Wie ich zu meinem zweiten und so ganz vielen Projekten kam.

Projekt #2

Oben links meine damalige Siemens-Visitenkarte, auf dich immer noch stolz bin.

Oben links meine erste Siemens-Visitenkarte aus meiner Sammlung, auf die ich immer stolz bin.

Mein Studium setzte ich nach meinem Restart im Oktober 1971 bis zum glücklichen Ende fort (dem Gewinn des Diploms univ.). Das ging so: Im 4. Semester im Sommer 1973 merkte ich, dass das Vordiplom anstand. Und ich stellte fest, dass ich doch eine Reihe von Wissenslücken hatte.

So waren Wochen des Durch-Lernens angesagt. Das war eine stressige Zeit vor den vier mündlichen Prüfungen zum Vordiplom. Tag und Nacht lernen. Ich erkrankte an Wissens-Bulimie, einer Krankheit, die heute weit verbreitet ist und sich in allen mir bekannten Schul- und Universitäts-Systemen wie eine Seuche ausgebreitet hat.

Wie ich das Vordiplom so immerhin ordnungsgemäß geschafft hatte (erstaunlicher weise sogar mit der Note „gut“), war ich ziemlich erschöpft und musste mich erst Mal ausruhen. Das Ausruhen machte besonders viel Spaß in der Rechnerluft beim Siemens. Da gab es wirklich viel Hardware: Großrechner mit BS2000 und BS1000, Prozessrechner,  Büro-Systeme, Netzrechner und vieles mehr. Und an alle kam ich fast jederzeit ran.

Es war um mich geschehen. An der TH – die jetzt TU hieß, weil ja eine Universität etwas besseres als eine Hochschule war – waren die Rechenzeiten sehr knapp – also sah man mich dort nur noch selten. Die nächsten 4 Semester verbrachte ich folgerichtig viel beim Siemens und nur selten in den für Menschen recht unfreundlichen (und wohl damals auch schon verseuchten Räumen) des damals neuen Südbaus Informatik  (Fertigstellung auch so Anfang der 70iger).

Der ist übrigens vor Jahren abgerissen worden. Mannomann, wenn ich mir überlege, dass ich das Gebäude, in dem ich studiert habe, überlebt habe, obwohl es erst 20 Jahre nach meiner Geburt errichtet wurde, dann ist das doch auch irgendwie befremdlich. Ich dachte immer, dass Universitäten auch als Gebäude respektabel sein sollten, der ehrwürdige Altbau der TH steht der TUM auch heute noch prächtig zu Gesicht. Bin mal gespannt, wie lange es der Neubau in Garching schaffen wird …

Mein Hauptfach, die Mathematik, kann man gut aus Büchern lernen. Das war mein Glück, so konnte ich die Abwesenheiten in den Vorlesungen kompensieren. Nach 8 Semestern bemerkte ich dann, dass vor den Prüfungen die Diplomarbeit geschrieben werden sollte. Ich fand als Professor für meine Diplomarbeit Dr. Werner Heise. Leider ist er – obwohl er der jüngste Mathematikprofessor aller Zeiten an der TUM war – schon verstorben. Werner fand für mich eine wirklich spannende Aufgabe aus der Kombinatorik (es ging um eine Vermutung von George Polya, die noch nicht bewiesen war) – und so entstand der Satz von Dürre :). Das war nicht einfach und so war die Lösung auch für mich persönlich ganz toll. Schön war auch, dass ich Mr. Polya aus Ungarn sogar noch auf einem Kongress der Kombinatorik in Berlin erleben durfte. Besonders faszinierend an diesem Ausflug war übrigens, dass Berlin damals noch die herrliche Insel im feindseligen Umfeld war.

Nach der Diplomarbeit kamen die Abschlussprüfungen – und ich erkrankte wieder an Wissensbulimie. Noch heftiger als beim Kraftakt zum Vordiplom. Aber auch das zweite Mal hat das System „Wissen in Massen verschlingen und es dann noch schneller wieder vergessen“ gut funktioniert. So hielt ich eines Tages zwar total erschöpft aber doch sehr glücklich meine Diplom-Urkunde in der Hand. Zwar wusste ich nicht, ob ich da stolz darauf sein sollte oder eher nicht. Aber ich hatte es geschafft und ich war unendlich glücklich, dass das leidige Kapitel Uni für mich vorbei war.

Auf Arbeiten hatte ich eigentlich keine große Lust. Eine Weltreise oder auch nur Urlaub gingen auch nicht und so probierte ich, einen Job zu finden. Ich bewarb mich bei Softlab. Diese Firma fand ich ganz toll, weil ich bei Siemens mal eine Hektographie eines Buches von Peter Schnupp (Strukturiertes Programmieren) fand und das mir wie eine Fackel im Dunklen vorkam. Und der Peter Schnupp, den ich später sehr gut kennen lernen und lieb gewinnen sollte, war ja einer Gründer (gemeinsam mit den Kollegen Neugebauer und Heldmann) von Softlab.

Also schickte ich meine erste (in meinem Leben gab es dann vier Jahre später noch eine weitere) Bewerbung zu Softlab. Softlab hatte aber damals wohl eine kleine Krise und so haben sie mir sehr liebevoll abgesagt. Mit der sinnigen Aussage, dass sie an mir durchaus interessiert wären, aber zurzeit keine Aufgaben für mich hätten und ich mich in einem Jahr wieder melden sollte.

Natürlich war das für mich nicht sehr hilfreich. Aber wie es der Lauf der Dinge so wollte bin ich gut vier Jahre später dann tatsächlich bei Softlab gelandet – aber das ist eine andere Geschichte.

„Nach dem Studium muss man arbeiten!“ – das gab mir der bürgerliche Teil meines Über-Ichs vor. Also bewarb ich mich nach der Absage von Softlab mit denselben Papieren nochmal bei der Siemens AG. Ich war optimistisch, weil die mich ja schon kannten. Und siehe da, sie nahmen mich – und hatten gleich ein richtiges Projekt für mich. Das war Teil eines größeren Projekts, das wiederum Teil eines ganz großen Projektes war.

Ich landete bei UB D WS ST DF 131, was als Abkürzung für Unternehmensbereich Datenverarbeitung, Werk für Systeme, Systemtechnik, Datenfernübertragung, 1. Kompanie, 3. Zug, 1. Gruppe. Die letzten drei Begriffe sind meine Interpretation der 131. Der Gründer von Siemens hat das Unternehmen ja nach dem Vorbild der Reichswehr organisiert.

Ganz DF (sozusagen die Kompanie für Datenfernverarbeitung in der Siemens-Armee) arbeitete an einem Hardware- und einem Betriebssystem zur Realisierung von Datennetzen, genannt TRANSDATA. Es ist übrigens eine Schande mehr für die deutsche IT, dass es diesen Begriff in Wikipedia nicht gibt (wollte ihn gerade verlinken und habe ihn nicht gefunden). Immerhin war das die einzige und technisch wahrscheinlich sogar überlegene Konkurrenz für „SNA“ (System Network Architecture) von IBM  – und Big Blue war der Marktführer und schon so etwas wie unser großes Vorbild.

Die Software von Transdata nannte sich PDN (Programmierbare Daten Netztechnik) und generierte die Betriebssysteme, die für Datenstations-, Netzknoten- und die Vorrechner an den Mainframes notwendig war. Die wohl zwei spannendsten Jahre meines Berufsleben begannen, ich könnte mehrere Bücher darüber schreiben.

Erste Werkstatt von Siemens & Halske im Hinterhaus der Berliner Schöneberger Straße 19, Oktober 1847 (Quelle Wikipedia)

Erste Werkstatt von Siemens & Halske im Hinterhaus der Berliner Schöneberger Straße 19, Oktober 1847 (Quelle Wikipedia)

Wir waren im offiziellen Sprachgebrauch ein Labor, das 131 von DF und entwickelten APS (Abkürzung für Anwenderprogrammiersprache). Diese Sprache bestand aus einem Interpreter und einem auf Makro-Basis realisierten Übersetzer, der den Bit-Teppich für den Interpreter erzeugte. Die Sprache diente dazu, die „dummen“ Vermittlungsrechnern in die Lage zu bringen, intelligente (Vor-)Verarbeitung schon am Rande des Netzes zu erledigen wie z.B. Daten für einen Geschäftsprozess im Anwenderdialog aufzusammeln und zu überprüfen oder „intelligentes Routing“ und vieles mehr.

Innerhalb DF waren wir eine ganze Reihe von Teams, die alle Neues entwickelten, denn so ein Rechnernetzwerk braucht viele Module und war für die damalige Zeit schon ganz schön komplex (oder hochkompliziert). Und das hochintensiv zusammen arbeitete.

Gemeinsam mit den Kunden und den Partnern der FBZ (Fachberatungszentren der Siemens AG) brachten wir Transdata als die Basis für die neuen großen IT-Projekte voran. Und das lief ganz agil, offen und schlank. Die Protokolle der Abstimmungsgespräche mit den Großprojekten und den Fachberatungs-Zentren waren unsere Pflichtenhefte . Es gab auch ein Management, aber dessen Aufgabe war es vor allem, sich um die Menschen zu kümmern. Und die Teams vor dem Siemens Management zu schützen.

Wir arbeiteten in einer Enklave, in der Ortenburgstr. Die war  eine der vielen Dienststellen außerhalb der Hofmannstr. Im Erdgeschoß gab es noch eine richtige Bäckerei, allein das machte den Standort schon attraktiv. Keine Kasernierung und gute Brezen und Semmeln.

Irgendwie waren wir alle zusammen bei DF gut und haben den Laden geschmissen. Alle waren wir Ingenieure, die Technologie für echte Projekte entwickelten. Und Transdata wurde erfolgreich. Ich war stolz, an Systemen zu arbeiten, die doch so oft in wichtigen und revolutionären Projekten lief.

Mein Job sah damals so aus:
Ich arbeitete als Programmierer parallel an drei Versionen. Die Version A (z.b. 4.0), die aktuell im Markt lief, pflegte ich. Da ging es um Fehlerbehebung und Kommunikation mit den Nutzern. Für die Folgeversion entwickelte ich die besprochene und beschlossene Funktionalität (Version B genannt 4.1). Und dann musste gemeinsam mit den Partnern in den Projekten die Version C – bei uns 5.0 – geplant werden.

Die Zeit, die wir so in die Zukunft investierten, war nicht unerheblich. Denn der Markt war war anspruchsvoll und in großer Dynamik, die Konkurrenz war schnell und das Tempo musste so hoch sein.

Neben der Arbeit des Programmierens an zeitgleich drei Versionen hatte ich noch mehr Aufgaben. Natürlich habe ich das Manual zu unserer Programmiersprache selbst geschrieben. Ich musste die Großprojekte fachlich betreuen und bei den Systemingenieuren, die unser System nutzten, Kurse gehalten.

So wie ich auch den Test unserer neuen Funktionen gemeinsam mit unseren Pilot-Anwendern organisiert und  die Produkt-Blätter fürs Marketing geschrieben habe. Damals kamen auch laufend neue Mitarbeiter zu uns, nach einem halben Jahr war man damals beim Siemens vor lauter „newbies“ schon ein alter Hase. Und weiterbilden mussten wir uns auch – dazu dienten vor allem Papiere wie die „lecture notes“ der ACM oder von IEEE.

Nebenher haben wir noch eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank für unser Büro organisiert und damit bei der Siemens-Administration ein Erdbeben ausgelöst. Eine Kaffee-Maschine in einem Siemens-Büro – das war gegen alle Regeln (obwohl es diese Maschine im „Für uns“-Laden angeblich günstiger für die Mitarbeiter zu kaufen gab). Aber sogar das haben wir hinbekommen.

Und dann ging das Unglück los. Das Management wurde immer mächtiger. Es führte eine Arbeitsteilung ein. Das war so eine Art von Entwicklungs-Taylorismus im Labor. Dazu kamen immer aufwändigere Verwaltungsprozesse ein. Das war in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre. Schluss war es mit der Labor-Idylle.

Zuerst kam die Manualredaktion. Wir mussten Menschen, die NULL Ahnung von IT hatten, beibringen, was in einem Programmier-Manual drinstehen muss. Dann kam das Quality Management. Dort sassen Menschen, die unsere Software getestet haben mussten, bevor sie prototypisch von den Kunden eingesetzt wurden. Nur hatten sie keine Ahnung von Software und auch nicht vom Testen.

Dann wurden Produkt-Planung (Product Management) und Requirement Engineering eingeführt. Plötzlich gab es Meilensteine wie A20, A30, B20 … B50. Das Wasserfall-Modell kam. Sogar das Ende des Produktes wurde in großer Gründlichkeit definiert. Das war T50, wenn ich mich richtig erinnere (Falsch, der Andi hat mir das Diagramm geschickt, es war der berühmte Meilenstein B90 – siehe unten). Das ganze nannte sich Projektphasen-Modell. Und wir durften nicht mehr programmieren, sondern mussten uns überlegen, welchen Reifegrad unser Werk gerade hatte.

Man führte Budget-Denken ein und verlangte von uns, dass wir für jede diskutierte Funktion Aufwandsabschätzungen tätigen (erraten) mussten. Blöderweise waren die meisten der neuen Funktionen sehr innovativ und hatten so einen hohen Anteil an kreativer Forschung. So wurde das „Aufwandsabschätzen“ schnell aufwändiger als das Programmieren. Nur programmieren durften wir ja nicht mehr, denn für den Beschluss, ob das ganze programmiert werden sollte, brauchte man ja erst eine gültige und geprüfte Aufwandsabschätzung.

Und so wurde das – was wir früher mit Kunden und FBZ direkt an einem Nachmittag vereinbaren konnten, immer länger diskutiert. Aus Wochen wurden Monate. Eigenartige Beschlüsse waren die oft absurden Ergebnisse, die man dann alle wieder aufwendig wegdiskutieren musste – oder heimlich U-Boote bauen. Was in einem gut kontrollierten Konzern auch nicht ungefährlich ist. Aber was tut man nicht alles für ein erfolgreiches Projekt.

Zusätzlich wurden Arbeitszeitregelungen durchgesetzt, die uns klar machten, dass wir nicht soviel arbeiten durften, wie das Projekt es erforderte. In logischer Konsequenz wurden dann später in Neuperlach auch für die Ingenieure Stechuhren eingeführt. Und wenn man erwischt wurde, dass man nach dem Stempeln noch ein wenig weiter gearbeitet hatte, gab es vom Betriebsrat erzwungene Schelte.

Sogar das „Arbeit nach Hause mitnehmen“ wurde immer schwieriger, denn der Werkschutz hatte sich an den Toren einen Zufallsgenerator einfallen lassen. Wenn der bimmelte, wurde man kontrolliert (gefilzt) und Unterlagen nach Hause mitnehmen war ja strengstens verboten.

So wurde es immer schlimmer. Es gab neue Sitzungen mit 3- oder 4-Buchstaben-Abkürzungen (die ich vergessen habe). Da sassen plötzlich Leute am Tisch, die von neuen Abteilungen kamen, die man bis dahin gar nicht kannte. „Querschnittsverantwortliche“ demonstrierten, wie wichtig sie waren. Leute, die keine Ahnung vom Markt und der Technologie hatten aber mit Allgemeinplätzen gut umgehen konnten bestimmten immer mehr die Produktentwicklung. Das kostete viel Zeit und mancher Blödsinn wurde beschlossen, der natürlich nie zum Fliegen kam. Wenn es überhaupt zu Entscheidungen kam. Das alles bewirkte vor allem Hilflosigkeit und Frust.

Kurz gesagt – es wurde Zeit zu gehen. So bin ich – noch innerhalb der Siemens AG – zu einer der Abteilung gewechselt, die die Projekte gemacht hat (UB D V S 3 – Unternehmensbereich Datenverarbeitung, Vertrieb Sonderprojekte Abteilung 3). Dort musste man ja noch echte Projekte stemmen und blieb – zumindest noch eine zeitlang – von Bürocrazy und Management-Wahnsinn verschont.

Ich hatte ein gutes Angebot, denn bei UB D V S 3 kriselte es (nicht nur) in einem Projekt, dass der Führung ganz wichtig war. Und das kräftig in Verzug war. Ich sollte es über die Bühne bringen. Es nannte sich DISPOL und wurde für die Bayerische Staatsregierung entwickelt. Aufgabe war es, bei der Polizei den Fernschreiber (Kommunikation), den Aktenschrank (Datenbank und -archiv) und die Schreibmaschine (Dokumentenerzeugung) durch IT-Equipment abzulösen.

Bei diesem Produkt habe ich dann das erste Mal in meinem Leben einen richtigen Projekt Manager erlebt … Der sollte es retten – und das war auch mein Job. Gemeinsam haben wir es auch geschafft. Weil er die Techniker machen ließ und nichts machte. Aber mehr erzähle ich hier noch nicht, denn das ist genau die dritte Geschichte aus meiner Serie Vintage Projekt Management vom PM-Camp in Berlin.

RMD

P.S.
Mittlerweile gibt es Personal Manager und Service Manager. Auf einer Visitenkarte der BVS.de habe ich vor kurzem „Ausbildungsmanager“ gelesen. HumanResource kümmert sich um BGM (Betriebsgesundheits Management). Die Unternehmen haben ihr Wissensmanagement  und zertifizierte Wissens Manager, die schaffen sollen dass „Siemens weiß was Siemens weiß“ – Siemens hier als Metapher.

Wenn das nichts hilft, wird ein Innovations Manager installiert und es dann immer noch klemmt, dann kommt der Change Manager. Und macht ein „Programm“. Und braucht dann natürlich einen oder mehrere „Programm Manager“.

What a brave new world …!

P.S.1
Hier noch das Diagramm, nach dem tatsächlich ein paar Jahre später bei Siemens gearbeitet wurde … Ist doch auch wunderschönes Projekt Management Vintage … Der Andreas Weber hat es mir zugesandt – Danke – lieber Andi!

Und danach sollte man innovative Software und Produkte entwickeln - ist doch irgendwie lächerlich.

Und danach sollte man innovative Software und Produkte entwickeln – ist doch irgendwie lächerlich.

Das war erst viel später und da war es schon vorbei. Das erste Projekt war noch in Koppstr. (Nahe Hofmannstr.)

Das gab es erst viel später – da war es schon aus und vorbei. Mein erstes Projekt war in der Koppstr. (Hofmannstr.)

Beim PM-Camp Berlin habe ich von vier Projekten aus der Vintage Zeit berichtet, die für mich sehr wichtig waren. Und hier angekündigt, dass ich alle vier auch in IF-Blog beschreiben werde.

Jetzt beginne ich mal mit dem ersten kleinen Projekt:

Projekt 1

Das erste Projekt meines Lebens war nur ein ganz kleines. Es sollte 6 Wochen dauern, es war mein erster beruflicher Einsatz in der Datenverarbeitung.

Ich war damals Student der Informatik im zweiten Anlauf. Das erste Mal bin ich 1969 an der Technischen Hochschule München (THM) gestartet mit Mathematik und Informatik als Nebenfach. Die einzigen Alternativen fürs Nebenfach waren Physik – das mochte ich nicht und BWL. Da war ich allerdings skeptisch, hatte ich doch am „Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium“ Jacob Fugger zu Augsburg Abitur gemacht.

Buchführung war da Abiturfach, und das konnte ich sehr gut. Während mir das Wissen, das mir in BWL/VWL vermittelt wurde, doch sehr hinterfragbar vorkam – wie übrigens heute noch mehr. Also blieb nur Informatik – und das klang ja 1969 richtig spannend. Professor F.L. Bauer gelang es dann im Herbst 1969 mir noch mehr Appetit darauf zu machen.

Aber dann zwangen mich am 1. April 1970 finstere Schicksalsmächte und eine Mischung von Pech und Ungeschick zur Bundeswehr. Das war kein Aprilscherz und so musste ich 18 Monate als Wehrpflichtiger auch in sehr hinterfragbaren Umgebungen verbringen.

Und wie ich dann Ende September 1971 wieder frei war, fing ich halt wieder von vorne an, wieder im ersten Semester, wieder mit derselben Fachkombination und wieder an selben Hochschule, die aber plötzlich TUM (Technische Universität München) hieß.

Aber außer dem Namen war nichts anders. Und ich wusste schon fast alles, weil ich 1969 noch ein fleißiger Student gewesen war und alles schon mal gehört und brav gelernt hatte. So ging es mir gut und die Olympiade 1972 kam ins Land. Da hatte ich neben dem Studium einen tollen Job mit guter Bezahlung bei der Eisenbahn (damals noch der Deutschen Bundesbahn) als Kundenberater für die Gäste aus der ganzen Welt. Und irgendwie gehörte mir die ganze Welt …

1974 schaffte ich das Vordiplom und brauchte wieder ein wenig mehr Geld als ich als Tutor an der TUM (Lineare Algebra I und II und ein Programmier-Praktikum waren meine Themen) verdienen konnte (fürs Bafög hat es bei mir ganz knapp nicht gelangt und meine Eltern – auch bei der Eisenbahn – waren der Meinung, ich könnte ja auch in Augsburg bei der Familie in meinem Zimmer wohnen bleiben und so wie mein Vater nach München pendeln). Das wollte ich aber nicht. Also suchte ich einen Ferien-Job – und natürlich war das Ziel bei einem führenden High-Tech- und Computer-Unternehmen.

Das war Siemens damals! Es ist aus heutiger Sicht kaum fassbar, welches wahnsinnige Know-How auf unheimlich vielen Feldern in diesem Unternehmen vorhanden war. Und sie nahmen mich bei Siemens und so war ich ab Sommer 1974 dann zuerst für 6 Wochen und dann für das restliche Studium mitten drin in der echten High-Tech-Welt. Mit Rechnern, Betriebssystemen und Programmiersprachen aller Art in direktem Zugriff – und das in vollem Überfluss, ganz anders als z.B. in der sogenannten TUM.

Und schon am ersten Tag bei Siemens bekam ich mein erstes Projekt! Mein (Ober-)Chef, unser Abteilungsleiter hieß Bieck. Er war ein Hardware-Mann und wurde ein paar Jahre später der Entwicklungs-Chef bei einem der damals aufstrebenden deutschen Computer-Hersteller, der Firma Kienzle.

Kienzle war nur einer der kleinen Konkurrenten von Siemens – aber es war schon sehr bemerkenswert, was solche Unternehmen – wie auch das viel größere Nixdorf oder viele kleinere damals so alles auf die Beine stellten.

Ich hatte in meiner 6 Wochen Werkstudentenzeit die totale Freiheit – versehen aber mit einen konkreten Auftrag. Und mir wurde signalisiert, dass meine Aufgabe wahrscheinlich gar nicht lösbar sein werde. Aber dass es schon schön wäre, wenn ich es irgendwie schaffen würde. Das war durchaus so, wie es in den letzten Jahren mir von Google berichtet wurde: Man stellt sich unerreichbare Ziele, es gibt aber eine schöne Toleranz fürs Scheitern und so freut man sich so richtig, wenn man das unmöglich scheinende dann doch schafft.

Die Aufgabe war ganz einfach zu formulieren:
Die Abteilung wollte möglichst große Mersenne-Primzahlen haben. Für einen Hardware-Prototypen.

Für Nicht-Mathematiker:
Eine Zahl heißt dann Mersenne-Primzahl, wenn sie eine Primzahl ist, die sich als eine Zweierpotenz minus 1 ergibt. Also wenn (2 power n) – 1 oder (2 power m) – 1, eine Primzahl ist. So würde ich es mal aus der freien Hand definieren.

Ja – und da wollte mein Chef möglichst hohe „n“s und „m“s haben. Wie ich das machen würde, war ihm gleich.

Zum Hintergrund:
Bei Siemens war damals viele Menschen so richtig in „Forschung und Entwicklung“ Das war wirklich toll. Aber das war kein losgelöstes akademisches F&E. Nein, die Anstrengungen dienten fast immer ganz konkreten Anwendungen und Projekten. Es war einfach geil.

Praktische F&E braucht theoretisches Wissen. Das holte sich die Wirtschaft von den Universitäten (früher gab es da noch etwas zu holen). Und da hat die Siemens AG natürlich auch über die Grenzen geschaut – besonders gerne über die innerdeutsche. Denn die DDR-Unis waren so schlecht nicht.

So lag auf meinem Schreibtisch eine wissenschaftliche Arbeit – ich meine sie war aus Leipzig – in der theoretisch bewiesen wurde, dass es möglich wäre, einen Zufallsgenerator aus einer Ringschaltung mit n binären Schaltern zu bauen. Und wenn man den  Aufbau an der richtigen Stelle „kurzschließen“ würde, dann würde das System eine maximale Perioden von Zufallszahlen liefern. Und zwar genau dann, wenn die Anzahl der verwendeten Schalter n eine Mersenne-Primzahl wäre. Und wenn der „Kurzschluss“ mach dem m-ten Schalter geschaltet würde – und dies m eine Mersenne-Primzahl wäre.

(ich bitte meine laienhafte Beschreibung zu entschuldigen, aber in der Hardware war ich nie sehr kundig).

Diese Arbeit habe ich nie verstanden, auch wären die 6 Wochen wären wohl viel zu kurz gewesen, um sie zu verstehen. Aber das war ja für meinen Job auch völlig unwichtig. Man wollte ja nur möglich große Primzahlen der Art 2 power n -1 von mir. Sogar die Primzahlen waren unwichtig, wichtig war nur das m und n.

Für meine Freunde aus der Software:
Anfangs der 70iger Jahre war es völlig utopisch, so etwas wie einen Zufalls-Generator in Software zu bauen. Die Teile sollten ja ziemlich schnell die Bitmuster erzeugen, immerhin waren sie für den Test von Maxi-Flachbaugruppen für Großrechner vorgesehen, und das waren für die damalige Zeit ganz schön schnelle Teile.

Herrn Bieck war es auch völlig gleichgültig, wie ich die Aufgabe lösen würde – sprich ob ich etwas zur Berechnung programmieren würde oder ob ich irgendwo auf der Welt die gesuchten großen Mersenne-Primzahlen finden würde. Ich hatte alle Möglichkeiten.

So trieb ich mich gleich an den nächsten Tagen nach Auftragserteilung in diversen Bibliotheken (Siemens, StaBi, Unis) herum (man erinnere sich, dass es damals noch kein Internet gab). Und ich habe schnell gemerkt, dass die Suche nach großen Mersenne-Primzahlen auf diesem Wege aussichtslos war, selber wenn irgend jemand auf der Welt diese schon berechnet hätte.

Also habe ich mich zu einer schnellen Entscheidung gezwungen. Ich vergesse die Welt um mich herum und versuche es allein – und programmiere mal los. Ich hatte ja nur noch ein bisschen mehr als 5 Wochen.

Das war das erste, was ich in meinem Leben zu „Projekt Management“ gelernt habe:
Fälle rasch eine Entscheidung, besonders wenn es wirklich schwer ist und Du eigentlich nicht weiter weißt.

Dann habe ich versucht, konventionell zu programmieren. Im Dezimal-System gedacht, mit integer und in arithmetischen Rechensystemen gewühlt. Und nach zwei Wochen gemerkt, dass ich so niemals ans Ziel kommen würde.

Und das war das zweite, was ich für Projekte und fürs Leben gelernt habe:
Du musst neue Wege gehen, wenn Du nicht weiter weißt! Verabschiede Dich dann von den alten Gedankenwelten und Mustern, aber das ganz schnell!

Ich beschloss also mich ab sofort nicht mehr um die großen Zahlen zu kümmern, sondern eine Zahl nur noch als Feld von Bits zu sehen. Und plötzlich schrumpften die ganz großen Zahlen ganz klein – zum Beispiel wurde aus 2hoch256 nur noch ein 32 Byte langes binäres Feld. Und mit 32 langen Bit-Feldern (oder auch größeren) kann man ganz elegant „rechnen“, denn man muss nur noch „shiften“. Und schon hatten die großen Zahlen ihren Schrecken verloren …

Die Geschichte erzähle ich aus zwei Gründen.

Zum ersten, weil ich da ganz bewusst plötzlich verstanden habe, dass neben dem schnellen und mutigen Entscheiden das Verlassen alter Denkmuster notwendig ist, wenn man etwas besonderes voll bringen will. Und habe dann oft darunter und dem typischen „Aber das war doch immer schon so ..:“ gelitten, das so oft im Wege stand.

Und weil ich als Zeitzeuge bestätigen kann, dass Siemens vor gut 40 Jahren oft so gearbeitet hat, wie man es heute Google unterstellt. Und dass in dieser Zeit wirklich großartiges geleistet wurde und es so weltweit eigentlich nur wenig Konkurrenz gab, wie vielleicht IBM und Xerox oder Hitachi. Alles andere war erst am entstehen.

Demnächst wird meine nächste Geschichte aus Berlin vom #PMCampBER zum Vintage Projekt Management hier erscheinen. Da war ich dann schon fest angestellt – bei Siemens im Labor. Das war Ende der Siebziger. Ich werde dann schildern, wie Siemens alles, aber wirklich alles getan hat, um seine damalige Stärke zu zerstören.

Dies durch ein Abschwören von seinen alten Tugenden und durch Einführung von Arbeitsteilung (Taylorismus) im kreativen Bereich wie Produktplanung (Requirement Management), Qualitätsmanagement, spezialisierte DV/IT-Lehrer in seinen D-Schulen, Manual-Redakteure und manchen mehr solcher Rollen.

Und vor allem immer vor Entscheidungen nur noch Fragen wie „Was bringt uns das?“ und „Wo ist dabei unser Vorteil“ gestellt wurden und nicht mehr die zentrale Frage „Warum machen wir das überhaupt?“ wie früher.

🙂 Projekt Manager gab es zurzeit meines ersten Projektes noch keine – der erste Projekt Manager taucht so erst in der von mir erlebten Welt dann erst in meiner dritten Projekt Management – Vintage – Geschichte auf. Das war dann Anfang der Achtziger Jahre.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 27. September 2015

Großes „Muster brechen“ im PM-Camp Dornbirn #PMCampDOR

pmcamp-logo-dornbirnKeine zwei Monate sind es noch hin bis zum PM-Camp in Dornbirn am 20./21 November. Ich freue mich schon, aufs Treffen am Vorabend und aufs Camp.

Es ist schon das
5. PM-Camp in DornbirnPM-Camp feiert Jubiläum!

So schnell vergeht die Zeit! Mit Dornbirn schließen wir ein tolles PM-Camp-Jahr 2015 ab. Wir hatten wunderbare PMCamps dieses Jahr – in Stuttgart, Zürich, Bad Homburg, München, Berlin, Karlsruhe, Barcelona und Wien. Hoffe, dass ich keines vergessen habe.

Das OrgaTeam Dornbirn will wieder Gastgeber eines ganz besonders PM-Camps sein. Da liegt die in diesem Jahr die Latte sehr hoch. Im Orga-Team haben wir für Dornbirn „MUSTER BRECHEN“ als Metapher gewählt. Da mir Veränderung und Umdenken sehr angezeigt erscheint habe ich auch dafür gestimmt.

In den letzten Tagen musste ich lernen, dass „MUSTER BRECHEN“ hoffähig, ja zum Hype geworden ist. Auf Tagungen von bayerischen Schuldirektoren habe ich es im Programm gefunden, auf der Story-Telling-Übung ist es mir begegnet und es rauscht auch nur so durch die Medien. Zum PM-Camp gib es eine Blog-Parade mit Anker in der Website von #PMCampDOR.

So habe da jetzt schon viel Schlaues dazu gehört und gelesen. Aber mir noch keine Meinung bilden können. Denn um Muster zu brechen muss man sie wahrscheinlich vorher erkennen. Weiter könnte es auch sein, dass kollektiv gültige Muster zu individuellen Gewohnheiten führen. Und lieb Gewonnenes zu verändern ist immer schwierig. Heißt es nicht oft ganz richtig „Das haben wir immer schon so gemacht“. Weil wir es ja wirklich immer schon so gemacht haben! Und jetzt sollen wir es anders machen? Ist schon schwierig.

Aber vielleicht ist es ja auch ganz einfach. Vielleicht fängt man am besten damit an, „die Dinge mal auf den Kopf zu stellen“.

Hier ein Beispiel:

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in unserer „Freien-Markt-Gesellschaft“, dass ein Gut desto billiger wird je mehr man davon kauft. Das gilt sogar für mittelfristig knappe und langfristig endliche Güter wie Erdöl. So auch für den Strom oder Lebensmittel. Wenn Du 10 Autos (oder Fahrräder) kaufst, kriegst Du auch einen besseren Preis als wenn Du nur eines nimmst. Man nennt das einen Mengenrabatt, -nachlass oder -bonus.

Jetzt betrachten wir mal den Zusammenhang zwischen „Klima“ und „Fliegen“. Unzweifelhaft erzeugt die Luftfahrtindustrie Unmengen von Treibhausgasen. Die werden auch noch in großer Höhe ausgebracht, wo die schädliche Wirkung höher als am Boden ist.

Das Ziel der Flugindustrie ist, möglichst viele Menschen durch möglichst niedrige Preise in die Flieger zu bringen. Andererseits konvergieren die Modelle und Berechnungen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen in der Aussage, dass die Erwärmung der gesamten Welt mit der zwangsläufig daraus resultierenden Veränderung unserer Lebensbedingungen wesentlich von unserem Verhalten (Verbrennen von fossilen Energien) abhängt.

So wird jedem – zumindest nicht abergläubischem Menschen klar – dass wir unter anderem auch weniger fliegen müssen, um den Sturz in die (Klima-)Katastrophe auch nur ein wenig abfedern zu wollen. Wir haben einen Widerspruch. Wir sollen mehr fliegen, denn (ein zweites Muster zum brechen) wir brauchen Wachstum. Überall. Und wir sollen weniger fliegen. Für die Zukunft.

Wie löst man dieses Dilemma?

Ein allgemeines und totales Flugverbot ist nicht durchsetzbar und wäre auch für Menschen in besonderen Lebenssituationen faktisch unzumutbar.
🙂 Die Frage ist natürlich ob die Folgen der Klimakatastrophe zumutbar sein werden.
Das Fliegen absolut wesentlich zu verteuern, wäre vielleicht unsozial. Eine einfache Lösung könnte sein:
Man stellt das Gesetz vom Mengen-Rabatt auf den Kopf und führt ein neues Gesetz ein, den Mengen-Malus. Das würde bedeuten, dass jeder Bürger ein paar Tausend Meilen pro Jahr zu ähnlichen Preisen fliegen kann wie bisher. Hat der „Flugkäufer“ diese Grenze erreicht, dann kostet jede Meile mehr, dies möglichst geometrisch steigend. So wäre es möglich, einerseits eine vernünftige Mobilität zu belassen, aber zumindest die schlimmsten Auswüchse zu kappen. Und den erzielten Überschuss in den vernünftigen Fortschritt zu investieren.

Dieses neue Muster würde auch zum Beispiel beim elektrischen Strom Sinn machen. Warum soll die Fabrik, die Alu-Dosen fürs Bier produziert und astronomisch viel verbraucht, den Strom wesentlich billiger kriegen als der kleine Familienhaushalt, der fast nichts braucht?

Es wäre doch besser, wenn diese industrielle Verschwendung teuerer wäre als das wenige, was ein Haushalt verbraucht. Das würde dann nicht nur den Verbrauch aus dem Kostendruck heraus senken sondern auch noch die menschliche Kreativität dazu bringen, sich mehr um die (mögliche) Lösung solcher zentraler Probleme kümmern. Oft sind die besseren Technologien ja schon vorhanden und werden nur nicht eingesetzt, weil der Rohstoff halt viel zu billig ist.

Mit „Dinge auf den Kopf stellen“ könnten wir schon mal anfangen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass „Muster brechen“ noch viel mehr bedeutet. Gut, dass wir bis zum PM-Camp noch ein wenig Zeit zum Nachdenken haben.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 20. September 2015

Fast vergessen. PM-Camp in Karlsruhe. Am 25./26. September!

pmcamp-logo_karlsruhe_153x70Ich ärgere mich. Fast hätte ich das PM-Camp in Karlsruhe vergessen. Und keine Werbung dafür gemacht. Das darf nicht sein!

Eine große Entschuldigung geht ans Orga-Team nach Karlsruhe. Ich bin tief zerknirscht. Und gelobe Besserung.

Das Motto in Karlsruhe wird sein:

Projekte mit Begeisterung – woher kommt die Magie?

Leider kann ich am nächsten Freitag und Samstag selber nicht dabei sein. Das finde ich sehr schade. Denn das Orgateam in Karlsruhe hat einen guten Job gemacht. Und hätte ein noch ein paar Teilnehmer mehr verdient.

Deshalb hier mein Aufruf. Wer in der Gegend von Karlsruhe lebt, diesen Freitag und Samstag Zeit und Interesse an Projekt Management, Management allgemein, Führung, Unternehmertum und solchen Dingen hat, der soll doch unbedingt zum PM-Camp an der Hochschule für Technik in Karlsruhe kommen.

Das Programm ist spannend wie immer. Es wird sich lohnen und wie immer werden alle PM-Camp-Teilnehmer zufrieden, klüger und glücklicher heimfahren.

Und ich werde in Abwesenheit die Timeline des Tags #PMCampKA verfolgen und freue mich, wenn alle Teilnehmer viel übers Camp twittern!

Und dies Bitte ganz ausnahmsweise:
Wenn Ihr als Reklame für Karlsruhe diesen Artikel ein wenig mehr als üblich twittert, freue ich mich auch!

RMD

Einladung zu einer Vorab-Veranstaltung zu AktMobCmp am 14. 10. 2015 in Unterhaching

actmobcmp_100-300x86In IF-Blog habe ich ja schon von unserem Vorhaben berichtet: Am 4. und 5. Januar des kommenden Jahres (2016), genau vor Dreikönig, wollen wir ein neues Barcamp starten.

Es ist das AktMobCmp, das erste BarCamp für „Aktive Mobilität im Alltag“. Mit diesem Barcamp werden wir das für unsere Zukunft so wichtige Thema „Mobilität“ angehen.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir haben gut geeignete Räume, eine schöne Website, einen Sponsoren-Flyer und einen Handzettel – und auch schon erste Sponsoren.

Jetzt wollen wir auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Dazu laden wir auch zu Vorab-Veranstaltungen ein. Die erste Veranstaltung wird am 14. Oktober im Treff der Agenda 21 in Unterhaching (Rathausplatz Unterhaching, Hofmarkweg 12) von 18:00 bis 20:00 stattfinden. Dort wollen wir das erste Mal öffentlich über unser „Barcamp für Aktive Mobilität“ informieren.

Die Veranstaltung soll folgende Fragen beantworten:

Warum ist die „Aktive Mobilität im Alltag“ so wichtig?
und
Was ist ein „Barcamp und warum ein Barcamp“?

So wird Jörg Schindler an diesem Abend die Frage beantworten, warum Mobilität ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist und wir uns mehr um den sogenannten Restverkehr jenseits des „individuellen & motorisierten“ und „öffentlichen“ Verkehr kümmern müssen.

Ich kenne Jörg als sehr kompetenten und überzeugenden aber auch unterhaltsamen Redner. Man findet seine sehr spannenden und wertvollen Vorträge auch in Youtube. Hier ein Beispiel:

Ich (Roland Dürre) werde im Anschluss berichten, was ein Barcamp ist und warum eine solche „Unkonferenz“ viel besser für das Teilen von Wissen und Entwickeln und Anwenden von neuen Erkenntnissen geeignet ist als die üblichen klassischen Formate. Und am Beispiel von PM-Camp schildern, was man mit dem Teilen von Wissen und „Miteinander Reden“ alles erreichen kann.

Nach den kurzen Beiträgen von Jörg und mir werden wir das Gehörte in der Runde diskutieren, vielleicht in Form einer FishBowl.

Auf diese Art und Weise wollen wir für unser AktMobCmp im Januar 2016 werben. Die KollegInnen der Agenda 21-Organisationen im Landkreis München werden wir dazu persönlich einladen. Willkommen sind aber auch alle Menschen, die an dem Thema „Agile Mobilität im Alltag“ interessiert sind und gerne für eine lebenswerte Zukunft denken und handeln wollen. So sind auch Sie herzlich eingeladen. Und besonders freuen wir uns natürlich, wenn uns auch Menschen aus dem Bereich der Medien zu uns kommen.

Die Teilnahme dieser Vorabveranstaltung zu AktMobCmp ist kostenfrei. Wir freuen uns auf jeden Teilnehmer und möchten nur um eine kurze Anmeldung per E-Mail bitten. Denn – falls die Plätze im Treff der Agenda 21 nicht ausreichen – werden wir die Veranstaltung in einem geeigneten Raum verlegen, der vom Treff aus gut zu Fuß zu erreichen ist. Eine eventuelle Raumänderung werden wir natürlich rechtzeitig bekannt machen.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 18. September 2015

„Komplexität L(i)eben“ – Session auf #PMCampBER

Hier der Bericht von der gemeinsamen Session von Maik (Maik Pfingsten) und mir am Samstag, dem zweiten Tag und quasi zum Ende des PM-Camp Berlin #PPMCampBER 2015 (11. – 12. September an der Humboldt-Universität).

Unser Anliegen war, ein paar Gedanken zu berichten und diskutieren, wie man auch in einer komplexen Umgebung ein zufriedenes und erfolgreiches Leben privat wie beruflich (geschäftlich) erreicht.

Dazu haben wir einige Thesen entwickelt:

Wahrheit

Nach unserer Bewertung gibt es keine absolute Wahrheit. Sicher gibt es Gedanken, die eher „richtig“ oder „falsch“ sind. Richtig und falsch hier aber nicht als harte Begriffe verwendet sondern als Metapher für „zielführend“, „nützlich“ und ähnliches. Ansonsten diskutieren wir aber meistens nur über unsere Gewissheiten und schlagen uns für diese gerne die Köpfe ein.

Wir vergessen dabei, dass vieles, an das wir glauben, und manches mehr nur ein Konstrukt unseres Gehirns ist. Und nicht vergessen: Wenn es keine Wahrheit gibt, dann kann auch der kluge Satz, dass es keine Wahrheit gibt auch nicht stimmen. Vielleicht gibt es sie ja – irgendwo, wo wir nicht hinschauen können.

Kompliziert versus komplex

Früher habe ich geglaubt, dass das, was sehr schwierig aber noch determiniert ist, kompliziert ist. Und dass das Komplexe da beginnt wo die „Determiniertheit“ aufhört. Wenn der Ausgang nicht vorhersagbar oder durch einen Algorithmus beschreibbar ist, habe ich von Komplexität gesprochen. Andere haben fürs „Komplizierte“ die Metapher des „Toten“ und fürs „Komplexe“ die des „Lebendigen“ gewählt. So ist denkbar, dass die anorganische Chemie immer nur kompliziert ist, die anorganische aber durch aus komplex werden kann.

Maik hat – aus der Sicht des System-Ingenieurs – eine schöne Beschreibung von „komplex geliefert“. Er malt eine Achsenkreuz. Die  X-Achse beschreibt das Maß der Kompliziertheit, die Y-Achse das Maß der Veränderung und Dynamik. Und in dem Maße wie Kompliziertheit und Dynamik ansteigen, wird das System von kompliziert immer komplexer.

Mit dieser pragmatischen Definition kann ich gut leben. Auch hier liegt die Entscheidung ob komplex oder kompliziert in der Verantwortung des Beobachters. Dazu gab es auf #MCampBER übrigens eine sehr schöne Session von Nico Banz – gleich vor uns und im selben Raum. Mit dieser pragmatischen Definition kann ich gut leben. Auch hier liegt die Entscheidung ob komplex oder kompliziert in der Verantwortung des Beobachters. Ein Freund von mir – Nico Banz – hat mal an einem Beispiel belegt, dass die Bewertung ob komplex oder kompliziert auch in der Physik sehr subjektiv sein kann..

Mittlerweile meine ich, dass die akademische Diskussion über komplex und und kompliziert keinen großen Nutzen bringt. Vielmehr geht es um richtige Entscheidungen und zielführende Projekte.

Entscheidung

Die Definition des Begriffes „Entscheidung“ basiert auf zwei Voraussetzungen: Sie muss unter Unsicherheit erfolgen und relevante Folgen haben. Sonst ist es keine Entscheidung.

Spannend im Kontext von Entscheidungen ist auch, dass die Gehirnforschung immer mehr belegt, dass Entscheidungen nur scheinbar von der Ratio (Großhirnrinde) sondern in Wirklichkeit vom Unterbewusstsein und dann eben unbewusst getroffen werden.

🙂 In St. Gallen an der Hochschule wurde übrigens erforscht, dass die große Mehrheit von Management Entscheidungen falsch ist.

Wobei die Unterscheidung zwischen „richtig und falsch“ gar nicht so einfach ist. Es wird noch schwieriger: Wenn man ein Unternehmen oder ein Projekt in der Retrospektive betrachtet, stellt man oft fest, dass die Retrospektive oft zum „Story Telling“ wird. Die gefundenen Stories können zweifelsfrei nützlich sein, allerdings ist bei exakter Forschung (Studium der Protokolle etc.) es gar nicht so einfach, „à posterio“ zu bewerten, welche Entscheidung was bewirkt hat.

Ich wollte immer ein „guter“ Manager und Unternehmer sein. Und richtige Entscheidungen fällen. Und frage mich heute, wie es möglich ist, als Manager „à priori“ richtig zu entscheiden, wenn objektiv sogar im nach hinein nicht definitiv bewertet werden kann, wie die Kausalität war.

Projekte

Hier meine ich, dass es für uns nicht förderlich ist, wenn wir zwischen geschäftlich und privat unterschieden. Die Führung eines Lebens macht mehr Freude, wenn sie ganzheitlich erfolgt. Das heißt, ich muss im Privatleben genauso Handeln wie ich es im Geschäft oder in der Arbeit machen würde. Da gibt es keinen Unterschied.

Gerne stelle ich Dritten die Frage, was sie für mein wichtigstes Projekt halten. Die Antwort überrascht sie oft – aber für mich ist es klar – es ist mein Leben.

Mein Leben ist zweifelsfrei ein Projekt. Es hat einen Anfang und ein Ende. Ich verfüge über ein mehrdimensionales Budget – bestehend aus Zeit, Talent, Wissen, Erfahrung und manchem mehr. Das Ziel meines Lebens ist mein Lebensweg. Ein Teil davon ist mein Tod. Ich möchte gerne versöhnt sterben.

Mein Leben besteht aus vielen Projekten. Manche sind überwiegend privat, andere überwiegend geschäftlich. Es geht also um das richtige Handeln.

Richtiges Handeln

Das ist die wesentliche Frage: Wie soll ich in der Lage sein, richtig zu handeln? Weiß ich doch, dass es keine Wahrheit gibt. Weiß ich doch, das Zukunft nicht vorhersagbar ist. Weiß ich doch, dass ich mich die Konstrukte meines Unterbewusstseins lebe und die Fähigkeit, meiner Vernunft und Rationalität folgend zu Handeln eine Chimäre ist!

Ich meine, es hilft nur handlungsleitende Werte zu finden und diese zu Leben.

Empfehlungen

Ich glaube nicht mehr an Best Practice, Methoden und komplexe Werkzeuge. Ich mag keine Ratschläge (Ratschläge sind auch Schläge). Ich glaube nur noch an Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche. Und ich glaube ans Handwerk, Üben. Auf dem Wege zur Meisterschaft benötige ich Unterstützung von Meister.  So haben mir Mentoren und weise Menschen interaktiv wie als Vorbild in meinem Leben sehr geholfen.

In unserer Session in Berlin habe ich so kurz die Ratschläge von Hans Ulrich und John Izzo berichtet.

Hans Ulrich ist schon seit ein paar Jahren verstorben. Er war der Vater des St. Gallener Management Modells und hat 1982 einen wunderbaren und kurzen Aufsatz geschrieben zum Wandel im Management. Diesen Aufsatz habe ich  am 8. Dezember 2011 im Zug bei der Anreise als Vorbereitung für einen Workshop in St. Gallen gelesen und ich war richtig elektrisiert. Und habe bedauert ihn nicht früher gelesen zu haben.

Hans Ulrich

Hier stichwortartig die „8 Thesen zum Wandel im Management“ von Hans Ulrich mit ebensolchen Anmerkungen:

  1. Ungewissheit und Unvorsehbarkeit der Zukunft als Normalzustand akzeptieren!
    Zukunft ist halt nicht vorsehbar …
  2. Die Grenzen des Denkens weiter stecken!
    Gegen „Das geht doch nicht“ oder “Das haben wir immer schon so gemacht” sein. Die Freiheit der Gedanken nicht unterdrücken. Wissen teilen.
  3. Sich in den Kategorien “Sowohl-Als-auch” an Stelle von “Entweder-Oder” bewegen!
    Schwarz-weiß ist out, Bunt ist in.
  4. Mehrdimensional denken!
    Sittlich verantwortete Güterabwägung, Menschen können eigentlich immer nur drei Gedanken parallel behandeln.
  5. Selbstorganisation und Selbstlenkung als Gestaltungsmodell für die Unternehmung verwenden!
    Verantwortung, Subsidiarität
  6. Managen als Sinn gebende und Sinn vermittelnde Funktion auffassen!
    Neues Managementbild.
  7. Sich auf das Wesentliche konzentrieren!
    Arbeitsökonomie.
  8. Gruppendynamik ausnutzen!
    Kulturen, Symbole, Riten, Rituale …

Diese Thesen hat Hans Ulrich natürlich in erster Linie für das moderne Management formuliert. Sie sind aber für das private Leben genauso nützlich. Müssen sie ja auch – wir wollen ja nicht mehr zwischen Arbeit / Geschäft und privat unterscheiden.

Mehr zum Thema Führung und Hans Ulrich gibt es in IF-Blog gibt es zum Wandel im Management und einen weiteren Sessionbericht wie natürlich auch in meinem „Unternehmertagebuch

John Izzo

Der zweite kluge Ratgeber, den ich erwähnt habe, ist John Izzo. Er hat die gemeinsamen Werte von SeniorInnen erforscht, die von der Allgemeinheit als erfolgreich, glücklich und weise wahrgenommen werden. Und bei solchen Menschen etwas Gemeinsames entdeckt, das er „die fünf Geheimnisse“ genannt hat. Es sind Geheimnisse, die man vor seinem Tode kennen lernen sollte.

1. Geheimnis
Sei Dir treu!
Hier geht es um das „Destina“, einen Begriff der aus Südamerika kommt. Dies jedoch nicht im Sinne von Schicksal oder gar Kismet sondern als persönliche Bestimmung und Berufung im Leben.

2. Geheimnis
Lebe so, dass Du später nichts zu bereuen hast!
Probiere auch mal etwas aus! Habe Mut, etwas zu machen, was auf dem ersten Blick als sehr ungewöhnlich erscheint. Diese kann auch eine konkrete Entscheidungshilfe sein.

3. Geheimnis
Lassen die Liebe in Dir lebendig werden!
Zuerst musst Du lernen, dich selbst zu lieben! Denn nur wer sich selber liebt, kann andere lieben. Nimm die Feindseligkeit aus deinem Leben. Mache die Menschenfreundlichkeit zu Deinem Lebensprinzip und die Menschen um Dich größer und nicht kleiner.

4. Geheimnis.
Lebe den Augenblick!
G
enieße und denke nicht zu viel. Streich das „ja aber“ aus Deinem Wortschatz und ersetze es durch  „ja und“. Kapituliere nicht von dem „Man tut das nicht!“.

5. Geheimnis
Gib mehr als Du nimmst!
Man gibt und bekommt viel mehr zurück. Schenke Vertrauen. Öffne Dich und gib etwas von Dir Preis.

Das Buch von John Izzo habe ich in einem eigenen Artikel in IF-Blog ausführlich besprochen. Ich meine, dass es lohnt, es zu lesen und diese Lebensempfehlungen für sich zu prüfen und vielleicht zu übernehmen.

🙂 Wem dies noch nicht genügt, der sollte sich (wieder) mal das Agile Manifest durchlesen. Da steht alles drin. Und sich Schritt für Schritt zum ALO-Mann entwickeln (siehe meinen Artikel Führung-Werte-Prinzipien) und dann agil, lean und open handeln und leben. Und beim „lean“ vielleicht noch daran denken, wie wichtig im Kanban die „Warum-Frage“ ist.

Dann kommst Du noch besser durch die Welt, ganz gleich ob diese kompliziert oder komplex ist, und ganz gleich ob privat oder geschäftlich.

Aber der wichtigste Gedanke: Nehmt Euch selbst nicht ganz so ernst und seht auch den Rest mehr spielerisch.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 14. September 2015

PM-Camp Berlin (Bericht)

pmcampberlogoAm Freitag und Samstag letzter Woche hat das schon dritte PM-Camp in Berlin stattgefunden. Zum Nachschauen in Twitter: Der Hashtag ist #PMCampBER.

Schon Wochen vorher war das „Camp“ ausverkauft. Alles hat gepasst. Die „Unkonferenz“ war diesmal in der Alexander von Humboldt Universität, die beeindruckenden Räumlichkeiten haben das PM-Camp mit wunderbarem Glanz und schöner Patina versehen. Ich war dabei und es war wieder toll.

Ich selbst war diesmal ein weniger aktiver als sonst und habe zwei Sessions gehalten. Die Erste war am Freitag am frühen Nachmittag. Ich habe sie „PM Vintage“ (Projekt Management Vintage) genannt. Da habe ich 4 Geschichten von Projekten aus meinem Leben von 1973 – 1985 vorbereitet und die berichtet. So ein wenig „Story Telling“ mit Hintergrund. Gestartet habe ich mit einem kleinen Projekt, das ich als Werkstudent ganz allein machen durfte, dann kamen immer größere …

Hier die vier Projekte, über die ich berichtet habe, in der Übersicht:

  1. Wir brauchen große Mersenne-Primzahlen für die Entwicklung eines Zufallsgenerators auf HW-Basis (1973 – WS bei Siemens)!
    Hier habe ich gelernt, wie wichtig Entscheidungen sind. Auch schon in einer Zeit ohne Internet etc. Und dass ohne Mut nichts geht.
  2. Verantwortlich für eine Sprache in einem der Teams, das mit vielen Teams gemeinsam Großes geleistet hat (APS, Transdata, PDN – 1977 – 1978 – festangestellt bei Siemens).
    Hier musste ich erfahren, wie schnell es mit Kreativität und Erfolg abwärts gehen kann, wenn man es mit Prozessen und Taylorismus übertreibt).
  3. In technischer Verantwortung für ein Groß-Projekt von Siemens für die Polizei Bayerns (DISPOL – 1979 – 1982 – festangestellt zu Beginn bei Siemens, später bei Softlab)
    Hier habe ich das erste Mal in meinem Leben einen „richtigen“ Projektmanager erlebt. Der musste den Overhead zufrieden stellen, das war ein sehr unangenehmer Job. Zum Erfolg des Projekts konnte er jedoch nichts beitragen.
  4. Ich gründe eine Firma und wir machen ein eigenes Produkt, den HIT/CLOU (ab 1984 – bei InterFace Connection GmbH – heute InterFace AG).
    Hier hatten mein Partner Wolf Geldmacher und ich das Glück, dass wir erstaunlich vieles richtig gemacht haben. Und so ein ganz tolles Team hatten.

Bei Gelegenheit werde ich die Geschichten dieser vier Projekte niederschreiben und hier im Blog veröffentlichen (und dann auch die Links setzen).

Die zweite Session entstand spontan am Freitag Abend bei der tollen PM-Camp Party in der „Digital Eatery“ von Microsoft unfern der Universität. In so einem der vielen schönen „Nach-dem-pmcamp-Gesprächen“ in der Abendveranstaltung habe ich mich mit Maik Pfingsten getroffen. Gedanken ausgetauscht und Ideen gesammelt. Und haben uns entschlossen, dann gleich gemeinsam am Tag darauf eine gemeinsame Session gehalten.

Da ging es dann nochmal richtig um Komplexität. Die Session hieß „Komplexität L(i)eben“. Ich wollte die Empfehlung aussprechen, die ganze oft verwirrende Diskussion um Komplexität und Kompliziertheit einfach zu vergessen bzw. zu ignorieren. Weil es da zu soviel komplizierten (komplexen?) Kopfgeburten kommt. Und deshalb nicht darüber viel nachdenken, ob eine Projekt kompliziert oder gar komplex ist. Sondern an Stelle vom Reden einfach zu Handeln. Und dazu habe ich einfache handlungsleitende Thesen aufgestellt, die uns – ganz gleich ob in komplizierter oder komplexer Welt erfolgreich und glücklich machen.

Das ist Maik und mir wohl auch gelungen und ich habe mich sehr über die positive Resonanz auf unserem Beitrag gefreut. Den Artikel zu dieser Session „Komplexität L(i)eben“ schreibe ich als nächstes. Hoffe dass mein Bericht spätestens übermorgen fertig ist und Ihr ihn in IF-Blog lesen könnt. Dann setze ich natürlich auch hier einen Link.

Es war ein tolles PM-Camp in Berlin und für mich zwei glückliche Tage in Berlin. So möchte ich mich ganz besonders beim fantastischen Orga-Team bedanken: Bei Ralf Eicher, Christian Vogel, Fabian Fier und last not least Heiko Bartlog!

RMD

P.S.
🙂 Am Schluss bekam ich noch ein Buchgeschenk weil ich mich als erster angemeldet war. Also – im nächsten Jahr beim dann schon 4. PM-Camp Berlin ganz früh anmelden. Es lohnt sich.

Ich freue mich, dass jetzt das Video vom tollen Vortrag von Bruno Gantenbein aus St. Gallen auf unserem IF-Forum am 23. Juli 2015 auf Youtube veröffentlicht ist und von jedem angeschaut werden kann:

Der Vortrag „Lernen In Innovation“ von Bruno Gantenbein im IF-Forum hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. So ging es auch vielen Zuhörern. Aber manche, die auch von Brunos Thesen sehr beeindruckt waren, haben als wichtigen Einwand gebracht, dass das Berichtete für „normale Menschen“ im „normalen Leben“ und in der „realen Welt“ nicht „lebbar“ wäre. Weil das der Normalbürger sich ja gar nicht leisten könne. Und das ja alles nicht gehen würde. Das klang ab und zu klang richtig resignierend.

Die Ursache scheinen mir zu sein, dass
„die meisten Menschen sich nicht mehr vorstellen können, in einer anderen Welt zu leben als in dieser“
und
„wir nicht mehr das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden können und so das Unwichtige unser Leben dominiert.“

Das scheint mir das Hauptproblem von uns und das unserer Gesellschaft zur sein. Eine in dieser Art nie dagewesene Fremdsteuerung durch Marketing und Lobbyismus manipuliert uns in völlig neuer Weise, ganz anders aber sicher nicht minder gefährlich wie z.B. die religiöse Indoktrination der Menschen im Mittelalter oder wenn wir Pech haben die Manipulation der Menschen durch die Nazis.

Die Formatierung unseres Lebens durch ein übermächtiges aber nicht fassbares Systems hat unsere Autonomie geschliffen. Jetzt bekommen wir Angst und schwafeln von Wandel und Veränderung. Uns fehlt aber jeder Wille, ein anderes Leben jenseits des unseren anzugehen. Wir sind ja oft gar nicht mehr in der Lage uns ein solches nur vorzustellen. So scheint die Kraft verloren gegangen zu sein um Utopien für die Zukunft mehr entwickeln. Die Suche nach Werten und Visionen spielt in unserer Gesellschaft keine Rolle sondern wird eher belächelt. Auch der Versuch, einen neuen „gesellschaftlichen Konsens“ zu schaffen unterbleibt immer wieder schon im Ansatz. So nehmen wir das Gegebene als wahr und alternativlos an.

Der Mut zur Veränderung ist verloren gegangen. Wir haben unsere Abhängigkeit akzeptiert und fügen uns in unser „Sklaven-Dasein“. Sei es von der Technik oder von sozialen Lebensgefügen (unseren Lebenslügen?) vorgegeben. Wir meinen, dass es ohne Auto, Fernsehen und überall elektrische Versorgung nicht mehr geht. Wir glauben, dass die Medizin alles vermag. Dass der Staat unsere Sicherheit garantieren muss und kann. Und dass der Planet das alles schon aushalten wird.

Dabei ist das vieles so leicht zu widerlegen. Sicherheit gibt es nicht. Das alles erleben wir immer wieder. Der plötzliche Tod eines wichtigen Partners oder die überraschende Krankheit werfen uns aus der Bahn. Ein Unglück kann uns schnell erwischen. Aber es gibt auch harmlose Beispiele. Die vom Großvater geerbte ehemals so wertvolle Briefmarkensammlung zeigt uns, für die nicht mal der Altpapierhändler etwas zahlt, zeigt uns, wie schwierig es mit der Sicherheit ist. Viele Dinge, die mal viel wert waren sind heute wertlos. Dieselbe Überraschung habe ich erlebt bei der Auszahlung meiner Direktversicherung erlebt: Wie weit war doch der Wert des ausgezahlte Betrag von der Erwartungshaltung von dem weg, was ich mir beim Abschluss vor Jahrzehnten da vorgestellt hatte. Aus der vorgestellten Eigentumswohnung wurde ein Mittelklassefahrzeug …

Trotzdem  generieren die (Schein-)Sicherheiten unserer modernen Finanzwelt bei manchen von uns die Überzeugung, wir hätten die Risiken unseres materiellen Leben durch Renten und Ersparnisse im Griff. Nur wo wird der EURO in 10 Jahren stehen. Werden wir damit die Probleme der Zukunft lösen können. Was wird Geld denn dann noch wert sein? Haben wir nicht schon von langem gelernt, dass man Geld nicht „fressen“ kann? Dies besonders dann nicht, wenn es virtuell ist und vielleicht einfach mal um die eine oder andere Null gekürzt werden muss.

Dafür kapitulieren wir vor der Angst vor dem Terrorismus. Und sind bereit wegen solcher Kopfgeburten unsere Freiheit in der Gegenwart drein zu geben. Aufgabe von Freiheit als vermeintliche Investition für mehr Sicherheit in Zukunft! Und sind dafür sogar bereit in den modernen (Kreuzzug-)Krieg zu begeben.

So folgen wir dumm-dreisten Parolen oft nicht mehr zurechnungsfähiger Politiker und Wirtschaftsführer. Wir schlucken sinnlose Gesetze, die uns serviert werden, obwohl wir wissen, dass diese mehr Schaden als Nutzen stiften. Und resignieren vor der Dummheit unserer „Volksvertreter“. Und ich sehe mich förmlich nach einem deutschen oder europäischen Frühling. Aber keinem, der wie in Nordafrika von Hunger und Armut getrieben wurde – und so natürlich scheitern musste.

Warum glauben wir unseren Politikern, dass es „ohne den Euro kein Europa gäbe“ und der sogenannte „Grexit“ uns alle ruinieren würde. Warum erzählen uns das die Politiker. Wir wie auch die Politiker wissen doch, dass der Euro denen nutzt, die im Licht stehen. Denen, die im Schatten steht aber schadet. So wie wir alle wissen, dass diese Ausbeutungsstrukturen global wie innerhalb von Europa und auch in Deutschland früher oder später scheitern bzw. zu neuen Konflikten führen müssen.

Aber wir fühlen uns ohnmächtig und sind es vielleicht auch schon und trauen uns nicht mehr, gegen die Strukturen der uns beherrschenden Systeme aus Administration und Wirtschaft auf zu begehren. Und stehen dagegen nicht auf, obwohl wir wissen, dass die Menschen – und das sind wir – im Mittelpunkt von Sozialität, Politik und Wirtschaft stehen sollten – und nicht die Interessen von Systemen, die sich ent-personalisiert und ent-menschlicht haben. Wirtschaft und Staat muss zuerst mal den Interessen der Menschen dienen. Ganz so wie es auch in der Bayerischen Verfassung steht.

Das System der Oligarchie der Parteien (siehe Jaspers) beherrscht uns und die Moral der kaufmännischen Metrik in der Wirtschaft verschärft die Randbedingungen unseres Handelns. So mahlen die systemischen Mühlen weiter und stricken die Netze der Unfreiheit in feinen Maschen immer enger. Dies in kleinen Scheiben so dass es oft gar nicht bemerkt und fast schon als normal empfunden werden kann.

Deshalb:
Lasst uns auch wieder daran denken, dass wir als „natürliche Wesen“ Teil einer „Naturwelt“ sind. Die „Kulturwelt“, die wir uns geschaffen haben, macht uns zwar manches einfacher, hat uns aber auch vieles genommen. Sie hat uns bequem gemacht. Und wir haben vergessen, dass der Preis, den wir gezahlt haben, ein sehr hoher ist.

Ich meine, wir müssen uns wieder mehr – und dies radikal – Gedanken machen, ob wir nicht auch in anderen Welten leben und dort vielleicht glücklicher sein könnten. Mein Lieblingsbeispiel ist ja das „weg vom Auto“ hin zur Freiheit der „aktiven Mobilität“. Es ist aber genauso wichtig, die Arbeits- und Lebenswelten zu betrachten, denen wir uns unterwerfen, sei es in den sozialen Systemen wie Familien. Alle scheinbaren Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und Folgerungen daraus zu ziehen. Früher hätte man gesagt Macht kaputt, was Euch kaputt macht.

Dazu gehört auch ein „Leben im Einklang mit der Natur“, so wie es Seneca formuliert hat. Und damit mehr gemeint hat, als sich biologisch zu ernähren und die Umwelt zu schützen. Sondern auch auf sich selber zu hören.

Denn Seneca war ein großer Lehrer, der seinen Schülern helfen wollte, erfolgreich und glücklich zu werden. Ich schließe ich diesen Artikel mit einem weiteren Satz von Seneca, der uns den Aufbruch in andere Welten vielleicht ein wenig leichter macht:

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer!“

Und – es gibt auch Hoffnung. Was da im Internet auch zurzeit gerade wieder passiert, das gefällt mir durchaus.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 23. Juli 2015

Ada Lovelace und Unschooling?

Hier meine Hinführung zum Vortrag „Lernen in Innovation“ von Bruno Gantenbein (bei InterFace AG in Unterhaching am 24. Juli 2015, 18:00, zur Einladung), wie ich sie heute Abend halten möchte. Ich versuche, die Person von ADA LOVELACE, den Begriff des „unschooling“ und das Thema „Projekt-Management“ zu verbinden.

Ada Lovelace 1836, Gemälde von Margaret Sarah Carpenter (1793–1872)

Ada Lovelace 1836,
Gemälde von Margaret Sarah Carpenter (1793–1872)

ADA LOVELACE war eine sehr widersprüchliche Frau, die in meiner Wahrnehmung ein sehr bewegtes – ein erfolgreiches wie auch sehr verzweifeltes – Leben geführt hat. Bei der Beschäftigung mit ihrer Person hat schon die Lektüre ihres Artikels in Wikipedia bei mir eine Reihe von Assoziationen ausgelöst.

Wenn wir es in unserem Handwerk zur Meisterschaft bringen wollen, müssen wir uns in der „best practice“ großer Meister üben und die in „design pattern“ kondensierten Erfahrungen der Menschheit nutzen. Bis wir an einem Punkt kommen, wo es nicht weitergeht – und an dem wir uns vom Gelernten verabschieden müssen. Dann heißt es aufzubegehren und „die Dinge“ sowie das „Das macht man so!“ in Frage zu stellen.

Lernen heißt Muster zu verstehen und zu erfahren, an denen wir uns festhalten können. Lernen in Innovation aber verlangt das Brechen von Mustern. Das Brechen von Mustern und das Entwickeln neuer Muster führt zu kreativer Zerstörung. So zwingt uns das Leben in sozialer Gemeinschaft dazu, den anhaltenden Spagat zwischen individuellem Bedürfnis und kollektiver Vorgabe auszuhalten. Schöner wäre es natürlich wenn wir diese Spannkraft  zur Entfaltung unseres eigenen Lebens nutzen könnten.

Wir alle lieben das formatierte Leben, weil es sicher und bequem ist. Wir sind bereit, uns der Moral zu unterwerfen, weil wir gut sein wollen. Andererseits sehnen wir uns nach Freiheit und Neuem. Weil wir wissen und fühlen, dass eine moralisierte Gesellschaft uns genau die Freiheit nimmt und uns einengt und klein macht.

Das scheint mir in unserer Konsumgesellschaft noch schwieriger zu werden, versucht doch die Welt (Gesellschaft und Wirtschaft) mit Marketing uns  klar zu machen, wie wir uns individualisieren sollen. Das heißt, dass kollektive Manipulation versucht unsere individuellen Bedürfnisse vorzugeben.

So ist es im privaten Leben wie im beruflichen (wenn diese Unterscheidung in einer entwickelten Gesellschaft überhaupt noch zulässig ist). In den sozialen Gemeinschaften unsere privaten Lebens „lavieren“ wir permanent zwischen diesen oft paradoxen Positionen. Und genauso in unserem Berufsleben. Denn auch das Unternehmen, in dem wir „arbeiten“ ist ein soziales System, das halt einen ökonomischen Zweck hat und uns natürlich manipulieren will. Durch Führung. Aber Führung baut auf Kommunikation auf und Kommunikation ist auch wieder nur ein Kombination von Zuhören und Reden.

Selten habe ich den Konflikt zwischen autonomer Selbstbestimmung und Fremdsteuerung so intensiv erlebt wie bei der Lektüre der Biographie der großen Mathematikern. Mir fällt da im Moment nur noch Nietzsche ein, der knapp 30 Jahre nach ADA LOVELACE geboren wurde!

Ich meine:
Wir können nur „gute“ Projektleiter, Manager, Führungskräfte – und Menschen sein, wenn uns die wichtigen Projekte gelingen. Das wichtigste Projekt eines jeden Menschen ist sein eigenes Leben. Das muss als erstes Gelingen, erst dann macht es Sinn, sich in fremdes Leben einmischen.

Das eigene Leben kann aber nur gelingen, wenn wir bereit sind, uns auf die wichtigen Dinge zu besinnen und unsere dem Leben abträgliche Gewohnheiten zu ändern. So muss ich willens und fähig sein, mein eigenes Leben autonom zu entfalten und dort in Ordnung zu bringen, wo es nicht passt.

Ich habe mir da zum Beispiel auch meine Mobilität herausgesucht. Und versuche schädliche Art von Mobilität zu meiden, soweit dies nur möglich ist.

Weil ich mir ganz einfach die Frage stelle: Wie will ich in der Lage sein, mein Leben verantwortet zu führen, wenn ich das bei der Mobilität, für die ich so viel Zeit ausgebe, nicht schaffe? Also muss ich mich und mein Verhalten ändern. Verhalten beruht auf Gewohnheit, die eingeübt sit und die zu verändern so nur durch üben geht. Und beim üben muss ich vor allem lernen, störende Fremdsteuerung ausschalten.

Soweit meine Assoziationen zum zerrissenen Leben der ADA LOVELACE.

Beim folgenden Vortrag von Bruno Gantenbein empfehle ich, auf Parallelen zum eigenen Leben zu achten.

RMD

P.S.
Noch sind Plätze frei. Und das Bild von Lady Lovelace ist aus Wikipedia.

Roland Dürre
Sonntag, der 7. Juni 2015

PM-Camp – gestern Zürich – morgen Bad Homburg.

CGu_W8WUgAI8wlMGestern abend bin ich vom PM-Camp aus Zürich #pmcampzue zurück gekommen. Es war ein kleines aber sehr feines PM-Camp, dass mir zwei großartige Tage geschenk hat.

Der erste Tag wurde eröffnet von Nadja Schnetzler, Besitzerin von word and deed. Sie verzauberte die Teilnehmer des Camps mit ihren wunderschönen Postkarten: Und zeigte, wie man auf ganz ruhige und gelassene Art „das Chaos umarmen“ kann.

Ich hatte den Eindruck, dass dieser schöne Impuls viel dazu beigetragen, dass in vielen Sessions dann die Situation des Menschen in seinen verschiedenen Rollen in für Projekte typische Aufgabenstellungen ein wichtiger Schwerpunkt war.

So ging es viel um den Wandel in unserer Gesellschaft und so auch in unseren Projekten, den Weiterentwicklung so mit sich bringt, um gewollte wie ungewollte Veränderung – und um „Innovation als kreative Zerstörung“.

CGzS2XBVIAApMhUAm Samstag, den zweiten Tag sind wir mit einem Paukenschlag in den Tag gestartet. Bruno Gantenbein, Besitzer von Unschooling.ch
und seit vielen Jahren unterwegs als erfolgreicher Unternehmensberater, hat gleich am frühen Morgen einen starken Impuls zum Thema “Auch Lernen ist in Evolution” eingebracht. Und das in einer Emotionaliät, die bei dem einen oder anderen Zuhörer zu Tränen der Rührung und Freude geführt hat.

Und dann hat auch er in seinem Vortrag auch noch einen wunderbaren Bogen zum Projekt Management geschlagen – mit der in meiner Bewertung so zentralen Frage „Wie, wo und was lernen denn eigentlich Projekt Manager“.

Toni (Anton Maric) in Aktion.

Toni (Anton Maric) in Aktion.

Kein Wunder, dass der zweite Tag dann doch sehr stark zu einem breiten Wissensaustausch geführt hat zu der Frage, wie denn sinnvolles, effizientes und menschenwürdiges Lernen so aussehen könnte, sollte oder müsste.

Es war großartig, wie man auf den Fotos vom PM-Camp Zuerich sieht.Die Fotos findet man ebenfalls auf dem Flickr Account des PM Camp Zuerich!

Deshalb ein ganz grosses Danke Schön ans PM-Camp Zürich Orga-Team bestehend aus Dagmar, Bruno, Christian, Matthias, Silvio und Toni, der die Veranstaltung in Zürich initiert hat.

PMCampRM_Logo_gross-150x150Und schon in weniger als einem Monat am 02.-04. Juli 2015 geht es weiter mit den PM-Camps in Bad Homburg! Dann heißt der Tag #pmcamprm!

Da will ich dann auch wieder dabei sein und natürlich gibt es dazu hier in IF-Blog auch noch einen Bericht!

RMD