Zum Wochenende wieder etwas besonderes: Ein Politik-Wirtschafts-Märchen! Erzählt hat mir diese Geschichte ein Kenner des Beleuchtungsmarkts, ich habe sie dann in Märchenform gebracht. Der Urheber meint allerdings, dass dies kein Märchen sei, sondern wirklich so passiert wäre. Let’s go!

Es gab einmal eine Königin. Die hatte ein mächtiges Königreich in einem reichen Kontinent. Wie ihre Untertanen wollte sie immer Europa- und Weltmeister werden. Die Chancen für sie waren gut, denn während ihrer Regentschaft gelang dies bei dem einzigen Thema, das ihre Untertanen wirklich interessierte, nur den Frauen (Stichwort Prinzessin).

Die Königin verteilte das Geld ihrer Untertanen immer sehr großzügig und wurde deshalb von den anderen Königen des Kontinents, den Mächtigen der Welt und der großen Lobby des Wirtschaftsadels gerne gesehen.

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Gastautor(en)
Sonntag, der 10. Januar 2010

Die Arche und die Bürokratie.

Heute zum Sonntag mal wieder ein Märchen. Es mag dem einen oder anderen schon bekannt vorkommen und vielleicht auch ein wenig lang sein, aber es ist zumindest sehr lustig zu lesen.

Die ArcheNach vielen Jahren sah Gott wieder einmal auf die Erde.

Die Menschen waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen, genau so, wie er es vor langer langer Zeit schon einmal getan hatte.

Er sprach zu Noah:
“Noah, bau mir noch einmal eine Arche aus Zedernholz, sowie damals: 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die Menschen haben nichts dazugelernt.

Du aber gehe mit deiner Frau, deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren zwei mit, je ein Männchen und ein Weibchen. In sechs Monaten werde ich den großen Regen schicken.”
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Folgende Geschichte aus dem Internet hat IF-Blog über Herrn Nikolaus Bösl erreicht:

Weih2baumEin älterer Mann in Hamburg ruft seinen erwachsenen Sohn in Zürich an und sagt am Telefon: “Es tut mir leid, dir deinen Tag zu verderben, aber ich muss dir mitteilen, dass deine Mutter und ich dabei sind, uns scheiden zu lassen. Fünfundvierzig Jahre Elend sind einfach genug!”

“Vater, was redest du denn da?” schreit der Sohn entsetzt in den Hörer.

“Wir halten gegenseitig unseren Anblick nicht mehr aus,” sagt der alte Mann. “Wir sind einander überdrüssig und es macht mich krank auch nur darüber zu erzählen. Also rufe deine Schwester in Wien an und sag du es ihr!” und er hängt auf.

Voller Bestürzung ruft der Sohn seine Schwester an, die bei der Nachricht explodiert: “Was um alles in der Welt, glauben sie denn? Sie wollen sich scheiden lassen? Warte, ich regle das!”

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Roland Dürre
Freitag, der 18. Dezember 2009

Von Ottobrunn nach Unterhaching #12 “Ein Wintermärchen”

Zuerst waren sie weiß vom Salz, die Straßen in Ottobrunn und der Radweg nach Unterhaching. Dann waren sie weiß vom Schnee, jetzt sind sie wieder trocken und weiß vom Salz. Das viele Salz mag gut gemeint sein, der Radler freut sich aber nicht. Er muss mit dem alten, schon ein wenig rostigen Fahrrad fahren, denn Salz ist für Fahrräder sehr schädlich. Auf seiner Fahrt kommt der Radler vorbei an den weißen Villen mit den großen Fenstern und an weißen SUVs, alles verziert mit noch ein wenig weißem Schnee.

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SkelettVor kurzem habe ich gelesen, dass die Menschen in den vergangenen Jahrhunderten weniger depressiv gewesen wären und mehr Momente der Glückseligkeit gehabt hätten als heute. Gefühlsmäßig kann ich das nicht so recht nachvollziehen, rational aber dann doch.

Jetzt hat mir ein Freund eine schöne Erklärung dafür gegeben. Die Menschen hätten viele Jahrhunderte über ein “äußeres Skelett” verfügt. Eine äußere Ordnung wäre wie selbstverständlich gegeben gewesen. Die hätte vorgeschrieben, was man tut und was man nicht tut, aber auch den Rhythmus des Lebens bestimmt.

Das äußere Skelett wäre uns verloren gegangen. Wir hätten es gegen eine Scheinfreiheit eingetauscht. Deshalb bräuchten wir in unserer Zeit ein inneres Skelett.

Das für sich selbst zu finden wäre aber alles andere als einfach. Und um es dann auch noch zu befolgen, dazu bräuchte man so richtig Kraft, Disziplin und inneren Antrieb.

So würden viele Menschen “in der Luft hängen”. Ihr “äußeres Skelett” hätten sie verloren und das “innere Skelett” könnten sie autonom nicht finden und entwickeln.

Wie ich finde, ein schönes Bild.

RMD

Das Bild vom Skelett habe ich dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons entnommen, der Urheber ist Furfur.

Wie ich ein kleines Kind war, hat uns ein Laster (nicht größer als heute ein SUV) Kohle auf den Hof geschüttet. Die ganze Familie hat dann Eierkohle in Eimern in einen Kellerverschlag getragen und die Briketts daneben gestapelt.

Und am Abend hat mir meine Mutter die Geschichte vom gutmütigen Waldriesen erzählt. Der konnte es nicht mehr ertragen, wie die Menschen seine Bäume abholzten und verfeuerten und zeigte diesen deshalb die Kohle und wo man sie findet.

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Roland Dürre
Donnerstag, der 8. Oktober 2009

“Rasputin, der Pirat!” oder “Die Knödelgeschichte!”

Hier mal eine ganz private und absolut wahre Hundegeschichte!

Dalmatiner_2Ich hatte mal einen Dalmatiner namens Rasputin. Der war ein ganz lieber Rüde. Es war schön, ihm zu zuschauen, wenn er förmlich über die Savanne flog. Und er war immer hungrig und fraß alles.

Dann kam mal wieder Weihnachten. Es gab Knödel, wie jedes Jahr. Knödel werden bei uns normalerweise hausgemacht.

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Klaus-Jürgen Grün
Mittwoch, der 24. Juni 2009

Erkenne dich selbst!

Erkenne dich selbst!

Der große sokratische Spruch gefällt fast allen Menschen, und das seit 2500 Jahren: “Erkenne dich selbst”. Er wirkt wie die Aufforderung zum befreienden Denkakt. Aber warum befolgen ihn die Menschen, selbst wenn sie beeindruckt von diesem Satz vor ihm immer wieder niederknien, nur in Ausnahmefällen? Wäre es ein Einfaches, das mit dem Satz Geforderte zu erfüllen, wäre der Satz längst aus unserem Bewusstsein verschwunden.

“Erkenne dich selbst!” ist ein moralischer Imperativ, der nur deswegen ausgesprochen werden muss, weil Menschen nicht von alleine auf diesen Gedanken kommen. Selbsterkenntnis ist nicht das natürliche Geschäft des Denkens, sondern dessen Gegenteil. Denken ist hauptsächlich damit beschäftigt, Gedanken abzuwehren, die für Individuen und Kollektive unerträglich sind. Selbsterkenntnis ist wohl die stärkste Unerträglichkeit.

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Roland Dürre
Sonntag, der 31. Mai 2009

In der Kürze liegt die Würze

Wir hatten im Gymnasium in der Oberstufe einen Deutsch-Lehrer. Der hat uns immer wieder mit folgendem Spruch kritisiert, wenn wir zu langatmig waren:

In der Kürze liegt die Würze.
30 Zeichen. Blieben einem im Twitter noch 110 über!

Ich hatte damals auch einen in meiner Wahrnehmung genialen Freund namens Herbert, der genau mit diesem Lehrer (und andersherum) nicht konnte.

Deutsch-Schulaufgabe. Drei Themen standen zur Auswahl, eines davon hieß “Eine Lebensweisheit“.

Mein Freund nahm sein Blatt und schrieb eine Zeile darauf. Und gab dann sofort die Schulaufgabe beim Lehrer ab.

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Willi Streit
Sonntag, der 17. Mai 2009

Management by living stories

Kaum war die Erzählung des Konstantin K. über seine Erkenntnisse beim Microsoft-Cäsar Bill Gates im Netz, kam prompt die erwünschte Reaktion. “Du hast doch geschrieben, Konstantin habe nie jemandem etwas erzählt von seinem Erlebnis in Seattle?” Auf diese Frage hatte ich gewartet: “Und nun steht es hier im Blog. Also hat er es doch erzählt?”

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