Roland Dürre
Mittwoch, der 12. Oktober 2016

Vortrag gefällig :-) ?

Meine Wenigkeit mit Prof. Dr. Kathrin Möslein im IF-Forum.

Meine Wenigkeit mit Prof. Dr. Kathrin Möslein im IF-Forum.

Eines meiner Lebensziele ist, meine Erfahrung und das von mir akkumulierte und zum Teil sehr aufwendig erworbene Wissen zu teilen – besonders gerne mit jungen Menschen. So halte ich immer wieder Vorträge und Dialoggespräche – sowohl im klassischen Rahmen wie auch im Form von Sessions auf Barcamps und ähnlichen Veranstaltungen.

Folgende Themen habe ich zurzeit im Repertoire:


 

Zum Thema „Führung“:

Was ist das eigentlich – Führen im Unternehmen?;
Untertitel: „Menschen im Unternehmen – Kultur ist alles.“

Vor kurzem gehalten bei AMOS (Allianz) vor gut 50 internen Projekt Managern.

Zum Thema „Digitalisierung und/oder digitaler Wandel“:

Was bei der Digitalisierung gerne vergessen wird.
Untertitel: „Mögliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Menschen.“

oder alternativ

Digitale Transformation – Paradies oder Hölle?
Untertitel: „Die schöne neue Welt aus Sicht eines Unternehmers, IT-Pioniers, Bloggers, Familienvaters und Radfahrers.“

Diesen Vortrag halte ich im November auf der DOAG-Jahreskonferenz in Nürnberg und bei einer befreundeten SW-Agentur im Rahmen von „meet-up„.

Zum Thema „SW-Entwicklung“:

„Wie wir in 1984 Scrum gemacht haben, obwohl es Scrum noch gar nicht gab.“
Untertitel: „Wie führt man ein Software-Team – Antwort: Am besten gar nicht!“

Gehalten bei ein paar kleinen SW-Unternehmen / Start-Ups.

Zum Thema „Entlohnung“:

„Wir wollen nicht arbeiten, sondern Geld verdienen!“
Untertitel: “ Wie werde ich mutig und habe Freude und Erfolg.

Vortrag für Start-Ups und Freiberufler. Gehalten auch beim PMCAMP BERLIN vor ein paar Tagen (hat richtig Spaß gemacht).


 

Diese Vorträge sind ein „Schnappschuss“ – Stand heute, den 12. Oktober 2016. Natürlich verändern sich die Vorträge inhaltlich laufend, denn die Dinge ändern sich heutzutage auch schnell.

🙂 Jetzt dürft Ihr euch etwas raus suchen. Wenn Ihr mehr wissen wollt, einfach an mich wenden.

RMD

P.S.
Meine Vorträge halte ich genau dann ohne Honorar, wenn sie einem guten Zweck dienen (Studenten, Hochschulen, Gemeinwohlökonomie und ähnliches). Wenn mich ein System beauftragt, dass sich von meiner Aktivität einen Mehrwert verspricht, dann erbitte ich ein Honorar, dass in Korrelation zum voraussichtlich geschaffenen Mehrwert steht.

Digitale Transformation und Neue Mobilität – Paradies oder Hölle?

Oder:
Die schöne neue Welt aus Sicht eines Unternehmers, IT-Pioniers, Bloggers, Familienvaters und Radfahrers Roland Dürre

Wie er noch bei der GLS-Bank war, hat mich Carsten Schmitz öfters zu schönen Veranstaltungen eingeladen. Da durfte ich urgewald kennen lernen, die Katrin Frische beim „Story Telling“ und einiges mehr erleben. Jetzt sorgt Carsten im Vorstandsstab des HOHENFRIED e.V. unter anderem fürs Netzwerken, Fundraising und die Finanzierung.

Unter anderem hat er in Berchtesgaden eine zwanglose Vortragsrunde ins Leben gerufen:
„Zivilgesellschaftliche Themenabende in der Lederstubn“
Und da auch bei mir angefragt, ob ich sein Projekt mit einem Vortrag unterstützen würde. Das mache ich doch sehr gerne. Es ist ja eine schöne Gelegenheit, mich für seine häufige Gastfreundschaft zu bedanken und für etwas Gutes zu wirken.

Plakat13Juli-Lederstubn

Da ich mal davon ausgehe, dass der Kreis der Besucher sehr gemischt sein wird, werde ich zu Beginn die Interessen meiner Zuhörer abfragen und sortieren. Und dann diese der Reihe nach abarbeiten, sozusagen einen OpenSpeech halten. So wird es auf jeden Fall ein sehr offene und interaktive Veranstaltung werden, die auch bestimmt allen Teilnehmer viel Spaß macht – und aber auch zum Nach-Denken anregen wird.

Anreisen werde ich im Zug mit dem Bayern-Ticket. Zurzeit plane ich die Verbindung zu nehmen, die in Neubiberg am 13. Juli um 14:31 mit der S-Bahn S7 startet und mit Umsteigen am Ostbahnhof und in Freilassing dann in Berchtesgaden Hbf um 17:30 ankommt. Die Rückfahrt plane ich am selben Tag von Berchtesgaden Hbf um 20:31, so dass ich wieder vor Mitternacht in meinem Bett liegen kann.

Natürlich freue ich mich auf Zuhörer aus meinem Bekanntenkreis und nehme sie gerne auf meinem Bayern-Ticket mit.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 12. Juni 2016

Projekt Frieden – Jolly!

Dieses Jahr haben Jolly und ich das Projekt FRIEDEN gestartet. Ein wunderschönes Ergebnis unseres Kickoffs ist dieses Video.

Es sind gut 61 Minuten, die man nur genießen kann. Die wunderbar positiv inspirieren und viele Impulse geben. Also, nehmt Euch die Stunde Zeit und einen oder mehrere liebe Partner. Macht es Euch gemütlich, schaltet ab und schaut Euch das Video an.
🙂
Vorher ganz entspannen – für die Alkoholiker unter uns gerne bei einem Glas Rotwein.

Denn Jolly ist wirklich ein herausragender Mensch und Mentor der allerersten Klasse. So hat er viele Menschen in seinen Seminaren und durch seine Vorträge glücklicher und erfolgreicher gemacht hat. Auch mich.

Das Projekt Frieden wird ist das ehrgeizigste, an dem ich jeweils beteiligt war. Wir stehen am Anfang und brauchen Freunde, Partner und Unterstützer.

Ich werde laufend auch hier in IF-Blog den Fortschritt über die Ideen, Gedanken und Aktionen des Projektes FRIEDEN berichten. Bisher weiß ich nur, dass es das ehrgeizigste Projekt wird, an dem ich jemals beteiligt war. Und persönlich meine allergrößte Herausforderung.

Als nächstes werde ich dann hier in IF-Blog meinen Vortrag vom Kickoff vorstellen!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 24. April 2016

Projekt FRIEDEN – Donnerstag, 28. April 2016 – IF-Forum

Am Donnerstag (28. April) um 18:00 starte ich gemeinsam mit Jolly Kunjappu unser Projekt FRIEDEN. Wir freuen uns auf unsere Gäste.

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.« Acryl und Wachskreide auf Leinwand

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.«
Acryl und Wachskreide auf Leinwand

An diesem Tage werden wir “die Gedanken befreien”, Impulse geben und versuchen, „die freundlichen Menschen“, die wir so mögen, zu inspirieren. Wir wollen die Lust wecken, all die Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.

Wir wollen die Bereitschaft fördern, an der notwendigen großen Transformation unserer Gesellschaft und Lebensart konstruktiv mitzuwirken und so die Voraussetzungen ein wenig zu verbessern, dass wir Zukunft aktiv gestalten können. Denn:
Handeln ist wichtiger denn Reden!

An diesem Abend wollen Jolly und ich in die Vorlage gehen und dann gemeinsam mit Euch Ideen entwickeln und überlegen, was man denn alles machen könnte.
🙂  (Vielleicht ein Schneeballsystem für Frieden und Transformation aufsetzen?)

So wollen wir von unseren Freunden so lernen. Gemeinsam Erkenntnis gewinnen und  an unserer eigenen Aufklärung 2.0 arbeiten.
🙂 Indoktrination und Religionisierung mögen und machen wir nicht, denn wir sind keine Missionare!

FRIEDEN ist für uns ganz einfach die zentrale Metapher für die erforderliche Veränderung, denn Frieden betrifft uns dreifach: Jeden einzelnen ganz persönlich in sich; in unseren Beziehungen zu der Welt, in der wir leben und so auch zu unserer Umwelt; und natürlich auch im Verhältnis individuell zwischen Menschen wie kollektiv zwischen Völkern und Gemeinschaften aller Art unserer wunderbaren Welt.

Und ohne FRIEDEN ist glückliches Leben in Zufriedenheit nicht vorstellbar.

Das Projekt FRIEDEN ist mir persönlich sehr wichtig und hat für mich ab sofort Priorität. Es soll das letzte große Projekt meines Lebens werden, so will ich es in den nächsten Jahren zu meinem zentralen Thema machen. Damit mir dies gelingt ist mir Eure, die Teilnahme meiner Freunde, sehr wichtig.

Trotzdem soll der Donnerstag Abend zuerst mal ein Treffen von eben „den freundlichen Menschen“ unserer Welt in großer FREUDE werden und uns allen viel Mut und Vertrauen geben! Jolly und ich sind uns sicher, dass dies gemeinsam mit Euch exzellent gelingen wird. Und ein paar Überraschungen wird es auch geben …

Hier noch ein Link zu 3 Artikeln in IF-Blog.de zum Thema inklusive der Einladung zur Veranstaltung. Eine kleine Bitte habe ich nur – das Kommen kurz anmelden wegen Futter&Getränke. Dies könnt Ihr als Kommentar im Blog machen oder ganz einfach per E-Mail an die InterFace AG oder gerne direkt an mich.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 20. März 2016

Einladung IF-Forum & AktMobCmp in Augsburg

Liebe Freunde,

mit dieser E-Mail möchte ich Euch zum nächsten IF-Forum am 28. April 2016 einladen und auf mein Projekt #AktMobCmp hinweisen, das am 20./21. Mai 2016 in Augsburg Station macht. Beide Aktivitäten sollen Menschen anregen, persönlich wie kollektiv ein wenig glücklicher und erfolgreicher zu werden.

IF-Forum:

Am  28. April ab 18:00 lädt die InterFace AG wieder einmal in ihre Räume in Unterhaching zum IF-Forum ein.

Die Akteure werden Jolly Kunjappu und ich sein. Wir wollen unseren zentralen und ganz persönlichen Wunsch nach ein wenig mehr Frieden artikulieren. Anlass ist Jolly Kunjappu’s neues Buch „Ask An Answer“, das wir an diesem Donnerstag Abend in den Mittelpunkt unserer Performance stellen werden. Damit wollen wir Impulse geben und so zu ein wenig mehr „FRIEDEN“ inspirieren.

Jolly ist ein guter Freund, Mensch, Philosoph und Künstler. In seinem bewegten Leben hat er viele Spuren hinterlassen; als inspirierender Unternehmensberater hat er Top-Manager fasziniert. Aktuell liefern seine Vorträge wichtige Denkanstöße und bringen viele Menschen zum Nachdenken. Seine musikalische Laufbahn hat ihn mit vielen relevanten Künstlern zusammen geführt, so auch mit Mick Jagger und den Rolling Stones.

Am 28. April wird im IF-Forum das Kick-Off unseres Projektes „Frieden“ stattfinden. Ihr seid ganz herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzumachen. Alle Infos findet Ihr hier:
http://if-blog.de/rd/jolly-roland-am-28-april-2016-im-if-forum-fuer-leben-in-frieden/.

AktMobCmp

Die Mobilität prägt zentral und global unser Leben. Die Entwicklung hat sich auf absurde Art und Weise verselbstständigt und sich unserer Städte wie des ganzen Planeten bemächtigt. Wir selbst sind vereinnahmt worden und handeln oft gegen unsere elementaren Bedürfnisse. Unsere mobilen Gewohnheiten haben sich verselbstständigt und zerstören unsere Lebensgrundlage. Der individuelle Verkehr basierend auf privaten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hat eine dominante Position erreicht. Der öffentliche Verkehr rutscht immer mehr ins Abseits und die „aktive Mobilität“ (zu Fuß, mit Fahrrad oder sonstigem wie Skateboards oder Inline-Skates) wird nur noch als Restverkehr betrachtet. Während gerade im letzten Bereich die e-Mobilität eine große Chance sein dürfte, ist die eins-zu-eins Ersetzung des Verbrennungsmotors durch Elektromotoren keine valide Alternative.

Die Bewegung „Aktive Mobilität im Alltag“ (#AktMobCmp) will dieser sich verstärkenden Entwicklung etwas entgegen setzen. Auf Unkonferenzen denken wir gemeinsam nach, vernetzen uns, finden Lösungen und werden aktiv. Die Auftaktveranstaltung Anfang Januar in Unterhaching war richtig ermutigend. Günter Schütz aus Augsburg hat spontan beschlossen, die nächste Veranstaltung am 20./21. Mai 2016 in Augsburg zu organisieren. Sie dauert wieder zwei Tage und wird von Transition Town Augsburg e.V. mit freundlicher Unterstützung der lokalen Agenda 21 der Stadt Augsburg veranstaltet.

Alles weitere steht in diesem Flyer von Günter und auf der Website von AktMobCmp (www.actmobcmp.org oder www.aktmobcmp.de)

Zum #AktMobCmp nach Augsburg möchte ich Euch ganz gerne als Teilnehmer einladen. Meine Bitte geht aber noch weiter: Ihr kennt bestimmt Menschen , die heute schon davon überzeugt sind, dass sich auch bei der Mobilität einiges ändern muss oder die schon heute überwiegend „aktiv“unterwegs sind.

Bitte informiert diese! Und meine Bitte wird noch ein wenig intensiver. Das Barcamp #AktMobCmp ist eine wichtige Veranstaltung. Es braucht nicht nur viele Teilnehmer/-geber sondern auch Unterstützer, gerne auch als Sponsor oder aktive Unterstützer. Wenn Ihr potentielle Kandidaten kennt, bitte informiert diese und gebt den Flyer weiter!

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 11. März 2016

„Inspect-and-A­dapt“ deine Schätzungen!

td-logoIch gehe immer gerne zum TechTalk der Techdivision in München. Das ist eine für mich attraktive Veranstaltung, die mein Freund und PM-Camp-Komplize Sacha Storz organisiert. Der nächste Termin ist am Mittwoch, den 16. März 2016 von 19:00 bis 20:30. Das Ende ist früher als sonst, damit die Besucher die Möglichkeit haben, rechtzeitig zum Bayern-Spiel vor dem Fernseher zu sein. Die Veranstaltung findet in den Räumen der TechDivision in der Balanstr. 73 (Haus 8, 3 OG) in 81541 München statt.

Hier die offizielle Ankündigung:

In der agilen Softwareentwicklungen nehmen Schätzungen von User Stories in der Planung eines Projektes eine zentrale Rolle ein. So führen ungenaue Schätzungen beispielsweise zu Überschreitungen des geplanten Budgets und des angedachten Zeitraums.

In einer Studie bei der TechDivision untersuchten wir die User Story Schätzungen in vier verschiedenen Projekten. Das Ziel dabei: Probleme identifizieren & Verbesserungen einbringen. Ein bekanntes Prinzip – denn schließlich gilt Scrum selber auch als ein „Inspect-and-Adapt“ Framework.

Aber: Wie könnte so etwas in Bezug auf Schätzungen aussehen? Und wie stehen die Ergebnisse der Studie in Bezug zur Diskussion um #NoEstimates?

Ich finde das Thema sehr interessant, bin ich doch ein Anhänger der sicher ein wenig provokanten These „Don’t estimate“ und kann dies auch trefflich begründen. Zusätzlich motiviert mich, dass mein Sohn Rupert der Vortragende ist.

Zum Redner:
imagesRupert Dürre ist als Consultant bei der schwedischen IT-Beratung Netlight tätig. Dabei interessiert er sich für unterschiedliche Bereiche in der agilen Softwareentwicklung vom Requirement Engineering, verschiedenen Entwicklungspraktiken bis hin zu der Fragee, wie man Teams organisieren könnte, um eine effektive Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Anmeldung:
Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Hier geht es zur Website der Veranstaltung.

Dann bin ich mal um am nächsten Mittwoch um 19:00 in der Balanstraße und freue mich, wenn ich dort viele Freunde treffe!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 24. Februar 2016

Jubiläum – 100 Videos in Youtube!

Seit ein paar Jahren habe ich einen Youtube-Channel. Wie bei fast allen meinen Aktivitäten im Internet „firmiere“ ich auch bei Youtube unter rolandduerre oder Roland Dürre. Gerade habe ich entdeckt, dass ich am 13. Januar 2016 dort mein hundertstes Video veröffentlicht habe. Über dieses Jubiläum freue ich mich und schreibe zu diesem Anlass hier einen kurzen Post.

Auf meinem Youtube-Channel veröffentliche ich unter anderem Vorträge von den IF-Foren. Dort finden sich aber auch wesentliche Teile des Werkes von Rupert Lay, den ich bei vielen Reden besonders auf der Ronneburg mit Bernd Sielaff an der Kamera begleitet habe. Auch einige meiner eigenen Vorträge, zeitgenössische Themen rund im InterFace und der IT habe ich da abgelegt. Und sehr oft stand da mein Freund Friedrich Lehn (fhlcinema) hinter der Kamera und am Mischpult.

Das Jubiläumsvideo ist ein kurzer Bericht vom Barcamp für Aktive Mobilität im Alltag #AktMobCmp von Anfang dieses Jahres:

Der ungekrönte Spitzenreiter ist Klaus-Jürgen Grün. Mit seiner Rede zur „Kunst des negativen Denkens“ sprengt er alle Rekorde.

Zeitgenössisch für sehr wichtig halte ich die Vorträge von Rupert Lay. So hat er sein philosophisches Vermächtnis in zwei Vorträgen festgehalten, hier der Teil 1, in dem er eine neue Aufklärung fordert.

Brandaktuell – obwohl schon ein paar Jahre her – auch Wilfried Bommert:

Meine Lieblingsvideos sind zum Beispiel von Eberhard Huber oder Roger Dannenhauer …

Es gibt aber noch viel mehr tolle Redner und Rednerinnen im Chanel, die ich hier gar nicht alle erwähnen mag. Also – einfach mal rein gehen in meinen Youtube-Channel und da ein wenig rumstöbern!

Von meinen eigenen Vorträgen finde ich übrigens diesen ganz witzig:

RMD

Dr. Martin Held und mein Freund Jörg Schindler halten am Dienstag, den 16. Februar 2016 in der orange bar einen spannenden Vortrag zum Thema:

Billiges Öl – Motor der Wirtschaft oder Bremsklotz der Transformation?

18:30 Uhr Einlass | 19:00 Uhr Beginn | 20:30 Uhr Ausklang | orange bar, Green City Energy, Zirkus-Krone-Straße 10, (6. OG), München

Der Eintritt ist frei.

Jörg Schindler im IF-Forum der InterFace AG

Jörg Schindler im IF-Forum der InterFace AG

Ob Autofahrer, Hausbesitzer oder Unternehmer: Alle freuen sich über die billigen Ölpreise und dass sie weniger für Energie ausgeben müssen.

Das spart Geld und wirkt kurzfristig wie ein großes globales Konjunkturprogramm. Auch für die Wirtschaft werden stimulierende Impulse erwartet.

Nur – der zentrale Verkehrsbereich bleibt weiterhin extrem vom Öl abhängig. Das ist ein Problem, das sich nicht durch ein einfaches Umschalten nach dem Motto „Öl raus, Elektrizität rein“ (und ansonsten weiter wie bisher) lösen lassen wird.

Statt hier einen Übergang in postfossile Mobilitätsformen einzuleiten, wird die Ölförderung mit hohen ökologischen Risiken in arktische Gewässer und immer größere Meerestiefen weiter ausgeweitet. Die niedrigen Preise werden als willkommene Konjunkturstützen missinterpretiert, als Anreiz, nochmals so richtig mobil „aufzurüsten“.

Was sind die Gründe für den dramatischen Fall der Ölpreise? Welchen Preis wird unsere Gesellschaft für diese Verlängerung des fossilen Ressourcenverbrauchs zahlen? Wird nicht der halbwegs verträgliche Übergang in Richtung einer postfossilen nachhaltigen Entwicklung (Große Transformation) erschwert?

Die Referenten Dr. Martin Held und Jörg Schindler sehen das Wichtigste für eine gelungene Große Transformation in Gefahr: die Anpassungszeit. Was wären die Alternativen? Wer könnte sie ergreifen? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft bei dem anstehenden Transformationsprozess?

Um eine Anmeldung per E-Mail an andreas.schuster@greencity.de oder telefonisch unter 089/890668319 wird gebeten.

Die Referenten sind
Dr. Martin Held (Gesprächskreis Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation, Vorstandsmitglied ASPO Deutschland e.V. und langjähriger Studienleiter der Evangelischen Akademie Tutzing, Tutzing)
und
Jörg Schindler (Gesprächskreis Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation, Vorstandsmitglied ASPO Deutschland e.V. und langjähriger Geschäftsführer der Ludwig-Bölkow-Stiftung, Neubiberg)

RMD

P.S.
Falls Sie diesen Vortrag verpassen müssen, aber die Referenten gerne zu einem anderen Termin einladen wollen, vernetze ich Sie gerne. Einfach per E-Mail an mich schreiben.

Jetzt bin ich wieder zu Hause aus Dornbirn und im Wochenende angekommen. Es war eine starke Woche. Zuerst zwei Nächte in Nürnberg mit einem langen Tag auf der #DOAG2015 und dann Donnerstag bis Samstag ein ganz starkes PM-Camp in Dornbirn #PMCampDOR. Die beiden Hashtags verlinken übrigens auf die Tweets zu den beiden Veranstaltungen, es lohnt sich das anzusehen.

Auf der DOAG 2015 durfte ich ja letzten Mitwoch wieder einen Vortrag halten:

„Kreativer Raum – gesunder Raum!“

Hier das Bild vom Christian und meine Kurz-Skizze zum Vortrag.

"created by Christian Botta"

„created by Christian Botta“

Heute: Arbeitssituation in Unternehmen scheint oft unerfreulich, es gibt (viele) Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, Gehalt wird nur noch als Schmerzensgeld empfunden. Aber zum „Love it, change it or leave ist“ reichen Mut und Kraft halt nicht mehr.

Sinnlose Besprechungen, Gefühl der Machtlosigkeit, Burnout sind das Ergebnis. Dagegen will man etwas tun, siehe auch BGM (Betriebsgesundheitsmanagement).

So ist Wandel ist allerorten, Konferenzen werden von Unkonferenzen abgelöst, ich gehe lieber auf Barcamps…

Und ich präsentiere hier die Geschichte meines Vortrages. Eine Kurzfassung musste eingereicht werden. Dann die Präsentationsunterlagen. Auch Folien sollte ich einreichen. Hatte aber kein. Weil ich immer frei spreche.

Der Christian Botta von VisualBraindump hat von meinem Vortrag ein Bildprotokoll gemacht. Danke!

Heute hätte ich den Vortrag vielleicht „Komplexität, Innovation und Burnout in Unternehmen“ benannt. Wäre ein schönerer Titel gewesen als der in den Unterlagen. Oder auch „Über das artgerechte Halten von Menschen“. Weil es im Prinzip um das selbe ging wie beim „key speaker“ Gunter Dueck.

Los ging es mit den Eindrücken für den Vortrag zu Anfang des Jahres. Da hat Dietmar Neugebauer (Präsident der DOAG) hat mich angefragt, ob ich im November wieder einen Vortrag halten auf seiner Konferenz halten würden. Das habe ich gerne gemacht. Dann kamen die Denkanstöße. Das eine war OpenInnovation bei der InterFace AG gemeinsam mit FAU Nürnberg, Lehrstuhl Prof. Möslein. Bei der Abschlussveranstaltung des Projektes ein Vortrag von Dora zu „kreativen Räumen. Anschließend konnte ich mir ein gutes Bild machen, wie Räume (und Organisationen) „aussehen“ müssen, die Innovation möglich machen – physisch wie virtuell. Sie haben wohl etwas mit Partizipation, Respekt, Augenhöhe, Kultur, Muster brechen, Freude und Glück zu tun.

Ein paar Wochen hatte ich ein Interview mit Dr. Marius Poersch. Marius ist als Psychologe leitender Arzt in einer Klinik, die auch  viele Burnout-Fälle versorgt. Er möchte nicht nur „Reparaturbetrieb“ sein, sondern erforscht auch, was Menschen und Organisationen machen können, damit burn-outs minimiert werden können. Nach seinem Vortrag konnte ich mir gut vorstellen, wie so ein „burnout-freier“ Raum aussehen müsste.

Verblüffend, aber eigentlich logisch ist das Ergebnis: Die Räume sind genau die selben. Der von Dora beschriebene „Raum“, der Innovation ermöglicht, ist genau derselbe wie der von Marius, der uns gesund erhält.

Was sind jetzt aber die Ursachen für den Frust, den wir erleben? Wir vermuten, es ist die Komplexität, die uns Angst macht und die in der Folge entstehende Bürocracy unserer Gesellschaft, die versucht eine fragwürdige Sicherheit zu geben?

Einschub:
Als Beispiel für eigenen Frust als Unternehmer (Weil bei Oracle und in Nürnberg) die Geschichte von DocuMaker und der Bundesagentur für Arbeit, Misserfolg durch unsinnige Regeln, der Oracle-Middleware-Produkt-Manager kennt das Produkt nicht, Vorhersage zu Oracles Zukunft nach Larry Ellision … Viel Frust, viel Verlust für alle. Gott sei dank für uns nicht Distress, weil der Gewinn Oystress gewesen wäre.

Annahme: Eine komplexe Welt im schnellen Wandel macht uns Schwierigkeiten. Dazu kommen die Prozesse, Regeln, Protokolle, Prozesse, die die Komplexität bewältigen sollen aber vor allem uns das Leben schwer machen.

Einschub:
Bericht vom PM-Camp Berlin (Komplex versus Kompliziert)

Da wurde auch viel abstrakt diskutiert über den Unterschied zwischen komplex und kompliziert. Nach Niels Pflaeging ist es ganz einfach: Solange es nur kompliziert ist, können uns die klassischen Methoden des Projekt Management und Lösens von Problemen helfen. Aber nicht mehr, wenn es komplex wird.

Ich meine, dass es so einfach nicht ist. Habe eine Session mit Maik Pfingsten (Blogger, PoD-Cast) gehalten und mich an der Definition von Maik für Komplexität erfreut (aus Sicht des Systemingenieurs)

x – Achse: Grad an Kompliziertheit
y – Achse: Tempo der Veränderung

Je mehr von beidem, desto „komplexer“.

Ich habe das erweitert um die
z-Achse: Maß in dem es im Projekt menschelt.

Also: Je komplizierter, dynamischer und je mehr es menschelt, desto komplexer …

Aber:
Seneca: Philosophie heißt nicht reden sondern handeln.

Also:
Was können wir tun? Wenn es sehr kompliziert wird, wenn die Dinge sich immer schneller ändern und es immer stärker menschelt?

Hier gibt es keine Kochrezepte oder Best Practice, auch keine Methoden und Techniken, nur ein paar Dinge zum Nachdenken.

Ingenieure, Software-Männer, Techniker
Euch verweise ich auf das: Agile Manifesto (2001)

Unternehmer, Manager, Führungskraft
Hans Ulrich – 8 Thesen zum Wandel im Management (1982)

Einschub:
Hans Ulrich

Hier stichwortartig die „8 Thesen zum Wandel im Management“ von Hans Ulrich mit ebensolchen Anmerkungen:

  1. Ungewissheit und Unvorsehbarkeit der Zukunft als Normalzustand akzeptieren!
    Zukunft ist halt nicht vorsehbar …
  2. Die Grenzen des Denkens weiter stecken!
    Gegen „Das geht doch nicht“ oder “Das haben wir immer schon so gemacht” sein. Die Freiheit der Gedanken nicht unterdrücken. Wissen teilen.
  3. Sich in den Kategorien “Sowohl-Als-auch” an Stelle von “Entweder-Oder” bewegen!
    Schwarz-weiß ist out, Bunt ist in.
  4. Mehrdimensional denken!
    Sittlich verantwortete Güterabwägung, Menschen können eigentlich immer nur drei Gedanken parallel behandeln.
  5. Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell für die Unternehmung verwenden!
    Verantwortung, Subsidiarität
  6. Managen als Sinn gebende und Sinn vermittelnde Funktion auffassen!
    Neues Managementbild.
  7. Sich auf das Wesentliche konzentrieren!
    Arbeitsökonomie.
  8. Gruppendynamik ausnutzen!
    Kulturen, Symbole, Riten, Rituale …

Als Mensch:
John Izzo – 5 Dinge, die Sie vor Ihrem Tode berücksichtigen sollten

Hier empfehle ich die Lektüre der Rezension des gleichnamigen Buches.

Oder auch die Erfahrungen der Bonnie Ware:

Hier ihre 5 gelernten Dinge aus der Betreuung von Sterbenden:

  1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“
  2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“

  3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“

  4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“

  5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

Das sind die 5 Einsichten, die Bonnie Ware bei der Begleitung von Sterbenden gesammelt hat. Ich meine, da kann man doch auch einiges Lernen fürs Leben lernen …

Das hilft alles aber nichts, wenn Sie nicht bereit sind, zu leben. Da fehlt noch etwas.

Einschub:
Ein Mentée von mir arbeitet bei Osram: Da kriselt es eh. Ein ziemlich unsinnig anmutender Umzug vom 60igerStadion nach Garching kommt dazu. Mein Mentée lebt in Unterhaching, sein Arbeitsweg vervierfacht sich. Er spürt seine schlechte Laune.
Er kommt schlecht gelaunt zu Arbeit und schlecht gelaunt nach Hause. Dialog: Wie geht es Deinem Chef? – Der ist gut gelaunt! – Was macht er anders als Du? – Der radelt jeden Morgen von Trudering nach Garching! – Radel doch auch! – Geht nicht! – Geht nicht gibts nicht!
Dann hat er sich ein e-Bike gekauft und ist auch jeden Tag geradelt. Und seitdem kommt er gut gelaunt im Büro und wieder zu Hause an. Und fühlt sich wieder soviel besser …

Vereinfacht:

Unser Körper braucht Bewegung und frische Luft. Und Zeit in der Natur. Und das kann man ganz einfach haben – nämlich mit aktiver Mobilität im Alltag. Siehe auch AktMobCmp.

Auch Seneca hat gelehrt:
Lebe im Einklang mit der Natur.
(Seneca war ein Lehrer, der seine Schüler erfolgreich und glücklich machen wollte. Leider war das nie das priore Ziel meiner Lehrer).

Wer will sein Leben in den Griff kriegen, wenn er es nicht mal schafft, seine eigene Mobilität in den Griff zu kriegen? Und Autofahren bringt eben nicht Freiheit noch ist es eine Erfüllung unseres Lebens …. (Auch wenn es uns in einem gigantischen Brainwash von einer scheinbar übermächtigen Industrie so eingeredet wird).

Also: Wir brauchen wir eine regelmäßige und schöne Bewegung!

Aber nicht so, wie ich es nach einem Kinobesuch im Eldorada in der Sonnenstraße erlebt habe. Mit Tränen in den Augen kam ich aus dem wunderschönen Film „Die Kinder der Mme Ann“. Und stellt Euch mal vor, gegenüber im 1. Stock ist ein Fitness-Studio. Mit großen Scheiben … Und man sieht dort hell erleuchtet wie im Schaufenster Menschen, die da ihr „work out“. Nach dem Motto Work Hard, Play Hard, WORK OUT …

Für mich ist das eine grauenhafte Vorstellung. Fitness geplant wie das ganze Leben. Also, auf zum Leben ändern! Und es geht. Denn wie Seneca sagt:

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen ist es schwer.

RMD

P.S.:
Im Vortrag habe ich noch zwei Einschübe gebracht – über den Terrorismus und über die Flüchtlingssituation. Und kurz mögliche Ursachen für beides erwähnt, aber vor allem beschrieben, warum ich mit unserer Reaktion auf und unserem Umgang mit beiden Problemen so gar nicht zufrieden bin. Meine Gedanken diesbezüglich werde ich aber in zwei eigenen Artikeln in der nächsten Zeit ablegen.

Das war erst viel später und da war es schon vorbei. Das erste Projekt war noch in Koppstr. (Nahe Hofmannstr.)

Das gab es erst viel später – da war es schon aus und vorbei. Mein erstes Projekt war in der Koppstr. (Hofmannstr.)

Beim PM-Camp Berlin habe ich von vier Projekten aus der Vintage Zeit berichtet, die für mich sehr wichtig waren. Und hier angekündigt, dass ich alle vier auch in IF-Blog beschreiben werde.

Jetzt beginne ich mal mit dem ersten kleinen Projekt:

Projekt 1

Das erste Projekt meines Lebens war nur ein ganz kleines. Es sollte 6 Wochen dauern, es war mein erster beruflicher Einsatz in der Datenverarbeitung.

Ich war damals Student der Informatik im zweiten Anlauf. Das erste Mal bin ich 1969 an der Technischen Hochschule München (THM) gestartet mit Mathematik und Informatik als Nebenfach. Die einzigen Alternativen fürs Nebenfach waren Physik – das mochte ich nicht und BWL. Da war ich allerdings skeptisch, hatte ich doch am „Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium“ Jacob Fugger zu Augsburg Abitur gemacht.

Buchführung war da Abiturfach, und das konnte ich sehr gut. Während mir das Wissen, das mir in BWL/VWL vermittelt wurde, doch sehr hinterfragbar vorkam – wie übrigens heute noch mehr. Also blieb nur Informatik – und das klang ja 1969 richtig spannend. Professor F.L. Bauer gelang es dann im Herbst 1969 mir noch mehr Appetit darauf zu machen.

Aber dann zwangen mich am 1. April 1970 finstere Schicksalsmächte und eine Mischung von Pech und Ungeschick zur Bundeswehr. Das war kein Aprilscherz und so musste ich 18 Monate als Wehrpflichtiger auch in sehr hinterfragbaren Umgebungen verbringen.

Und wie ich dann Ende September 1971 wieder frei war, fing ich halt wieder von vorne an, wieder im ersten Semester, wieder mit derselben Fachkombination und wieder an selben Hochschule, die aber plötzlich TUM (Technische Universität München) hieß.

Aber außer dem Namen war nichts anders. Und ich wusste schon fast alles, weil ich 1969 noch ein fleißiger Student gewesen war und alles schon mal gehört und brav gelernt hatte. So ging es mir gut und die Olympiade 1972 kam ins Land. Da hatte ich neben dem Studium einen tollen Job mit guter Bezahlung bei der Eisenbahn (damals noch der Deutschen Bundesbahn) als Kundenberater für die Gäste aus der ganzen Welt. Und irgendwie gehörte mir die ganze Welt …

1974 schaffte ich das Vordiplom und brauchte wieder ein wenig mehr Geld als ich als Tutor an der TUM (Lineare Algebra I und II und ein Programmier-Praktikum waren meine Themen) verdienen konnte (fürs Bafög hat es bei mir ganz knapp nicht gelangt und meine Eltern – auch bei der Eisenbahn – waren der Meinung, ich könnte ja auch in Augsburg bei der Familie in meinem Zimmer wohnen bleiben und so wie mein Vater nach München pendeln). Das wollte ich aber nicht. Also suchte ich einen Ferien-Job – und natürlich war das Ziel bei einem führenden High-Tech- und Computer-Unternehmen.

Das war Siemens damals! Es ist aus heutiger Sicht kaum fassbar, welches wahnsinnige Know-How auf unheimlich vielen Feldern in diesem Unternehmen vorhanden war. Und sie nahmen mich bei Siemens und so war ich ab Sommer 1974 dann zuerst für 6 Wochen und dann für das restliche Studium mitten drin in der echten High-Tech-Welt. Mit Rechnern, Betriebssystemen und Programmiersprachen aller Art in direktem Zugriff – und das in vollem Überfluss, ganz anders als z.B. in der sogenannten TUM.

Und schon am ersten Tag bei Siemens bekam ich mein erstes Projekt! Mein (Ober-)Chef, unser Abteilungsleiter hieß Bieck. Er war ein Hardware-Mann und wurde ein paar Jahre später der Entwicklungs-Chef bei einem der damals aufstrebenden deutschen Computer-Hersteller, der Firma Kienzle.

Kienzle war nur einer der kleinen Konkurrenten von Siemens – aber es war schon sehr bemerkenswert, was solche Unternehmen – wie auch das viel größere Nixdorf oder viele kleinere damals so alles auf die Beine stellten.

Ich hatte in meiner 6 Wochen Werkstudentenzeit die totale Freiheit – versehen aber mit einen konkreten Auftrag. Und mir wurde signalisiert, dass meine Aufgabe wahrscheinlich gar nicht lösbar sein werde. Aber dass es schon schön wäre, wenn ich es irgendwie schaffen würde. Das war durchaus so, wie es in den letzten Jahren mir von Google berichtet wurde: Man stellt sich unerreichbare Ziele, es gibt aber eine schöne Toleranz fürs Scheitern und so freut man sich so richtig, wenn man das unmöglich scheinende dann doch schafft.

Die Aufgabe war ganz einfach zu formulieren:
Die Abteilung wollte möglichst große Mersenne-Primzahlen haben. Für einen Hardware-Prototypen.

Für Nicht-Mathematiker:
Eine Zahl heißt dann Mersenne-Primzahl, wenn sie eine Primzahl ist, die sich als eine Zweierpotenz minus 1 ergibt. Also wenn (2 power n) – 1 oder (2 power m) – 1, eine Primzahl ist. So würde ich es mal aus der freien Hand definieren.

Ja – und da wollte mein Chef möglichst hohe „n“s und „m“s haben. Wie ich das machen würde, war ihm gleich.

Zum Hintergrund:
Bei Siemens war damals viele Menschen so richtig in „Forschung und Entwicklung“ Das war wirklich toll. Aber das war kein losgelöstes akademisches F&E. Nein, die Anstrengungen dienten fast immer ganz konkreten Anwendungen und Projekten. Es war einfach geil.

Praktische F&E braucht theoretisches Wissen. Das holte sich die Wirtschaft von den Universitäten (früher gab es da noch etwas zu holen). Und da hat die Siemens AG natürlich auch über die Grenzen geschaut – besonders gerne über die innerdeutsche. Denn die DDR-Unis waren so schlecht nicht.

So lag auf meinem Schreibtisch eine wissenschaftliche Arbeit – ich meine sie war aus Leipzig – in der theoretisch bewiesen wurde, dass es möglich wäre, einen Zufallsgenerator aus einer Ringschaltung mit n binären Schaltern zu bauen. Und wenn man den  Aufbau an der richtigen Stelle „kurzschließen“ würde, dann würde das System eine maximale Perioden von Zufallszahlen liefern. Und zwar genau dann, wenn die Anzahl der verwendeten Schalter n eine Mersenne-Primzahl wäre. Und wenn der „Kurzschluss“ mach dem m-ten Schalter geschaltet würde – und dies m eine Mersenne-Primzahl wäre.

(ich bitte meine laienhafte Beschreibung zu entschuldigen, aber in der Hardware war ich nie sehr kundig).

Diese Arbeit habe ich nie verstanden, auch wären die 6 Wochen wären wohl viel zu kurz gewesen, um sie zu verstehen. Aber das war ja für meinen Job auch völlig unwichtig. Man wollte ja nur möglich große Primzahlen der Art 2 power n -1 von mir. Sogar die Primzahlen waren unwichtig, wichtig war nur das m und n.

Für meine Freunde aus der Software:
Anfangs der 70iger Jahre war es völlig utopisch, so etwas wie einen Zufalls-Generator in Software zu bauen. Die Teile sollten ja ziemlich schnell die Bitmuster erzeugen, immerhin waren sie für den Test von Maxi-Flachbaugruppen für Großrechner vorgesehen, und das waren für die damalige Zeit ganz schön schnelle Teile.

Herrn Bieck war es auch völlig gleichgültig, wie ich die Aufgabe lösen würde – sprich ob ich etwas zur Berechnung programmieren würde oder ob ich irgendwo auf der Welt die gesuchten großen Mersenne-Primzahlen finden würde. Ich hatte alle Möglichkeiten.

So trieb ich mich gleich an den nächsten Tagen nach Auftragserteilung in diversen Bibliotheken (Siemens, StaBi, Unis) herum (man erinnere sich, dass es damals noch kein Internet gab). Und ich habe schnell gemerkt, dass die Suche nach großen Mersenne-Primzahlen auf diesem Wege aussichtslos war, selber wenn irgend jemand auf der Welt diese schon berechnet hätte.

Also habe ich mich zu einer schnellen Entscheidung gezwungen. Ich vergesse die Welt um mich herum und versuche es allein – und programmiere mal los. Ich hatte ja nur noch ein bisschen mehr als 5 Wochen.

Das war das erste, was ich in meinem Leben zu „Projekt Management“ gelernt habe:
Fälle rasch eine Entscheidung, besonders wenn es wirklich schwer ist und Du eigentlich nicht weiter weißt.

Dann habe ich versucht, konventionell zu programmieren. Im Dezimal-System gedacht, mit integer und in arithmetischen Rechensystemen gewühlt. Und nach zwei Wochen gemerkt, dass ich so niemals ans Ziel kommen würde.

Und das war das zweite, was ich für Projekte und fürs Leben gelernt habe:
Du musst neue Wege gehen, wenn Du nicht weiter weißt! Verabschiede Dich dann von den alten Gedankenwelten und Mustern, aber das ganz schnell!

Ich beschloss also mich ab sofort nicht mehr um die großen Zahlen zu kümmern, sondern eine Zahl nur noch als Feld von Bits zu sehen. Und plötzlich schrumpften die ganz großen Zahlen ganz klein – zum Beispiel wurde aus 2hoch256 nur noch ein 32 Byte langes binäres Feld. Und mit 32 langen Bit-Feldern (oder auch größeren) kann man ganz elegant „rechnen“, denn man muss nur noch „shiften“. Und schon hatten die großen Zahlen ihren Schrecken verloren …

Die Geschichte erzähle ich aus zwei Gründen.

Zum ersten, weil ich da ganz bewusst plötzlich verstanden habe, dass neben dem schnellen und mutigen Entscheiden das Verlassen alter Denkmuster notwendig ist, wenn man etwas besonderes voll bringen will. Und habe dann oft darunter und dem typischen „Aber das war doch immer schon so ..:“ gelitten, das so oft im Wege stand.

Und weil ich als Zeitzeuge bestätigen kann, dass Siemens vor gut 40 Jahren oft so gearbeitet hat, wie man es heute Google unterstellt. Und dass in dieser Zeit wirklich großartiges geleistet wurde und es so weltweit eigentlich nur wenig Konkurrenz gab, wie vielleicht IBM und Xerox oder Hitachi. Alles andere war erst am entstehen.

Demnächst wird meine nächste Geschichte aus Berlin vom #PMCampBER zum Vintage Projekt Management hier erscheinen. Da war ich dann schon fest angestellt – bei Siemens im Labor. Das war Ende der Siebziger. Ich werde dann schildern, wie Siemens alles, aber wirklich alles getan hat, um seine damalige Stärke zu zerstören.

Dies durch ein Abschwören von seinen alten Tugenden und durch Einführung von Arbeitsteilung (Taylorismus) im kreativen Bereich wie Produktplanung (Requirement Management), Qualitätsmanagement, spezialisierte DV/IT-Lehrer in seinen D-Schulen, Manual-Redakteure und manchen mehr solcher Rollen.

Und vor allem immer vor Entscheidungen nur noch Fragen wie „Was bringt uns das?“ und „Wo ist dabei unser Vorteil“ gestellt wurden und nicht mehr die zentrale Frage „Warum machen wir das überhaupt?“ wie früher.

🙂 Projekt Manager gab es zurzeit meines ersten Projektes noch keine – der erste Projekt Manager taucht so erst in der von mir erlebten Welt dann erst in meiner dritten Projekt Management – Vintage – Geschichte auf. Das war dann Anfang der Achtziger Jahre.

RMD