Roland Dürre
Montag, der 26. Dezember 2016

Unterwegs in Mittelamerika

Als „Alien“ unterwegs auf einem großen Schiff.

Seit Heilig Abend sind wir wieder zurück von unserer Seereise und haben schon wieder zwei wundervolle Tage in der „Heimat“ verbracht. Die Reise schwingt noch nach – jetzt reflektiere ich die vielen Erlebnisse von vierzehn sehr intensiven Tagen.

In den vergangenen zwei Wochen haben wir acht Länder besucht. Von La Romana in der Dominikanischen Republik ging es nach Jamaika, dann nach Mexico, Belize, Honduras, Costa Rica, Panama, Kolumbien und wieder zurück über Santo Domingo nach La Romana.

Es war wie erhofft und erwartet angenehm warm in der Karibik. Öfters hatten wir willkommene Wolken, so gab es keinen Sonnenbrand, obwohl wir eigentlich immer an der frischen Luft waren. In der restlichen Zeit haben sich Sonne und Regen haben sich mit Vorteil für Sonne abgewechselt.  Ab und zu war es recht windig.

Die Nacht war fast dreizehn Stunden lang und recht dunkel, so dass es immer genug Zeit gab, sich aus zu schlafen. Bei offener Balkontour haben wir über die Nacht das Rauschen des Wassers genossen. Gut elf Stunden am Tag war es dann so richtig hell – genug Zeit zum intensiven Leben.

Zwar war es eine typische „all inclusive“ Reise auf einem Riesenschiff mit über 2.000 Reisenden. Es gab viel Animation in diversen großen und kleinen Bühnen. Wie oft bei Kreuzfahrten wurde versucht, den Passagieren eine mondäne Welt des Luxus zu suggerieren.

Wir haben die  Schiffsreise für uns ein wenig anders definiert und sie nicht so organisiert wie die große Mehrheit unserer Mitreisenden. So waren wir immer im Freien, haben nicht ein einziges Mal in den großen und kleinen Restaurants unten im Schiff gespeist sondern immer in zwei kleinen Biergarten-ähnlichen Freiluft-Restaurants.

Und fast schon wie selbstverständlich waren wir auch bei keiner der vielen Shows dabei, die viele unserer Mitreisenden tatsächlich begeistert haben. So war es tatsächlich ein einfacher Urlaub ganz allein für Barbara und mich.

Als privater „Kreuzfahrer“ unterwegs in Roatán (Honduras).

Tagsüber waren wir in sechs Ländern jeweils einen Tag, in Jamaika und der Dominikanischen Republik waren es zwei Tage in verschiedenen Orten. Abhängig von der Situation waren wir an sechs von zehn Tagen ganz individuell und privat zu Fuß und einmal mit gemieteten Fahrrädern unterwegs, viermal haben wir das Angebot von Ausflügen genutzt. Nachts waren wir immer auf dem Meer unterwegs wie auch an den vier Seetagen, an denen wir die Seele baumeln lassen und das Erlebte verdauen konnten.

Zwei Schiffs-Giganten treffen sich in Cozumel (Mexiko).

In den nächsten Tagen werde ich in lockerer Reihenfolge berichten, was mir so durch den Kopf ging. Zum Beispiel, dass wir tatsächlich in drei Ländern waren, die keine Armee haben und wie froh und stolz die Menschen dort mehrheitlich über diese Tatsache waren.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 8. Dezember 2016

Auf Wiedersehen bis nach Weihnachten!

Und eine Frohe Weihnacht!

Das war vor zwei Jahren auf Floßfahrt in China. Ab morgen heißt es dann Karibik.

Zwar fühle ich mich nicht
„Reif für die Insel“!!!

Trotzdem bin ich jetzt erst mal weg. Heilig Abend komme ich zurück und treffe unsere Kinder und Enkel – soweit sie in München sind.

So wie es ausschaut, werde ich bis dahin keine E-Mails lesen. Meine vielen Chat-Dialoge werden ruhen und auch sonst werde ich wohl nur ganz selten im Internet sein.

In den nächsten gut zwei Wochen werde ich versuchen, nur für die Barbara und mich da zu sein. Viele Tausend Meilen weg vom „Sweet Home“ werde ich alle Nachrichten, die aus der Welt kommen einfach mal ignorieren. Und werde in dieser Zeit auch nichts im IF-Blog veröffentlichen (wenn dann höchstens einer meiner Freunde oder vielleicht mein Bot.

Das normale Leben beginnt dann für mich wieder am Abend des 1. Weihnachtsfeiertag. Da bin ich wie seit langem jedes jahr im Lustspielhaus zu München beim Willy Michl (Es lohnt sich, auf den Link zu klicken). Da werde ich dann auch „Stille Nacht, heilige Nacht“ grölen, dem ewigen ISARFLIMMERN lauschen und mich freuen, dass die Tage wieder länger werden.

Eine große Freude für mich wäre, wenn ich am 25. Dezember am Abend ein paar Freunde im Lustspielhaus beim Willy treffen könnten und wir vor dem Konzert und in der Pause ein wenig „Ratsch und Tratsch“ machen könnten!

RMD

pmcamp-logo-dornbirnIch war ja schon bei vielen PM-Camps. Und irgendwie war es immer anders und auch immer großartig. Vorgestern und gestern war das 6. PM-Camp in Dornbirn. Mein Gefühl war, dass es – zumindest für mich – noch „besser“ war als alle PM-Camps davor. Und ich habe eine große Klarheit gewonnen betreffend des Modells und der Ziele von PM-Camp.

Klarheit ist in meiner Bewertung für soziale Systeme eines der wichtigsten Themen, vielleicht das zentrale fürs Gelingen notwendige Gut. Das gilt für Familien, Vereine, Unternehmen, Gemeinden, Regionen, politischen Einheiten – sprich für soziale Systeme aller Art. Wenn eine große Klarheit vorhanden ist, was das System so ist und welche Aufgaben sich stellen, dann ist das schon mal ganz gut.

Auf dem Wege zur Klarheit kann Theorie – insbesondere Systemtheorie – helfen. So wurden wir „systemtheorethisch“ in Dornbirn bestens von Gerhard Wohland (@GerhardWohland) begleitet. Er hat zwei für mich sehr wertvolle Impuls-Beiträge eingebracht. In einem davon kam der Begriff des Widerstandsnest vor.

So habe ich für mich verstanden, dass das Leben in Urgesellschaften wie auch in entwickelten Gesellschaften ein großes Widerstandsnest ist und immer wahr. Man könnte so ein menschliches Leben auch als eine Akkumulation vieler Widerstandsnester bezeichnen, wie sie von uns allen parallel wie seriell durchlebt werden.

Der Begriff Widerstandsnest besteht aus Widerstand und Nest!

„Widerstand“ im Wort Widerstandsnest will sagen, dass es dort viel „Widerstand“ gibt. Das tut weh und kostet Kraft. Widerstände lassen uns gelegentlich verzweifeln und können uns in tiefe Krisen stürzen, die erst mal überwunden werden müssen. Das kann ganz schön schwer werden. Andererseits entstehen Ideen immer nur in Krisen. Ohne Krise kommt man vielleicht auf Gedanken.

In der Krise kann man so leicht stürzen, vielleicht so, dass man aus eigener Kraft nicht das Aufstehen nicht mehr schafft. Der Begriff Nest steht jetzt genau dafür, dass uns nach einem tiefen Sturz unsere Mitmenschen helfen wieder aufzustehen. Der Begriff „Nest“ steht auch für Erholung und Muße!

In einer „Session“ mit Gerhard genau zu diesem Thema, kam die Frage von Stefan, 0b man PM-Camp zu einem Widerstandsnest machen solle und wie das ginge.

So sehen mich Christian und Daniel (© Visual-Braindump)

So sehen mich Christian und Daniel  (©Visual-Braindump)!

Da kam bei mir ein Moment der Klarheit. PM-Camp ist und soll kein Widerstandsnest sein. Nein! PM-Camp ist und soll ein Nest sein, in dem sich alle wohl füllen. Da die Teilnehmer sich sämtlich wert schätzen und respektieren (und sich auch so benehmen) und alle bereit sind sich zu öffnen und ihre Erfahrungen zu teilen, haben wir hier ein wunderbares Nest der Muße. Wegen mir darf man da auch gerne von „Kuschelzoo“ und ähnlich ein wenig abwerteten Begriffen reden. Ich mag Kuschelzoo!

Denn im „realen“ Leben habe ich genug Widerstandsnester. Manchmal mit mehr Widerstand als Netz. So komme ich gerne zur Muße ins PM-Camp. Dort will ich sozusagen „geistiges und emotionales Spa“ machen. Ich mag mich da nicht profilieren oder gar kämpfen müssen. Ich frei von Zielen hin und will dort mich mit niemanden messen und keinen Wettbewerb gewinnen müssen. Sondern nur genießen und auf sanfte Art Neues wie Anderes erleben und verstehen.

So kamen bei #PMCampDOR auch die „Emotionen“ nicht zu kurz. Die Stunde mit fünf Mal pecha kucha am Morgen des zweiten Tag brachte uns „Pure Feelings“ und war der ideale Übergang von der wie immer intensiven Party zum Abschluss des ersten Tages. Und es gab so manche Session, die „das Herz öffnete“.

Es war toll! Danke an alle, die dabei waren und unterstützt haben.

RMD

P.S.
Hier das Ergebnis meiner Sessions „Glück“.
🙂 Ich gehe mal davon aus, dass ich mein Bericht dazu hier in IF-Blog.de ziemlich bald kommen wird.

Vielen Dank an Christian und Daniel, die bei unserer Glückssession auf #pmcampdor 2016 so toll mitgemacht haben. (©Visual-Braindump)

Vielen Dank an Christian und Daniel, die bei unserer Glückssession auf #pmcampdor 2016 so toll mitgemacht haben (©Visual-Braindump).

Roland Dürre
Freitag, der 7. Oktober 2016

FRIEDEN – JA ICH WILL!

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren verbreitetes Symbol der westeuropäischen, vor allem der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Weiße Taube auf blauem Grund, eine Variante der Friedenstaube: Seit den 1980er Jahren verbreitetes Symbol der westeuropäischen, vor allem der deutschen Friedensbewegung, entworfen im Kontext des Widerstands gegen den NATO-Doppelbeschluss.

Vor kurzem bin ich erschrocken. Ein Freund hat mir berichtet, dass er gehört hätte, dass ich aus dem Projekt FRIEDEN ausgestiegen bin. Ob das so richtig wäre?

Irgendwie habe ich mich da wohl im letzten Artikel ein wenig missverständlich ausgedrückt. Das Gegenteil ist richtig und mir wichtig!

Ich bin und bleibe FRIEDEN treu und möchte ab jetzt noch mehr für FRIEDEN tun als je zuvor.

In den letzten Wochen habe ich aber unheimlich viel dazugelernt.

So glaube ich nicht mehr an ein „Projekt FRIEDEN“. Der Begriff „Projekt“ impliziert „Managen“ und zwar im schlechtesten Sinne des Wortes. Und dazu habe ich tatsächlich NULL BOCK! Auch habe ich verstanden, dass man FRIEDEN nicht „herbei-managen“ oder einfach mal „so machen“ kann. Wie auch ein „Feldzug für FRIEDEN“ Quatsch ist. Gerne weise ich da auch auf die vielleicht zynische aber treffende Anmerkung meines Freundes Dr. Jörg Rothermel zu meinem Artikel hin:
„Da gab’s doch den Sponti-Spruch „Fighting for peace is like fucking for virginity“ …“
(Ergänzung von Dr. Jörg Rothermel auf Facebook).
 😛 Was für eine schöne Metapher aus den 60iger Jahren.

Aebby (Eberhard Huber) hat in seinem Kommentar vorgeschlagen, an Stelle von „Projekt“ den Begriff „Unternehmung“ zu verwenden. Damit kann ich gut leben, besonders wenn mit „Unternehmung FRIEDEN“ die Summe des individuellen Wirkens vieler Menschen gemeint ist, die ihr eigenes  „Unternehmen FRIEDEN“ starten und „in FRIEDEN leben“ wollen.

Das heißt, ich konzentriere mich jetzt zuerst mal mit voller Kraft auf mein eigenes Leben. Ich habe beschlossen, Negatives nicht mehr an mich heran und in mich hinein zu lassen. Denn je mehr Dinge ich mache, die mich frustrieren, desto mehr Frust sammele ich auf und mir scheint es unvermeidlich, dass der dann auch wieder aus mir heraus kommt – als irgendwie geartete Feindseligkeit, die dann anderen Menschen Frust bereitet. Und ich meine „in FRIEDEN zu leben“ heißt zu aller erst mal, nicht weiter Frust in sich aufzusammeln und diesen notgedrungen weiterzugeben.

Viele Jahrzehnte meines Lebens habe ich gemeint, dass dies nicht vermeidbar wäre. Dass man immer wieder „Kröten schlucken“ und sogar gegen seine eigenen Werte und Bedürfnisse handeln müsse, um zum Beispiel Konsens zu erzielen. Dass dies unvermeidbarer Teil meines Lebens privat wie „geschäftlich“ wäre.

Jetzt nehme ich wahr, dass ich sehr wohl vermeiden kann, Negatives in mich aufzunehmen, dass ich dann auch wieder ausspeien muss, einfach um selbst nicht Schaden zu nehmen. Auch das ist letzen Endes bei mir nur eine Frage des Mutes.

Freilich muss ich mit fest gewordenen Mustern und Gewohnheiten brechen und vieles ändern. Besonders bei mir. Meine ersten Erfahrungen auf diesem Wege sind glücklicher Weise in meiner Wahrnehmung sensationell positiv. So werde ich es weiter üben.

Das alles habe ich auch in vielen Gesprächen besonders (aber nicht nur) mit Jolly gelernt. Und es macht mich glücklich.

So ist meine alte und neue Botschaft:

Wenn Menschen in FRIEDEN leben wollen und zum Beispiel Botschaften senden wollen, die für FRIEDEN werben, dann mache ich mit. Wenn die Carmen vor hat, einen ultimativen Film „FRIEDEN“ zu drehen, dann bin ich natürlich dabei. Wie ich auch gerne mit Gudrun zusammen wirke, wenn sie auf Ihre Art und Weise FRIEDEN (vor-)lebt.

Das gilt auch für den Aebby, der in schöner Multidimensionalität so viel bewegt, wie für den Wolf, der FRIEDEN in sein großes und schönes Medien-/Internet-Werk immer wieder wesentlich einbettet und natürlich genauso für den Daniel, wenn er für FRIEDEN zeichnet. Und soweit möglich für alle, die FRIEDEN wollen, soweit es mir Freude macht und meine Kraft reicht.

Und besonders gerne lerne ich weiter in den wunderbaren und so wichtigen Dialogen mit Euch und gerade mit Jolly zum Thema FRIEDEN dazu.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 17. August 2016

Dankbarkeit.

Zurzeit gibt es in IF-Blog nicht so viel zu lesen. Das liegt daran, dass ich gerade eine Auszeit am schönsten Platz der Welt nehme. Gemeinsam mit Barbara und in Begleitung von Anna (Tochter #2), Sophie (Tochter #3), Caroline (Enkelin #1) Nicolas (Enkel #2) und Patrick (Schwiegersohn #1).
🙂  Die Angaben in Klammern betreffen die zeitliche Reihenfolge.

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

Blick vom Zelt nach Süden.

Seit vier Nächten und Tagen sind wir in Porto Ageranos auf dem Peloponnes, zirka 10 km südlich von Gythio, dem alten Hafen von Sparta. Wir schlafen im Zelt, direkt am Strand des Ägäischen Meeres,keine 25 Meter von den Wellen entfernt. Wir leben in der Natur. Das Meer rauscht und singt uns sein Lied. Nachts läßt sich der Vollmond von den Sternen am Himmel feiern. Der Zeltplatz ist nicht sehr voll und wird täglich leerer.

Mein Rhythmus hat sich eingeschwungen. Am Morgen schwimme ich zuerst mal je nach Lust und Laune eine halbe bis ganze Stunde ans andere Ende unserer Bucht. Zurück geht es zu Fuß am Strand. Dann gibt es ein wunderbares Frühstück, frisches Weißbrot mit selbstgemachten Marmeladen, griechischem Käse und Ei er in verschiedenster Zubereitung. Besonders mag ich das Rührei mit frischen Tomaten und Paprika.

Der Vormittag vergeht schnell im Nichtstun. Die beiden kleinen halten uns auf Trab. Wir machen mit unserem Kajak kleinere Ausflüge dem Strand entlang und mit den Rädern mittlere und längere Toruren durch die Berge von Mani. Ab und zu geht es nach Gythio, wo das lokale Leben uns vereinnahmt. Und dies selten ohne Pause im Touristik – dem größten Café mit Blick auf dem Hafen.

Mittags gibt es Tomatensalat und Früchte. Ab und zu ergänzt von frischen Eierfrüchten gebraten mit viel Knoblauch und Olivenöl oder in der Pfanne geröstetem Knoblauchbrot und Abends haben wir soviel Tavernen zur Auswahl, dass es schwierig ist, sich zu entscheiden.

Von der Welt bin ich weit weg. Zwar lade ich mir regelmäßig die Süddeutsche aufs Handy und verfolge den Live-Ticker von Haching. Und pflege meine Chats. Aber das ist es auch schon. Insofern bin ich zurzeit eher ein wenig zurückgezogen und konzentriere mich auf mich selbst.

Auf der Überfahrt von Ancona nach Patra habe ich das kleine Büchlein „Dankbarkeit“ von Oliver Sacks gelesen. Ich habe es von Rolf geschenkt bekommen anläßlich meines Vortrages beim „Lions Club Opera“ in München. Rolf Hüttmann macht viele tolle Dinge und übt unter anderem die Präsidentschaft des Clubs aus. Das Jahr seiner Präsidentschaft hat er unter das Motto „Achtsamkeit“ gestellt und mich zu meinem Vortrag zur digitalen Transformation eingeladen.

Rolf kenne ich erst ein paar Wochen. Er ist ein sehr kluger und weiser Mensch, so durfte ich in den bisherigen wenigen Begegnungen mit ihm schon so viel lernen. Er hat mich erst mit dem Werk von Oliver Sacks bekannt gemacht und mir eine wunderbare Widmung geschrieben und mich darauf aufmerksam gemacht, dass wir soviel hinter uns haben, um Dankbarkeit zu empfinden und hoffentlich noch so viel vor uns haben, um dieses Gefühl steigern zu können.

Erst dank Rolf habe ich verstanden, wie groß das Mass meiner Dankbarkeit ist und wie sehr mich diese glücklich macht.

RMD

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

 

Ask-an-Answer_1m-185x300Termin-Ankündigung.

Am  28. April ab 18:00 laden Jolly und ich unsere Freunde in die Räume der InterFace AG ein.

Wir wollen unseren zentralen und ganz persönlichen Wunsch artikulieren. Dies auf unsere besondere Art und Weise.

Es gibt einen schönen Anlass für diese Einladung, denn Jolly Kunjappu’s neues Buch „Ask An Answer“ ist gerade erschienen.

So werden wir es an diesem Tag vorstellen.

Zu uns beiden:

So klein ist der Mensch. Am linken Rand Muhamed, Führer und Freund.

So klein ist der Mensch,
Ägypten Februar 2016.

Roland Dürre:

Ich bin seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr operativ bei der InterFace AG tätig. Die gewonnene Freiheit versuche ich zu nutzen, um andere Menschen (wie auch mich selber) ein wenig glücklicher und erfolgreicher zu machen.

Neben der Unterstützung von Teams (wie Start-ups) und einzelnen Menschen (Junge und Ältere, Frauen und Männer) versuche ich mich gesellschaftlich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. So bin ich zum Aktivisten für eine neue Art von Mobilität geworden.

Das Wichtigste jedoch ist mir seit meiner Jugend der Frieden. Deshalb starte ich jetzt gemeinsam mit Jolly eine schon lange gehegte Vision, das Projekt „Frieden“.

Ich möchte nicht mehr so viel denken und reden sondern handeln. So werde ich an diesem Donnerstag Abend nur einen kurzen mir aber sehr wichtigen Beitrag leisten.

Die meiste Zeit wird am 28. April der Botschaft meines Freundes Jolly Kunjappu gehören.

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Denker, Künstler und vor allem Mensch.

Jolly Kunjappu:

Jolly hat fast alle Länder der Welt bereist und war viele Jahre als Unternehmensberater auf Vorstandsebene – auch bei Dax-Unternehmen – unterwegs. Als Künstler (Malen, Musik, Performance) und Philosoph hat sich Jolly ebenso einen Namen gemacht wie als inspirierender Berater und Redner.

Wir haben uns bei einer Veranstaltung der Münchner Schachstiftung kennen gelernt und sofort gefühlt, dass unsere Werte, Erwartungen, Interessen und Bedürfnisse sehr stark harmonieren.

Jolly wird einen starken Appell halten und seine (unsere) Botschaft nicht nur in Worten kommunizieren.

Ich möchte mich herzlich bei der InterFace AG bedanken, dass sie ihre Räume für dieses ganz besondere IF-FORUM zur Verfügung stellt. Wir wollen unseren Auftritt nutzen, um eine starke Video-Botschaft an die Welt zu erstellen und werden die Vorträge filmen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet am Donnerstag, den 28. April 2016 um 18:30 im Seminarbereich der InterFace AG in Unterhaching, Empfang ist ab 18 Uhr.

Wie immer gibt es im Anschluss nach dem offiziellen Teil die Möglichkeit, sich bei leckeren Speisen und diversen Getränken zu entspannen und auszutauschen. Es ist eine persönliche Einladung an unsere Freunde (auch an die, die es noch werden wollen). So bitten wir um Anmeldung. Die geht wie immer ganz einfach per E-Mail an die InterFace AG oder gerne direkt an mich.


Jolly Kunjappu

Meister Deines eigenen Lebens
Sei kein Sklave eines Systems
Sei Meister deines eigenen Lebens.
München, Deutschland Mai, 1990

Master of Your Own Life
Don’t be a slave of a system
Be a master of your own life.
Munich, Germany, May 1990


Ich freue mich schon auf einen Abend voller Emotionen, spannender Diskussionen und schöner Gespräche!

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 3. März 2016

Wie ich auf der f.re.e schwach wurde.

Ich versuche mich mit Einkäufen zurückzuhalten. So gibt es für mich ein neues Hemd nur noch, wenn ich drei alte aussortiert habe. So leere ich Kleiderschrank und Schuhfach immer mehr. Das ist schon ein sensationelles Gefühl, wenn es in den Schränken immer lichter wird.

Auf unnötige Elektrogeräte und allen möglichen sonstigen Schnickschnack versuche ich auch zu verzichten. Weil ich nicht mehr so viel unsinnige Dinge kaufen will …

mobi-tableAber auf der f.re.e vor drei Wochen bin ich dann doch mal wieder zum Shopping-King geworden. Schuld war, dass da plötzlich ein wunderbarer Fahrradanhänger vor mir stand. Schon lange habe ich da einen kräftigen gesucht, den man auch so richtig beladen kann. Wo man auch ein paar Tragl Bier und dazu eine wirklich gescheite Brotzeit unterbringen kann.

Gefunden habe ich ein echtes Multitalent. Seine Erfinder Hans-Jürgen und Hubert haben ihn Mobi-Table genannt.

mobi-table1Mobi-Table hat mich sofort durch seine vielseitigen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten überzeugt. Als Transportbox mit einer Länge von 101 cm passt er in die meisten Mittelklasse-Pkws. Und – er ist ganz einfach zu handhaben. Alle beweglichen und abnehmbaren Teile sind nicht verschraubt und können ohne Werkzeug verstellt werden.

mobi-table-autoEin spezieller Federbolzen-Mechanismus ermöglicht genauso, dass einfach per Knopfdruck die Höhenverstellung der Rahmenteile vorgenommen und die Räder abgenommen werden können.

Bei einem Eigengewicht um die 20 kg kann das Transport-Genie eine Zuladung von 150 kg transportieren! Wird der hintere Querbügel hochgezogen kann er als Handwagen für schwere Transporte zusätzlich geschoben werden. Lange und oder sperrige Teile können zwischen die beiden hochgezogenen Querbügel gestapelt und so auch sicher transportiert werden.

mobi-table5Der Mobi-Table ist auch ein wunderbarer Bollerwagen, bestens geeignet für die Enkel – oder die Vatertagstour an Christi Himmelfahrt. Da kann man mit den Kleinen wie den Großen wunderbar auf Tour gehen.

Leider wird das bei uns in der Familie erst im Mai möglich sein – dann kommt unserer zu uns, denn so lange ist schon jetzt die Lieferfrist. Aber vielleicht können wir ja schon an Christi Himmelfahrt damit auf Tour gehen.

mobi-table3Am Ziel angelangt, ist der Anhänger mit wenigen Handgriffen in eine Tisch/Sitzkombination für vier bis fünf Personen umgebaut! Sogar eine Halterung für den Sonnenschirm gibt es.

Mich hat auch erfreut, dass alle Rahmenteile hochglanzverzinkt und aus Edelstahl und Aluminium gefertigt sind. Das verwendete Dreischichtholz erweckt das volle Vertrauen, dass es auch heftigem Wind und Wetter trotzt.

mobi-table4Hergestellt wird das Wunderteil in Kleinserie in Dasing/Friedberg bei Augsburg. Und alles, was man hier auf den Bildern sieht, habe ich ganz genau so auf der Messe begutachtet und ausprobiert. Ich kann versichern: Alles ist wahr, es ist kein Apil-Scherz und eine wirklich sehr beeindruckende Innovation für eine alternative mobile Zukunft.

Auch der Preis ist vertretbar. Ab 379,00 €  ist man dabei und den Fahrradanhänger mit Deichsel und Kupplung bekommt man für um die 500,- €. Wie ich finde, sehr anständig für gute Handwerksarbeit. Hier noch der Link zur Website von Mobi-Table. Dort wird das Produkt und seine Technik beschrieben; eine PDF-Gebrauchsanweisung gibt es dort auch.

Zum #AktMobCmp am 20. und 21. Mai in Augsburg werde ich dann meinen Anhänger für die Ausstellung mitbringen!

RMD

P.S.
Einem Paar Barfußschuhe von Leguano in grellem Kanariengelb konnte ich auf der F.re.e dann auch nicht wieder stehen.

Klaus Hnilica
Donnerstag, der 25. Februar 2016

Das Dvorak Requiem

ZZZimagesSie war froh.
Und er war froh.
Die Dvorak ging mit ihm – und er mit ihr – zu Margots Geburtstagsfeier.
Erst vor zwei Tagen war er mit der Dvorak auf ‚ihrem Requiem’ gewesen.
Er fand das lustig.
Sie nicht.
Das Dvorak Requiem war unbeschreiblich gewesen! Der Chor gewaltig und die Musik erschütternd wie das Ende der Tage.
Aber soweit war es noch nicht.
Margot war Siebzig geworden und wollte feiern. Ihr Mann war längst tot, und die alten Freunde wurden immer weniger.
Mit dem Golfhotel hatte sie eine feine Adresse gewählt. Leckeres Essen war garantiert. Alles andere wär eine Enttäuschung gewesen. Die Dvorak freute sich darauf. Sie aß für ihr Leben gern. Natürlich mit Folgen! Ein lebenslanger Kampf! Aussichtslos!

Dienstag siebzehn Uhr fünfundvierzig bei ihm, hatten sie gesagt.
Um achtzehn Uhr begann das Fest.
Zwei Stunden vorher rief er die Dvorak an.
Keine Reaktion.
Wahrscheinlich noch unterwegs. Oder sie duschte.
Viel zu schnell griff er gleich wieder zum Hörer.
Nichts!
Wo blieb denn ihr Anruf? Das tat sie doch sonst immer.
Er versuchte es noch etliche Male auf ihrem Handy.
Dumme Pute wollte er sagen. Konnte er aber nicht. Hatte ja keine Verbindung.
Schließlich gab er auf.
Unruhig und enttäuscht fuhr er alleine los…
Aber vielleicht musste sie ja überraschend zu ihrer krebskranken Tochter. Oder ihr uralter Vater wollte plötzlich doch sterben.
Oder sie musste sich erlösen von all’ dem Übel und war neben dem Glas Rotwein eingeschlafen.
Da hätte er nicht stören mögen.

Als er der Erste auf dem Fest war – hatte er Gewissensbisse.
Er hätte doch länger auf die Dvorak warten sollen. Sie wär bestimmt noch gekommen.
Margot war überrascht, dass er sie nicht mitbrachte.
Und seine Frau auch nicht. Aber das wusste sie ja.
Ach, die Dvorak kam bestimmt noch. Die hätte sich sonst auf jeden Fall abgemeldet. War viel zu gewissenhaft.
Niemand hatte da die geringsten Zweifel.
Auch nicht als es schon hoch herging und die Gäste mit der Animateurin allerlei Gymnastik zwischen den köstlichen Speisefolgen machen mussten.
Das hätte die Dvorak nicht mögen.
Als hätte sie es geahnt.
Hat sie ja vielleicht. Sie hasste Gymnastik wie die Pest.
Warum musste man im Alter unbedingt gelenkig sein?

Komisch, ihr Stuhl blieb leer. Obwohl die Lücke am Tisch störend war.
Ihr Gedeck hatte man auch noch nicht weggetan.
Ein eigenartiger Scherz war das schon von ihr.
Einfach nicht erscheinen.
Ohne ein Wort .
Ohne Entschuldigung. Aber bei aller Zuverlässigkeit konnte sie eben auch störrisch sein, dass wussten alle, die sie kannten, die Dvorak.

Das Fest war gediegen!
Alles perfekt organisiert.
Margot gab ihr Bestes und ihre charmante Tochter auch.
Beide waren Profis. Wussten wie man Stimmung macht.
Den schalen Geschmack im Mund hatte wahrscheinlich nur er, als bei der Oldie– Einlage zum Schluss, die gleichen Sänger auftraten wie im Dvorak Requiem.
Die Dvorak hätte gelacht, bei dieser unfreiwilligen Komik.
Lachen konnte sie. Und wie!

Ja und dann war der Abend auch schon vorbei.
Und die Dvorak nicht gekommen.
Schade!
Er zockelte alleine heim und rauchte noch ein Zigarillo.
Ein Glas Rotwein gönnte er sich auch.
Endlich der Anruf:
Arg spät, liebe Frau Dvorak!
Aber sie war es nicht.
Sie war schon tot.
Während der zweiten Vorspeise auf dem Fest, hatte ihr Sohn sie gefunden.
Er war über den Balkon ins Haus gestiegen, da der Haustürschlüssel innen steckte.
Die Dvorak saß auf der Stiege.
Einen Schuh hatte sie schon an.
Dann lehnte sie sich an die Wand und blieb so sitzen.
Eine ganze Nacht – und einen Tag.
Herzstillstand. Sekundentod.
Ihr alter Hund bewachte sie.
Er war taub.
‚Ihr Requiem’ – hätte er nicht hören können…

KH

 

Roland Dürre
Freitag, der 7. August 2015

Rache & Hass

Gedanken zu den beiden Artikel hier im IF-Blog von Klaus Hnilica „Nur Verzeihen befreit“ und „Rache gibt Kraft“.

Schwarz Hass RacheDer Hass ist der hässliche Bruder der Rache. Denn Hass und Rache sind ein düsteres Geschwisterpaar, die sich gegenseitig an ihrem negativen Wirken erfreuen und hoch schaukeln.

Sie gehören zusammen – Rache verursacht Hass und Hass verlangt nach Rache.

Leicht heißt es dann: „Solange … ist Haß mein Amt und meine Tugend Rache!“ – so wie es in Kleists Hermannsschlacht klingt.

Gemeinsam generiert das schwarze Paar so einen ewigen und sich oft selbst verstärkenden Kreislauf des Unglücks – dies dann oft noch unter dem Deckmantel einer entarteten Moral.

Der Wunsch nach Rache mag verständlich erscheinen. Erhofft man sich doch, den eigenen Schmerz dadurch zu kompensieren, dass man dem Gehassten den gleichen oder einen noch schlimmeren Schmerz zufügt.

Der Hass an sich ist aber ein echtes Paradoxon. Wenn ich jemand hasse, dann möchte ich diesem schaden. Nur ist der Effekt meines Hasses ein ganz anderer. Denn dem, den ich hasse, geht es genauso gut mit wie ohne meinen Hass. Der gegen einen dritten gerichtete Hass zerstört nur mich, er wendet sich gegen mich und bewirkt, dass es mir noch schlechter geht. Die gehasste Person dagegen könnte sich sogar noch an meinem Hass erfreuen, weil ich mich dadurch selber ruiniere.

Besonders absurd wird Hass, wenn er sich in die Vergangenheit richtet. Wenn also der Hass sich gegen eine Person richtet, die für mich in Raum und Zeit unerreichbar ist und die vielleicht von meiner Existenz gar nicht weiß. Wenn die Person zum Beispiel schon tot ist. Dann wird der Hass zur ausschließlichen Selbstvernichtung. Und im letzteren Fall sollten wir über das Stadium der Blutrache doch auch schon hinaus sein.

Der Schluss ist ganz einfach:
Am besten lasse ich den Hass gar nicht in mein Herz und Leben eindringen – dann gebraucht es auch keiner Rache. Und auch die Kraft zum Verzeihen kann ich mir dann sparen. Denn ich brauche die Verzeihung nicht mehr, um meinen Hass zu besiegen.

Die andere Seite des Verzeihen, die heißt dem „Feind“ zu helfen, dass er sich von seinen Schuldgefühlen entlasten kann, wenn die denn vorhanden sind, kann ich dann ganz bewußt einsetzen.

Und werde ab und zu und dann mit innerem Schmunzeln aufs externe Verzeihen verzichten. Warum soll ich jemanden verzeihen, den ich nicht mag – wenn ich mit mir selber im reinen bin und über den Verletzungen stehe, die ich erlitten habe? Die zum Teil doch auch nur in meinem Kopf stattgefunden haben? Innerlich habe ich ja schon verziehen, denn ich hasse ja nicht mehr.

So gesehen ist Nicht-Hassen ein erstrebenswertes Ziel, das gelernt und geübt sein will und wohl und das wohl nur „die Weisen“ und „die Besten“ erreichen. Das viel mit Souveranität zu tun hat. Und die zu gewinnen ist eben nicht so einfach.

Lieben Dank an Klaus für seine beiden schönen Artikel.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 28. Juli 2015

Radtour von Bayerisch Eisenstein nach Prag („Moldau“)

Hier ein paar Bilder von gestern – die zweite Etappe von #MODRAVA nach #LIPNO.

🙂 Schön!

🙂 Noch schöner!

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🙂 Am allerschönsten.

Ich liebe es, den ganzen Tag durch solche Bilder in der freien Luft zu radeln.

RMD