Ask-an-Answer_1m-185x300Termin-Ankündigung.

Am  28. April ab 18:00 laden Jolly und ich unsere Freunde in die Räume der InterFace AG ein.

Wir wollen unseren zentralen und ganz persönlichen Wunsch artikulieren. Dies auf unsere besondere Art und Weise.

Es gibt einen schönen Anlass für diese Einladung, denn Jolly Kunjappu’s neues Buch „Ask An Answer“ ist gerade erschienen.

So werden wir es an diesem Tag vorstellen.

Zu uns beiden:

So klein ist der Mensch. Am linken Rand Muhamed, Führer und Freund.

So klein ist der Mensch,
Ägypten Februar 2016.

Roland Dürre:

Ich bin seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr operativ bei der InterFace AG tätig. Die gewonnene Freiheit versuche ich zu nutzen, um andere Menschen (wie auch mich selber) ein wenig glücklicher und erfolgreicher zu machen.

Neben der Unterstützung von Teams (wie Start-ups) und einzelnen Menschen (Junge und Ältere, Frauen und Männer) versuche ich mich gesellschaftlich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. So bin ich zum Aktivisten für eine neue Art von Mobilität geworden.

Das Wichtigste jedoch ist mir seit meiner Jugend der Frieden. Deshalb starte ich jetzt gemeinsam mit Jolly eine schon lange gehegte Vision, das Projekt „Frieden“.

Ich möchte nicht mehr so viel denken und reden sondern handeln. So werde ich an diesem Donnerstag Abend nur einen kurzen mir aber sehr wichtigen Beitrag leisten.

Die meiste Zeit wird am 28. April der Botschaft meines Freundes Jolly Kunjappu gehören.

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Jolly Kunjappu:

Jolly hat fast alle Länder der Welt bereist und war viele Jahre als Unternehmensberater auf Vorstandsebene – auch bei Dax-Unternehmen – unterwegs. Als Künstler (Malen, Musik, Performance) und Philosoph hat sich Jolly ebenso einen Namen gemacht wie als inspirierender Berater und Redner.

Wir haben uns bei einer Veranstaltung der Münchner Schachstiftung kennen gelernt und sofort gefühlt, dass unsere Werte, Erwartungen, Interessen und Bedürfnisse sehr stark harmonieren.

Jolly wird einen starken Appell halten und seine (unsere) Botschaft nicht nur in Worten kommunizieren.

Ich möchte mich herzlich bei der InterFace AG bedanken, dass sie ihre Räume für dieses ganz besondere IF-FORUM zur Verfügung stellt. Wir wollen unseren Auftritt nutzen, um eine starke Video-Botschaft an die Welt zu erstellen und werden die Vorträge filmen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet am Donnerstag, den 28. April 2016 um 18:30 im Seminarbereich der InterFace AG in Unterhaching, Empfang ist ab 18 Uhr.

Wie immer gibt es im Anschluss nach dem offiziellen Teil die Möglichkeit, sich bei leckeren Speisen und diversen Getränken zu entspannen und auszutauschen. Es ist eine persönliche Einladung an unsere Freunde (auch an die, die es noch werden wollen). So bitten wir um Anmeldung. Die geht wie immer ganz einfach per E-Mail an die InterFace AG oder gerne direkt an mich.


Jolly Kunjappu

Meister Deines eigenen Lebens
Sei kein Sklave eines Systems
Sei Meister deines eigenen Lebens.
München, Deutschland Mai, 1990

Master of Your Own Life
Don’t be a slave of a system
Be a master of your own life.
Munich, Germany, May 1990


Ich freue mich schon auf einen Abend voller Emotionen, spannender Diskussionen und schöner Gespräche!

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 3. März 2016

Wie ich auf der f.re.e schwach wurde.

Ich versuche mich mit Einkäufen zurückzuhalten. So gibt es für mich ein neues Hemd nur noch, wenn ich drei alte aussortiert habe. So leere ich Kleiderschrank und Schuhfach immer mehr. Das ist schon ein sensationelles Gefühl, wenn es in den Schränken immer lichter wird.

Auf unnötige Elektrogeräte und allen möglichen sonstigen Schnickschnack versuche ich auch zu verzichten. Weil ich nicht mehr so viel unsinnige Dinge kaufen will …

mobi-tableAber auf der f.re.e vor drei Wochen bin ich dann doch mal wieder zum Shopping-King geworden. Schuld war, dass da plötzlich ein wunderbarer Fahrradanhänger vor mir stand. Schon lange habe ich da einen kräftigen gesucht, den man auch so richtig beladen kann. Wo man auch ein paar Tragl Bier und dazu eine wirklich gescheite Brotzeit unterbringen kann.

Gefunden habe ich ein echtes Multitalent. Seine Erfinder Hans-Jürgen und Hubert haben ihn Mobi-Table genannt.

mobi-table1Mobi-Table hat mich sofort durch seine vielseitigen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten überzeugt. Als Transportbox mit einer Länge von 101 cm passt er in die meisten Mittelklasse-Pkws. Und – er ist ganz einfach zu handhaben. Alle beweglichen und abnehmbaren Teile sind nicht verschraubt und können ohne Werkzeug verstellt werden.

mobi-table-autoEin spezieller Federbolzen-Mechanismus ermöglicht genauso, dass einfach per Knopfdruck die Höhenverstellung der Rahmenteile vorgenommen und die Räder abgenommen werden können.

Bei einem Eigengewicht um die 20 kg kann das Transport-Genie eine Zuladung von 150 kg transportieren! Wird der hintere Querbügel hochgezogen kann er als Handwagen für schwere Transporte zusätzlich geschoben werden. Lange und oder sperrige Teile können zwischen die beiden hochgezogenen Querbügel gestapelt und so auch sicher transportiert werden.

mobi-table5Der Mobi-Table ist auch ein wunderbarer Bollerwagen, bestens geeignet für die Enkel – oder die Vatertagstour an Christi Himmelfahrt. Da kann man mit den Kleinen wie den Großen wunderbar auf Tour gehen.

Leider wird das bei uns in der Familie erst im Mai möglich sein – dann kommt unserer zu uns, denn so lange ist schon jetzt die Lieferfrist. Aber vielleicht können wir ja schon an Christi Himmelfahrt damit auf Tour gehen.

mobi-table3Am Ziel angelangt, ist der Anhänger mit wenigen Handgriffen in eine Tisch/Sitzkombination für vier bis fünf Personen umgebaut! Sogar eine Halterung für den Sonnenschirm gibt es.

Mich hat auch erfreut, dass alle Rahmenteile hochglanzverzinkt und aus Edelstahl und Aluminium gefertigt sind. Das verwendete Dreischichtholz erweckt das volle Vertrauen, dass es auch heftigem Wind und Wetter trotzt.

mobi-table4Hergestellt wird das Wunderteil in Kleinserie in Dasing/Friedberg bei Augsburg. Und alles, was man hier auf den Bildern sieht, habe ich ganz genau so auf der Messe begutachtet und ausprobiert. Ich kann versichern: Alles ist wahr, es ist kein Apil-Scherz und eine wirklich sehr beeindruckende Innovation für eine alternative mobile Zukunft.

Auch der Preis ist vertretbar. Ab 379,00 €  ist man dabei und den Fahrradanhänger mit Deichsel und Kupplung bekommt man für um die 500,- €. Wie ich finde, sehr anständig für gute Handwerksarbeit. Hier noch der Link zur Website von Mobi-Table. Dort wird das Produkt und seine Technik beschrieben; eine PDF-Gebrauchsanweisung gibt es dort auch.

Zum #AktMobCmp am 20. und 21. Mai in Augsburg werde ich dann meinen Anhänger für die Ausstellung mitbringen!

RMD

P.S.
Einem Paar Barfußschuhe von Leguano in grellem Kanariengelb konnte ich auf der F.re.e dann auch nicht wieder stehen.

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 25. Februar 2016

Das Dvorak Requiem

ZZZimagesSie war froh.
Und er war froh.
Die Dvorak ging mit ihm – und er mit ihr – zu Margots Geburtstagsfeier.
Erst vor zwei Tagen war er mit der Dvorak auf ‚ihrem Requiem’ gewesen.
Er fand das lustig.
Sie nicht.
Das Dvorak Requiem war unbeschreiblich gewesen! Der Chor gewaltig und die Musik erschütternd wie das Ende der Tage.
Aber soweit war es noch nicht.
Margot war Siebzig geworden und wollte feiern. Ihr Mann war längst tot, und die alten Freunde wurden immer weniger.
Mit dem Golfhotel hatte sie eine feine Adresse gewählt. Leckeres Essen war garantiert. Alles andere wär eine Enttäuschung gewesen. Die Dvorak freute sich darauf. Sie aß für ihr Leben gern. Natürlich mit Folgen! Ein lebenslanger Kampf! Aussichtslos!

Dienstag siebzehn Uhr fünfundvierzig bei ihm, hatten sie gesagt.
Um achtzehn Uhr begann das Fest.
Zwei Stunden vorher rief er die Dvorak an.
Keine Reaktion.
Wahrscheinlich noch unterwegs. Oder sie duschte.
Viel zu schnell griff er gleich wieder zum Hörer.
Nichts!
Wo blieb denn ihr Anruf? Das tat sie doch sonst immer.
Er versuchte es noch etliche Male auf ihrem Handy.
Dumme Pute wollte er sagen. Konnte er aber nicht. Hatte ja keine Verbindung.
Schließlich gab er auf.
Unruhig und enttäuscht fuhr er alleine los…
Aber vielleicht musste sie ja überraschend zu ihrer krebskranken Tochter. Oder ihr uralter Vater wollte plötzlich doch sterben.
Oder sie musste sich erlösen von all’ dem Übel und war neben dem Glas Rotwein eingeschlafen.
Da hätte er nicht stören mögen.

Als er der Erste auf dem Fest war – hatte er Gewissensbisse.
Er hätte doch länger auf die Dvorak warten sollen. Sie wär bestimmt noch gekommen.
Margot war überrascht, dass er sie nicht mitbrachte.
Und seine Frau auch nicht. Aber das wusste sie ja.
Ach, die Dvorak kam bestimmt noch. Die hätte sich sonst auf jeden Fall abgemeldet. War viel zu gewissenhaft.
Niemand hatte da die geringsten Zweifel.
Auch nicht als es schon hoch herging und die Gäste mit der Animateurin allerlei Gymnastik zwischen den köstlichen Speisefolgen machen mussten.
Das hätte die Dvorak nicht mögen.
Als hätte sie es geahnt.
Hat sie ja vielleicht. Sie hasste Gymnastik wie die Pest.
Warum musste man im Alter unbedingt gelenkig sein?

Komisch, ihr Stuhl blieb leer. Obwohl die Lücke am Tisch störend war.
Ihr Gedeck hatte man auch noch nicht weggetan.
Ein eigenartiger Scherz war das schon von ihr.
Einfach nicht erscheinen.
Ohne ein Wort .
Ohne Entschuldigung. Aber bei aller Zuverlässigkeit konnte sie eben auch störrisch sein, dass wussten alle, die sie kannten, die Dvorak.

Das Fest war gediegen!
Alles perfekt organisiert.
Margot gab ihr Bestes und ihre charmante Tochter auch.
Beide waren Profis. Wussten wie man Stimmung macht.
Den schalen Geschmack im Mund hatte wahrscheinlich nur er, als bei der Oldie– Einlage zum Schluss, die gleichen Sänger auftraten wie im Dvorak Requiem.
Die Dvorak hätte gelacht, bei dieser unfreiwilligen Komik.
Lachen konnte sie. Und wie!

Ja und dann war der Abend auch schon vorbei.
Und die Dvorak nicht gekommen.
Schade!
Er zockelte alleine heim und rauchte noch ein Zigarillo.
Ein Glas Rotwein gönnte er sich auch.
Endlich der Anruf:
Arg spät, liebe Frau Dvorak!
Aber sie war es nicht.
Sie war schon tot.
Während der zweiten Vorspeise auf dem Fest, hatte ihr Sohn sie gefunden.
Er war über den Balkon ins Haus gestiegen, da der Haustürschlüssel innen steckte.
Die Dvorak saß auf der Stiege.
Einen Schuh hatte sie schon an.
Dann lehnte sie sich an die Wand und blieb so sitzen.
Eine ganze Nacht – und einen Tag.
Herzstillstand. Sekundentod.
Ihr alter Hund bewachte sie.
Er war taub.
‚Ihr Requiem’ – hätte er nicht hören können…

KH

 

Roland Dürre
Freitag, der 7. August 2015

Rache & Hass

Gedanken zu den beiden Artikel hier im IF-Blog von Klaus Hnilica „Nur Verzeihen befreit“ und „Rache gibt Kraft“.

Schwarz Hass RacheDer Hass ist der hässliche Bruder der Rache. Denn Hass und Rache sind ein düsteres Geschwisterpaar, die sich gegenseitig an ihrem negativen Wirken erfreuen und hoch schaukeln.

Sie gehören zusammen – Rache verursacht Hass und Hass verlangt nach Rache.

Leicht heißt es dann: „Solange … ist Haß mein Amt und meine Tugend Rache!“ – so wie es in Kleists Hermannsschlacht klingt.

Gemeinsam generiert das schwarze Paar so einen ewigen und sich oft selbst verstärkenden Kreislauf des Unglücks – dies dann oft noch unter dem Deckmantel einer entarteten Moral.

Der Wunsch nach Rache mag verständlich erscheinen. Erhofft man sich doch, den eigenen Schmerz dadurch zu kompensieren, dass man dem Gehassten den gleichen oder einen noch schlimmeren Schmerz zufügt.

Der Hass an sich ist aber ein echtes Paradoxon. Wenn ich jemand hasse, dann möchte ich diesem schaden. Nur ist der Effekt meines Hasses ein ganz anderer. Denn dem, den ich hasse, geht es genauso gut mit wie ohne meinen Hass. Der gegen einen dritten gerichtete Hass zerstört nur mich, er wendet sich gegen mich und bewirkt, dass es mir noch schlechter geht. Die gehasste Person dagegen könnte sich sogar noch an meinem Hass erfreuen, weil ich mich dadurch selber ruiniere.

Besonders absurd wird Hass, wenn er sich in die Vergangenheit richtet. Wenn also der Hass sich gegen eine Person richtet, die für mich in Raum und Zeit unerreichbar ist und die vielleicht von meiner Existenz gar nicht weiß. Wenn die Person zum Beispiel schon tot ist. Dann wird der Hass zur ausschließlichen Selbstvernichtung. Und im letzteren Fall sollten wir über das Stadium der Blutrache doch auch schon hinaus sein.

Der Schluss ist ganz einfach:
Am besten lasse ich den Hass gar nicht in mein Herz und Leben eindringen – dann gebraucht es auch keiner Rache. Und auch die Kraft zum Verzeihen kann ich mir dann sparen. Denn ich brauche die Verzeihung nicht mehr, um meinen Hass zu besiegen.

Die andere Seite des Verzeihen, die heißt dem „Feind“ zu helfen, dass er sich von seinen Schuldgefühlen entlasten kann, wenn die denn vorhanden sind, kann ich dann ganz bewußt einsetzen.

Und werde ab und zu und dann mit innerem Schmunzeln aufs externe Verzeihen verzichten. Warum soll ich jemanden verzeihen, den ich nicht mag – wenn ich mit mir selber im reinen bin und über den Verletzungen stehe, die ich erlitten habe? Die zum Teil doch auch nur in meinem Kopf stattgefunden haben? Innerlich habe ich ja schon verziehen, denn ich hasse ja nicht mehr.

So gesehen ist Nicht-Hassen ein erstrebenswertes Ziel, das gelernt und geübt sein will und wohl und das wohl nur „die Weisen“ und „die Besten“ erreichen. Das viel mit Souveranität zu tun hat. Und die zu gewinnen ist eben nicht so einfach.

Lieben Dank an Klaus für seine beiden schönen Artikel.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 28. Juli 2015

Radtour von Bayerisch Eisenstein nach Prag („Moldau“)

Hier ein paar Bilder von gestern – die zweite Etappe von #MODRAVA nach #LIPNO.

🙂 Schön!

🙂 Noch schöner!

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🙂 Am allerschönsten.

Ich liebe es, den ganzen Tag durch solche Bilder in der freien Luft zu radeln.

RMD