch gesellschaftlich so viel Wichtigeres zu lösen. Ich verstehe nur noch Bahnhof.

Es ist doch so einfach:

Wenn ich ein schlechtes Produkt kaufe, dann habe ich einen Schaden. Wenn ich dabei betrogen worden bin, kann ich versuchen, den betrügerischen Verkäufer dafür in Haftung zu nehmen.

Das sollte der Rechtsstaat mir garantieren. Wenn dieser nicht mehr funktioniert, weil die Konzerne zu mächtig geworden sind, dann habe ich halt Pech gehabt.

Das gilt wohl so ziemlich für alle Güter, ob Lebensmittel oder Produkte und auch Dienstleistungen – und sollte auch für Autos gelten.

Ich verstehe so vieles mehr nicht!

Warum kommt eigentlich keiner auf die Idee, gerade bei der aktuellen Diesel-Diskussion einfach die Subventionierung der Dieselsteuer abzuschaffen? Wenn der Diesel so schlecht ist? Immer sind es 22 Eurocent pro Liter an Subvention (Diesel wird in Deutschland mit 22 Eurocent weniger besteuert als Benzin), die unsere „Geiz ist geil“-Gesellschaft nach Dieselfahrzeugen gieren lässt. Obwohl der „Diesel“ in der Regel teurer ist, aber rechnen ist halt gerade im Zustand der Gier nicht so einfach.

Dass der Gierige ab und zu auch mal Pech hat, ist doch normal und kein nationaler Notstand. Das meine ich ganz ohne Schadenfreude.

Ich verstehe auch nicht, dass keiner mehr auf die Idee kommt, endlich ein Tempolimit einzurichten. Auf Autobahnen und Landstraßen würde dieses wesentlich Kraftstoff (und viele menschliche Leben) einsparen. Und in den Städten ist doch schon lange klar, dass „Tempo 30“ die Regelgeschwindigkeit sein sollte. Und die „50“ oder „60“ die Ausnahme.

Ich verstehe auch nicht, warum der Diesel so ein Thema ist. De facto geht es doch (hoffentlich bald) allen Verbrennungsmotoren im individuellen Verkehr (und wie ich hoffe nicht nur beim KFZ und Moped, sondern auch beim Rasenmäher und Laubbläser) an den Kragen.

Es geht doch heute nicht mehr darum ob ich einen SUV mit Diesel- oder Benzinmotor fahre, sondern ob man überhaupt noch Auto fährt. Weil es a) die Klimakatastrophe wohl doch gibt und b) ich nicht immer die Abgase in meinen Lungen haben will. Dazu muss ich gar nicht in München auf der Rosenheimer Strasse zur Stoßzeit radeln, da reicht es mir schon auf der Putzbrunner Straße in Ottobrunn am Sonntag Morgen auf der Fahrt zum Bäcker!

Ich verstehe auch nicht, dass das Kerosin für die Flugzeuge wie das Schweröl für die Schiffe genauso besteuert wird wie Benzin, wissen wir doch, dass weniger geflogen werden muss. Wie auch dass immer noch mehr Startbahnen gebaut werden sollen. Und dass wir immer noch Braunkohle (Hambacher Forst) verbrennen wollen und den alternativen Energien das Leben unnötig schwer machen.

Wie ich auch nicht verstehe, dass wir heute den Tag der deutschen Einheit feiern. Sollten wir für die Zukunft den heutigen Tag nicht besser nutzen und an einem anständigem Europa der Regionen arbeiten, in dem die Menschen in Zuversicht und Mut leben können.

Ich verstehe zurzeit Vieles nicht. Nicht nur bei der Mobilität hat uns der Wahnsinn umzingelt. Ist es schon zu spät für unseren Planeten (Permafrost). Fast neige ich zur Resignation?

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 25. September 2018

arcis-vocalisten spielen CARL LOEWE (am 22. Oktober 2018)

Und wieder gibt es ein tolles Konzert der arcis-vocalisten. Und wieder mache ich gerne ein wenig Reklame für den tollen Chor. Kenne ich doch mindestens zwei der SingerInnen persönlich.

 

 

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 12. September 2018

culture engineering. Begriff. Methoden. Werkzeuge.

Mit meinem neuen Hanseatic-Käppi zurück vom #PMCampBER in der Waldwirtschaft in Grosshesselohe.

Bevor ich meine Überlegungen zum „Widersinn“ in sozialen Systemen aufschreibe, noch ein kurzer Bericht von einer Sitzung im PM-Camp Berlin zu Culture Engineering. Das war eine von vielen spannenden Sessions, an der ich Anfang September 2018 auf der Unkonferenz #PMCampBER teilgenommen habe.

„culture engineering“ war das Thema – und zwar als Methode und Werkzeug um die Kultur eines sozialen Systems mit einem ökonomischen Zweck, gemeinhin Unternehmen genannt, beeinzuflussen, verändern und zu steuern.

Dem Teilgeber, der die Session vorgeschlagen hatte, war der „culture engineering“ Begriff selbst suspekt. Die Ursache seines „Unwohlseins“ war, dass er persönlich skeptisch war, ob man eine Kultur mit „ingenieurmäßigem“ Anspruch wirklich zielgerichtet beeinflussen könne oder ob das nicht schnell zur „Manipulation“ mit negativem oder zumindest ungewissen Ausgang führen könne bzw. würde.

Ein Teilnehmer der Session hat berichtet, dass es in Leipzig einen erfolgreichen Studiengang „culture engineering“ geben würde und dass die Absolventen durchaus von den HR-Abteilungen gerade großer Unternehmen sehr gesucht werden würden. Das finde ich spannend, und schon sind wir schon bei zurzeit gerne benutzten Begriffen wie culture engineering und human ressource (HR) gelandet.

Titelmässig fühle ich mich umzingelt von Berufstiteln auf Visitenkarten die Rollen wie Engineer, Officer, Manager und President enthalten. Und muss gestehen, da ist mir der Ingenieur, der z.B. ein Vorhaben leitet, noch der Liebste. Aber Denglisch ist modern, also was solls. So haben wir neben CEO, CTO und CIO immer öfters einen CHRO (HR als Abkürzung für die menschlichen Ressourcen). Bei dem sind dann der „innovation manager“ und auch der „cultur engineer“ angesiedelt. officer und manager sind mir generell suspect wie auch der president und vice president.

Auch in der Session ging es zuerst Mal um die Begrifflichkeit. Ein Vorschlag war, „culture engineering“ eher als „culture gardening“ zu bezeichnen. Das fand ich schon ganz gut. Allerdings dachte ich dann, dass man analog zur „Gartenpflege“ die Aufgabe auch als „Kulturpflege“ bezeichnen könnte.

Dann wurde die Frage diskutiert, was denn Unternehmenskultur eigentlich sei. Die gefundene Antwort (aus der Unternehmens-Theorie) war:

Unternehmenskultur ist das Gedächtnis des Unternehmens.

😉 Honi soit qui mal y pense, aber da assoziere ich sofort mit „Manipulation des Gedächtnis“.


Beim Nachschlagen des Begriffes in Wikipedia habe ich übrigens einen Aufruf von Wikipedia zum Urheberrecht entdeckt.

Diesen Aufruf unterstütze ich mit Herz und Verstand und habe ihn deshalb hier veröffentlicht.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es reicht, wenn Sie Ihren Europa-Parlament-Abgeordneten kontaktieren. Wahrscheinlich muss man mehr tun. Und es ist noch wahrscheinlicher, dass wir gegen die politische Arroganz und Dummheit gesteuert von den Staat beherrschenden Lobbyismus eh machtlos sind.

Das neue Urheberrecht könnte aber als schönes Beispiel für gezielte Werte- und Regelveränderung dienen. Aus sehr kapitalistischen Motiven.


Zurück zum Culture Engineering. Wie viele Buzzwords finde ich das Wort ein wenig lächerlich. Und auch einen Kultur Ingenieur oder Innovation Manager, die angesiedelt bei der Stabsabteilung HR die Kultur eines Unternehmens retten und die Menschen innovativ machen sollen.

Ich meine schon, dass die Kultur eines Unternehmens wie in allen anderen sozialen Systemen sich selbst bewusst gemacht und aktiv gepflegt werden sollte. Und da ist es auch legitim, wenn man moderne Techniken und Methoden einsetzt. Aber das ist ein Thema, dass zwischen Führung und allen stattfinden muss. Führung im Sinne, wie das Google definiert (siehe Artikel dazu von Dr. Marcus Raitner).

Gelingen wird die Kulturpflege aber nur, wenn möglichst viele Menschen des Unternehmen am Pflegeprozess partizipieren – damit meine ich mit großer Aufmerksamkeit aktiv mit machen.

RMD

Hans Bonfigt
Mittwoch, der 6. Juni 2018

Digital, bekloppt, banal

Wenn das Herz stockt, Folge # 1337 :

Hallo, ich bin John

Ich bin WiFi-Architect in einer Behörde, mit Fokus auf Schulen und kommunale Einrichtungen in Nordrhein-Westfahlen, Deutschland. Zuvor habe ich als Integrator für Software-Lösungen von Spielberg und als Netzwerk-Architekt für Kunden im Mittelstand gearbeitet. Anfangs war ich Active-Directory und Firewall-Administrator in einer der größten, europäischen Bankunternehmen.

[…]

Für mich ist WiFi für unsere Schulen eine Möglichkeit, unsere Zukunft ein wenig besser zu gestalten. Ich möchte Kindern und Lehrern die Möglichkeit geben, diesen wunderbaren Planeten zu entdecken. Es steckt also auch ein bisschen Idealismus in meiner Arbeit. Ich bin dem lieben Gott dankbar, dass ich diesen Job machen darf.

 

 

Ich bin in Düsseldorf auf die Welt gekommen, habe die erste Hälfte meines Lebens in Meerbusch Osterath verbracht und die zweite Hälfte in Krefeld Königshof.

Na gut, er kommt aus Düsseldorf.  Das gibt mildernde Umstände.

Unser John möchte unseren Schülern und Lehrern ein Mittel an die Hand geben, das diese erstmals in die Lage versetzt, die Welt zu entdecken.  Mir bleibt bei einer solcherart unbeabsichtigt zu Schau gestellten Borniertheit glatt die Spucke weg.

(p * V) / (T * m) = R

Das wäre ein Ansatz, die Welt zu entdecken.

Und die Aufgabe einer Schule wäre es, Menschen zu zeigen, was hinter dieser Gleichung steht und was man damit alles anstellen kann.  Man kann die Gleichung auffassen als Definition der spezifischen Wärmekapazität in J/(Kg*K) (Druck * Volumen ergibt ja Energie).  Sie ist aber auch die Verknüpfung entscheidender Teile der Lebenswerke von Boyle-Mariotte, Gay-Lussac und Ludwig Boltzmann.

Alle drei haben die Grundidee des Arztes Robert Mayer zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik weiterentwickelt:  „Energie geht nicht verloren“.  Der hört sich trivial an, aber er hat unser Verständnis unserer Welt erst ermöglicht.  Und über den zweiten Hauptsatz und dessen universelle Relevanz streiten sich bis heute die Gelehrten:  „In einem geschlossenen adiabaten System kann die Entropie nicht geringer werden“.

Die Schule ist nicht dazu da, den Menschen die Welt möglichst einfach und mundgerecht vorzukauen und zu „präsentieren“, sondern dazu, ihnen das Rüstzeug an die Hand zu geben, die Welt auf eigene Faust zu entdecken.

Und dazu braucht man ganz bestimmt kein „WLAN“ oder einen „Computer“.  Ganz im Gegenteil, die Initative „Schulen ans Netz“ kann neben dem Islam als größter Bildungsfeind betrachtet werden.

Hierzu:  Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer

Natürlich gab es haufenweise Verrisse hierzu, allen voran der Sueddeutsche Beobachter und, subtiler, eine Replik von Dieter Kempf, dem Mann also, der die DATEV in eine digitale Sackgasse gefahren hat.

Es gibt nichts peinlicheres als den deutschen Bildungsbürger.  Ich kann mich erinnern, als ich etwa 1976 während des stinklangweiligen, nervtötenden Geographieunterrichts ein Assemblerprogramm schrieb; man tat das früher auf Formularen in A4 quer, und obendrauf stand fett „KIENZLE  Assembler 2200“ — es fiel also durchaus auf, daß ich mich nicht mit einer Landkarte beschäftigte.   „Sag‘ ‚mal Bonfigt“, so störte mich unvermittelt der zweitlangweiligste Pauker des Gymnasiums, „wie willst Du eigentlich später Dein Geld verdienen ?  Doch nicht mit dieser brotlosen Kunst ?“.   Naja, ich war nicht nett damals und entgegnete, „Naja, wie man es nimmt.  Mehr als ein Geographielehrer verdiene ich jetzt schon, aber ich wüßte nicht, wie ich mit den paar Kröten einen angenehmen Lebensunterhalt bestreiten sollte“.  Das war dumm und arrogant, aber genau so dumm war es, Menschen, die sich mit so etwas „exotischem“ wie Computer beschäftigten, als unnütze Spinner zu bezeichnen.  Auch die „Klassenkameraden“ hatten keine Ahnung, was man mit so einem Ding alles anstellen könnte — was daran lag, daß es gottseidank noch keine Hobbycomputer gab.  Dieser widerliche Commodore-Brotkasten befiel die Welt erst in den Achtzigern.

Hätte ich damals meinen Mitschülern empfohlen, sich einen Computer anzuschaffen — alle hätten mir einen Vogel gezeigt (taten die getauften Heiden sowieso, ich war der notorische Klassenspinner).  Wenn ich heute sage, „kein Kind braucht einen Computer für seine persönliche Entwicklung“, dann bin ich wieder der Idiot.  Früher war ich ein perverses Schwein, wenn ich sagte, man solle die Schwulen doch in Ruhe lassen, solange sie nicht andere belästigen, heute bin ich ein Rassist/Faschist, wenn ich sage, daß mich öffentlich zur Schau gestellte Homosexualität anekelt.

Zeitgeist ist Kleingeist !

Und je dümmer ein Mensch, desto mehr orientiert er sich an diesem.  Ob das 13jährige Girlie, der widerwärtige Sexualstraftäter oder der peinlichste Schwätzer der Republik  —  alle tragen ein „IPhone“ mit sich herum — wohl wissend, daß sie sich damit freiwillig ihrer informationellen Selbstbestimmung begeben.  Und keinem fällt das auf !

Aber wehe, wehe, jemand vertritt eine Meinung, die dem Mahlstrom der „Allianz der Anständigen“ zuwiderläuft !

Nun ist der oben zitierte „John Lose“ ein ganz netter, hilfsbereiter Kerl.  Und er gehört zu der verlesenen Handvoll von Menschen, die sich wirklich mit Microsoft-Produkten auskennen.

Schlimmer schon steht es mit Digitalproll „Sascha Lobo“, dessen albernen roten Haarschopf eine hochintelligente Informatikerin mit einem einzigen Satz erklärte:  „Stell‘ Dir vor, der hätte ganz normale Haare, dann träte seine Visage anstatt seiner Frisur in den Vordergrund“.  Und genau so albern wie die Frisur des dauerjünglierenden Digitaldebattanten ist dessen schwachsinniges Geseiere vom digitalen Entwicklungsland Deutschland.

Es hat sich viel getan im sogenannten „Breitbandausbau“ und ein „DSL 6000“ mit 6 MBit/s im Down- und 1,2 MBit/s im Upstream sollte für jeden Privatanwender dicke ausreichen.  Hier jetzt herumzuheulen von wegen „gebrochener Versprechungen“ ist Klagen auf allerhöchstem Niveau.  Wenn der Arsch einen Film anschauen will, dann soll er den Fernseher anschalten, dazu ist der nämlich da.  Besondere Ansprüche hat er nicht, es reicht „Eine schrecklich nette Familie“.   Den Dreck muß man nicht qua Unicast über das teure Netz prügeln, dafür gibt es direktabstrahlende Satelliten.

„Es kommt“, so sekundiert mir meine Schwester gern, „nicht darauf an, wie stark oder woher der Wind bläst, sondern wie man die Segel setzt.  Und wenn ich nicht weiß, wo ich hinwill, ist jeder Weg der richtige.  Erst die Standort- und Zieldefinition ermöglichen es mir, einen Kurs zu bestimmen.  Und dann erst beschäftige ich mich mit Wind und Strömung“.  Das weiß nicht nur jeder erfahrene Segler.  Der einzig merkbefreite ist der Möchtegern-Informatiker, der feststellt, daß der von ihm fabrizierte Multimediaschrott immer langsamer läuft und meint, er könnte sein Problem mit immer unmäßigerem Ressourcenverbrauch lösen.

Diese krampfhaften Versuche zeigen die Idiotie der sogenannten „Digitalisierung“.   Und hier habe ich, mehr zufällig, einen interessanten Artikel eines Jugoslaven gefunden und ihn unkommentiert eingestellt.  Das fand Roland unpassend, insbesondere dehalb, weil er argwöhnte, es handele sich um einen recht einfältigen Menschen mit gefährlichem Halbwissen.   Dazu muß man wissen:  Hier schreibt ein Jugoslave.  Die gibt es, soweit mir bekannt, in zwei Ausfertigungen:  Die dummen glauben an Allah, die gerissenen glauben an sich, ihr dickes Auto und ihre dicken Eier.   Der „Kollege“ Jerko ist klar der Gruppe 2 zugehörig und hält sich für einen „hochqualifizierten Spezialisten“, weil er DATEV-Programme auf Windows-PCs installieren kann und auch schon einmal eine „LAN-LAN-Kopplung“ gemacht hat, etwas, das ein Fachmann in der Regel meidet wie der Teufel das Weihwasser.  Er definiert sich nur über Marken, die er trägt oder fährt und läßt keine Gelegenheit aus, mit seinem Reichtum zu prahlen.  Machen Sie sich selbst ein Bild.

Aber diesem Mann fehlen auch die deutschen Scheuklappen und aufgrund seines schlichten Gemütes denkt er erfrischend geradeaus und kommt zu erschreckend richtigen Schlußfolgerungen, etwa zu vergleichen mit denen des kleinen Oskar Matzerath.

So stellt er ganz offen die „Digitalisierung“ als Allheilmittel infrage, indem er feststellt, daß eine „vollanaloge“ MP 5 von Heckler & Koch bis zu 300 Asylanträge pro Minute bearbeiten kann.   Ohne Zweit- und Drittinstanz beim Bundesverfassungs- oder -verwaltungsgericht.  Bevor hier wieder das Theater losgeht:  Man muß soetwas als Fingerzeig verstehen und nicht 1:1 umsetzen.  Aber zum Beispiel die Verbringung aller kriminellen Asylbetrüger auf die Kerguelen-Inseln wäre eine praktische Option.

Nun schreibt mir dieser Mann im bereits zitierten Artikel,

http://www.jerkos-welt.com/schluss-mit-dem-digitalisierungsgeschwaetz-hoert-endlich-auf-uns-zu-verarschen/,

wirklich aus der schwarzen Seele.  Das liegt zum einen daran, daß auch ich ein einfältiger Mensch bin.  Meine Frau und meine „Ex“ kennen sich gut und rätseln noch bis heute, „ist er ein ‚vielschichtiger‘ Mensch oder nicht ?“, aber je mehr ich ihr versichere, ich sei einfach und ehrlich gestrickt, desto mehr zweifeln sie.  Ich bezeichne meinen Intellekt als „schlicht“ und sehe in Schlichtheit seit jeher auch eine gewisse Schönheit.

Unter diesem Aspekt:  Lesen Sie den oben verlinkten Artikel, wenn Sie meinen,

  • daß man mit Geld nicht unsere Bildungsmisere lösen kann
  • daß vermeintliches „Expertenwissen“ oft nichts anderes ist als „Mausklick nach Anleitung“
  • daß nicht die mangelnde „Bandbreite“, sondern die Dummheit der Internetnutzer das Problem darstellen

Und lasen Sie es sich von einem wirklichen „Digital Native“ sagen:  Der Mann hat recht.

-hb

München ist ein große Stadt. In München gibt es auch eine große Theatertradition. Früher haben „Das Resi“ (Residenztheater mit all seinen Spielorten) und die Kammerspiele die Szene dominiert und mich fasziniert. Heute finden wir Spitzentheater vor allem im Volkstheater und wohl auch beim Außenseiter aus Freimann – dem Metropoltheater.

Es gibt in München aber auch eine große Bühne des Amateur-Theaters. Herausragend empfinde ich das Theater Ensemble tgsm. Mit dieser Einschätzung möchte ich die vielen anderen ambitionierten „Laiendarsteller“ in München, die in vielen Bühnen mit Leidenschaft spielen, keinesfalls entwerten. Im Gegenteil, beim Theater ist es wie im richtigen Leben – die „Dilettanten“ (Menschen, die es aus Liebhaberei und nicht auch fürs Geld machen) stehen oft den Profis in nichts nach.

Gestern durfte ich beim tgsm etwas ganz besonders erleben. Es war ein Stück, dass leider nur selten aufgeführt wird. Vielleicht weil es unangenehm ist und weh tut.

Furcht und Elend des Dritten Reiches

von Bertolt Brecht (1898 – 1956)

Ich zitiere aus dem Programm des tgsm:


In 30 Szenen beschreibt Brecht 30 Momentaufnahmen des Lebens im 3. Reich und wollte es zunächst „Deutschland – ein Greuelmärchen“ nennen. 1938 fand mit acht Szenen in Paris die Uraufführung statt. Die Szenen stehen für sich, bilden keine fortgesetzte Handlung und fügen sich schließlich doch zu einem Bild des Lebens unter nationalsozialistischer Herrschaft zusammen. Wer da genau hinschaut, versteht die Mechanismen der Diktaturen nämlich: Polarisierung, Angst, Diffamierung von Minderheiten (Feindbild) und tägliche Demonstration der Staatsmacht. Darum ist das Thema auch heute aktuell und wird es immer bleiben.


Ich hatte Angst vor diesem Abend. Einfach weil ich weiß, dass das Grauen und Entsetzen dieser Zeit mich deprimiert. Vor kurzem hat mit nur das Vorbeiradeln am KZ in Dachau eine schlaflose Nacht beschert.

Am Abend (um 22:30) bin ich mit einem tiefen Glücksgefühl heim geradelt. Ganz gegen meine Erwartung. Weil ich großes und wertvolles Theater erlebt hatte.

Vor allem war ich glücklich, weil ich so viele Menschen erlebt habe (um die 25 Schauspieler und um die 15 Unterstützende), die mit unheimlich großen Engagement in ihrer Freizeit völlig ehrenamtlich so etwas Tolles auf die Beine gestellt haben. Und weil ich gefühlt haben, dass diese Menschen die Welt ähnlich sehen wie ich.

Vielen Dank dafür!


Die beste Nachricht:
Es gibt noch ein paar Gelegenheiten, das Stück zu erleben! Hier alle Termine:

1. Juni 2018 (Freitag)
2. Juni 18 (Samstag)
(Pasinger Fabrik, Beginn jeweils 19:30)

7. Juni 2018 (Donnerstag )
8. Juni 2018 (Freitag)
9. Juni 2018 (Samstag)
(Pepper Theater, Neuperlach, Beginn jeweils 19:30)

14 Juni 2018 (Donnerstag)
(Neubiberg, Aula der Volksschule, Am Rathausplatz, Beginn 20:00)

Zum Karten reservieren geht es hier.

Und hier noch ein paar Links zum Appetit machen: Hier eine ausführliche Kritik zur Premiere, an der Konstantin Wecker mit einem Lied zum Schluss dabei war. Bei den natürlich an den weiteren Aufführungen ist er nicht persönlich dabei, dann kommt sein Lied SAG NEIN vom Band. Bei uns haben da alle mitgesungen, so war es auch ohne den Meister persönlich ein wunderbares Erlebnis.

RMD

Am 6. Mai ist es wieder so weit! Die ARCIS-VOCALISTEN haben ihren nächsten Auftritt in der Himmelsfahrtskirche in München-Sendling.

Der Chor singt gemeinsam mit namhaften Solisten den PAULUS von FELIX MENDELSON BARTHOLDY, ein Geistliches Oratorium in zwei Teilen.

 

„Mache dich auf, werde Licht!“

1836 präsentierte der geniale, 26 Jahre junge Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy sein erstes großes biblisches Oratorium, die Geschichte des Apostels Paulus. Ausgehend von seinen Anfängen als Christenjäger Saulus werden sein Damaskuserlebnis, seine Glaubenskrise und die neue religiöse Gewißheit bis hin zu seinen Missionsreisen gezeigt.

Große repräsentative Chorsätze, innige Choräle, eingängige Arien vereinigen sich im sinnlich romantischen Tonfall Mendelssohns zu einer gewaltigen zweistündigen geistlichen Oper.

Die Arcis-Vocalisten präsentieren PAULUS in großer Chorbesetzung gemeinsam mit den jungen ausgezeichneten Solisten Judith Spiesser, zuletzt als Lucia di Lammermoor am Landestheater Niederbayern erfolgreich, der Mezzosopranistin Florence Losseau, dem Tenor Christian Zenker, lange an den Theatern Innsbruck und Graz, sowie Bassbariton Alban Lenzen in der Titelpartie.

Als Orchester ist die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz dabei. Die Leitung hat Thomas Gropper.

Die Aufführung am Sonntag, 6.Mai 2018 um 19 h findet in einem der für solche Musik am besten geeigneten Kirchenräume statt, der Himmelfahrtskirche in München-Sendling, Kidlerstr.15.

Um 18 h gibt es eine Konzerteinführung durch den musikalischen Leiter. Karten kauft man über MünchenTicket und an der Abendkasse. Für IF-Blog-Leser, die sich am Konzert erfreuen wollen, gibt es ein ganz besonderes Bonbon in Form eines kleinen Rabatts. Bei Interesse an Karten fürs schöne Konzert senden Sie einfach eine E-Mail an mich mit dem Betreff „Arcis-Vocalisten“.
🙂 Sie hören dann von mir!

RMD

Der 22. Oktober war für uns (Christian, Knud und mich) ein harter aber sehr schöner Tag. Am Vormittag haben wir uns in Nürnberg getroffen um am Abend etwas auszuprobieren. Wir hatten eine Idee, wir wollten „Wichtiges kreativ kommunizieren“. Einfach mal ein paar Aussagen machen, die nachhaltig hängen bleiben sollten.

Wir, das waren Christian Botta, Knud Johanssen und meine Wenigkeit. So haben wir uns in einem kleinen Appartement im Kongress-Zentrum in Nürnberg getroffen. Weil wir an diesem Mittwoch am Abend eine kleine Show machen wollten. So mussten wir noch ein wenig üben.

Im Vorfeld wir hatten uns genau dreimal kurz getroffen, unsere Idee ausgebrütet und dann den Inhalt wie die Dramaturgie gemeinsam in einem „shared document“ zur Überbrückung der Raumzeit-Schwelle entwickelt.

Ab 11:00 haben wir das „Jammen“ geübt und geprobt. Bis um 16:00 Uhr ging das so, dann haben wir durch geschnauft. Um 17:00 war es dann soweit, zum Abschluss des „soft tracks“ der DOAG-Jahreskonferenz  es ging raus auf die Bühne. Mit „Kreativer Kommunikation“.

Hier das Foto nach getaner Arbeit:

Christian,  unser „Gastgeber“ Dietmar Neugebauer, Knud und meine Wenigkeit
(von links nach rechts).

Aber vorher galt:
„Gestern, Heute und Morgen“ und vor allem
„Nicht Jammern sondern Jammen!“

Hier die Uraufführung vom 22. November 2017.

Mit und von uns: (am Stift), (mit ALTO, dem Altosaxophon, unser Rapper und Bauchredner). Und ich (  – am „Sprech“) war auch dabei!

RMD

P.S.
Hier auch noch der Link zum Video:
Und für alle, die es lieber nach lesen, werde ich im nächsten Post meine Texte veröffentlichen.

 

Weihnachten naht!!!

 

Was wäre
Weihnachten ohne Musik?
Musik ohne Gesang?
Gesang ohne Chor?
Und der Chor ohne das Weihnachts-Oratorium?

Die Arcis-Solisten mag ich besonders, nicht nur weil da Evelyn (EG) mit singt. Bei einigen Aufführungen durfte ich dabei sein – und es war immer großartig.

Und auch diesmal wieder: Dank Evelyn gibt es für IF-Blog-Leser, die sich am Konzert erfreuen wollen, einen kleinen Vorteil. Bei Interesse einfach eine E-Mail an mich mit dem Stichwort „Arcis-Vocalisten“ senden.

RMD

 

Viele Musikwissenschaftler halten dieses Werk für das größte Chorwerk der Geschichte überhaupt!

 

Stundenlang haben sie geprobt – die Arcis-Vocalisten. Und jetzt ist es soweit – in einer ganz großen und einzigartigen Besetzung!

Und das Beste:
Dank Evelyn gibt es für IF-Blog-Leser, die sich am Konzert erfreuen wollen, ein ganz besonderes Bonbon in Form eines schönen Rabatts. Bei Interesse einfach eine E-Mail an mich mit dem Stichwort „Arcis-Vocalisten“ senden.