Wie Ihr wisst, weise ich in IF-Blog immer gerne auf die Konzerte der Arcis-Vocalisten hin. Zum einen weil die Evelyn (EG) bei diesem Chor mit großer Leidenschaft dabei ist und zum anderen, weil diese Konzerte für alle Zuhörer immer ganz große Erlebnisse sind!

Mozart

Und das Beste:

Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es wieder ein kleines Zucker. Einfach bei mir melden mit Stichwort „Mozart“!

RMD

P.S.
Hier noch der Hinweis auf ein weiteres und ganz besonderes Beethoven-Konzert der Arcis-Vocalisten an Silvester!

Für alle, die sich etwas ganz besonderes zum Jahreswechsel gönnen wollen!

Die Konzerte der Arcis-Vocalisten erwähne ich hier immer sehr gerne – nicht nur weil die Evelyn (EG) da mitsingt. Sondern weil die Aufführungen immer einzigartig sind und die Herzen aller Zuhörer mit großer Freude füllen!

Beethoven

Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es wieder ein schönes Zuckerl …

Einfach bei mir melden mit Stichwort „Beethoven“.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 21. Juli 2016

Die Arcis-Vocalisten sind wieder auf Tour: HAYDN!

Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt!

Das ist das Motto der Arcis-Vocalisten! Und so stehen sie gemeinsam mit ihren Partnern schon am 6. August mit einem besonderen Kunstwerk wieder auf der Bühne:

Haydn

Ich kann wieder nicht dabei sein. Weil zwei ganz liebe Freunde von mir ihren 60. Geburtstag freien.

Aber vielleicht schafft Ihr es ja? Es wird sich auf jeden Fall lohnen!

RMD

P.S.
Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es ein kleines Zuckerl …
Einfach bei mir melden mit Stichwort Haydn.

Am Freitag sind sie in der Himmelfahrtskirche München-Sendling,

die arcis vocalisten

Ich verweise kurzfristig auf dieses einzigartige Konzert, nicht nur weil es noch Karten gibt. Vor allem aber deshalb, weil es eine einzigartige Aufführung werden wird, die man nicht versäumen sollte!

Das Besondere ist nicht, dass es À-Cappella, also ohne Musikinstrumente und Orchester gegeben wird. Was von den Sängern mehr abverlangt, weil keine Instrumente da sind, die das spielen, was sie singen sollen.

Sondern, dass es eine Welturaufführung beinhaltet:
Markus Fritz singt selbst bei bei den arcis vocalisten und er hat das Werk
„De Tranquilitate Animi“
nach Worten von Seneca komponiert!!!

Außerdem werden noch eine Messe von Rheinberger und ein paar Stücke von Brahms (Opus 74 No. 1 ) und Kaminski gegeben:

FlyerACapella

Wenn ich an diesem Tage nicht in Frankreich wäre, würde ich auf jeden Fall hingehen.

Nicht nur aber auch weil die Evelyn (EG) mit singt.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 24. April 2016

Projekt FRIEDEN – Donnerstag, 28. April 2016 – IF-Forum

Am Donnerstag (28. April) um 18:00 starte ich gemeinsam mit Jolly Kunjappu unser Projekt FRIEDEN. Wir freuen uns auf unsere Gäste.

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.« Acryl und Wachskreide auf Leinwand

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.«
Acryl und Wachskreide auf Leinwand

An diesem Tage werden wir “die Gedanken befreien”, Impulse geben und versuchen, „die freundlichen Menschen“, die wir so mögen, zu inspirieren. Wir wollen die Lust wecken, all die Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.

Wir wollen die Bereitschaft fördern, an der notwendigen großen Transformation unserer Gesellschaft und Lebensart konstruktiv mitzuwirken und so die Voraussetzungen ein wenig zu verbessern, dass wir Zukunft aktiv gestalten können. Denn:
Handeln ist wichtiger denn Reden!

An diesem Abend wollen Jolly und ich in die Vorlage gehen und dann gemeinsam mit Euch Ideen entwickeln und überlegen, was man denn alles machen könnte.
🙂  (Vielleicht ein Schneeballsystem für Frieden und Transformation aufsetzen?)

So wollen wir von unseren Freunden so lernen. Gemeinsam Erkenntnis gewinnen und  an unserer eigenen Aufklärung 2.0 arbeiten.
🙂 Indoktrination und Religionisierung mögen und machen wir nicht, denn wir sind keine Missionare!

FRIEDEN ist für uns ganz einfach die zentrale Metapher für die erforderliche Veränderung, denn Frieden betrifft uns dreifach: Jeden einzelnen ganz persönlich in sich; in unseren Beziehungen zu der Welt, in der wir leben und so auch zu unserer Umwelt; und natürlich auch im Verhältnis individuell zwischen Menschen wie kollektiv zwischen Völkern und Gemeinschaften aller Art unserer wunderbaren Welt.

Und ohne FRIEDEN ist glückliches Leben in Zufriedenheit nicht vorstellbar.

Das Projekt FRIEDEN ist mir persönlich sehr wichtig und hat für mich ab sofort Priorität. Es soll das letzte große Projekt meines Lebens werden, so will ich es in den nächsten Jahren zu meinem zentralen Thema machen. Damit mir dies gelingt ist mir Eure, die Teilnahme meiner Freunde, sehr wichtig.

Trotzdem soll der Donnerstag Abend zuerst mal ein Treffen von eben „den freundlichen Menschen“ unserer Welt in großer FREUDE werden und uns allen viel Mut und Vertrauen geben! Jolly und ich sind uns sicher, dass dies gemeinsam mit Euch exzellent gelingen wird. Und ein paar Überraschungen wird es auch geben …

Hier noch ein Link zu 3 Artikeln in IF-Blog.de zum Thema inklusive der Einladung zur Veranstaltung. Eine kleine Bitte habe ich nur – das Kommen kurz anmelden wegen Futter&Getränke. Dies könnt Ihr als Kommentar im Blog machen oder ganz einfach per E-Mail an die InterFace AG oder gerne direkt an mich.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 13. März 2016

Für FRIEDEN.

Auf der Suche nach nach meinen Helden habe ich schon in frühen Jahren Boris Vian gefunden. Es hat ein radikales Friedenslied in 1954 geschaffen und gesungen – Le Déserteur. Das war ein großer Song und für mich Anfang der 60iger Jahre eine wahre *Hymne für Freiheit und Frieden.*

2012 habe ich darüber geschrieben und mich über die #GEMA wegen ihrer Sperren in Youtube geärgert.

Hier ist das Lied:

Ein weiterer großer Sänger von Friedensliedern ist Jacques Brel. Auch er war einer der Helden meiner Jugend.

Terry Jacks hat in 1974 Seasons in the Sun produziert. Dieser Song basiert auf dem Chanson Le Moribond („Der Sterbende“) von Jacques Brel.

Aber hören wir den Meister im Original:

Das war aber damals vielleicht ein wenig kitschig aber auch nicht so ganz schlecht:

Jetzt überlege ich mir, wer denn heute so meine Vorbilder sein könnten. Ich meine, dass Carl Amery und José Saramago da ganz gut geeignet wären.

Für Frieden!

RMD

P.S.
Zu John Lennon, Barbara und vielen anderen kommen wir dann später …

P.S.1
Weil ich gefragt wurde, wer Barbara ist …

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 25. Februar 2016

Das Dvorak Requiem

ZZZimagesSie war froh.
Und er war froh.
Die Dvorak ging mit ihm – und er mit ihr – zu Margots Geburtstagsfeier.
Erst vor zwei Tagen war er mit der Dvorak auf ‚ihrem Requiem’ gewesen.
Er fand das lustig.
Sie nicht.
Das Dvorak Requiem war unbeschreiblich gewesen! Der Chor gewaltig und die Musik erschütternd wie das Ende der Tage.
Aber soweit war es noch nicht.
Margot war Siebzig geworden und wollte feiern. Ihr Mann war längst tot, und die alten Freunde wurden immer weniger.
Mit dem Golfhotel hatte sie eine feine Adresse gewählt. Leckeres Essen war garantiert. Alles andere wär eine Enttäuschung gewesen. Die Dvorak freute sich darauf. Sie aß für ihr Leben gern. Natürlich mit Folgen! Ein lebenslanger Kampf! Aussichtslos!

Dienstag siebzehn Uhr fünfundvierzig bei ihm, hatten sie gesagt.
Um achtzehn Uhr begann das Fest.
Zwei Stunden vorher rief er die Dvorak an.
Keine Reaktion.
Wahrscheinlich noch unterwegs. Oder sie duschte.
Viel zu schnell griff er gleich wieder zum Hörer.
Nichts!
Wo blieb denn ihr Anruf? Das tat sie doch sonst immer.
Er versuchte es noch etliche Male auf ihrem Handy.
Dumme Pute wollte er sagen. Konnte er aber nicht. Hatte ja keine Verbindung.
Schließlich gab er auf.
Unruhig und enttäuscht fuhr er alleine los…
Aber vielleicht musste sie ja überraschend zu ihrer krebskranken Tochter. Oder ihr uralter Vater wollte plötzlich doch sterben.
Oder sie musste sich erlösen von all’ dem Übel und war neben dem Glas Rotwein eingeschlafen.
Da hätte er nicht stören mögen.

Als er der Erste auf dem Fest war – hatte er Gewissensbisse.
Er hätte doch länger auf die Dvorak warten sollen. Sie wär bestimmt noch gekommen.
Margot war überrascht, dass er sie nicht mitbrachte.
Und seine Frau auch nicht. Aber das wusste sie ja.
Ach, die Dvorak kam bestimmt noch. Die hätte sich sonst auf jeden Fall abgemeldet. War viel zu gewissenhaft.
Niemand hatte da die geringsten Zweifel.
Auch nicht als es schon hoch herging und die Gäste mit der Animateurin allerlei Gymnastik zwischen den köstlichen Speisefolgen machen mussten.
Das hätte die Dvorak nicht mögen.
Als hätte sie es geahnt.
Hat sie ja vielleicht. Sie hasste Gymnastik wie die Pest.
Warum musste man im Alter unbedingt gelenkig sein?

Komisch, ihr Stuhl blieb leer. Obwohl die Lücke am Tisch störend war.
Ihr Gedeck hatte man auch noch nicht weggetan.
Ein eigenartiger Scherz war das schon von ihr.
Einfach nicht erscheinen.
Ohne ein Wort .
Ohne Entschuldigung. Aber bei aller Zuverlässigkeit konnte sie eben auch störrisch sein, dass wussten alle, die sie kannten, die Dvorak.

Das Fest war gediegen!
Alles perfekt organisiert.
Margot gab ihr Bestes und ihre charmante Tochter auch.
Beide waren Profis. Wussten wie man Stimmung macht.
Den schalen Geschmack im Mund hatte wahrscheinlich nur er, als bei der Oldie– Einlage zum Schluss, die gleichen Sänger auftraten wie im Dvorak Requiem.
Die Dvorak hätte gelacht, bei dieser unfreiwilligen Komik.
Lachen konnte sie. Und wie!

Ja und dann war der Abend auch schon vorbei.
Und die Dvorak nicht gekommen.
Schade!
Er zockelte alleine heim und rauchte noch ein Zigarillo.
Ein Glas Rotwein gönnte er sich auch.
Endlich der Anruf:
Arg spät, liebe Frau Dvorak!
Aber sie war es nicht.
Sie war schon tot.
Während der zweiten Vorspeise auf dem Fest, hatte ihr Sohn sie gefunden.
Er war über den Balkon ins Haus gestiegen, da der Haustürschlüssel innen steckte.
Die Dvorak saß auf der Stiege.
Einen Schuh hatte sie schon an.
Dann lehnte sie sich an die Wand und blieb so sitzen.
Eine ganze Nacht – und einen Tag.
Herzstillstand. Sekundentod.
Ihr alter Hund bewachte sie.
Er war taub.
‚Ihr Requiem’ – hätte er nicht hören können…

KH

 

Roland Dürre
Montag, der 23. November 2015

Die Arcis-Vocalisten – 22. 12. 2015 !!!

Und wieder mal mache ich Reklame in IF-Blog – für die einzigartigen Arcis-Vocalisten!

Warum?

Weil sie so eine einzigartige Musik machen und weil ich die Evelyn mag, die da mit vollem Herzen dabei ist!

22.12. evelyn arciss

Also Hingehen!

RMD

P.S.
Für IF-Blog-Leser, die das Konzert besuchen wollen, gibt es ein kleines Zuckerl …
Einfach bei mir melden mit Stichwort Bach-Oratorium.

Roland Dürre
Donnerstag, der 24. September 2015

Ein Konzert der Arcis-Vocalisten lohnt immer. Termine!

Logo ArcisVocalistenIch habe schon auf ein paar Konzerte der Arcis-Vocalisten genossen. Evelyn Gemkow, die mir so viel hilft, singt mit großer Begeisterung bei diesem Chor und berichtet mir immer wieder von den schönen Konzerten. Bisher hat alles, was ich selbst gehört habe, mich tief beeindruckt! Es war immer ein Fest für Geist und Seele.

Deshalb mache ich auch hier in IF-BLog so gerne Reklame für diesen tollen Chor unter der Leitung von Professor Thomas Gropper. Ohne wäre das alles wahrscheinlich nie möglich gewesen.

Weil genau solche Aktivitäten das Leben erst so richtig schön machen, möchte ich mich an dieser Stelle mal ganz explizit bei Leitung und allen Mitwirkenden der Arcis-Vocalisten für alles das bedanken, was sie nur aus der Freude am Singen heraus leisten.

Hier die nächsten Konzerte dieser bemerkenswerten Truppe.

Zusammenfassung:

Die neue Saison beginnt mit Giuseppe Verdis dramatischem Requiem. Weitere Highlights der Saison sind sicherlich die Aufführung des Bach’schen Weihnachtsoratoriums und seiner Johannespassion im Herkulessaal. Im Frühjahr wird wieder unter der Regie von D. Reuscher ein großes Werk szenisch dargestellt, diesmal Belshazzar von Händel. Ausserdem konzertiert der Chor mit einem A-Cappella Programm in Stuttgart und Tübingen, bevor die Saison traditionell mit einem Konzert im Brunnenhof, dieses Mal mit Haydns Schöpfung, abgeschlossen wird.

Die Konzerte:

G. Verdi
Messa da Requiem
Thomas Gropper, Leitung
Sonntag, 15. November 2015, 19:00 Uhr, Herkulessaal der Münchner Residenz
(Veranstalter: Bell’Arte Konzertdirektion GmbH)

J. S. Bach
Weihnachts-Oratorium I-III, VI
Barockorchester L’Arpa Festante
Thomas Gropper, Leitung
Dienstag, 22. Dezember 2015, 20:00 Uhr, Herkulessaal der Münchner Residenz
(Veranstalter: Bell’Arte Konzertdirektion GmbH)

H. Schütz, Johannespassion
J. Bahms, Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen
Thomas Gropper, Leitung
Sonntag, 6. März 2016, 19:00 Uhr, Wallfahrtskirche St. Rasso, Grafrath
(Veranstalter: Kulturverein St. Rasso e.V.)

J. S. Bach
Johannes-Passion
Barockorchester L’Arpa Festante
Thomas Gropper, Leitung
Karfreitag, 25. März 2016, 18:00 Uhr, Herkulessaal der Münchner Residenz
(Veranstalter: Bell’Arte Konzertdirektion GmbH)

G. F. Händel
Belshazzar (szenische Aufführung)
Barockorchester L’Arpa Festante
Thomas Gropper, Leitung
Dieter Reuscher, Regie
Samstag, 7. Mai 2016, Himmelfahrtskirche München-Sendling
Sonntag, 8. Mai 2016, Himmelfahrtskirche München-Sendling

J. G. Rheinberger, Messe F-Dur, op. 117
J. Brahms, Motetten op.74
M. Fritz, De tranquillitate animi (24.6., Uraufführung)
Thomas Gropper, Leitung
Freitag, 17. Juni 2016, 19:00 Uhr, „Stunde der Kirchenmusik“, Stiftskirche Stuttgart
(Veranstalter: Stiftsmusik Stuttgart)
Samstag, 18. Juni 2016, 20:00 Uhr, „Tübinger Motette“, Stiftskirche Tübingen
(Veranstalter: Stiftskirche Tübingen)
Freitag, 24. Juni 2016, 20:00 Uhr, Himmelfahrtskirche München-Sendling

J. Haydn
Die Schöpfung
Barockorchester L`Arpa Festante
Thomas Gropper, Leitung
Samstag, 6. August 2016, 20:00 Uhr, Brunnenhof der Residenz, München
(Veranstalter: Bell’Arte Konzertdirektion GmbH)

Was für ein bemerkenswertes Programm! Ich bin sicher, da ist für jeden von Euch etwas dabei. Also – die Terminkalender aufschlagen!

RMD

Die Konzertdaten sind von der Website der Arcis-Vocalisten (Stand 24. September 2015).

Roland Dürre
Samstag, der 18. April 2015

Veränderung aller Orten – heute Musik.

136px-Parts_of_a_musical_note.svgVon Musik und Musikinstrumenten habe ich nicht so viel Ahnung – bin da nicht einmal Halbexperte sondern der totale Laie.
🙂 Das soll mich aber nicht daran hindern, auch dazu mal zu schreiben.

Zuerst mal meine ich, dass das Erleben von Musik vor dem Zeitalter der Technik und der „industriellen Revolution“ für die meisten Menschen etwas ganz seltenes und besonderes gewesen sein muss. Und auf ganz wenige Ereignisse im Leben beschränkt war.

Was für Möglichkeiten gab es zum Beispiel vor 150 Jahren Musik zu hören? Wahrscheinlich musste man selber Singen oder ein einfaches Instrument spielen. Oder anderen dabei zu hören. Ein Klavier war sicher nur für ganz wenige, privilegierte Menschen erreichbar.

Natürlich gab es kein Radio und keine Beschallung im Supermarkt. Das Grammophon wurde erst 1887 erfunden. So dürfte das Hören von Musik ein seltenes Erlebnis gewesen sein, das man zum Beispiel in der Kirche hatte, Da konnte man der Orgel und ab und zu dem Kirchenchor lauschen. Wahrscheinlich war dann das Musikerlebnis wegen seiner Seltenheit ganz besonders intensiv und hat so das religiöses Erleben ermöglicht, vielleicht sogar überhöht.

Außerhalb der Kirche konnte man dann vielleicht noch ab und zu Blasmusik hören. Oder wenn die Soldaten vorbei marschierten, sich über die Klänge der Militärkapelle erfreuen – oder davor zusammen schrecken. Der Besuch von musikalischen Veranstaltungen dürfte ziemlich teuer gewesen sein. Wer konnte sich schon ein Konzert oder eine Oper leisten? Da musste man wahrscheinlich schon ein sehr wohlhabender Mensch sein.

So stelle ich mir die Welt der Musik vor gar nicht so langer Zeit vor. Wahrscheinlich waren die Menschen damals noch richtig ergriffen von den ungewohnten Klängen.

Heute hat sich das geändert. Die Dauerberieselung allerorts hat uns immunisiert. Überall wird Musik eingesetzt. Sogar im modern sein wollenden Theater findet häufig eine musikalische Untermalung der Monologe und Dialoge statt, ganz zu schweigen von der permanenten Hintergrundmusik in den Filmen wie im Fernsehen.

Das alles bringt mich zum Nachdenken. Weil da etwas sehr Besonderes und Schönes durch Kommerzialisierung verloren gegangen sein könnte.

Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, den ich beim Thema Musik spannend finde. Die (professionelle) Musik aus dem Mittelalter kommend war wohl eine sehr formale Sache. Es gab es klare Regeln, die vorgegeben haben, wie Musik gemacht werden muss. Eine Oper war eine Oper und ein Orchester hatte einen Dirigenten. Es gab viele Formate und Standards, die von den musizierenden Gruppen eingehalten werden mussten. Jede Art von Musik hatte ihre Bezeichnung und konnte einer Oberart zugeordnet werden. Die Musikwissenschaft – so scheint mir – hat die Musik vereinnahmt und klar festgelegt, was Musik ist und was nicht.

Eines Tages kam der Jazz und Ähnliches. Eine neue Art zu musizieren wurde legitim. Sie hat Freiheit gebracht. Der Begriff der „Jam session“ wurde geboren. Es durfte wieder improvisiert werden. Musikalische Elemente aus alten Zeiten wurden wieder salonfähig. Und ich kannte eine Reihe von Erwachsenen in Deutschland, die diese Musik als abfällig als „Negermusik“ bezeichneten.

Vokale Musiker wie die „Comedian Harmonists“ als Solisten kamen zusammen, experimentierten mit ihren Stimmen und imitierten vokal Instrumente. Die Beat-Gruppen kamen und setzten manche Regel außer Kraft. Heute gibt es sogar große Orchester, die ohne Dirigenten auskommen und trotzdem ganz gut musizieren.

Eine mir gut bekannte Sängerin hat mir ein besonderes, für sie innovatives Erlebnis  berichtet:

Wir hatten übrigens ein ganz tolles Konzerterlebnis. Beim Requiem standen wir vollkommen durcheinander (also immer irgendein Tenor oder Bass neben irgendeinem Sopran oder Alt), weil der Chorleiter in einer der letzten Proben feststellte, dass das klanglich viel homogener klingt.

Wenn keiner jemanden in der Nähe hat, der seine eigene Stimme singt, dann kommt keiner in die Versuchung, diesen anderen übertönen zu wollen. Der potentielle Nachteil ist natürlich, dass man keinen in der Nähe hat, der das gleiche singt, wie man selbst und so muss man schon das Zeug richtig beherrschen, um alles richtig zu singen..

Ich stelle mir das so vor: Jahrhunderte lange standen im Chor die verschiedenen Stimmen in Blöcken zusammen. Und doch wird immer wieder Neues ausprobiert. Und siehe da, es funktioniert. Die Zeiten ändern sich – wohl auch in der „Welt der Musik“. Auch dort könnte es einen Trend geben, nicht nur „hierarchisch“ sondern innovativ und selbst organisiert „Musik zu machen“. Wie vielleicht auch in unserem sonstigen gesellschaftliches Leben.

Und ich hoffe, dass ich als musikalischer Laie in diesem Artikel nicht zu sehr daneben gelegen bin. Und gehe mal davon aus, dass ich nie mehr über Musik schreiben werde.

RMD

P.S.
Die „Note“ ist aus Wikipedia von F l a n k e r – drawn by F l a n k e r.