Roland DürreMontag, der 8. März 2010
“Viele kleine Urlaube” oder “Die wertvollste Zeit”
Beides ist der Radweg in die Firma oder zum Kunden!
In diesem Winter habe ich nur wenig Fahrradfahrer getroffen und war ziemlich alleine auf meinen Fahrradwegen. Oft war der Schnee auf den Wegen unberührt, oder es lag nur eine einsame Spur vor mir. Dagegen standen die Autos auf den Straßen längs der Radwege oft im Stau und pumpten ihre Abgase in die Luft.
Irgendwie verstehe ich das nicht. Klar ist Radfahren im Winter beschwerlicher. Ab und zu ist es richtig kalt. Aber meistens ist man doch in einer vernünftigen Zeit am Ziel und wieder im Warmen. Beim Schifahren bleiben die Menschen einen ganzen Tag im Kalten und finden das toll.
Radfahren im Winter hat einen riesigen Spaßfaktor. Das mag an der weißen Landschaft liegen, an der Freude an der zu erbringenden höheren Geschicklichkeit oder am Fühlen der kalten Natur. Oder an allem zusammen.
Klaus KüsterDonnerstag, der 25. Februar 2010
Moral, Doppelmoral, Hypermoral.
Frau Käßmann ist zurückgetreten.
Sofort setzt ein großes Lamento ein:
Die arme Frau.
Bei einem Mann wär das nicht passiert.
Sie hat sich und unserer Sache keinen Dienst erwiesen (Alice Schwarzer).
Was ist Fakt?
Die Frau hat ein Alkohol-Problem, dem sie sich stellt.
Sie hat einen Fehler gemacht, für dessen Folgen sie einsteht.
Völlig richtig.
Vor lauter Moral-Hypertrophie ist es nicht mehr möglich,
FEHLER Fehler zu nennen.
Klaus-Jürgen GrünFreitag, der 19. Februar 2010
Eilmeldungen
Am 18. Februar 2010 werden am späten Vormittag in Deutschland alle Nachrichtensender unterbrochen durch die “Eilmeldung”: “Amokläufer tötet Lehrer an einer Schule in Ludwigshafen”. Warum ist dies eine Eilmeldung?
Wodurch wird diese Meldung wichtig? Was wollen die Medien durch diese Meldung erreichen?
Roland DürreMittwoch, der 17. Februar 2010
Memento mori
Dieser Artikel hat seinen Ursprung in Twitter.
Dort hat mir Barbara Schieche (nicht zu verwechseln mit meiner Barbara
) geschrieben:
@RolandDuerre Wie wärs mit einem “Memento mori”-Beitrag oder dass das Leben leichter wird, wenn man es vom Ende her denkt? #aschermittwoch
Memento mori bedeutet wörtlich „Gedenke zu sterben“. Sei Dir Deiner eigenen Sterblichkeit bewusst!. Es ist ein Symbol der Vanitas, der Vergänglichkeit, bezogen speziell auf den Menschen.
Es ist doch ganz einfach. Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Also ist der Weg das Ziel, und nur der Weg. Denn wenn man am Ziel angelangt ist, dann ist man tot – und das Leben ist vorbei.
Aber ist Barbaras Gedanke nicht großartig?
Was ist, wenn ich mein Leben nur als eine Geschichte betrachte? Geschichten können schön und tragisch sein. Geschichten sind Informationen, die Gefühle hervorrufen. Geschichten kann man interpretieren. Man erzählt sie von vorne nach hinten, vom Anfang zum Ende.
Wenn ich die Geschichte meines Lebens rückwärts erzähle, beginnt sie mit dem Tod und endet mit der Geburt (oder kurz vor der Zeugung). Und der Zustand vor der Geburt dürfte ähnlich sein wie der nach dem Tode. Zumindest kenne ich niemand, der rückwärts von einem ewigen Leben z.B. im Paradies träumt.
Und so schlecht war doch mein Zustand vor meiner Geburt gar nicht. Ist doch wirklich ein tröstlicher Gedanke!
So sehe ich mein Leben als Teil des großen Geheimnisses. Und finde das einen für mich guten Gedanken zum Aschermittwoch.
RMD
P.S.
So habe ich doch noch einen Artikel zum Aschermittwoch geschafft. Danke an Barbara Schieche!
Und werde heute das Schifahren ganz besonders genießen!
P.S.2
In Amerika gibt es eine Professorin, die lässt ihre Studenten Tag und Nacht mit einer “integrierten” Videocamera herumlaufen. Sie kann sich vorstellen, dass wir in Zukunft das gesamte Leben eines Menschen digitalen filmen. Von der Geburt bis zum Tode!
Das ganze Leben auf einem Chip? Der uns bleibt wie die alten Schwarzweiß-Fotos unserer Altvorderen.
Roland DürreMontag, der 8. Februar 2010
Einen wunderschönen und sehr guten Montag! ♫
Heute ist Montag. So wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Montag!
Halt, was ist das überhaupt, ein Montag?
Heute morgen beginnt ein neuer Tag. Aber was ist ein Tag? Der Prozess des Wechsels von Tag und Nacht an einem festgelegten Ort. Wenn die Sonne aufgeht, dann beginnt der Tag. Und wenn die Sonne untergeht, dann ist der Tag vorbei. Dann haben wir aber noch die Nacht dazwischen.
Machen wir es uns einfacher und legen wir den Zeitpunkt zwischen Sonnenuntergang und -aufgang als Ende des alten und Beginn des neuen Tages fest.
Jetzt haben wir eine eindeutige Definition für den Erdentag. Wir müssen nur noch jedem Tag eine eindeutige Bezeichnung geben. Die einfachste Methode ist, jedem Tag eine natürliche Zahl n zuzuordnen. Keine ungenaue und pseudowissenschaftliche Benennung des Tages wie z.B. mit Montag, den 8. Februar 2010.
Roland DürreSonntag, der 10. Januar 2010
Sonntag, 17. Januar 2010 – Vortrag von Eilika Emmerich bei InterFace
Unsere IF-Blog-Autorin Eilika Emmerich hat ihre Promotion zum Dr. Phil. an der Goethe-Universität mit einer Arbeit über ein „klassisches“ Frankfurter Thema gemacht: „Eine kritische Theorie und ihre Praxis – untersucht an Werk und Wirken von Rupert Lay“.
Am kommenden Sonntag um 11:00 wird sie im großen Seminarraum von InterFace (linkes Dachgeschoß) über ihre Doktorarbeit berichten, die auch im Jahre 2009 als Buch unter dem Titel: „Rupert Lay und die Manager“ erschienen ist.
Und das besonders Schöne für mich: Rupert wird selbst anwesend sein. Ich hole ihn am Samstag vom Zug am Hbf ab. Ich freue mich schon auf das gemeinsame Abendessen, dann übernachtet er bei mir. Am Sonntag wird er dem Vortrag von Eilika beiwohnen und wie ich ihn kenne, auch ein kleines Co-Referat übernehmen. Und zur Einstimmung zeige ich ein kurzes Video von einem Seminar gemeinsam mit Rupert (1995), das von einem ZDF-Team um Wolfgang Herles aufgenommen wurde.
Und nach getaner Arbeit gehen wir alle gemeinsam bayrisch Mittag Essen!
Alle Rupert-Lay-Freunde sind herzlich eingeladen. Anfragen einfach an mich!
RMD
Die Welt verändert sich. Manche sprechen von “alter und neuer Welt“. Der stattfindende Wandel wird zentrales Thema des IF-Forum im Jahr 2010.
Roland DürreFreitag, der 1. Januar 2010
KISS – Keep it simple, stupid!
Ich war mal auf einem Manager-Seminar zur Persönlichkeits-Entwicklung.
Der Seminarleiter stellte uns die einleitende Frage, was uns im Leben in welcher Reihenfolge wichtig wäre.
Ein Teilnehmer antwortete: Frauen, Macht, Geld, die Reihenfolge wäre im gleich.

Das Bild habe ich im Internet bei Imgur gefunden. Leider weiß ich nicht, wer es gemalt hat und wo es her kommt.
RMD
P.S.
Immerhin werde ich in diesem neuen Jahr (hoffentlich) 60.
Detlev SixDonnerstag, der 31. Dezember 2009
2010: Minarette sieht man besser.
Für 2010 wünsche ich mir die volle Freiheit für den Bau von Minaretten. Je höher, desto besser erinnern sie mich.
Sie erinnern mich an das Andere. Wie denkt es? Wie handelt es?
Sie erinnern mich daran, dass ein beliebtes Argument nicht sticht. Minarette (und Moscheen) hier, gegen Kirchen dort. Für uns ist Pluralität ein hoher Wert, für die anderen nicht.
Sie erinnern mich daran, dass die Menschenrechte stark individualistisch und westlich geprägt sind. Für uns eine logische, geschichtliche Entwicklung, für die anderen, religiös geprägten, bestenfalls ein Wert der Zukunft.
Sie erinnern mich daran, dass Minarette eine 1500 Jahre alte Rechtsauffassung in die moderne Gesellschaft übertragen. Für uns eine völlig unhaltbare Auffassung, für die anderen Sicherheit.
Werner LorbeerDienstag, der 29. Dezember 2009
Desert Tec #005 – Wie handeln?
Desertec.org definiert wohlgemut ein großes Projekt. Es ist ein sehr kapitalintensives Zivilisationsprojekt, um elektrische Leistung aus Sonnenstrahlung zu gewinnen, um sie transkontinental Mitteleuropa zur Verfügung zu stellen.
Ein verwandtes Projekt ist die Idee der baltischen HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung), die Mitteleuropa mit Windenergie versorgen soll.
Im Moment scheitert sowohl die Einspeisung der Sonnen- wie der Windenergie an unzureichend ausgebauten Versorgungsnetzen – es ist teilweise schon so dramatisch, dass man für den Verbrauch elektrischer Leistung Geld herausbekommt, weil die Preise an der Strombörse ins Minus gerutscht sind.





