Roland DürreDonnerstag, der 13. Dezember 2012
Gott
SPIEGEL ONLINE hat heute morgen in Google+ (und wahrscheinlich auch in anderen sozialen Medien) folgendes “gepostet”:
In der Vorweihnachtszeit darf es ruhig ein bisschen besinnlich werden. Zum Beispiel mit einem Gebet – von Robert Gernhardt, der heute 75 geworden wäre:
“Lieber Gott, nimm es hin, dass ich was Besond’res bin. Und gib ruhig einmal zu, dass ich klüger bin als du. Preise künftig meinen Namen, denn sonst setzt es etwas. Amen.”
Soweit der Originalton von SPIEGEL ONLINE.
Zuerst hat mir das gut gefallen. Dann doch nicht. In dem kleinen Gedicht von Robert Gernhardt wird zwar witzig aber doch ernüchternd die “übliche Rollenverteilung” zwischen Mensch und Gott umgedreht.
Ein Freund von mir hat vor kurzem mal gesagt, dass er sich sehr freuen würde, wenn er einen Gott kennen lernen würde. Er würde ihn freundlich grüßen und versuchen, mit ihm genauso gut aus zu kommen, wie mit seinen Mitmenschen.
Und das war nicht zynisch oder anmaßend gemeint. Und gefällt mir eigentlich viel besser als die schöne Ironie des Robert Gernhardt.
RMD
Edwin EderleDonnerstag, der 18. Oktober 2012
Sicherheit im Amtsgericht
Nachdem vor einiger Zeit in einem Gericht in Dachau ein Staatsanwalt erschossen wurde, hat man ja beschlossen, sämtliche bayerische Gerichte mit Zugangskontrollen auszustatten.
Vorgestern durfte ich zum ersten Mal erleben, was das bedeutet. Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie professionell unsere Steuergelder eingesetzt werden.
Alle Zugänge zu den Gebäuden sind verschlossen – bis auf einen, der mit einer Schleuse wie am Flughafen ausgestattet ist. Ich mußte Jacke, Unterlagen etc. in einem Korb durch ein Röntgengerät fahren. Man bat mich, auch meine Armbanduhr abzunehmen, da “das Gerät sehr empfindlich” sei. Trotzdem gab es bei mir einen Alarm und ein Wachtmeister kontrollierte mich. Auslöser waren die Nieten meiner Jeans.
Der Weg ins andere Gebäude war weit und verschlungen und nach dem Termin wollte ich mich auf den Rückweg machen als mich meine Bekannte auf ein “Ausgang”-Schild aufmerksam machte. Ich meinte, dass der sicher verschlossen sei, doch wir probierten es. Hier wurde anscheinend intensiv nachgedacht, wie man hohen Sicherheitsstandard gewährleisten kann: An der Tür war ein kleines Schild mit 2 Aufforderungen: Tür wieder fest zuziehen! und Keinen Unbefugten Zutritt gewähren!
Im Internet habe ich gerade gelesen, dass für Umbauten in diesem Zusammenhang 15 Millionen Euro zu Verfügung standen. Wäre nicht ein Schild am Haupteingang “Bitte keine Waffen ins Gebäude bringen!” viel günstiger gewesen?
E2E
Mähnicke & Six Samstag, der 15. September 2012
Der tägliche Wahnsinn: Biodioten
Wenn zum Glauben an die gute Sache Blödheit kommt, kommt man sogar ins Fernsehen.
Mehr Täglicher Wahnsinn?
Mähnicke & Six Donnerstag, der 23. August 2012
Der tägliche Wahnsinn: Opfergetue TV
Victimismo ist eine Wortschöpfung aus dem Spanischen.
Heißt soviel wie Opfergetue.
Sehr oft im Süden Europas zu beobachten.
Kaum im Norden.
Vor allem aber immer wieder in den Fernsehnachrichten.
Mehr Täglicher Wahnsinn?
Mähnicke & Six Samstag, der 11. August 2012
Der tägliche Wahnsinn: Stirb schnell
Klaus HnilicaMontag, der 16. Juli 2012
Das Gottesteilchen – und andere himmlische Probleme
Also nee, wie soll das denn gehen?
Das mit dem ‚Gottesteilchen’, mein ich, das in der Schweiz angeblich gefunden worden ist: ausgerechnet in der Schweiz, die doch voller Schwarzgeld steckt, soll das ‚Gottesteilchen’ gefunden worden sein? Also nee – das kann nicht sein…
Aber bitte, mal angenommen – rein hypothetisch – dass das ‚Higgs – Boson’, das man da Anfang Juli im CERN, dem europäischen Zentrum für Teilchenphysik, eingefangen haben will, wirklich so ein ‚Gottesteilchen’ ist, wie die Medien behaupten, dann müsste doch nach den Regeln der ‚Susy’ – also der Supersymmetrie – zumindest wie sie so zu verstehen ist, diese ‚Susy’, und wenn alles mit rechten Dingen zugeht, was ja bei ‚Gottesteilchen’ wohl erwartet werden kann, auch ein ‚Higgs – Böson’ existieren! Ein ‚Böson’, das dann logischer Weise nur ein ‚Teufelsteilchen’ sein kann! Was denn sonst? So ein ‚Böson’ kann doch nur aus der Hölle kommen, oder?
Und natürlich muss dann die Tatsache, dass das ‚Gottesteilchen’ als erstes gefunden wurde in dem ‚ Large Hadron Collider’ (LHC) in Genf – und nicht dieses ‚Böson’, das ‚Teufelsteilchen’, auch als ein ‚Zeichen des Himmels’ angesehen werden! Was ja wohl klar ist! Und außer einem Kommunisten oder islamistischem Fundamentalisten wird sich darüber bestimmt auch niemand groß wundern, denn schließlich steht ja dieses teure Wunderwerk der Technik, dieser LHC, nicht in Nordkorea oder im Iran in einer Moschee, sondern im Zentrum des christlichen Abendlands, in der Schweiz, einem Land, das bei aller Neutralität und seinem unermesslichen Füllhorn an segensreichen Schwarzgeldkonten immer noch aufs Engste mit dem christlich – jüdischen Kulturkreis verzahnt ist!
Andererseits beunruhigt natürlich schon die Tatsache, dass dieses mutmaßliche ‚Gottesteilchen’ nach der ‚Theorie des Standardmodells’ wohl das leichteste aller ‚Higgs – Bosonen’ ist und nur deshalb möglicher Weise vor dem hypothetischen ‚Teufelsteilchen’ dem ‚Higgs – Böson’ in diesem LHC gefunden wurde! Und vermutlich sogar schon mit einer läppischen Stromrechnung von gerade mal 16 Millionen Euro! Was für ein lächerlich geringer Betrag für ein ‚Gottesteilchen’, wo doch schon ein ‚Ronaldo’, der nur mal den ‚elften Teil der Königlichen’ ausmacht, gut das Zehnfache kostet! Das muss man sich einmal vorstellen, da stimmt doch irgendetwas nicht…
Aber es kommt noch schlimmer! Was passiert denn nämlich, wenn sich nun vielleicht in drei oder vier Monaten, zum Beispiel für 20 Millionen Euro Stromkosten und mehr, plötzlich doch dieses vermaledeite ‚Teufelsteilchen’ in den Atlas- und CMS-Detektoren des LHC verfängt? Was ist denn dann? Ist so etwas Unfassbares überhaupt vorstellbar? Darf das innerhalb unseres christlich–abendländischen Wertesystems überhaupt geschehen, dass ein ‚Teilchen Gottes’ billiger zu haben ist, als ein ‚Teilchen des Teufels’, ohne dass alles was wir bisher kennen und wissen aus den Fugen gerät? Und das alles außerdem noch finanziert mit unseren nicht hinterzogenen Steuergeldern?
Darf das tatsächlich passieren, dass man nach bald dreijähriger Umrüstzeit für mehr als drei Milliarden Euro eine Maschine von 27 Kilometer Durchmesser hat, mit der nach hundertfünfzig Trillionen Protonen-Kollisionen für eine Stromrechnung von lächerlichen 16 Millionen Euro ein Boson namens ‚Higgs’ gefunden wird? Ausgerechnet ‚Higgs’ – und nicht eines das etwa ‚Gottschalk’ oder ‚Benedikt’ heißt oder wenn’s schon sein muss, mein Gott, namens ‚Schavan’? Dabei hat doch bestimmt Deutschland wieder am meisten bezahlt für dieses ‚Boson’.
Aber nee, ‚Higgs’ heißt es, dieses ‚Boson’! Higgs – wie so ein Rülpser im Vollrausch! Und das soll ein ‚Gottesteilchen’ sein? Nee – das kann nicht sein! Da kann jetzt, nachdem nun schon mal das Kind bei dem ‚Boson’ in den Brunnen gefallen ist, nur mehr darauf gehofft werden, dass die im CERN dann, wenn sie das ‚Teufelsteilchen’ endlich finden, also dieses ‚Higgs –Böson’, dass die wenigstens dann das ‚Higgs’ vorne wegstreichen und statt dessen vor das ‚Böson’ einen schönen teuflischen, deutschen Namen setzen? Möglichkeiten gibt es da ja etliche…
KH
PS: Die wunderbare Abbildung ist aus Wikipedia!
Mähnicke & Six Donnerstag, der 7. Juni 2012
Der tägliche Wahnsinn: Geldraser
Geld ist mit 5,5 km pro Tag unterwegs.
Das Geld,
das wir im Beutel haben, wohlgemerkt.
Damit haben wir kein Problem.
Aber mit dem virtuellen Geld, das in Milliarden und in Millisekunden um die Welt rauscht.
Die Lösung …
… ist einfach:
Genau!
Eine Geldgeschwindigkeitsbeschränkung von 5,5 km/t!
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Mähnicke & Six Dienstag, der 17. April 2012
Der tägliche Wahnsinn: High Heels stöckeln ins Gefängnis.
Was Männer immer schon wussten, jetzt ist es amtlich.
High Heels sind ein “gefährliches Werkzeug”,
so die Richter (Ag Köln, 528 Ds 257/99)
Mähnicke & Six Sonntag, der 25. März 2012
Der tägliche Wahnsinn: Kommissar Facebook
“Putze mir den Hintern mit Hundert-Dollar-Scheinen ab.”
Postete die Bankangestellte auf Facebook,
just nachdem sie ihre Bank ausgeraubt hatte.
Daumen hoch, clickte die Polizei zurück,
so einfach war’s noch nie.
Und jetzt schmort die schnelle Gazelle
in einer klitzekleinen Zelle.
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Mähnicke & Six Montag, der 5. März 2012
Der tägliche Wahnsinn: Für und gegen den Frankfurter Flughafen? Zwittern!
Nach den Demos
gegen den
Frankfurter Flughafen
gibt es jetzt
auch Demos
für den
Frankfurter Flughafen.
Die Fronten sind klar.
Immobilienbesitzer gegen Arbeitsplatzbesitzer.
Nur, wie macht sich einer Luft, der Immobilienbesitzer und Arbeitsplatzbesitzer ist?
Über Zwitter?
Mehr Täglicher Wahnsinn?








