Roland Dürre
Freitag, der 15. März 2019

Freiheit, Liebe, Macht.

Drei ganz wichtige aber sehr abstrakte Begriffe.

 

Großer Empfang – mit Baby-Fläschchen (1984).

Wie ich jung war, habe ich mich am meisten mit FREIHEIT beschäftigt. Die war mir sehr wichtig. Und da ich so ein wenig ein Kopf-Messie bin, habe ich Definitionen für Freiheit gesammelt. Und auch einen Artikel mit acht Definitionen von Freiheit geschrieben.

Keine Angst, so etwas „wie die Freiheit des Autofahrers“ ist da nicht dabei. Dafür fehlt dort eine schöne Beschreibung von Freiheit, die ich hier nachreiche. Sie stammt vom deutschen Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling (Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, ab 1812 Ritter von Schelling, * 27. Januar 1775 in Leonberg, Herzogtum Württemberg; † 20. August 1854 in Ragaz, Kanton St. Gallen).
 


Der ist beglückt,
der sein darf was er ist,
der Bahn und Ziel
mit eignem Auge misst.


 
Wie ich älter wurde hat mich der Begriff der LIEBE fasziniert. Dazu habe ich schon einiges geschrieben, siehe auch Ein Tag mit der Liebe.

Und erst die Erfahrungen der letzten beiden Jahre haben mich auf den Gedanken gebracht, dass MACHT der zentrale Begriff unseres sozialen Lebens ist. Sie definiert und beeinflusst soziales Leben herausragend. Also mache ich mich auf die Suche. Da finde ich:

 


Macht
Mácht
[ohne Plural]
Gesamtheit der Mittel und Kräfte, die jemandem oder einer Sache andern gegenüber zur Verfügung stehen; Einfluss
„seine ganze Macht aufbieten, etwas zu erreichen“
[meist im Plural]
etwas, was eine besondere bzw. geheimnisvolle Kraft darstellt, besitzt
„dämonische, geheimnisvolle Mächte“


 

Das ist mir zu wenig im Kontext mit unserem Leben in sozialen Systemen.

Bei Gerhard Wohland finde ich schon mehr
 


Macht ist der soziale Konsens, mit dem trotz Dissens gehandelt werden kann. Ohne hierarchisch geordnete Macht sind weder Organisation noch Unternehmen möglich. Romantischem New Work ist dieser Zusammenhang peinlich. Aber auch verheimlichte Macht ist Macht – nur weniger nützlich.


 
Wow, das muss ich erst mal nach denken. Bis auf die Bewertung des Nutzens am Ende bin ich da dann doch einverstanden.

Dann frage ich mich bei Freunden um und finde folgende zwei Definitionen:

 


Macht ist, wenn man ungestraft lügen darf.

und

Macht ist, wenn man die Definitionshoheit hat.


 

Man merkt schon, dass es sich lohnt, über den Begriff  MACHT nach zu denken und nach zu lesen. Das werde ich machen – und wenn ich ein wenig schlauer oder weiser bin, auch mal darüber schreiben.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 17. Januar 2019

(Null), Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf. (…)

 

Ein Spaziergang entlang den Zahlen durch die Dimensionen und unser Denken.

 

Roland beim Bauen.

In der Überschrift habe ich den Beginn der natürlichen Zahlen notiert.

Es gibt eine Beziehung der Zahlen mit den Dimensionen, in denen sich unser Denken bewegt.

Und den Möglichkeiten zur Veranschaulichung unserer Erkenntnisse.

 


Was ich nicht sprechen kann, kann ich nicht denken. Die Grenze meiner Sprache ist die Grenze meines Verstandes (Wittgenstein).

Will Denken und Sprache gelingen, müssen wir die Sprache um Bilder und Modelle erweitern. Dazu brauchen wir Räume.


 

Die natürlichen Zahlen gelten als ein Axiom (also ein absolut richtig erkannter Grundsatz oder eine gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf). Sie sind die Basis aller Mathematik. Die Null ist mal eine natürliche Zahl und mal nicht. Es gibt dazu auch (oder nur?) unter Mathematikern verschiedene Meinungen.

(Null)

Zahl:
Ist die Null eine natürliche Zahl?
Man scheint sich aber einig zu sein, dass diese Frage nicht relevant ist. Sondern rein akademisch.

Dimension:
Für mich ist die „Null“ das Nichts und die Leere. Wie soll ich das nicht existierende darstellen? Ein leerer Raum mit der Dimensionen Null kann nur das Nichts sein.

Modell:
Ich wüsste nicht, wie ich das nichts modellhaft darstellen kann.

Eins

Zahl:
In der Regel starten die natürlichen Zahlen mit der 1. Wenn sie mit der Null starten, erhalte ich die Eins addiere, indem ich die Null um Eins erhöhe. Die eins ist nur durch sich selber teilbar, also eine Primzahl.

Dimension:
🙂 Die Eins steht für Singularität. Der entstehende Raum besteht aus einem einzigen Punkt. Die Eins steht so für eine Null-Dimensionale Welt.

Modell:
Das geometrische Modell für die Eins ist der Punkt. Der Punkt ist binär. Entweder gibt es ihn oder nicht. So steht die Eins für „Entscheidbarkeit“. Es geht nur um Existenz und Nicht-Existenz. Um Eins oder Null.

Beispiele:
Im konservativen Denken ist Gott hier ein gutes Beispiel. Entweder es gibt ihn, oder es gibt ihn nicht.
😉 Die Quantentheorie scheint allerdings aktuell dem Paradigma zu folgen, dass es Unentscheidbarkeit gibt.

Zwei

Zahl:
🙂 Eins und eins, das macht zwei. Das weiß jedes Kind. Die Zwei ist etwas besonderes – sie ist die einzige gerade Primzahl!

Dimension:
Es wird eine eindimensionale Welt geschaffen, die einfach und überschaubar bleibt. Der Raum dieser Welt liegt auf einer Gerade, die durch zwei Punkte bestimmt (mit Hilfe zweier Punkte konstruiert) wird. Die Gerade kommt aus der Unendlichkeit und geht in die Unendlichkeit. Wenn sie eine Begrenzung hat, wird sie Strahl genannt,  Bei zwei Begrenzungen wird sie zur Strecke.
Mit Linie, Strahl oder Strecke kann man gut Gegensätze beschreiben (wie gut/böse, dumm/schlau …) .  Will man „Schwarz-Weiß“-Denken vermeiden, kann man gut das „eher mehr so als so“ darstellen.

Modell:
Die Gerade kann nur „ein-dimensionales Denken“ beschreiben, sie ist aufgrund ihrer Unendlichkeit für „nach oben offene Skalen“ geeignet. Das geeignete Beschreibungsmittel könnte der Balken sein.

Beispiele:
Der Tank ist halbvoll. Die Hälfte des Weges ist geschafft.
Eine Strecke könnte aber auch als Entity-Relationship-Modell gesehen werden. Es gibt zwei „Entitäten, die in einer Beziehung“ zu einander stehen.

Drei

Zahl:
Die drei erhält man durch Addition von 1 auf 2. Wir haben eine ungerade Primzahl

Dimension:
 Der Raum wird zur Ebene. So schaffe wir einen zweidimensionalen Raum. Eine Ebene kann ähnliches wie die Gerade beschränkt sein oder ins Unendliche gehen.

Modell:
Jetzt haben wir es geschafft. Im zweidimensionalen Raum können wir uns austoben. Wir haben eine große Auswahl, um unsere Aussagen visuell darzustellen. Wir können Dreiecke oder Mehrecke verwenden, Kreise mit Kuchenstücken. Wir können eine x- und eine y-Achse festlegen und Quadranten bilden. Wir können Männchen und Wolken malen. Die Welt der graphischen Darstellung erscheint schon ganz schön groß.

Beispiele:
Die heilige Dreifaltigkeit als Dreieck, Prozentzahlen als Kuchenstücke.
Das ISO-Schichten-Modell.
Das Modell der Kulturzwiebel als Schnitt durch eine eigentlich drei-dimensionale Welt.

Vier

Zahl:
Es ist eine übersichtliche Zahl, die Vier kommt ja gleich nach der Drei. Und eine schöne Zahl: Sie ist das Ergebnis von 2 mal 2 (oder 2 hoch 2).

Dimension:
Wir sind jetzt im dreidimensionellen Raum angelangt. Das ist der Raum, in dem wir uns bewegen. Trotzdem kann er schon mal unsere Vorstellungskraft überfordern.

Modell:
Zeichnerisch kann man die dritte Dimension zumindest andeuten. Holografische Modelle sind denkbar, die mit aktueller Technik auch mitten unter uns projiziert werden können. Allerdings steigt hier dann der technische Aufwand.
Und auch der gedankliche. Wenn ich versuche, einen Konstruktionsvorgang zu beschreiben, der aus einem Würfel eine Kugel macht, dann tut das meinem Kopf auch schnell mal weh.

Beispiele:
Der Würfel mit seinen sechs Seiten, die Kugel als Modell der Erde.

Fünf

Zahl:
Immer dasselbe. Jetzt 4 + 1 = 5.

Dimension:
Wir haben jetzt 4 Dimensionen. Das ist unsere Welt plus Zeit. Und schon wird es schwieriger.

Modell:
Wir nutzen die eine animierte 3-D Welt. Animation meint, dass die Zeit durch Bewegung simuliert wird. Das ist gemogelt. So werden wir konstruktiv und von zu vielen Varianten überfordert.

Beispiele:
Die Daten einer Drohne in Bewegung.

Größer Fünf:

Zahl:
Bei den Zahlen ist es einfach. Man muss die letzte immer nur um eins erhöhen. Undsoweiter.

Dimension:
Hier versagt die menschliche Vorstellungskraft mehr oder weniger. Die Mathematik geht weiter.

Modell:
Mir fällt keines ein.

Beispiele:
In unserer überkonstruierten Welt haben wir immer wieder Entscheidungen, die von mehr als drei Dimensionen abhängen. Das geht dann meistens auch schief. So ist eine Empfehlung für Entscheidungsfindung, immer nur 3 Dimensionen zu betrachten. Auch weil der Mensch nur 3 Varianten gleichzeitig im Kopf haben kann.

Bei Fünf höre ich besser auf, es wird viel zu kompliziert.
Denn dann kommen wir zu dem, was wir
LEBEN
nennen.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 15. Januar 2019

Führungsphilosophie in zwei Sätzen (Unternehmertagebuch #129)

Vor kurzem habe ich einen Tweet mit folgendem Inhalt gefunden:

Aebby (Dr. Eberhard Huber)

Zusammenfassung meiner Führungs- und Leitungs-Philosophie:

 

  • Empathie und Respekt haben UND zeigen!

     

  • Keine Angst verbreiten!

Diese Aussage wie auch der Tweet waren von meinem Freund Aebby (@Team_im_Projekt), der auch Dr. Eberhard Huber genannt wird. Ich schätze ihn sehr wert.

🙂 So will ich seine Botschaft nicht verwässern. Und habe nur drei Anmerkungen:

  1. Respekt beinhaltet für mich auch „Wertschätzung“. Also geht es für mich um Empathie UND Respekt & Wertschätzung.
  2. „Keine Angst verbreiten“ ist schwierig, wenn man selber Angst hat. Und da ich oft Angst habe, ertappe ich mich selber dabei, dass ich Angst verbreite. Das finde ich schade, aber verzeihe ich mir, weil es mir als absolut menschlich erscheint.
  3. Meine dritte Anmerkung will sagen, dass die beschriebene Art nicht nur Führungs- und Leitungsphilosophie sondern besser noch allgemeine Lebensphilosophie sein sollte.

Das macht es nicht einfacher. Uns bleibt wohl nur, immer reifer und weiser zu werden. Was auch nicht einfach ist.

RMD

P.S.
Alle Artikel meines Unternehmertagebuchs findet Ihr in der Drehscheibe!

Roland Dürre
Sonntag, der 13. Januar 2019

EROS

Ein großes Rätsel für mich – und ich glaube auch allgemein für viele Menschen – ist das Geheimnis des Eros. Und wie immer lohnt es, bei den alten Griechen nachzuschauen. Da finde ich zum Thema „Eros“ ein kleines Buch, das uns der Dichter Philosoph Platon hinterlassen hat:
Symposion – oder das Gastmahl der Liebe.

Römische Kopie eines griechischen Platonporträts, das wohl von Silanion stammt und nach dem Tod Platons in der Akademie aufgestellt wurde, Glyptothek München.

Im Symposion des Platon haben sich Sokrates, Aristophanes und ihre Freunde zu einem Trinkgelage zusammengefunden. Diese Symposien finden regelmäßig statt.

Jedes Mal ist das Symposion einem bestimmten Thema gewidmet Am heutigen Tag, so beginnt Platon in seinem Buch, ist das Symposion dem Thema „Eros“ gewidmet. Wer oder was das denn sein mag?

Insgesamt stellt Platon uns sechs Männer vor, die um den Preis der schönsten Rede über den herrlichen Gott Eros miteinander streiten:

Phaidros, Pausanias, Eryximachos, Aristophanes, Agathon und Sokrates.

Aristophanes erzählt die Geschichte vom Eros als der Kraft der Sehnsucht zwischen den Menschen. Das ist die Geschichte vom Kugelmenschen, eine Erfindung des Platon.

 


 

Canova: Amor und Psyche, 1793, Louvre

Der Kugelmensch war ein Wesen, das sowohl männlich als auch weiblich war. Dieser Mensch war so mächtig, dass die Götter in Sorge gerieten, er könne ihnen an Kraft und Weisheit überlegen sein.

So sannen sie danach, sich die unerwünschte Götter- Konkurrenz vom Halse zu schaffen. Ein Mensch – wie die Götter – das darf es nicht geben. Also teilten sie die Kugelmenschen mit Gewalt.

Seit dieser Zeit suchen die getrennten, ehemals zusammengehörenden beiden Hälften jedes Kugel-Menschen einander. Eros bei Aristophanes erklärt also die mächtige Kraft der Anziehung zwischen zwei Menschen.


Der Artikel enthält Auszüge aus Eros Wer mehr dazu lesen will, einfach auf den Link drücken.

RMD

P.S.
Die beiden Bilder sind aus Wikipedia.

Roland Dürre
Freitag, der 28. Dezember 2018

Mein „Ich“ in zwei Varianten – der physischen und digitalen.

InterFace-Karte Weihnacht 2014.

Auch dieses Jahr zu Weihnachten habe ich viel Post bekommen. Da waren allgemeine Weihnachtsbriefe und sehr persönliche Anschreiben dabei. Ich habe versucht, alle Glückwünsche zu beantworten. Die Personen, bei denen es mir nicht gelungen ist, bitte ich, mir zu verzeihn.

Ein geschätzter Freund hat mir eine besondere Rückmeldung gesendet. Die begann so:

Der „Online-Roland“ unterscheidet sich erheblich von dem dahinterstehenden Menschen, den ich kenne und wertschätze.

In diesem Brief wurde mir viel Schönes und Wertschätzendes zurückgemeldet. Das hat mich gefreut. Zwischen den Zeilen entnahm ich diesem Brief aber recht deutlich eine gewisse Ratlosigkeit wegen meiner „digitalen Schizophrenie“. Weil ich Werte, die mir in der „personalen“ wichtig wären in der digitalen Welt zu verraten scheine.

Meine „digitale Schizophrenie“, das hat mich zum Nachzudenken gebracht. Bin ich mir doch selber das größte aller Rätsel.

Das „digitale“ Nachdenken ging los beim IF-Blog, in dem ich mich ja des öfteren „nackt ausziehe“. Warum tue ich das?

Weihnacht in 2009

Meine Antwort ist einfach. IF-Blog schreibe ich zuerst Mal nur für mich selber. Es ist sozusagen mein Tagebuch. Und da ich fest glaube, dass Transparenz nicht nur eine Tugend an sich sondern auch eine notwendige Voraussetzung für ein besseres soziales Zusammenleben ist, schreibe ich meine Gedanken öffentlich. Ich will sie niemandem aufdrängen und niemanden „missionieren – auch wenn das sich ab und zu mal so liest und lege auch keinen Wert auf hohe Klickzahlen.

(Auch wenn ich mich freue, dass meine kurze Weihnachtsbotschaft nach sehr rudimentärer Messung schon von ein paar Hundert Menschen gelesen wurde, auch wenn wordpress aufgrund technischer Eigenarten immer weniger Zugriffe zählt (wordpress zählt nur die direkten Aufrufe von einer IP-Adresse).

Seite Aufrufe
/rd/einen-guten-rutsch-und-ein-gutes-neues-jahr/ 214

Stand von gestern.

Diese Freude sehe ich als ganz normal „menschlich“, deshalb steht es hier auch nur in Klammern).

Wichtig ist mir, dass ich in meiner Wahrnehmung vom Idealisten zum Egoisten geworden bin. Denn ich glaube fest, dass ich viel mehr bewirken kann, wenn es mir selber gut geht. So ist vielleicht meine erste Pflicht, gut zu mir zu sein. Denn nur wer zu sich selber gut ist, kann zu anderen gut sein (Das „gut sein“ kann übrigens beliebig austauschen – z.B. nur wer sich selber  wertschätzt, kann andere wertschätzen usw.).

Und da das kommenden Jahr mein letztes Jahr vor dem siebzigsten Geburtstag ist, meine ich, dass mir meine Zeit zu schade sein muss, gegen etwas zu sein oder mich über irgendetwas oder irgend jemanden zu ärgern. Oder noch schlimmer, deswegen auf irgend jemanden oder irgend etwas böse zu sein.

Mein Lebensheil liegt also in der Gelassenheit, die ich in nächsten Jahren brauche um versöhnt sterben zu können. In IF-Blog habe ich mal eigene Kategorien (Rubriken) Was ich nicht mag! und Ärger anglegt und in Artikeln meinen Frust geäußert.

Ich habe gelernt, dass Frust mir nicht gut tut. Wie auch weder anderen noch mir es etwas hilft, wenn ich gegen etwas bin. Beides zieht mich runter. Das bedeutet für mich keine Resignation, sondern nur dass es wo viel wichtigeres gibt, als sich zu ärgern oder ganz schlimmt etwas zu hassen. Ich erinnere gerne immer wieder an das Paradoxon des Hasse:
„Man hasst jemanden, aber schadet damit nicht diesem sondern runiniert sich selber“.

Jetzt ist es natürlich so, dass mir alle Dinge dieser Welt so richtig gefallen. Das gilt oft besonders für die Folgen des „technischen Fortschritts“. Und von vielen Menschen so geliebte und von vielen anderen Menschen abgelehnte „Digitalisierung“ ist nur die aktuelle Ausprägung des „technischen Fortschritts“.

In 2019 habe ich mein „50-Jähriges Digitalisierungs-Jubiläum“. Im nächsten Jahr habe ich 50 Jahre an der digitalen Entwicklung mitgewirkt. Damit kann ich gut leben. Natürlich verabscheue ich auch Ergebnisse wie „militärische Drohnen“, die aus dem Himmel kommen und gezielt Menschen töten und deren Zuhause zerstören. Auch die Atombombe ist letzten Endes ein digitales Produkt, und die mag ich auch nicht.

Mit social media etc. kann ich gut leben. Auch deswegen, weil ich mich für so autonom halte, dass ich mir nichts mehr kaufe was ich nicht will. Ich meine, dass ich gegen Marketing resistent geworden bin. So kann ich mit der Fang-Gang (FANG steht für Facebook, Amazon, Netflix und Google – sicher muss man da noch ein paar mehr dazu zählen). Und erfreue mich gestern und heute der Diskussion auf dem 35. Kongress des Chaos Computer Clubs – Hashtag #35c3, der nach meiner Meinung zum besten gehört, was es derzeit an gesellschaftlicher Diskussionsplattform in Deutschland gibt. Auch wenn die Politiker den 35c3 nach meinem Wissen eher meiden. Warum eigentlich?

Vom technischen Fortschritt, der mal zuerst nicht digital ist bedroht mich zurzeit aber vor allem der MIV (Motorisierte Individual Verkehr). Hier fühle ich neben meinem Leben vor allem meine Lungen bedroht. Kaum verlasse ich mein zu Hause und nähere ich mich der Putzbrunner oder Rosenheimer Land Straße, dann werde ich nämlich vergast. Das bestätigt mir jeder Lungenfacharzt. Autofahrer sind für mich so etwa wir Raucher, die mir ihren Qualm in die Lunge blasen.

Aber was hilft, sich darüber aufzuregen. Ich lebe mein Leben ohne persönliche Nutzung von MIV und belege so, dass man den MIV wirklich nicht braucht. Quasi als Dankeschön erlebe ich, wie mir das gut tut. Ich habe Bewegung und bin an der frischen Luft. Ich gewinne Zeit, die ich zu nutzen weiss. Und suche halt Wege zu meinem Ziel, auf denen ich möglichst wenig vergast werde. Auch wenn das das eine oder andere Mal einen Umweg mit sich bringt. Aber ärgere mich nicht mehr über die dicken alten Männer und Frauen in ihren SUVs.

Und so mache ich es auch mit den anderen Dingen.  Ich verabscheue Faschismus und Nationalismus, bin aber ich nicht gegen die AFD oder andere Formen von latenten Faschismus. Ich folge meinem Glauben, dass Gott und Religion von Menschen gemacht sind. Und kann nicht verstehen, wie man an etwas „als Höchstes“ glauben kann, dass man selber erfunden hat. Aber ich weiß, dass auch dieser mein Glaube halt nur ein Glaube ist.

Wie soll ich dann gegen Menschen sein, die der festen Überzeugung sind, dass Gott die Welt vor ein paar Tausend Jahren genau so erschaffen hat wie sie ist und klipp und klar durch seine Abgesandten und diverse Botschaften (die Geschichten der Menschheit) die Regeln fest gelegt hat, nach denen die Welt funktionieren soll?

Wenn dann ein Fanatiker, bei dem eine solche Indoktrination besonders gut gewirkt hat, ein paar Leute absichtlich tot fährt, dann finde ich das auch nicht schlimmer als das tägliche Töten auf unseren Autobahnen, Landstraßen und sonstigen Verkehrswegen. Zweiteres ist für mich auch kein Grund gegen SUVs und ihre Führer zu sein. Und empfinde für alle, die leichtfertig töten (manche würden sagen morden), keinen Hass sondern eher Mitleid.

Es ist klar, dass ich für eine Reduktion der Geschwindigkeiten im MIV-Bereich genauso bin wie für eine Reduktion der religiösen Indoktrination von Kindern und Menschen. Und das auch selber vorlebe. So wie ich für Frieden und Liebe bin. Und es richtig finde, Gewissheiten und vermeintliche Selbstverständlichkeiten immer zu hinterfragen. Und das auch selber so zu tun versuch.

Nur; „gegen etwas“ will ich nicht mehr sein. So wie ich auch auf keinen mehr „böse sein“ will. Weil beides nur mich selber runterzieht. Und das brauche ich schon gar nicht.

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 22. Dezember 2018

TOLERANZ und KONFORMISMUS.

Hans Bonfigt hat zu meinem Artikel Alte weiße Männer eine Art Stellungnahme geschrieben, über die man sicher geteilter Meinung sein kann. Für mich war sein Artikel jedoch ein wichtiger Impuls.

Aufgenommen am 3. Oktober 2012 in der Waldwirtschaft mit meiner neuen aus China importierten Mütze (mein Bild in Twitter).

Seine Aussage „Wir tolerieren alles, nur keine Intoleranz “ hat mich an einem meiner Nerven getroffen. Ich habe Hans so verstanden, dass die wesentliche Frage seines Artikels war, wer denn Intoleranz (oder „Faschismus“, „Rassismus“, „Kolonialismus“) definieren und festlegen dürfe.

Ich meine, dass diese Frage beantwortet werden kann. Prüfen wir zuerst die Begriffe:

Intoleranz ist das Gegenteil von Toleranz. Toleranz (Duldsamkeit) ist eine Tugend, also ist Intoleranz (der Gegenbegriff zu Toleranz) eine Untugend, dem Gegenteil von Tugend.

Faschismus“, „Rassismus“, „Kolonialismus“ sind begrifflich keine Tugenden sondern systemische Weltanschauungen, mit denen Bewegungen, Ideologien und Herrschaftssysteme beschrieben werden.

Ethisch ist „Toleranz“ einfach zu definieren. Die Bewertung, ob eine Aussage oder Handlung tolerant oder intolerant ist, bedingt eine persönliche und unabhängige Güterabwägung, die „sittlich verantworteten Werten“ folgt. „Sittlich verantwortet“ bedeutet dabei, dass die autonom gefundenen Werte sich im Einklang mit einer globalen Gemeinsamkeit bewegen müssen, z.B. der UNO-Charta oder der „Goldenen Regel„.

Soziale Systeme leben von KLARHEIT. Das gilt für Unternehmen (soziale Systeme mit einem ökonomischen Aufgabe) wie für Parteien (soziale Systeme mit einer politischen Aufgabe). Das Problem dürfte sein, was passiert, wenn die Klarheit zur kollektiven Gemeinsamkeit wird?

Genau das wünschen wir uns. Wir finden es gut, wenn das Unternehmen, in dem wir arbeiten oder die Partei, die wir wählen eine „kollektive Klarheit“ ausstrahlt. Die „kollektive Klarheit“ heißt Konformität. Sie ist kleine (unartige) Schwester von Klarheit. Und die Konformität ist eine gute Basis für „Faschismus“, „Rassismus“, „Kolonialismus“ oder auch für ein System der „Sklaverei“ und „Leibeigenschaft“. Das macht die Sache schwierig.

Ich meine also, dass wir aufpassen müssen, dass die WERTE unserer KLARHEIT sich mit einem weltweiten Werte-Konsens vertragen. Das gilt auch für die Toleranz. Und wenn es wirklich mal passieren sollte, dass die Konformität der Welt einen weltweiten Faschismus gebärt (ganz gleich welcher Art), dann hilft wahrscheinlich wirklich nur noch Resignation oder Widerstand. Wobei wir dann wieder bei der spannenden (ethischen) Frage sind, ob so ein Widerstand gewaltfrei sein muss oder nur mit Gewalt verbunden überhaupt erfolgreich sein kann.

Ab und zu habe ich die Sorge, dass in der wirtschaftlichen Dimension diese weltweite Komformität schon erreicht ist. Konsumismus und Kapitalismus haben sich religionsartig über die Welt verbreitet. Manche reden hier auch von einem Raubtier-Kapitalismus, der mit seinen Waffen Marketing, Lobbyismus und Korruption die Welt erobert hat. Und auch hier haben wir wieder die heikle Situation, dass wir entscheiden müssen, ob der gewaltfreie Widerstand genügt.

Meine persönliche Überzeugung ist, dass wir dem Entstehen einer weltweiten Konfirmität nur durch Vielfalt und Buntheit entgegen wirken können.

Ein Dankeschön an Hans Bonfigt, der mich zu diesen Gedanken inspiriert hat.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 3. Oktober 2018

BUSINESS Visualisierung

DAS Buch von
Botta/Reinold/Schloss

Unter diesem harmlosen Titel verbirgt sich ein wirklich aufregendes Sachbuch. Ich würde sagen für Menschen im Alter von 6 bis 90 Jahre, die im Leben mehr Freude und Erfolg haben wollen.

Der Untertitel
Ein Reiseführer für Neugierige und Visionäre
weist dann schon ein wenig darauf hin, dass es ein besonderes Buch ist.

Besonders? Ich habe es gelesen und würde es als revolutionär bezeichnen. Es handelt von einer Reise in eine neue Welt, die ich sehr liebe und schätze. Das ist eine Welt der kreativen und wertschätzenden Kommunikation und des „Zusammens“! Und führt in eine Welt, die sich auch weiter immer noch verändert und erweitert.

Das Buch liest man eigentlich nicht sondern man erfühlt es sich. Spannend und humorvoll wird die Reise einer jungen Dame namens Barbara (Babs) ins agile Abenteuer beschrieben. Diese führt sie durch die Welt moderner Kommunikation, die beim Zuhören und Verstehen anfängt und den Kreis über das Kreative bis hin zum Dokumentieren der Ergebnisse schließt.

Für mich ist ganz klar – die Kommunikation ist die Basis von „sozialen Systems“ jeder Art. Und Kommunikation gelingt besser, wenn wir neue Formate nutzen (die zum Teil ja uralt sind). Dazu gehören auch die Nutzung von Bildern und Haptik – als Teil einer neuen, mir sehr sympathischen Geisteshaltung.

In meinem Wirken werde ich immer wieder überrascht, wie viele Menschen von den stattfindenden „agilem Wandel“ einfach ignorieren oder von ihm fast überrollt werden. Das Buch als gemeinsames Werk Botta, Reinold und Schloß könnte für Nichtkenner oder Verweigerer dieses „Neulands“ ein solider Einstieg sein. Aber auch der „erfahrene Agilist“ findet einiges an Neuem darin.

Ich kann Euch versichern, dass dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Es gehört nicht zu den Schinken, bei denen nach den ersten 50 Seiten die Botschaft klar ist und diese dann noch auf ein paar 100 Seiten verkünstelt und langweilig wiederholt begründet wird. Nein – hier kommt auf jeder Seite etwas Neues. Es bleibt immer humorvoll, der Lesespaß hört nicht auf.

Von den Autoren würde ich mir nur wünschen, dass sie weitere Büchern zu weiteren Reise schreiben, denn die wundervolle Welt moderner Kommunikation ist groß. Im Buch ist wirklich sehr viel davon drin – aber natürlich nicht alles. So könnte die Barbara (Heldin im Buch und im Leben Inspiratorin der Autoren) uns noch auf weitere tolle Reisen mitnehmen.

Das wäre schön. Aber die erste Reise empfehle ich schon mal ganz sehr! Für Unternehmer und (Projekt) Manager ist das Buch eine Pflichtlektüre.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 22. Juli 2018

Liebe & Hass.

Da gibt es so ein paar „Sprichworte“. Die haben mir früher ganz gut gefallen. Wie zum Beispiel:

(i) No pain no gain!

(ii) No risk no fun!

(iii )No hate no love!

Die passen zu vielen Gelegenheiten. Manche werden mit der Pflege solcher Sprüche berühmt. All diese Sprüche haben eines gemeinsam – sie signalisieren, dass es das eine ohne das andere nicht gibt.

Irgendwie waren solche Gedanken auch ein wenig Teil meiner „Küchenphilosophie“, sie gehörten zu meiner zynischen Einstellung zum Leben.

Mittlerweile halte ich von diesen vielleicht klugen Sätzen nichts mehr. Ich möchte gewinnen, ohne zu leiden. Mich freuen, ohne etwas riskieren zu müssen. Und vor allem lieben können ohne hassen zu müssen.

Ich glaube, dass es eine Grundsatzentscheidung eines jeden Menschen ist, ob er sich an (i – iii) halten will. Oder lieber darauf verzichten und sich aufs Positive beschränken will?

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 5. Mai 2018

Die Eigenschaften der Menschen

WARNUNG:
Im Folgenden ein Text, der für viele Menschen nur schwer auszuhalten ist.

Garantiert weit weg von Seminaren und Mentoring aller Art – vor ein paar Jahren in der Südsee.

Nicht die Menschen sind gut oder schlecht sondern ihre Handlungen.

Das ist für mich eine der zentralen Gedanken der Aufklärung.

Ähnlich gilt auch

Nicht die Manager sind richtig oder falsch sondern ihre Entscheidungen.

„Falsch“ hier im Sinne von „verkehrt“.

Wobei das mit den Entscheidungen noch problematischer ist als mit Handlungen. Bei Handlungen haben oft kausale Folgen. Bei Entscheidungen kann häufig auch à posterio nicht entschieden werden, welche Auswirkungen sie „wirklich“ auf das Unternehmen oder die Welt hatten. Weil immer die Frage ist „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“, das gut nach zu lesen beim Watzlawick. Und scheinbar richtige Entscheidungen zeigen sich oft langfristig als grottenfalsch.

Menschen wie auch „Manager“ darf man nicht mit Eigenschaften versehen wie gut oder schlecht. Sie sind keine Zahnräder, die als Teil im Uhrwerk von Familie oder Unternehmen funktionieren.

Bei Menschen tun wir uns schon mit trivial Messbarem wie „Gewicht“ und „Größe“ schwer. Da kommt eine groß gewachsene Dame mit unfassbar langen Beinen – dann zieht sie ihre Schuhe aus und schrumpft zum Zwerg. Manch Dicker kommt plötzlich als Dünner daher, weil er 20 Kilo abgenommen hat.

Mit Schönheit geht das auch nicht. Da strahlt der Held uns in seiner Ausgeh-Uniforum an; wehe aber er steigt unrasiert und verkatert aus seinem Bett (hier habe ich aus Gender-Gründen ein männliches Beispiel gewählt und auf die Zote mit dem One-Night-Stand und dem (Er-)Schrecken am Morgen verzichtet).

Auch bei der Intelligenz hapert es mit der objektiven Einschätzung. Da misst man den „I.Q.“ – aber was ist mit der Emotionalen Intelligenz, nach zu lesen bei Goleman in seinem Buch „EQ …„.

Wir sollten uns also hüten, jemanden mit Eigenschaften wie dick, groß, schön oder intelligent zu versehen. Das ist leichtfertig und unangemessen. Aber es geht wie immer noch schlimmer.

Es gibt Menschen, die haben mir gesagt, dass ich ein „Kopf-Mensch“ bin. Andere haben mir rückgemeldet, dass ich ein „Bauch-Mensch“ sei.

Das waren Leute, die mir nahe gestanden sind und es wohl auch noch gut mit mir gemeint haben. Sie meinten, sie hätten gelernt das zu beurteilen. Und mitleidig bedauert, dass ich als Kopf- wie als Bauch-Mensch für meinen Job als Manager nicht taugen würde.

Diese – übrigens immer männlichen Personen – haben sich für große Führungspersönlichkeiten gehalten. Ich habe sie für „Idioten“ gehalten oder besser, als solche wahr genommen.

Genau das ist der Punkt:

Es ist immer nur unsere Wahrnehmung.

Wir alle tragen Masken und agieren auf eine Art und Weise, so wie wir halt meinen interagieren zu müssen. Das macht die Kommunikation und das Verstehen nicht einfacher. So sind wir (zu) schnell bereit, unsere Mitmenschen „kleiner“ oder „größer“ zu machen.

Es gibt keine Menschen, die „kopf- oder bauch-gesteuert“, „gefühlskalt“  oder „emphatisch“, „sensibel“ oder „unsensibel“, „schwach“ oder „stark“, „emotional“ oder „emotionslos“ und so weiter sind. Das sind Werte, die kann man nicht messen kann. Auch wenn Scharlatane dies behaupten und verkaufen.

Das sollten wir uns immer wieder bewusst machen.

Ganz besonders sollten wir uns vor unserer  Selbstwahrnehmung in Acht nehmen. Auch diese ist in der Regel falsch!

RMD

P.S.
Letztere Aussage kann ich gut aus meinen Gesprächen mit vielen Menschen belegen, die zu mir als Mentées kommen. Wie oft bin ich entsetzt, wie diese sich selber klein machen.

 

Da habe ich die Welt mit Kinderaugen gesehen. Und konnte sie nur bewundern.

Am 7. Juni habe ich hier viele Fragen gestellt. Vielleicht ist aber besser, erst diesen Artikel zu lesen. Und sich dann meinen Fragen zu widmen.

Es waren Fragen, die sich mit unserer menschlichen Irrationalität beschäftigen.

Fragen, die mir weh getan haben.

Weil wir die Welt ruinieren und uns selber zerstören.

Weil wir eine Gesellschaft sind, die das alles weiß und NICHTS tut.

Weil diese Fragen an sich schon schwer zu verstehen und nicht zu beantworten sind.

Es wird aber noch schlimmer, wenn ich mir überlege, was LEBEN bedeutet.

Und was wir KÖNNEN, ERLEBEN und SCHAFFEN.

Unser KÖNNEN

  • Wir können DENKEN.
  • Wir können REDEN.
  • Wir können FÜHLEN.
  • Wir können LIEBEN.
  • Wir können TANZEN.
  • Wir können MALEN.
  • Wir können SINGEN.
  • Wir können TRÄUMEN.
  • Wir können ERZÄHLEN.

Unser ERLEBEN

  • Wir sind Frau und Mann.
  • Wir bekommen Kinder.
  • Wir leben.
  • Wir sind ratlos.
  • Wir sind hilflos.
  • Wir müssen sterben.
  • Wir pendeln zwischen Ohnmacht und Allmacht.

Von uns ERSCHAFFEN

  • Sprache
  • Schrift
  • Mathematik
  • Musik
  • Das Rad, den Hebel, die Schubkarre, das Fahrrad
  • Werkzeuge, Maschinen und das Internet

So klug sind wir geworden, dass wir fühlen und wissen:

So geht es nicht weiter!

Wir tun aber nichts.

RMD