IF-Blog ist einer der wenigen Münchner Blogs, den es überwiegend in Deutsch und Englisch gibt. Das verdanken wir und ich unserer Evelyn (EG), die die meisten meiner und des Teams Artikel zeitnah und mit hohem Tempo ins Englische übersetzt. Sie macht das aus Freundschaft zu uns und aus Freude an der englischen Sprache.

Ich kann Evelyn nur immer wieder ganz herzlich danken!

Aber die Evelyn hat unter anderem noch ein zweites und ganz besonderes Interessensgebiet. Das übt sie mit großer Leidenschaft und hoher Professionalität aus. Gemeinsam mit ihrem Sohn singt sie in verschiedenen Chören. Und jetzt  haben sich die beiden einem ganz besonderen Chor angeschlossen, den

arcis vocalisten

unter Leitung von Thomas Gropper.

Da das Bild ein wenig älter ist, findet man unsere Evelyn und ihren Sohn Martin leider noch nicht.

Ende Juni planen die arcis vocalisten ein neues und ganz besonderes Projekt. Nach zahlreichen Aufführungen in den letzten Jahren in gekürzter oder deutsch gesungener oder/und mit heutigen Instrumenten begleiteter Version musizieren die arcis vocalisten Georg Friedrich Händels bekanntestes Oratorium erstmals komplett, ungekürzt, im englischen Original und mit historischen Instrumenten, nämlich L’arpa festante!

Am Samstag, den 29. Juni findet die erste Aufführung im Christuspavillion von Kloster Volkenroda in Thüringen statt. Veranstalter ist dort die Jesus-Bruderschaft Volkenroda.

Einen Tag später, am Sonntag den 30. Juni um 19 Uhr hat der Chor ein “Heimspiel”. Dann können wir das Werk in der Himmelfahrtskirche in München-Sendling (Kidlerstr.) genießen.

Solisten sind Hanna Herfurtner – Sopran, Franz Schlecht – Bass, Robert Sellier – Tenor und Andreas Pehl – Altus. Die Leitung hat Thomas Gropper. Um 18 h, eine Stunde vor Konzertbeginn, findet eine 30minütige Konzerteinführung im Kirchenraum statt.

Händel schafft im MESSIAH einen dreiteiligen Bilderbogen über die Gestalt des Erlösers, die Ankündigung der Christgeburt, das Weihnachtsgeschehen, die Passion und die Auferstehung. Die filigranen und leidenschaftlichen Chorsätze bilden das Rückgrat des Konzerts.

Jetzt heißt es ganz schnell den Terminkalender prüfen und dann Karten bestellen!

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 17. Mai 2013

Referentin bei Craftsmanship: Kristin Block im IF-Forum

Elmar Jürgens und Bernhard Findeiss als Referenten bei unserem Workshop CRAFTSMANSHIP am 13. Juni 2013 ab 13:00 bei uns in Unterhaching habe ich schon vorgestellt.

Heute stelle ich Kristin Block vor. Sie wird in ihrem Vortrag gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Judit Lell

Die Eckpfeiler einer Wissens(teilungs)kultur

benennen, die notwendig sind, um von CRAFTSMANSHIP nicht nur zu reden sondern es auch erfolgreich zu leben.

Hier ein kurzer Ausblick auf diesen Vortrag:

Für Unternehmen ist es heutzutage überlebenswichtig, die interne Versorgung mit Wissen sicher zu stellen. Denn es handelt sich um   d e n   Treibstoff, der die tägliche Arbeit im Unternehmen am Laufen und dieses im Wettbewerb hält.

Doch der Unternehmensalltag ist oft weit entfernt vom Ideal eines offenen, von allen Mitarbeitern (gern) praktizierten Wissensaustauschs. Phänomene wie „Wissen-ist-Macht“-Denke, Blockaden im freien Wissensfluss und isolierte Wissensinseln verbrauchen nicht nur viel Energie, sondern reduzieren auch die Handlungs- und Innovationskraft von Organisationen erheblich. Ganz zu schweigen von sozialen Auswirkungen wie Demoralisierung der Menschen und das Entstehen von Frust mit der Folge der inneren Kündigung von Wissensarbeitern, die ihren dringend benötigten Werkstoff nicht in ausreichendem Maße oder/und der benötigten Form zur Verfügung gestellt bekommen.

Viele Führungskräfte haben diese Gefahr und die Notwendigkeit zu Handeln mittlerweile erkannt – wissen jedoch nicht, wie und wo angreifen, um hier nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. Der Vortrag „Die Eckpfeiler einer Wissen(teilungs)kultur“ liefert auf unterhaltsame und anschauliche Art und Weise Antworten und neue Denkanstöße und natürlich auch ausreichend Raum für die Diskussion der Thesen. Es werden fünf Aktionsfelder vorgestellt, die dynamisch miteinander verbunden, ein Mobile aus möglichen Ansatzpunkten aufspannen. 
Dieses Wissen, gepaart mit einer großen Portion an Veränderungswillen, konsequentem Handeln und Geduld, ist für Führungskräfte das Handwerkzeug für den Aufbau einer gelebten Wissenskultur in ihrer Organisationseinheit.

Über die Referentin Kristin Block

Kristin Block ist Gesellschafterin des Beratungsunternehmens wissenswerk, das Unternehmen bei Herausforderungen rund um die Themen Wissens(ver)teilung, Wissenssicherung und Wissensvermehrung unterstützt. Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin hat die Kommunikationsexpertin den Begriff «Neuro-Wissensmanagement» geprägt: die äußerst erfolgversprechende Verknüpfung von neusten Erkenntnissen aus der Gehirnforschung mit menschen-zentrierten Wissensmanagement-Methoden. Als Trainerin und Rednerin gibt sie ihr umfangreiches Fach- und Erfahrungswissen nun mit großem Erfolg auch außerhalb von Beratungsprojekten weiter

RMD

P.S.
Ich empfehle die Lektüre des Blogs von wissenswerk, in dem Sie viele interessante Gedanken und Anregungen von Judith Lell und Kristin Block zu unserem Thema finden!

Roland Dürre
Mittwoch, der 8. Mai 2013

Workshop bei der InterFace AG: CRAFTSMANSHIP!

Ankündigung & Agenda

Begleitet durch Wolf Nkole Helzle (Social Media Art Künstler) geht es im vierten fachlichen IF-Forum um
ERFAHRUNG, KÖNNEN, KULTUR, QUALITÄT und WISSEN.

Links im Bild sehen wir Wolf Nkole Helzle, einen bekannten Social Media-Künstler aus Badenwürttemberg. Wolf wird unser diesjähriges fachliches IF-Forum begleiten!

Zur Erinnerung:
2010 haben wir mit dem fachlichen IF-Forum begonnen und untersucht, wie “agile Entwicklung” uns nutzen kann. In den beiden folgenden Jahren haben wir über “neue Führung” (2011) und “Projekt Coaching” (2012) diskutiert.

Die bisherigen drei IF-Foren waren für unsere Gäste und uns ganz besondere Ereignisse. So soll es auch diesmal wieder sein. Dieses Jahr geht es um das Handwerk des “Wissensarbeiters”.

Wir starten am 13. Juni 2013 ab 13:00 in unseren Workshop “Craftsmanship”. Die Veranstaltung findet in unseren Räumen in Unterhaching statt und geht diesmal schon am Nachmittag los. Die Vorträge beginnen dann um 14:00.

Wir würden uns freuen, wenn wir unsere Gäste schon ab 13:00 begrüßen dürfen, denn da machen wir ganz handwerklich und interaktiv mit Wolf Nkole Helzle einen Ausflug in die Kunst.

AGENDA

ab 13:00 Unsere Gäste kommen …
Eintreffen / Welcome
Wolf Helzle fotografiert!

14:00 Roland Dürre / Wolfgang Menauer (beide InterFace AG)
Begrüßung / Hinführung
Was ist Craftsmanship?

14:30 Judith Lell & Kristin Block (wissenswerk):
Die Eckpfeiler einer Wissens(teilungs)kultur
Das Handwerk des Führen

Pause

15:15 Bernhard Findeiss (InterFace AG):
“Ein Tag im Leben eines Software Craftsman”
Software-Entwicklung ist Handwerk

15:45 Dr. Elmar Juergens (CQSE GmbH)
Wissenstransfer durch leichtgewichtige Reviews
Erfahrungen aus 6 Jahren Einsatz in einem heterogenen Team

Pause

16:30 Bernd Fiedler (Datac):
Master and Apprentice
Ohne Erfahrung kein Handwerk

17:00 Reinhard Büttner (SWM)
Wissen – geben und nehmen – warum viel verloren geht!

Wissen teilen als Handwerk

Pause

17:45 Alle
“Fishbowl”
Teilen, geben und nehmen – und gewinnen?

18:30 Happy Hour
“Craftsmanship” by Wolf Helzle
Kunst & Genuss

REFERENTEN

Alle Referenten sind mir persönlich gut bekannt. Ich schätze ihre Kompetenz und weiß, dass sie über die besondere Gabe verfügen, ihr Wissen charmant und spannend weiterzugeben. Als Referenten sind dabei:

Judith Lell und Kristin Block haben zusammen das wissenswerk gegründet.

Bernhard Findeiss ist Mitarbeiter der InterFace AG. Unter anderem engagiert er sich für Open Source und bei Socrates.

Dr. Elmar Juergens ist Gründer und Gesellschafter der CQSE GmbH.

Bernd Fiedler ist in der Geschäftsführung von Datac. Außerdem hält er Vorlesungen und ist der pragmatische Vordenker von Wissensmanagement.

Reinhard Büttner ist seit 1998 Geschäftsführer Personal und Soziales und Arbeitsdirektor des SWM-Konzerns der Landeshauptstadt München. Er wirkt als Kaufmann, Organisator, Veränderungsmanager und Coach. “Nebenher” ist er Geschäftsführer in Regensburg und München bei der Gewerkschaft ÖTV, dort auch der Koordinator des Aufbau Ost und Landesbezirksvorsitzender Thüringen.

Danke Schön!

Schon an dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Referenten ganz herzlich für ihre Zusage bedanken. Und weiß, dass dank ihnen auch unser viertes IF-Forum ein ganz besonderer Nachmittag werden wird!

Und wir freuen uns auf unsere Gäste! Die Anmeldung auch zu diesem fachlichen IF-Forum geht wie immer per E-Mail.


Die Videos vom ersten IF-Forum des Jahres 2013 Jean Paul, der Unternehmer sind nun veröffentlicht.

Herr Bernhard Echte vom Nimbus-Verlag in Zürich war der Referent, er hat am letzten Donnerstag, den 11. April unser IF-Forum in diesem Jahr eröffnet. Zum 250-jährigen Geburtstag von Jean Paul hat er uns über das Unternehmertum in Jean Paul berichtet.

Wir haben drei Videos erstellt.

Vortrag TEIL I – Warum Jean Paul als schreibender Unternehmer erfolgreich war:

Vortrag TEIL II – Wie Jean Paul seinen Erfolg als schreibenden Unternehmer über einen längeren Zeitraum stabilisieren konnte:

Kurzer AUSSCHNITT aus der Diskussion zum Vortrag: Was ist die “Einstiegsdroge” für Jean Paul:

Viel Spaß beim Anschauen wünscht die InterFace AG!

Hier ein Verweis auf unsere nächsten Vorträge / Workshops:


IF-Akademie
Ubuntu & Android im Business Einsatz
Alexander Jachmann
16. Mai 2013 | 18 Uhr


Fachliches IF-Forum
Craftsmanship
Workshop
13. Juni l 2013 | 14 Uhr, Prolog ab 13:00


IF-Forum
Jean Paul und der Hypertext
Annina Klappert
11. Juli 2013 | 18 Uhr


Auch hierzu sind Sie herzlich eingeladen. Melden Sie sich einfach per E-Mail an!


Hans-Peter Kühn
Donnerstag, der 11. April 2013

Sein und Zeit

Hatte gestern eine interessante Diskussion mit Detlev, über Kommunikation im Internet.

Es scheint, dass etwa 1% der Leute schreiben, 9% kommentieren und 90% entweder nur lesen oder überhaupt nicht lesen. Fast alle dieser überwältigenden Mehrheit „haben keine Zeit“.

Damit sind wir beim Thema!

„Habe keine Zeit“, suggeriert, dass man Zeit „Haben“ kann, offenbar das Privileg einer Minderheit der Besitzenden. „Zeit haben“ impliziert nun die Möglichkeit Zeit einzulagern, um im Bedarfsfall auf sie zurückzugreifen.

Damit eröffnet sich die verführerische Perspektive eines Zeitkellers, mit Flaschen und Fässern unterschiedlicher Jahrgänge. Je älter desto besser, denn allgemein gilt ja, dass die Zeit früher langsamer verging als heute oder dass die Zeiten damals besser waren. In der Flasche des Jahrgangs 1985 ist damit bedeutend mehr an Menge und Qualität des begehrten Stoffes, als in einer Flasche des noch jungen 2011.

Leider ist es nun unmöglich, wie in Afrika beim Wasserholen durchaus üblich, unsere Frauen morgens zum Zeitbrunnen, an den Zeithahn oder an die angezapfte Zeitpipeline zu schicken, um einen Behälter der kostbaren Substanz abzufüllen und mit stolzer Haltung, auf dem Kopf, nach Hause zu balancieren. Damit wird klar, man kann Zeit nicht „Haben“. Die Argumentation der schweigenden Mehrheit wird damit hinfällig.

Folglich kann man Zeit auch nicht bekommen, gewinnen (Gibt es Zeitlotterien?), verlieren, abbauen, ernten…

Stellt sich die letzte Frage: Brauchen wir Zeit??? Im Nichts gibt es keine Zeit, das wiederum bedeutet: Die Zeit braucht uns!!!

HPK

Liebe Leser von IF-Blog,

hier mal wieder eine News aus besonderem Anlass:

Übermorgen ist das erste IF-Forum in 2013!

Bernhard Echte spricht über den

Unternehmer Jean Paul
Entrepreneurship vor gut 200 Jahren.

Informationen zum Vortrag finden Sie unter

http://if-blog.de/rd/erstes-if-forum-in-2013-j-p-der-unternehmer-11-april/

Die Veranstaltung beginnt wie immer ab 18 Uhr in der Seminarzone im Dachgeschoss bei der InterFace AG in Unterhaching. Mit dem Vortrag wollen wir um 18:15 starten. Empfang ist ab 17:30

Noch gibt es freie Plätze!
So würde ich mich über spontane Besucher aus dem Kreis der IF-Blog-Leser sehr freuen.

Und für all die, die nicht kommen können, übertragen wir den Vortrag wieder live im Internet. Unter http://www.ustream.tv/channel/IF-Forum kann man ab ca 18:15 den Video-Stream zum Vortrag sehen.

Zusätzlich zur Übertragung werden wir einen Video-Mitschnitt anfertigen und auf youtube (Kanal InterFace AG) zur Verfügung stellen.

Mit den besten Wünschen zum Frühlingsbeginn!

Roland Dürre (RMD)

Roland Dürre
Freitag, der 29. März 2013

Zarah Leander – Unverhofft kommt oft!

Vor kurzem hat mir der Andreas folgende E-Mail gesendet:

Hallo Roland,
heute schreibe ich Dir einmal in einer ganz anderen Sache. So nebenbei habe ich angefangen meine Lebensgefährtin zu “managen” und für sie das eine oder andere Konzert zu organisieren. Als “In diversen Genres wildernde Opernsängerin” hat sie neben Ihren Opernpartien und klassischen Konzerten auch einen Abend über Zarah Leander im Programm. Da ich weiß, dass Du Dich für Kunst sehr interessierst will ich den Abend am 13. April im kleinen Konzertsaal im Gasteig nicht unerwähnt lassen.
Es würde mich freuen wenn Du Zeit & Lust hast und zum Gasteig kommst!
Andreas

Der Andreas Lehmann ist ein alter Bekannter. Immer wieder haben sich unsere Wege gekreuzt. Vor Jahrzehnten ist das bei IXOS passiert – in den “wilden Zeiten” der “new economy”. IXOS war ein ganz besonderes DAX- und NASDAQ-Unternehmen. Zuletzt hat uns dann der Zufall des Lebens bei “ISARNETZ – die Münchner Webwoche” in 2012 zusammen gebracht. In der Jury zur Vergabe des “Isarnetz-Award” saßen wir uns plötzlich gegenüber.

Natürlich folge ich der Einladung von Andreas! Hier der Text zur Veranstaltung! Finde ich richtig spannend!

Zarah Leander kehrt nach München zurück!

Zugegeben, es ist nicht die Diva selbst, deren Auftritte in München die Zahl 70 deutlich übersteigen dürften – stellvertretend macht sich das „Duo InterMezzo!“ auf, allen voran Tatjana Conrad, Sängerin und Autorin des Stückes, dem großen Stern am deutschen Himmel der 1930er- Jahre nachzuspüren.

Am Samstag, den 13. April 2013 ist die Wahl-Berlinerin als Zarah Leander mit ihrer theatralen Preziose
„Wollt ihr einen Star seh’n, seht mich an! Zarah Leander in Schatten und Licht“
unter der Regie von Philip Lüsebrink im Kleinen Konzertsaal des Gasteig zu Gast. Ihr Partner David Grant ist als Arne Hülphers, dritter und letzter Ehemann der großen Chanteuse, zu sehen und zu hören.

Wer war Zarah Leander? Mythos. Diva. Soviel ist sicher. Täterin? Opfer?

Die beiden Künstler laden Sie ein, diesen Fragen gemeinsam mit ihnen auf den Grund zu gehen und am Ende vielleicht keine Antwort, so doch ein wenig mehr Verständnis für den großen Stern am Himmel des „Dritten Reiches“ aufzubringen, ohne sich der Trübsal hingeben zu müssen – ganz im Gegenteil: Conrad und Grant möchten in Wort und Klang erzählen, wie diese Frau ihr Publikum eroberte und wünschen sich, dass deren Humor, Charme und Klugheit auch ein wenig Schatten und Licht auf diesen Abend werfen möge.

Neben musikalischen Überraschungen sorgen Ohrwürmer wie „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe“ und „Yes, Sir!“ ebenso für „Ufa-Nostalgie“ wie der „Waldemar mit dem schwarzen Haar“ und die Evergreens „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ und “Sag’ mir nicht Adieu“.

Dies und einiges „Drunter und Drüber“ erwartet Sie an diesem Abend, der wie ein musikalisch-historischer „Roter Teppich“ sein soll, über den die Erinnerung an die große Zarah Leander das Publikum erreichen kann.

So bin ich am 13. April im kleinen Konzertsaal im Gasteig und freue ich mich auf einen besonderen Abend. Besonders schön wäre es, wenn ich da auch noch ein paar Freunde treffe! Also kommen, es wird bestimmt sehr schön.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 13. März 2013

Hotspot & WLAN und die Zukunft

Ich bin oft unterwegs und treffe viele Menschen. Dabei fliege ich kaum mehr durch die Luft, kommuniziere aber um so lieber kabellos via “air” mit der Welt. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen, bei Universitäten oder Unternehmen, in Kaffees und Restaurant, Institutionen oder Verbänden und wo auch immer.

Wie meine Reisen und Treffen dem “Vernetzen” dienen, so möchte ich unterwegs mit dem Rest der Welt vernetzt sein. So ist es immer wieder sehr praktisch, wenn ich ein WLAN finde, in das ich rein darf. Da ich ein aufwändiger Netznutzer zu sein scheine, bin ich mit UTMS & CO nicht zufrieden. Mit LTE (Long Term Evolution) habe ich selber noch keine Erfahrungen, da ich kein LTE-fähiges Gerät habe.

Habe aber Leuten mit LTE-fähigen Geräten über die Schulter geguckt. Das Tempo war wirklich sehr eindrucksvoll. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass das LTE wieder mal eine kleine Revolution bringen wird – und es dann mit der mobilen Welt noch mehr ab gehen könnte als heute schon.

Vielleicht gibt es bald ja nur noch LTE und die vielen WLAN-Netze werden überall abgebaut. Wäre auch wieder ein Fortschritt hin zu “weniger Verschwendung” durch diese ausufernd zahlreichen parallelen WLANs an vielen Orten.

So weit sind wir aber noch nicht. Die Nutzung von LTE würde für mich bedeuten, dass ich mir schon wieder neue Technologie kaufen müsste. Damit will ich noch ein wenig warten. Unterwegs nutze ich verschiedene Geräte (Smartphone, Pad, Notebookes mit Stick). Die können alle kein LTE und bin mit trotzdem mit all diesen ganz zufrieden. Da ich aber nicht schon wieder alles neu kaufen will, warte ich auf eine wirklich neue Generation von Hardware – die dann selbstverständlich LTE können wird.

Deshalb bin ich oft auf der Suche nach freien WLANs. Und WLANs gibt es ja auch fast überall. Allerdings sind sie für mich nicht erreichbar. Oft habe ich eine zweistellige Anzahl von Netzen mit voller Stärke in der Anzeige, aber alle sind passwort geschützt. Nur wenn ich als Gast in modernen Unternehmen, Institutionen, Hotels oder sonstigen Lokationen bin, habe ich in der Regel kein Problem. Denn gerade “gute” Firmen mit einer vernünftigen und modernen (Unternehmens-)Kultur verfügen auch über ein WLAN, über welches sie ihren Gästen einen einfachen Zugang ins Internet bieten. Quasi als Teil ihrer Gastfreundschaft.

Auch die Telekom und alte Unternehmen wie zum Beispiel die Bahn in ihren Lounges und in manchen Zügen auf leider nur wenigen Strecken machen das mit ihren Internet-Angebot ganz gut. Es gibt aber auch immer noch zahlreiche Institutionen und Unternehmen, bei denen es immer schwierig bis unmöglich ist, ins WLAN zu kommen. Dies sind oft größere und ein wenig komplizierte Unternehmen. Da wundere ich immer und hoffe, dass doch bald flächendeckend LTE kommen möge.

Wenn ich als Gast ins WLAN gehe, freue ich mich, wenn das Passwort noch vom letzten Besuch gültig ist. Dann bin ich sofort im Netz. Ich finde es als Gast auch gut, wenn in den Räumen des Gastgebers das WLAN-Passwort für uns Gäste gut sichtbar ausgehängt wird.

Genauso recht ist es mir, wenn das WLAN kein Passwort hat und ich in einer Startmaske ein Häkchen machen muss, mit dem ich kund tue, dass ich mich an die Geschäftsbedingungen halten werde. Was ich beides sehr gerne mache – das Häkchen und mich “an die Bedingungen halten”. Eigentlich finde ich letzteres die vernünftigste Variante, auch weil offene Netze helfen, die gigantische Form der Verschwendung durch die vielen parallelen WLANs überall auf der Welt zu reduzieren. Die Zeit wäre doch eigentlich auch hier reif für “shared economics”.

Deshalb bedanke ich mich bei solchen guten Gastgeber an dieser Stelle ganz explizit.

Aber jetzt wechsle ich mal die Rolle und bin nicht mehr Gast sondern werde zum Gastgeber.

Zu Hause habe ich mich den Ängsten meiner Familienmitglieder gebeugt und unser WLAN verschlüsselt. Zwar sind so ziemlich alle Wahrscheinlichkeiten bei realen Risikoszenarien für unsere körperliche Unversehrtheit und unsere Güter zig-fach höher als für das Risiko, dass uns ein Angreifer über ein offenes WLAN schädigt.

Weil aber alles möglich ist und man sich vor allem schützen will, haben wir uns auch dem öffentlichen Überich gebeugt und ein Passwort vor unser WLAN gesetzt. Das ist aber gleich geblieben, seit dem wir dieses WLAN aufgebaut haben. Und der “moderne Teil” unserer vielen Gäste freut sich auch darüber. Zwar haben sie unser Passwort längst vergessen. Ihr Geräte aber haben es sich gemerkt, so sind sie gleich wieder bei mir im Netz und fühlen sich dann hoffentlich wie zu Hause.

Im Unternehmen scheint das schwieriger zu sein. Da haben wir den expliziten Vorsatz, dass wir uns gesetzestreu verhalten. Und nehmen die Themen Sicherheit und Datenschutz genauso ernst, wie manch anderes, das der Gesetzgeber so erfunden hat. Auch wenn er uns das Leben nicht immer unbedingt leichter macht.

Also  stellen wir bei der InterFace AG sowohl im Headquarter in Unterhaching wie auch in unseren Geschäftsstellen unseren Gästen ein eigenes offenes WLAN mit dem Namen IF-OPEN zur Verfügung. Das ist zwar auch passwortgeschützt. Für unsere Gäste haben wir ein “werbewirksames” Passwort gewählt. Es macht auf das große “F” in “InterFace” aufmerksam und weist darauf hin, dass es uns schon bald 30 Jahre gibt.

Das Passwort geben wir unseren Gästen, damit sie sich auch bei uns wie zu Hause fühlen. In den zentralen Gemeinschaftsräumen wie Seminarzone oder Besprechungszimmer hängen wir es aus. Unser IF-Open wird auch von mir und manchen Mitarbeitern gerne genutzt, da es direkt und proxyfrei ins Internet führt.

Vor kurzem wurde die Frage aufgeworfen: Sollen wir das Passwort unseres Gästenetzes ändern? Und wenn, wie häufig sollen wir es ändern?

Nach meinem Geschmack würde einmal in 50 Jahren genügen. (Zwinkern)

Ich versuche, das mal zu begründen: Ein stabiles, verlässliches und vor allem leicht zu merkendes Passwort für ein als offen gedachtes und auch so bezeichnetes aber trotzdem Passwort-geschütztes WLAN ist ein Segen. Wenn man dieses häufig ändert, dann macht man vielen Leuten eine vielleicht nur geringe aber doch immer wiederkehrende Mühe. Nur weil es (wahrscheinlich auch nur theoretisch) jemanden in oder in der Nähe des Gebäudes geben könnte, der bei uns den Internetzugang “klaut” und auch noch “missbraucht”.

Wie realistisch eine solche Angst ist, weiß ich nicht. Ich schätze sie aber eher gering ein, wenn ich daran denke, was für “reale” Risiken wir haben könnten (Einbruch, Diebstahl).

:-) Aber in ein paar Jahren haben wir ja flächendeckend LTE. Dann braucht man keine WLANs mehr und all diese Überlegungen sind hinfällig.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 1. März 2013

Unternehmertagebuch #88 – Das Genie

Vor kurzem habe ich einen namhaften Künstler getroffen, mit dem ich im nächsten Jahr ein wesentliches Projekt machen möchte. Er ist so alt wie ich und nach meiner Einschätzung zweifelsfrei ein Genie.

Wir haben uns sehr gut verstanden. So konnte ich die Bewunderung für sein “Genie” nicht verhehlen. Und da hat er mir etwas gesagt:

Das Genie braucht immer einen Ort und eine Zeit.

Und ich meine, dass das ganz wichtig ist. Und dass diese Aussage nicht nur für “Genies” sondern genauso für alle von uns und unser Wirken gilt.

Wie viele “Vertriebler” kenne ich, die so richtig erfolgreich waren. In einem bestimmten Segment und bei gewissen Kunden waren sie die Abschlusskönige schlecht hin. Haben unvorstellbare Umsätze eingefahren und gigantische Summen an Provisionen verdient. Dann haben sie gewechselt oder mussten es – und plötzlich war er weg, der Erfolg.

Das gleiche habe ich auch bei Managern und Unternehmern nur zu oft erlebt. Kometenhaft war der Aufstieg. Groß wurden sie gefeiert. Dann aber kam eine Veränderung, und weg war der Erfolg. Und nur wenige sind wiedergekommen.

Über Erfolg darf und soll man sich freuen. Aber auf seine “Leistung” darf man sich nicht zu viel einbilden. Denn damit es im Leben klappt, gehört immer ein wenig Glück und der richtige Zeitpunkt dazu. Ohne das richtige Umfeld geht aber gar nichts. Und das sind halt letzten Endes andere Menschen. Denn alleine ist man meistens gar nichts …

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet man in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Donnerstag, der 20. Dezember 2012

Kinder sind Männersache

Die Diskussion “über zu niedrige Geburtenraten in Deutschland und was der Staat dagegen machen soll” nervt mich.

;-) Deshalb mache ich mit.

Zuerst mal meine ich, dass der Staat es im Normalfall zuerst mal den Menschen überlassen sollte, wie viele Kinder sie kriegen. Auch eine – vielleicht aus strategischen Gründen – rational oder sinnvoll erscheinende Bevölkerungspolitik wie die Chinas hat zwei Seiten. Ich sehe mich nicht in der Lage, dies “ethisch” zu bewerten.

Besonders aber nerven mich die Forderungen und hierzulande stattfindenden Diskussionen zu Kindertagesstätten (man beachte die Abkürzung Kita!) und zum Betreuungsgeld. So steuere ich auch hierzu meine zwei Cents bei.

Erste Aussage:

Ein Kind sollte man nicht zu früh und zu lang von seiner Mutter trennen. Es könnte sein, dass das Kind so frühe Verlustängste erlebt. Dies könnte zur Folge haben, dass das im Leben so notwendige Urvertrauen nicht ausreichend aufgebaut wird. Wie lange nach der Geburt der notwendige Zeitraum für eine enge Mutter-Kind-Beziehung zu sein hat, weiß ich als Laie nicht. Ich meine aber, dass man versuchen sollte, in solch wirklich wichtigen Dingen immer auf der “sicheren Seite” zu sein. Und da könnte in diesem Fall tatsächlich einmal ein “wenig mehr” besser sein zu wenig.

Also ist es wichtig, dass Mütter die Möglichkeit haben, viel Zeit mit ihren Kleinkindern zu verbringen. Das sollte in einer reichen, modernen und humanen Zivilisation sicher möglich, Gesellschaft, Unternehmen und Staat müssen es nur wollen.

Die angenommene Korrelation von Anzahl von Kita-Plätzen zur Anzahl von Geburten halte ich für möglich und vielleicht erklärbar, aber nicht für kausal. So könnte es sein, dass in einer “Kinder-freundlichen” Gesellschaft es einfach eine größere Bereitschaft gibt, auch in so etwas wie Kitas zu investieren. Dass ein Paar die Entscheidung, ob es ein Kind bekommt, von der Verfügbarkeit eines Kita-Platzes abhängig macht, leuchtet mir jedoch nicht so recht ein.

Zweite Aussage:

Etwas anderes und vielleicht Relevantes fällt mir aber immer mehr auf. Es sind nicht die Frauen, die die Anzahl der Kinder bestimmen! In meiner Umwelt kenne ich zahlreiche Paare, bei der die Frau ganz gerne ein Kind (oder mehr davon) hätte oder gehabt hätte. Und in den meisten Fällen ist/war der Mann die treibende Kraft bei der Entscheidung gegen Kinder oder nur für ein Kind.

Die Frauen – ausgleichend und partnerschaftlich – akzeptieren das. Sie lieben (und fürchten) ihre Männer und wollen diese nicht mit “unangemessenen und irrationalen Forderungen” in emotionale Schwierigkeiten bringen. Wahrscheinlich fällt es den Frauen auch ein wenig leichter, die männliche Vorgabe zu akzeptieren und “vernünftiger Weise” auf Kinder zu verzichten, weil Kinderlosigkeit ja auch ganz bequem ist, den Lebensweg zumindest vermeintlich weniger kompliziert macht (siehe Karriere und Selbstverwirklichung) und so durchaus seine Vorteile zu haben scheint.

Also:

Die Annahme, dass die Frauen über die Anzahl der Kinder entscheiden und das von staatlicher Infrastruktur oder Karrieremöglichkeiten abhängig machen, erscheint mir in unserem Kulturkreis mittlerweile als ziemlich falsch. Nein – die Männer bestimmen überwiegend die Anzahl der Kinder in einer Partnerschaft. Fragen Sie einfach mal mit Ihnen befreundete Paare, wie viel Prozent der Anteil des Mannes bei der “gemeinschaftlichen” Entscheidung war!

RMD

P.S.
Future is female!