Roland Dürre
Montag, der 18. Februar 2013

Wer Bilanz macht, der entdeckt Absurdes.

Ist ja eigentlich klar. Aber diesmal spreche ich nicht von meiner Lebensbilanz. Nein, letzte Woche haben wir gemeinsam mit unserem Partner aus der Gilde der Wirtschaftsprüfer die Bilanz der InterFace AG fertig gestellt. Und da habe ich wieder ein paar sehr absurde Regelungen unserer mittlerweile schon sehr verarmten und von Interessen getriebenen Gesetzgebung entdeckt.

Hier ein Beispiel:

In der Abschlussbesprechung zum Geschäftsjahr 2012 am letzten Freitag entdecke ich in der G&V einen Verlust mit dem Titel “Abschreibungen auf Wertpapiere”.

Das wundert mich. Die InterFace AG hat Wertpapiere? Wusste ich gar nicht. Doch dann fällt mir ein:

Aber klar haben wir Wertpapiere! Bei uns können ja Mitarbeiter einen Teil ihres Überstundenguthabens (wenn sie denn eines haben und dies wollen) in Altersversorgung umwandeln. Der “terminus technicus” heißt “Langzeitarbeitszeitkonto” (nomen est omen).

Das heißt die Überstunden eines Kollegen, der bei diesem Programm mitmacht, werden nicht ausgezahlt, sondern seinem persönlichem Guthaben fürs Alter zugeführt. Da dieses Geld ja nicht dem Unternehmen sondern dem Mitarbeiter gehört, muss das Unternehmen verantwortlich damit umgehen und die akkumulierten Gelder auch vor einer Insolvenz sichern. Deshalb haben wir diese Beträge in sogenannte “mündelsichere Papiere” angelegt und diese an den Mitarbeiter verpfändet. So war auch die Regel.

Bürokratisch ist dieses System wie vieles im Staat recht aufwendig. Es mag aber vielleicht ein sinnvoller Beitrag für die persönliche Altersvorsorge sein. Wenn man davon absieht, dass das Geld bei der Auszahlung wahrscheinlich erstaunlich wenig wert sein wird. Aber das wird ja jeder “Riesterer” auch so erleben.

Vor ein paar Jahren hat dann der Gesetzgeber mal wieder zugeschlagen. In seiner unendlichen Regulierungswut hat er noch ein paar Gesetze mehr zum Thema”Langzeitarbeitszeitskonto” erlassen. Angeblich um die ach so schlechte Situation zu verbessern, in Wirklichkeit – so vermute ich – eher von den Lobbyisten getrieben.

Den Arbeitgebern wurde damals vorgeschrieben, dass die Anlage solcher Gelder nur noch in sogenannte “Zertifizierte Wertpapiere” erfolgen darf. Sparbuch oder Festgeld zum Beispiel sind da nicht dabei, obwohl man bei diesen Anlageformaten zumindest ja nominell keinen Verlust haben dürfte.

So mussten wir pünktlich zur Gesetzesänderung unsere “mündelsicheren Anlagen” in “zertifizierte Wertpapiere” umwandeln. Und haben da wie immer die Anlagen nach dem prioren Kriterium der Sicherheit ausgewählt.

Und siehe da – genau im Jahre 2012, in dem sich nicht nur der DAX bombastisch entwickelt hat, machen unsere “zertifizierten” Wertpapiere einen doch erwähnenswerten Verlust.

Was schließe ich daraus?

Dass bei besagtem Gesetz die wesentlichen Anteile von Lobbyisten geschrieben und dann von unserem Gesetzgeber einfach mal ins Gesetz kopiert wurden. So wie wohl mancher unserer Politik- und Nicht-Politik-Doktoren das so gemacht hat. Und solches Kopieren finde ich bei Doktorarbeiten fast weniger schlimm als bei Gesetzen. Und würde mir auch bei der Entstehung von Gesetze noch mehr Transparenz wünschen.

Und mein Vorurteil hat sich weiter verfestigt, dass alles, was sich “zertifiziert” nennt, doch sehr häufig schon von Haus aus stinkt.

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 7. Februar 2013

Nicht der Mensch ist für die Arbeit da …

… sondern die Arbeit soll dem Menschen dienen.

Dieser Satz ist bestimmt schon von vielen Leuten gesagt worden. Habe aber gerade keine Lust zu recherchieren. Wäre dann ohne Lust ja Arbeit. Außerdem klingt der Satz ja ein wenig nach Marx (Igittigitt).

Aber etwas ist an dem Satz schon dran. Für mich ist Arbeit, wenn ich (unter anderem) nur wegen Geld Dinge machen soll oder muss, die ich partout nicht machen will. Wenn ich mich dagegen auf das “Dinge machen” freue, dann ist das für mich keine Arbeit sondern Spaß.

Und wahrscheinlich bin ich glücklicher, wenn ich Dinge machen darf, die mir Spaß machen, als wenn ich gezwungen bin, etwas zu machen, das ich eben nicht machen will. Und als “Weißer Kragen” oder “Wissensarbeiter” habe ich sogar die Chance, in so eine schöne Situation hineinzukommen. Zumindest ist das mein Ziel für meine letzten Jahre als Werktätiger.

Nur ist das nicht wieder die Arroganz des “Weißen Kragen”? Und für die meisten Menschen eine nicht erfüllbare Utopie? Weil es immer Arbeit geben wird, die so “Bäh” ist, dass niemand sie machen will. Und man dann doch wieder die “armen Menschen” braucht, die ihre Existenz sichern müssen. Und so bereit sind für schnödes Geld Dinge zu tun, die sie so gar nicht tun möchten?

P.S.
:-) Trage übrigens ab und zu lieber schwarze Rollis. Hoffentlich ist das nicht die Uniform der Rosinenpicker?

Roland Dürre
Donnerstag, der 31. Januar 2013

Acht Arbeitstage zu verschenken …

Sitze bei offenem Fenster im Büro in der Frühlingssonne. Eine Motorwelt hat sich auf meinen Schreibtisch verirrt.

Nur zur Erinnerung für irgendwelche Nerds, die es nicht wissen: Der ADAC ist der wichtigste Verein Deutschlands. Er ist der Club der Autofahrer und hat mehr als 18 Millionen Mitglieder. Damit ist er nach dem US-amerikanischen AAA der zweitgrößte Automobilclub der Welt. Die Motorwelt ist das monatlich als Illustrierte erscheinende zentrale Organ des ADAC.

Früher war der ADAC vor allem der Lobbyist der “Autofahrer-Community”. Heute ist der Club zu einer Organisation geworden, die vor allem versucht, an das beste ihrer Mitglieder heran zu kommen – an ihr Geld. Dazu dient unter anderem auch die Motorwelt, die (nicht nur) die ADAC-Mitglieder mit Unmengen von Anzeigen zum Kauf von margen-trächtigen “Sonderangeboten” (oft von hoch profitablen ADAC-Tochterunternehmen) verführen will.

Der Themenschwerpunkt des aktuellen Hefts (Heft 2  Februar 2013) ist “STAU”. Das Heft wirbt für mächtige Investitionen in den Ausbau von Straßen.

Hier ein paar Zitate aus dem Heft:
“Deutschland braucht ein umfassendes Programm zur Straßensanierung.”
Weil uns schon die Titelseite belehrt:
“Nur noch STAU – 595000 km Stillstand – auf deutschen Straßen herrscht Chaos.”

Auf Seite 20 lese ich dann:
“Acht Arbeitstage verbringt jeder deutsche Autofahrer jährlich im Stau.”
Und weiter:
“Bürger und Wirtschaft leiden unter immer schlechteren Straßen, die Politik sieht dem starken Verkehrswachstum tatenlos zu.”

Mir bleibt da wieder mal die Spucke weg. Denn ich glaube, dass wir andere Probleme in Deutschland haben als unsere Straßen (Bildung, Demographie, Energie, Gesellschaft, Klima, …). Dass das Chaos nicht im Stillstand sondern in der Bewegung stattfindet. Dass nicht nur der deutsche Autofahrer sondern auch der “mit den ausländischen Wurzeln”  im Stau steht. Bin für eine sanfte aber stetige Verringerung und De-Emotionalisierung des Individualverkehrs.

Und selbst bin ich froh, dass ich kein “Deutscher Autofahrer” mehr bin. So habe ich doch acht Arbeitstage gewonnen. Und wenn ich dann noch bedenke, wie viel Stunden “der Deutsche Autofahrer” dann noch an Zeit, die er nicht im Stau steht, am Steuer arbeiten muss, dann bin ich richtig glücklich. Irgendwie spare ich mir wahnsinnig viel Zeit und Arbeit. Und vom Ersparten verwende ich dann ab und zu ein wenig dafür, einen Artikel in IF-Blog zu schreiben.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 30. Januar 2013

Die Rohstoffe des südlichen Amerikas

Unsere Kanzlerin ist sehr fleißig. Rund um die Uhr arbeitet sie. Sie scheut auch keine und noch so lange Dienstreise. So war Frau Merkel gerade mit Tross auf Südamerika-Tour. Mit Brasilien hat sie eine der Supermächte der Zukunft besucht. Dort hat sie um die Rohstoffe gekämpft. Um unsere Rohstoffe. Für Deutschland. Für die deutsche Industrie. Gegen die Chinesen.

Habe ich jetzt vielleicht ein wenig vereinfacht dargestellt. Aber so habe ich es den Medien entnommen.

Aber was ist das wieder für ein Unsinn! Wir haben eine “globalisierte” Welt – besonders in der wirtschaftlichen Dimension. Das erklärte Ziel von EU und USA ist die radikal freie Marktwirtschaft, außer wenn es um die eigene Geschäfte geht. Auch in Europa ist Privatisierung die Zauberformel.

So ist klar, dass die Rohstoffe an den gehen werden, der am meisten dafür bezahlt. Was vielleicht langfristig sogar hilft, das richtige Ziel “keine Verschwendung” zu unterstützen. Nur ist es halt noch nicht so weit. Kann aber schnell passieren.

China aber ist unser Produktions-Land. Seit Jahren schließen wir Produktionsanlagen in Europa und verlagern sie nach Asien. Weil das billiger ist und wir auch so den Lärm und den Dreck von schmutziger Industrie los sind. Und uns nur noch um die Entsorgung des importierten Wohlstandmülls kümmern müssen.

Insofern müssten wir doch eigentlich dafür sorgen, dass China freien Zugang zu den Rohstoffen erhält. Und uns überlegen, wohin wir unseren Wohlstands-Müll exportieren. Wie auch den Atom-Müll, den wir ja jetzt endlich auch gesetzeskonform ins Ausland entsorgen dürfen.

Vielleicht geht die nächste Dienstreise unserer Kanzlerin dann doch wieder nach Afrika. Natürlich für Deutschland.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 28. Januar 2013

Die Differenzierung unserer Mütter …

Die Geschichte von den Müttern und ihren Arbeitsplätzen vor ein paar Tagen geht mir immer noch durch den Kopf. Besonders weil ich den Begriff mit den “ausländischen Wurzeln” jetzt noch öfters gelesen und gehört habe.

In offizieller Statistik wurde da von Müttern “mit ausländischen Wurzeln” berichtet. Das Gegenteil von “ausländischen Wurzeln” sind doch die “inländischen Wurzeln”? Oder sind es die “deutschem Wurzeln”? Dann müsste das Gegenteil aber “Mütter mit nichtdeutschen Wurzeln” heißen?

Und haben Mütter wirklich Wurzeln? Und was sind “deutsche Wurzeln”?

Was für ein Blödsinn. Da schlage ich jetzt zurück und differenziere die Mütter mal ganz anders.

Nach “streng katholischen”, “aufgeklärt evangelischen”, “jüdischen”, “islamischen”, “buddhistischen”, “atheistischen” und sonstigen Müttern.

Nach “Barbie-Puppen-Müttern – und nach “Total-besorgt-Müttern”

Nach “Sagrotan-Müttern”, die ihre Buben für die Sauberkeit beschneiden lassen und “Gammel-Müttern”.

Nach “Bonzenmüttern” und “Armutsmüttern”.

Nach “Arbeitermüttern“und “Akademikermüttern”.

Nach “3K-Müttern” (Kirche, Küche, Kinder) und nach “1K-Müttern” (Karriere).

Nach “sittlich anständigen Müttern” und “Müttern mit einem unmoralischen Lebenswandel”.

Nach “allein-erziehenden Müttern” und “gemeinsam-erziehenden Müttern”.

Nach “Null-Kind-Müttern” und “n-Kind-Müttern”.

Dann könnte man Statistiken machen, wie viel Arbeitsplätze für diese Kategorien da sind. Oder sich mal die Wurzeln der Väter anschauen. Danke, mir reicht es!

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 23. Januar 2013

Die Wurzeln unserer Mütter …

… und ihre Arbeitsplätze.

Heute morgen im Tagesgespräch in Bayern 2 kurz vor sieben höre ich, dass nur jede zweite Mutter mit “ausländischen Wurzeln” einen Arbeitsplatz hätte. Und wundere mich mal wieder. Doppelt.

Inhaltlich, weil dieser Satz doch irgendwie unterstellt, dass es gut und richtig wäre, wenn jede Mutter einen Arbeitsplatz hätte. Und auch, dass die Mütter mit “deutschen Wurzeln” alle einen Arbeitsplatz haben. Die Mütter mit “ausländischen Wurzeln”  wären wieder mal benachteiligt – schließe ich mal. Weiß ich ja nicht …

Obwohl es bei Müttern vielleicht kulturelle Unterschiede geben könnte, die auch die Begleitung der Kinder durch die Mutter betreffen.

Frech finde ich auch die Substitution des Begriffs vom Menschen “mit Migrantenhintergrund” durch den des Menschen “mit ausländischen Wurzeln”. Dieser sprachliche Blödsinn heißt doch wirklich “vom Regen in die Traufe kommen”.

Kann man diesen Mist nicht einfach mal beenden? Wir sind doch alle Menschen. Muss und kann man unsere kulturelle Unterschiedlichkeit wirklich differenzieren und dann noch auf Arbeitsplätze abbilden? Und dann noch irgendwelche Schlüsse daraus ziehen, die wahrscheinlich mehr oder weniger falsch sind?

Oder ist das ganze nur ein versteckter Vorwurf an die Mütter “mit ausländischen Wurzeln”. Dass nämlich diese dem in diesem Lande vorhandenen gesellschaftlichem Druck zur “arbeitenden Mutter” nicht folgen und nicht bereit wären zu arbeiten. Denn nicht zu besetzende Putzfrauen-Stellen gibt es ja in Deutschland genug.

RMD

P.S.
Im Web habe ich diesen Artikel zur Sache gefunden.

Gastautor(en)
Mittwoch, der 26. Dezember 2012

Weihnachtsgruß an alle Sysadmins!

Hier ein Artikel eines lieben IF-Blog-Freundes, der in IF-Blog mit interessanten Kommentaren nicht sparsam ist. Es ist Hans Bonfigt, der für mich völlig überraschend jetzt einmal in die Rolle des Gastautors geschlüpft ist. Hier ist sein:

Weihnachtsgruß an alle Sysadmins

Auf eine ganz bestimmte Art und Weise wurden “wir” EDV-Leute eigentlich schon immer, ja, in unserer Heimat heißt das “veräppelt”. Nein, es hat nix mit den Plagiaten des Herrn Jobs zu tun, sondern es ist aus einem gewissen Unverständnis heraus geboren:
“Erst wenn die Lichter angehen, fangt Ihr an zu arbeiten”, so wurden wir aufgezogen. Na klar, liebe Anwender (ein schlimmeres Schimpfwort kennen wir nicht), wie sollen wir Eure Systeme, die ihr wieder verderkelt habt, denn auch in Ordnung bringen, solange Ihr davor sitzt? Früher ging das gar nicht, denn da hatte man typischer-weise ein Einplatzsystem, an dem halt auch nur einer arbeiten konnte. Irgendwann waren die Maschinen dann ‘multitaskingfähig’, aber die Anwender waren es nicht. Wir sind da wählerischer – wir wollen die Maschine meistens exklusiv für uns.

Und während Ihr spätestens seit vergangenem Freitag auf der Couch liegt, ist eine kleine Minderheit seit Freitagmittag bis jetzt damit beschäftigt, Euren Mist aufzuräumen. Mit maximal zwei Stunden Schlaf in 24 Stunden. Denn wir wissen, was es am morgigen Donnerstag wieder für ein Geblöke gibt, wenn irgendeine Kleinigkeit nicht klappt: “WIR KÖNNEN NICHT ARBEITEN …” !  –  Als ob wir das nicht seit Jahren wüßten.

Ja, jedes Jahr wird der Augiasstall, den Ihr in unseren Systemen anrichtet, fieser und vor allem größer. Und Ihr lernt es einfach nicht. Also, daß Ihr davon ablaßt, Euer Paßwort unter die Mausmatte zu kleben, darauf habe ich eigentlich nie gehofft. Ich weiß ja, was für einen Scheiß Ihr wählt und irgendwo müssen die ganzen facebook-luser ja herkommen. Von Euch so etwas wie ein Minimum an Verantwortungsgefühl zu erwarten – wäre ich so töricht, könnte ich in meinem Job nicht arbeiten.

Aber irgendwie habe ich über die Jahre gehofft, ihr würdet Euch wenigstens die Dinge angewöhnen, die Euch das Leben leichter machen, aber weit gefehlt:

- Keine Leerzeichen und Umlaute in Dateinamen, unsere Rede seit mindestens 20 Jahren. Und vor allen Dingen nicht den ganzen Text Eures Dokuments in den Dateinamen. Gerade Ihr, die ihr nicht einmal den Großbuchstaben ‘O’ von einer Null unterscheiden könnt, solltet doch nicht voraussetzen, daß Umlaute oder auch nur Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen plattformübergreifend interoperabel implementiert wären. Schon gar nicht unter Euren geliebten Windows, welches intern nämlich nur die “8.3″-Nomenklatur kennt, die unter DOS schon zum Himmel stank.

- Mindestens genausolange predigen wir Euch, “legt gemeinsam benutzte Dateien zentral ab UND HÖRT AUF, SIE EUCH GEGENSEITIG ZUZUMAILEN”. Und wir sagen Euch auch, “ZITIERT RICHTIG und hängt nicht den ganzen Sarotti von Rede und Gegenrede immer wieder hinten an”. Ja, Jungs und Mädels, und nun sitze ich seit Freitag vor einem 24 TERABYTE großen Mailspool. Den muß ich auf 12 TB zusammenschrumpfen. Und verlaßt Euch drauf, das habe ich getan. Und wo gehobelt wird, da fallen Späne.

- Wie oft haben wir Euch gesagt, ihr sollt Eure Papierkörbe leeren. Aber keine Sorge, auch das habe ich für Euch erledigt. Mit der halstiefen Rasur.

- Bei der Gelegenheit:  Ich habe auch alle Eure Browser-Caches gelöscht.  Denn ich hatte einfach keine Lust, die riesige Pornosammlung, die Ihr euch da zusammengeklickt habt, auch noch mitzusichern und auf das neue SAN zu migrieren, das angeblich erforderlich war.

Ja, die Informationsgesellschaft hat kein schlankes, ebenmäßiges Gesicht mehr, sondern eine aufgedunsene Visage à la Dirk Bach. Wenn ich da so an früher denke:

Das mit den Lochkarten habe ich noch richtig miterlebt, die maximale Sourcefile-Größe lag beim KIENZLE SLM bei 2.780 Zeilen, das paßte in einen handlichen Koffer. Echt lästig, richtig schwer und ‘mal eben eine Kopie ziehen’, das dauerte halt. Mergen war die Hölle. Perfekte Beherrschung der Maschinensprache war Pflicht, denn ein Assemblerlauf mit einer vergleichbaren Anzahl Karten dauerte 2 1/2 Stunden. Wer da nicht manuell patchen konnte, für den war, buchstäblich, “aus die Maus”.

Die ECMA-34 – Kassette war ein Segen. Ja, liebe Anwender, Ihr kennt sie als Musikcassette, aber für Euch war sie eigentlich gar nicht gedacht, sondern für uns. Ein ganzer Lochkartenkoffer paßte nun bequem in die Hemdtasche, 900 Blöcke à 256 Zeichen gingen da drauf und man konnte sie doppelseitig beschreiben. Noch schöner die 8-Zoll-Floppies, da brauchte man die Quelldateien gar nicht mehr zu laden, sondern konnte sie direkt bearbeiten.

Indexsequentielle Dateien auf Disketten, das war erst recht ein Genuß.

Mit den “großen” Festplatten, die nicht mehr alle 14 Tage crashten, gab es eine weitere Revolution: Man brauchte eigentlich gar nicht mehr mit Datenträgern zu hantieren, weil sich ja alles auf dem System befand. Bloß sichern mußte man noch. Die Sicherung mit den Halbzollbändern hatte etwas, die Wartung war durchaus aufwendig, man mußte mit Hilfe eines Oszillographen (ja, so hießen die Dinger früher) die “Katzenaugen” richtig einstellen, die sich aus Schreibkopfsignal und dem um 180° phasenverschobenen Echo des Lesekopfs ergaben. Die Bandmaschinen waren teuflisch schnell und hatten ein schier unendliches Fassungsvermögen.

Mit den Cartridges, ibs. der QIC-Kassette, kamen auch bezahlbare Systeme auf den Markt, unser erstes Schätzchen schaffte 20 MB und brauchte dafür eine halbe Stunde.

Zu dieser Zeit etwa kamen diese unappetitlichen “Commodore” auf den Markt, die aussahen wie ein Brotkasten – wir reden also über die späten 80er Jahre.

Was hat sich eigentlich geändert ?

Ich darf hier über die Feiertage ein komplettes SAN neu aufsetzen, auf dem ALLE, aber auch wirklich alle Daten eines mittelgroßen Unternehmens abgelegt sind. Und ich muß ALLES löschen, natürlich nach vorheriger Sicherheitskopie auf Band und natürlich redundant, und weil es wichtig ist, auch noch dissimilar redundant.

Die Cartridges sind kleiner und schneller geworden. Hier fliegen gerade gut 140 MB pro Sekunde vom Band auf die Platten, pro Sekunde also packt das System also die siebenfache an Daten weg, die man in der 80ern auf eine QIC-20 – Kassette bekam. 3,5 Stunden schrumpfen zu einer Sekunde zusammen.

Eine Produktivitätssteigerung um 1.259 %.

Halt ‘mal, WIRKLICH ?

Das Unternehmen, bei dem ich gerade arbeite, hatte in den 80ern ebenfalls eine QIC-20 – Bandstation, sie hing an einem IBM /38, welches das gesamte Unternehmen mit der notwendigen EDV-Infrastruktur versorgte.

Die neue EDV macht eigentlich nix anderes, sie versorgt genau wie früher 200 Leute mit diversen Programmen. Heute mögen es unwesentlich mehr sein. Eine Migration in den 80ern hat drei Tage gedauert, in der aktuellen Situation komme ich schon jetzt auf fünf. Und vor morgen früh, fünf Uhr, bin ich nicht fertig.
Auf der alten Maschine konnte den Job ein gut ausgebildeter Servicetechniker erledigen, das neue System ist ultrakomplex und vereint so ziemlich alle neueren Technologien in einer Kiste – insbesondere kommt sie nicht mehr ohne Windows und den famosen IBM DRECK-TOR aus – ein in JAVA zusammengestoppelter, atemberaubend stinkender Haufen Sondermüll. Da kommt kein Mensch mehr mit zurecht. Gottseidank bin ich ja auch keiner.

Die alte Maschine war eigentlich nie kaputt, die neue fällt zwar wegen Redundanz auch nicht aus, aber ständig verendet irgendeine Komponente und die dann erforderliche Reparatur treibt einem den Angstschweiß auf die Stirn.

Die alte Maschine war richtig flott, die neue ist es eigentlich auch, aber das JAVA/AJAX/PINGPONG – Neppinterface ist schweinelahm und die Benutzer drehen Däumchen.

Ja, liebe Anwender – KEIN MITLEID !  Ihr wolltet das GUI, Ihr habt es.  Minderwertiger Augenzucker für minderwertige Mitarbeiter, jedem das Seine.

Aber wo ist bloß der Fortschritt geblieben? Irgendwo war er doch?

Die Antwort liefert, und ich zitiere das nochmal, Bertrand Russell:

Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit.

Vulgo: Die EDV-Landschaft hat sich vom ‘Tool’ zum ‘Toy’ gewandelt. Mit allen üblen Konsequenzen. Eine Sekretärin der Nordwest AG erzählte mir unlängst, daß sie mit HIT/CLOU, einem Textprogramm der InterFace AG, in etwa zehnmal schneller Briefe erstellen konnte als heute mit einem aktuellen “Word”. Unter Verwendung von etwa einem Tausendstel an Rechnerleistung, Hauptspeicher und Plattenspeicher.

Wir sind träge geworden, fett und degeneriert.

Tja, und es fehlt irgendwie der Spirit. Früher hatte ich Spaß an solchen “Nightflights”, genoß das beruhigende Rauschen der Lüfter und war mir vor allen Dingen sicher, ich würde den Job bis zum Termin hinbekommen.

Dadurch, daß ich überhaupt ein System einigermaßen überschauen kann, bin ich ja erst in der Lage, Verantwortung zu übernehmen.

Heute kann ich mir nicht mehr sicher sein, die Komplexität zu beherrschen. Und wenn ich in den letzten Tagen irgendwas verkackt habe, dann können am Donnerstag 200 Leute nicht arbeiten. Am Freitag auch nicht. Die Woche darauf auch nicht. Denn es sind weder Programme noch Daten da. Löhne und Gehälter funktionieren noch, das wird extern erledigt, aber ob sie auch bezahlt werden können, ist fraglich.

Und ich darf gleich unter die Brücke ziehen.

Und JA, es gibt eine ganze Menge Menschen, die auch jetzt viel wichtigere Dinge tun, beispielsweise eigentlich jeder Lokführer, der nicht, wie ich gerade, nur 200 Menschen “im Rücken” hat, sondern 800. Oder die gestreßten Fahrdienstleiter, denen man kaputte Technik hinstellt, und die trotzdem jeden Tag mit höchster Verantwortung handeln müssen. Gemessen am Grad der Verantwortung relativiert sich übrigens auch die Bezahlung. Was hat denn beispielsweise ein Herr Mehdorn “verantwortet”?

In vielen Dingen sehe ich Roland als Vorbild, ich werde mich in den nächsten Jahren wieder mehr bewegen und den Adminjob, aus dem ein Drittel meines Arbeitsgebietes besteht, langsam aber sicher an den Nagel hängen. Denn der Job ist ermüdend, als Heranwachsender habe ich eine Formulierung von Günter Grass aufgeschnappt, “Ohnmacht erprobt an Gummiwänden”.

Meine Grüße gehen an alle Admins dieser Welt, die, ausgestattet mit Pizza, Cola, Junkfood und Zigaretten, unter hohem Risiko, mit unerbittlicher Deadline und schier unerträglichem Streß es doch immer wieder schaffen, daß ihr Unternehmen am ersten Arbeitstag wieder am Netz ist.

Hans Bonfigt

Über diesen Artikel habe ich mich so richtig gefreut. Lieber Hans, ich darf mich bei Ihnen ganz sehr bedanken.

Roland Dürre
Donnerstag, der 20. Dezember 2012

Kinder sind Männersache

Die Diskussion “über zu niedrige Geburtenraten in Deutschland und was der Staat dagegen machen soll” nervt mich.

;-) Deshalb mache ich mit.

Zuerst mal meine ich, dass der Staat es im Normalfall zuerst mal den Menschen überlassen sollte, wie viele Kinder sie kriegen. Auch eine – vielleicht aus strategischen Gründen – rational oder sinnvoll erscheinende Bevölkerungspolitik wie die Chinas hat zwei Seiten. Ich sehe mich nicht in der Lage, dies “ethisch” zu bewerten.

Besonders aber nerven mich die Forderungen und hierzulande stattfindenden Diskussionen zu Kindertagesstätten (man beachte die Abkürzung Kita!) und zum Betreuungsgeld. So steuere ich auch hierzu meine zwei Cents bei.

Erste Aussage:

Ein Kind sollte man nicht zu früh und zu lang von seiner Mutter trennen. Es könnte sein, dass das Kind so frühe Verlustängste erlebt. Dies könnte zur Folge haben, dass das im Leben so notwendige Urvertrauen nicht ausreichend aufgebaut wird. Wie lange nach der Geburt der notwendige Zeitraum für eine enge Mutter-Kind-Beziehung zu sein hat, weiß ich als Laie nicht. Ich meine aber, dass man versuchen sollte, in solch wirklich wichtigen Dingen immer auf der “sicheren Seite” zu sein. Und da könnte in diesem Fall tatsächlich einmal ein “wenig mehr” besser sein zu wenig.

Also ist es wichtig, dass Mütter die Möglichkeit haben, viel Zeit mit ihren Kleinkindern zu verbringen. Das sollte in einer reichen, modernen und humanen Zivilisation sicher möglich, Gesellschaft, Unternehmen und Staat müssen es nur wollen.

Die angenommene Korrelation von Anzahl von Kita-Plätzen zur Anzahl von Geburten halte ich für möglich und vielleicht erklärbar, aber nicht für kausal. So könnte es sein, dass in einer “Kinder-freundlichen” Gesellschaft es einfach eine größere Bereitschaft gibt, auch in so etwas wie Kitas zu investieren. Dass ein Paar die Entscheidung, ob es ein Kind bekommt, von der Verfügbarkeit eines Kita-Platzes abhängig macht, leuchtet mir jedoch nicht so recht ein.

Zweite Aussage:

Etwas anderes und vielleicht Relevantes fällt mir aber immer mehr auf. Es sind nicht die Frauen, die die Anzahl der Kinder bestimmen! In meiner Umwelt kenne ich zahlreiche Paare, bei der die Frau ganz gerne ein Kind (oder mehr davon) hätte oder gehabt hätte. Und in den meisten Fällen ist/war der Mann die treibende Kraft bei der Entscheidung gegen Kinder oder nur für ein Kind.

Die Frauen – ausgleichend und partnerschaftlich – akzeptieren das. Sie lieben (und fürchten) ihre Männer und wollen diese nicht mit “unangemessenen und irrationalen Forderungen” in emotionale Schwierigkeiten bringen. Wahrscheinlich fällt es den Frauen auch ein wenig leichter, die männliche Vorgabe zu akzeptieren und “vernünftiger Weise” auf Kinder zu verzichten, weil Kinderlosigkeit ja auch ganz bequem ist, den Lebensweg zumindest vermeintlich weniger kompliziert macht (siehe Karriere und Selbstverwirklichung) und so durchaus seine Vorteile zu haben scheint.

Also:

Die Annahme, dass die Frauen über die Anzahl der Kinder entscheiden und das von staatlicher Infrastruktur oder Karrieremöglichkeiten abhängig machen, erscheint mir in unserem Kulturkreis mittlerweile als ziemlich falsch. Nein – die Männer bestimmen überwiegend die Anzahl der Kinder in einer Partnerschaft. Fragen Sie einfach mal mit Ihnen befreundete Paare, wie viel Prozent der Anteil des Mannes bei der “gemeinschaftlichen” Entscheidung war!

RMD

P.S.
Future is female!

Roland Dürre
Sonntag, der 16. Dezember 2012

Ein besonderer Weihnachtsgruß

Von meinem Freund Klaus-Jürgen Grün aus dem Reich der Philosophie und seinem Team von PhilKoll habe ich einen besonderen Weihnachtsgruß erhalten.

;-) Den stelle ich jetzt ins globale und ewige Internet, das ja bekanntlich nichts vergisst, denn schöne Texte will ich teilen und der Nachwelt erhalten.

In seiner Preisschrift: “Über die Grundlage der Moral” gibt Arthur Schopenhauer seinen Begriff vom Fest der Liebe bekannt:

“Der Geschmack ist verschieden;

aber ich weiß mir kein schöneres Gebet als Das, womit die Alt-Indischen Schauspiele (wie in früheren Zeiten die Englischen mit dem für den König) schließen.

Es lautet:
Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben.”

An anderer Stelle erinnert er daran, dass die ausgesprochene Religion der Liebe

wahrlich eine große und wesentliche Unvollkommenheit darin (habe), dass sie ihre Vorschriften beschränkt und die gesammte Thierwelt rechtlos lässt.

Anders dagegen in Momenten des Glücks

der Brahmanist oder Buddhaist nicht etwa ein “te Deum” plärrt, sondern auf den Markt geht und Vögel kauft, um vor dem Stadtthore ihre Käfige zu öffnen.

Das lass ich mal ohne weitere Worte so stehen!

RMD

P.S.
Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Den Doktortitel der Philosophie an der Universität Jena erhielt Schopenhauer am 18. Oktober 1813 für seine Schrift “Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde”.
:-) Also vor bald 200 Jahren!

P.S.1
Bild und Unterschrift sind aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons.

Roland Dürre
Freitag, der 7. Dezember 2012

Verbände und Vereinigungen

Wenn ich mit Verbänden zu tun habe, bekomme ich immer so komische Gefühle. Die sich dann auch meistens bestätigen. Nur – das Unbehagen im Bauch hilft mir nicht weiter. So versuche ich mein Unbehagen zu formulieren

Ich meine, dass sich die meisten der vielen Verbände und Vereinigungen, die wir in Deutschland so haben, überholt haben. Sie dienen in der Regel nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck, für den man sie erfunden hat. Die Nähe zu ihren Mitgliedern ist im Laufe der Jahre verloren gegangen. Die verbliebenen Mitglieder sind noch da, weil sie sie sich persönliche Vorteile versprechen oder Angst haben, eine Nichtmitgliedschaft könnte ihnen Nachteile bringen bzw. Risiken eröffnen.

Ein komisches Überich hindert die verbliebenen “Mitglieder” am Austritt. Oder sie sind ganz einfach zu träge, um auszutreten. Man hat sich daran gewöhnt. Der Beitrag erscheint nur gering, und so ein paar kleine Annehmlichkeiten scheint die Mitgliedschaft doch zu bringen.

Sind aber die ganzen Verbände und Vereinigungen heute noch zielführend? Neue Kreise entstehen und entwickeln sich. Zugehörigkeit muss nicht mehr organisiert werden, sie findet statt. Politischer Druck kann auch anders als durch Verbände ausgeübt werden. Und noch einen Vorteil haben freie “communities”: Wenn man den Kreis nicht mehr braucht, dann löst er sich von selber auf. Was für ein Segen.

Aber was ist mein Problem mit den Verbänden und Vereinigungen? Ich meine, dass Verbände zwangsläufig zu Systemen werden. Und die sich dann zu leicht und zu zügig verselbstständigen.

Am Anfang arbeitet so ein System meistens noch für die “edlen Ziele”, die den Gründern zu eigen waren. Aber nur zu schnell ändert sich das. Dem System wird dann der eigene Erhalt immer wichtiger. Und kaum gehen ein paar Jahre ins Land, wird der Erhalt zum prioren Ziele des System. Und früher ober später und zwangsläufig bleibt der eigene Erhalt der ausschließliche Zweck  des Systems. Und wenn es ganz schlimm wird, entpersonalisiert sich das System und fängt an, seine Umwelt beherrschen oder zumindest massiv fürs eigene Wohl beeinflussen zu wollen.

Neben den von Menschenhand geschaffenen Systeme gibt es auch noch “Über-Systeme”, die sich irgendwie ganz von selbst entwickelt haben und plötzlich die Welt beherrschen (Finanzwirtschaft, der internationale Terrorismus …). Aber die gehören hier nicht her, denn das sind nicht die Vereinigungen, über die ich hier schreibe.

Wenn die Verbände, die ich meine, ein gewisses Maß an systemischer Macht erreichen, entsteht häufig und ziemlich zwangsläufig eine Art von “Funktionärsfeudalismus”. Das ist auch ganz logisch. Denn das “System im Verband” will ja überleben. So belohnt es seine Systemagenten, die Funktionäre, mit Wohltaten wie angenehme Arbeitsbedingungen, ein gutes Einkommen, vorteilhafte Regelungen, viele Freizeiteinrichtungen, wohlwollende Nachsicht bei Inkompetenz oder mangelndem Einsatzwillen, einem hohen sozialen Status, schöne Reisen, großzügige Pensionszusagen und manches mehr.

Den Funktionären gefällt das natürlich. Und ganz selbstverständlich wird der Erhalt des Systems zum Hauptziel auch ihrer Handlungen. Steht für sie doch viel zu viel auf dem Spiel, wenn das System verschwinden würde. Und schon dreht sich die Spirale – vielleicht ganz unbewusst oder auch bewusst – und führt zu einer neuen Art von Feudalismus.

Also bitte – keine Vereine, Verbände, Interessensgruppen etc. mehr gründen. Aus den schon vorhandenen austreten. Dafür freie Gemeinschaften (communities) schaffen, die sich bilden und wachsen aber auch gerne wieder verschwinden dürfen, wenn die Zeit dafür reif ist!

RMD

P.S.
Ich zähle mal ein paar auf:

ADAC, ADFC, BDI, BdU, BdV, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, IHK, RK, VdA, VDI, VDE, VDK ….

Es gibt sicher viele Dutzend wenn nicht gar hunderte mehr.