Klaus KüsterDienstag, der 9. März 2010
Zahlen, bitte.
Investmentbanker in der Londoner City – Verdienst um die 1.0 Mio. Pfund Sterling – zerstören für jedes Pfund Sterling, das sie an Wert schaffen, sieben Pfund Gemeinschaftsvermögen.
Sagt der britische Thinktank nef
Klaus KüsterDonnerstag, der 25. Februar 2010
Moral, Doppelmoral, Hypermoral.
Frau Käßmann ist zurückgetreten.
Sofort setzt ein großes Lamento ein:
Die arme Frau.
Bei einem Mann wär das nicht passiert.
Sie hat sich und unserer Sache keinen Dienst erwiesen (Alice Schwarzer).
Was ist Fakt?
Die Frau hat ein Alkohol-Problem, dem sie sich stellt.
Sie hat einen Fehler gemacht, für dessen Folgen sie einsteht.
Völlig richtig.
Vor lauter Moral-Hypertrophie ist es nicht mehr möglich,
FEHLER Fehler zu nennen.
Roland DürreMittwoch, der 24. Februar 2010
“Bloggen und Twittern”
Was ich so alles in Blogs und Twitter lese. Wahnsinn!
Wow, was da alles drin steht. Manches geht sogar mir zu weit.
Dann denke ich mir:
Twitter und Blogs wären früher in der DDR wahre Fundgruben für die Stasi gewesen.
Jetzt haben wir auch einen Verfassungsschutz und einen Bundesnachrichtendienst, die immer auf der Wacht sind. Und viele anderen Geheimdienste suchen nach potentiellen Terroristen wie nach der Nadel im Heuhaufen.
Vielleicht durchforsten die jetzt alle das Internet und suchen nach verdächtigen Aussagen und Artikeln.
Dann müsste die Behörde alle Jahre verdoppelt werden, um das Pensum zu schaffen, bei dem Wachstum, das es ja offensichtlich gibt.
So würden neue, gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen werden.
Also – mehr Twittern und Bloggen!
RMD
Roland DürreMontag, der 22. Februar 2010
Ein gerechter Staat
Irgendwie arbeiten die Vorfälle um die vielleicht real vorhandenen oder vielleicht nur virtuell erfundenen “Steuer-CD’s” immer noch in mir.
Steuerbetrüger sind kriminell. Kriminelle müssen bestraft werden, bei schweren Delikten sogar ab ins Gefängnis mit ihnen. Man muss die CD’s kaufen.
So tönt es aus dem Busch und so hört man Volkes Stimme. Obwohl die Menschen, die ich persönlich kenne und mit denen ich darüber spreche, anderer Meinung sind. Die meinen, dass der Staat nicht so einfach zu fragwürdigen Methoden greifen und Denunziantentum immer hoffähiger machen sollte.
Und dann denke ich, dass es sich der Staat und die öffentliche Moral einfach zu leicht machen. Und komme auf komische Gedanken:
Roland DürreDienstag, der 16. Februar 2010
Brot und Autos
Oder auch: Panem et circenses.
Wie ich ein Kind war, war ich öfters in der Sowjetzone. So hieß die DDR im Elternhaus und im bundesdeutschen Sprachgebrauch der 50iger. Der Begriff DDR war bei uns zuhause genauso wie “sogenannte DDR” auf das strengste verpönt.
In der Sowjetzone ging es mir besonders gut. Meine Großtanten hatten immer viel Geld (für das man sich laut ihrer Aussage nichts kaufen konnte), und die Semmeln und das Malzbier waren sehr billig. Mein Vater hat mir dann erklärt, dass die Preise für Lebensmittel und Bücher in der Sowjetzone künstlich niedrig gehalten würden. Denn in der DDR durfte es – nicht wie bei uns in der BRD – keine Inflation geben.
In der Tat wurden in der DDR Lebensmittel, Wohnraum und andere für den Grundbedarf notwendige Waren wie Energie hochgradig subventioniert.
Roland DürreMittwoch, der 10. Februar 2010
“Schweizer Verhältnisse” oder “Kündigungsschutz”
Die Schweiz ist ein Sozialstaat. Sie tut wahnsinnig viel für ihre Bürger. Ich kenne eine Reihe von Deutschen, die sich Schweizer Verhältnisse auch in Deutschland wünschen. Dann frage ich sie, ob das auch für das Arbeitsrecht gilt?
Ja, sagen sie, warum denn nicht!
Ja, sage ich dann, weil es in der Schweiz keinen Kündigungsschutz in der Art gibt, wie er bei uns bekannt ist:
Roland DürreDonnerstag, der 4. Februar 2010
Imame frisch von Deutschen Hochschulen
Der Wissenschaftsrat hat empfohlen, dass Deutsche Hochschulen in Zukunft Imame für den Unterricht in islamischer Religion ausbilden sollen. So habe ich es im Spiegel gelesen und auch in den Nachrichten gehört. Und angeblich soll er auf breite Zustimmung gestoßen sein.
Das mit der breiten Zustimmung irritiert mich. Wir sehen uns doch als moderne und säkularisierte Gesellschaft. Die Anzahl der Mitglieder von christlichen Glaubensgemeinschaften sinkt, die Zahl der konfessionslosen Menschen in unserem Land steigt. Der Trend ist eindeutig.
Warum wird der christliche Religionsunterricht bei uns vom Staat bezahlt und in staatlicher Regie betrieben? Warum bilden freie deutsche Universitäten auf Staatskosten katholische und evangelische Geistliche und Religionslehrer aus? Und warum werden dem Konkordat folgend die Stellen für Bischöfe vom Staat finanziert?
Das, obwohl es in Deutschland eine Kirchensteuer gibt (wie sonst in keinem mir bekannten Land) und so die Kirchen finanziell vom Staat systemisch unterstützt werden..
Gastautor(en) Samstag, der 30. Januar 2010
“Die gütige Königin” oder “Das Märchen vom Ende der Glühbirne”
Zum Wochenende wieder etwas besonderes: Ein Politik-Wirtschafts-Märchen! Erzählt hat mir diese Geschichte ein Kenner des Beleuchtungsmarkts, ich habe sie dann in Märchenform gebracht. Der Urheber meint allerdings, dass dies kein Märchen sei, sondern wirklich so passiert wäre. Let’s go!
Es gab einmal eine Königin. Die hatte ein mächtiges Königreich in einem reichen Kontinent. Wie ihre Untertanen wollte sie immer Europa- und Weltmeister werden. Die Chancen für sie waren gut, denn während ihrer Regentschaft gelang dies bei dem einzigen Thema, das ihre Untertanen wirklich interessierte, nur den Frauen (Stichwort Prinzessin).
Die Königin verteilte das Geld ihrer Untertanen immer sehr großzügig und wurde deshalb von den anderen Königen des Kontinents, den Mächtigen der Welt und der großen Lobby des Wirtschaftsadels gerne gesehen.
Roland DürreDonnerstag, der 28. Januar 2010
“Ab nach Zürich!” oder “Die Fahrt mit der Eisenbahn”
Nach drei wunderschönen Schitagen mit Barbara an der Kanzelwand (Riezlern, Kleinwalsertal) stehen wir heute früh um 7:00 in Riezlern auf. Wie vom Wetterbericht und unserem Wirt angekündigt, hat es geschneit. Der Renault hat eine weiße Haube, zirka 10 cm Neuschnee. Wir frühstücken in Ruhe, dann bringt mich die Barbara zum Bahnhof in Oberstdorf. Denn ich will nach Zürich zum RISE-Treffen.
Mit dem ALX 39555 möchte ich von Oberstdorf um 8:05 nach Immenstadt fahren. Eine ganz kurze Strecke – Fahrzeit 30 Minuten. Die Anzeige sagt: Zug fällt aus. Also fahren wir – ganz gemütlich, ohne Behinderung, ein wenig Schnee auf der Straße nach Immenstadt.
Dort will ich um 8:43 den ALX 38702 nach Lindau nehmen. Auch eine kurze Strecke – Fahrzeit 55 Minuten. Die Anzeige sagt, Zug zirka 60 Minuten später.
Also fahren wir mit dem Auto nach Lindau. Auch kein Problem. Ein kleiner Pass, zwar nicht geräumt, aber man kommt gut durch. So richtig viel Schnee ist nirgends zu sehen.
Roland DürreDienstag, der 26. Januar 2010
“Patente sind für die Katz?” oder “Be evil!”
Seit einiger Zeit habe ich eine Idee. Eine wunderschöne technische Idee. Könnte vielleicht die IT revolutionieren.
Diese Idee würde ich gerne als Patent anmelden. Da habe ich mir natürlich fachmännischen Rat geholt. Nicht irgend einen, sondern richtig kompetenten.
Das Ergebnis war unerfreulich. Meine Idee kann man wahrscheinlich nicht patentieren.
Obwohl sie ganz toll und natürlich genial ist.
Dafür habe ich einiges über Patentrecht gelernt. Und seine Anwendung.





