Roland Dürre
Samstag, der 17. Dezember 2011

Tnuat Ben Dati – die wahre Geschichte.

Es war das Jahr 1968. Der Roland war noch keine 18 Jahre alt und ging ins Jakob-Fugger-Gymnasium zu Augsburg. Wir hatten noch das G9, in sofern war ich in der Vorabitur-Klasse, die eigentlich die 8. war, aber die 12. hieß. Und noch nicht „Kollegstufe“, obwohl man am Ende des Schuljahres schon die ersten Fächer fürs Abitur „ablegte“.

Das war die Zeit, in der ich und meine Freunde sich in der Öffentlichkeit nur ungern ohne Zigarette zeigten und abends das Bier bei der Evi im Rehak (die Kneipe in der Bahnhofstraße zu Augsburg) oder wenn man intellektuell sein wollte, der Rotwein im Republikanischen Club ein „Muss“ waren.

Tagsüber verbrachten wir im Sommer die Zeit  im „Familienbad“ und waren immer ganz schön braun. Nachts dagegen waren wir wenn irgendwie möglich in den amerikanischen Clubs (Hank’s in Oberhausen, Playboy in Pfersee) bei den GI’s. Die waren überwiegend schwarz, weil bei uns die U.S. Army stationiert war. Und das Heer war vor allem „schwarz“.

Wenn wir am frühen Morgen kurz vor dem Sonnenaufgang aus den verrauchten Kneipen in die frische Luft des herannahenden Morgens kamen, dann waren wir trotz aller Bräune eher blass.

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Roland Dürre
Samstag, der 10. Dezember 2011

Adventskalender – 10. Dezember

Noch 14 mal schlafen!

Weil wir gestern bei der InterFace AG so eine schöne Weihnachtsfeier hatten und der Blödsinn von gestern so erfolgreich war, ist im heutigen Fenster des Adventskalenders nochmal ein wenig von in meiner Meinung so richtigem Blödsinn, den man wohl nur im Suff ertragen kann! Man beachte die Komplexheit dieses absolut blödsinnigen Satzes.

Also – aufmachen – und auf <more> (mehr) drücken!
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Roland Dürre
Sonntag, der 16. Oktober 2011

Unternehmertagebuch #55 “Die Parabel vom Kiosk”

Umsatz und Rendite – oder – BWL für Anfänger

Diskussionen über reale Unternehmen führen aufgrund der sehr facettenreichen Komplexität derselbigen schnell ins Chaos. Aus Sachfragen werden Glaubensdinge. Einfachste Zusammenhänge verwirren sich in philosophische und fast kriegerische Auseinandersetzungen. An Stelle von Erkenntnisgewinn und Wissensfortschritt entsteht Frust und De-Motivation.

Das habe ich selbst erlebt. Besonders die (theoretische) Frage „Welche Umsatzrendite ist einem Unternehmen angemessen?“ hat einiges an Frust in mein Unternehmerleben gebracht. Deshalb habe ich die Parabel vom Kiosk erfunden:

Stellen wir uns einen ganz kleinen Kiosk an einem Bahnhof vor. Nur ein Mensch passt rein. Der Raum für Waren ist begrenzt, die Kunden werden durch ein offenen Fenster wie an einem Schalter bedient. Der Kioskbetreiber macht die ganze Arbeit.

Der Kiosk bietet zwei Arten von Waren an. Kleine Jägermeister-Flaschen und Zigaretten. Der Aufschlag beim Jägermeister ist 150 %, da der Einkaufspreis 1 €, der Verkaufspreis 2,50 € beträgt. Macht eine Marge von 60 % beim Schnaps. Bei den Zigaretten ist die Marge schlechter. Bei einem Einkaufspreis von 4,50 € wird die Schachtel zu 5 € verkauft, es ergibt sich also ein Aufschlag von 0,50 €, das gibt eine Marge von genau 10% vom Umsatz.

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Sabine Sammer
Montag, der 19. September 2011

Wenn’s nur immer so einfach wäre!

Ein Unternehmen hat seine Spitzenleute auf ein teures Seminar geschickt. Sie sollen lernen, auch in einer ungewohnten Situation Lösungen zu erarbeiten sowie rasch und zielgerichtet zu entscheiden.

Am zweiten Tag wird einer Gruppe von Managern die Aufgabe gestellt, die Höhe einer Fahnenstange zu messen. Sie gehen hinaus auf den Rasen, beschaffen sich eine Leiter und ein Bandmaß. Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie noch einen Tisch, auf den sie die Leiter stellen. Es reicht immer noch nicht. Sie stellen noch einen Stuhl auf den Tisch. Da das alles sehr wackelig ist, fällt der ganze Aufbau immer wieder um. Alle reden gleichzeitig. Jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des Problems. Es ist ein heilloses Durcheinander.

Ein Ingenieur kommt vorbei. Er schaut dem Treiben ein paar Minuten lang zu. Dann zieht er wortlos die Fahnenstange aus dem Boden, legt sie hin, nimmt das Bandmaß und misst die Stange von einem Ende zum anderen. Er schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit dem Bandmaß einem der Manager in die Hand. Dann geht er wieder seines Weges.

Kaum ist er um die Ecke, sagt einer der Top-Manager:
Das war wieder typisch Ingenieur! Wir müssen die Höhe der Stange wissen und er sagt uns die Länge! Deshalb lassen wir diese Leute auch nie in den Vorstand„.

2s

Gastautor(en)
Mittwoch, der 27. Juli 2011

Blöd

Immer wieder schicken mir Leser eigenartige Geschichten zu. Hier wieder mal eine Kostprobe als hoffentlich unterhaltsamer Blödsinn für die Wochenmitte. Hören wir dem Erzähler zu …

Ich ging mit meinem Vater (66) ins Einkaufscenter um neue Schuhe zu kaufen. Durch das Herumlaufen wurden wir hungrig und beschlossen, etwas zu essen. Wir gingen in den „Food Court“ und fanden auch gleich etwas Leckeres (zu essen) und zwei freie Plätze.

Über seine Nudeln starrte mein Vater ein junges Mädchen an, welches in unserer Nähe saß. Das Mädchen hatte ihre Haare wie einen Hahnenkamm frisiert. Der leuchtete grell in bunten Farben – grün, orange, rot und blau – alles war dabei. Mein Vater konnte seinen Blick von ihr und den dazu gehörenden Piercings nicht lassen.

Das Mädchen bemerkte es. Jedes Mal, wenn sie wieder in unsere Richtung schaute, erwischte sie meinen Vater, wie er sie anstarrte. Als das Mädchen genug davon hatte, fragte sie sarkastisch:

„Hey, was ist dein Problem alter Mann? Hast du niemals was Wildes in deinem Leben gemacht?“

Da ich die Schlagfertigkeit meines Vaters kannte, schluckte ich schnell alles was ich gerade im Mund hatte herunter. Ich wollte nicht an meinem letzten Bissen ersticken, denn gleich würde etwas besonderes passieren.

So kam es. Mit Würde und ohne dem kleinsten Zwinkern eines Augenlids antwortete mein Vater:

„Doch! Ich hab mal Drogen genommen und danach einen Pfau gevögelt und jetzt frag ich mich, ob Du das Ergebnis bist.“

Von Herbert (Fußball-Spezi) aus dem Internet, der erzählende Autor ist uns unbekannt. Eine wunderschöne Restwoche!

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 24. Juli 2011

Der rote Faden

Ein guter Freund von mir, der Jowi, hat vor einigen Jahren in einem Forum einen Beitrag über die Midlife Crisis geschrieben. Eine Krise, die mal offen, mal zwischen oder hinter den Zeilen ausgetragen wird. Die verleugnet und verschmäht, gehasst und geliebt wird.

Hier sein kurzer, aber wie ich meine auch heute noch  plausibler und vor allem sehr persönlicher Beitrag zu diesem Thema:

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Gastautor(en)
Montag, der 4. Juli 2011

Griechenland / Alles kein Problem

Ein ganz lieber Freund aus der Schweiz hat mir folgende Geschichte gesendet:

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen Stadt in einem betroffenen Land, es regnet und alle Straßen sind wie leer gefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.

An einem Tag fährt ein deutscher Tourist durch die Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen.

Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel und dann geht’s los:

  1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
  2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.
  3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.
  4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
  5. Der Wirt der Kneipe schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
  6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
  7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen.
  8. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

➩ Niemand produzierte etwas.
➩ Niemand verdiente etwas.
➩ Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und
➩ schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid. So einfach funktioniert das EU-Rettungspaket.

Der Autor ist uns unbekannt.

RMD

P.S.
Jetzt wissen wir es, Detlev SIX hat es heraus gefunden: Der Autor des Textes ist Cordt Schnibben und die Geschichte stammt aus einem Artikel des vorletzten Spiegels “Die bürgerliche Kernschmelze” (siehe auch seinen Kommentar).

Sabine Sammer
Freitag, der 24. Dezember 2010

Ups – Weihnachten 2.0 (Fully Reengineered)

Hier ein Bericht, wie es zu X-MAS 2010 kam:

Wie Weihnachten 2009 im Internet gezeigt hat, heißt das Weihnachten 2010 nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch X-man sein! Da X-mas 2010 quasi schon vor der Tür steht, war es spätestens ab März höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen – Verzeihung: das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

Hinweis:

Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (SANta Claus ROad Show) findet bereits am 29. November statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) schon am 6. Januar abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte „To-Do-Liste“ und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allokation geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und außerdem hilft, „X-mas“ als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Centers sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch so genannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

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Roland Dürre
Dienstag, der 24. August 2010

Ich bin ein Mensch – was bin ich? ♫

🙂 Auch auf solche Gedanken kommt man im Urlaub: Ich erzähle mal von meinen Vorfahren. Vielleicht muss ich ja irgendwann mal irgendwelchen Aliens erklären, wie es zu uns gekommen ist:

Ich bin ein Mensch und stamme vom Affen ab. Meine Vorfahren sind vor langer Zeit auf allen Vieren gelaufen. Durch ein planetares Unglück (heute würde man sagen durch eine Umweltkatastrophe), ging ihr Dschungel kaputt. Dort fanden sie immer leckere Nahrung im Übermaß. Damit war Schluss. Jetzt mussten sie die vielen Proteine, die sie brauchten, wo anders suchen. Das war nicht einfach.

So sind sie gezwungen worden, sich aufzurichten. Ich bin mir nicht sicher, ob das in der Savanne passiert ist, weil sie nach Aas suchen oder ob sie ihre Nahrung aus dem flachen Wasser holen mussten und deshalb lernten, ihren Kopf so hoch zu tragen. Da streiten unsere Gelehrten heute noch, aber damit fing das Mensch sein wohl an …

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Roland Dürre
Dienstag, der 13. Juli 2010

Monumentaloperntheater

Jetzt hatte ich das Glück, innerhalb von 2 Wochen zuerst die Passionsspiele in Oberammergau und dann in der Arena zu Verona Carmen zu sehen.

Früher war ich skeptisch und habe ich so etwas nie gemacht. Jetzt probiere ich es gerne mal aus – und bin begeistert.

Ich berichte mal.

Zu Oberammergau kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Ein Freund (und IF-Blog-Autor) hatte einen Zugriff auf Karten. Ein Schnäppchen, das man nicht ausschlagen durfte.

Mit dem Hinweis, dass die Spiele nur alle 10 Jahre stattfinden, hat er meine letzten Widerstände ausgeräumt. Immerhin bin ich im Juni 60 geworden.

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