Roland DürreMittwoch, der 17. Februar 2010
UTB #52 – Aschermittwoch
Roland DürreMittwoch, der 9. Dezember 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Epilog
Bilder ohne Worte
Als Epilog zum grandiosen Reisebericht hier ein paar schöne Bilder, die Hans-Peter auf seiner Reise aufgenommen hat und für die in den einzelnen Beiträgen kein Platz mehr war:
Hans-Peter KühnMontag, der 7. Dezember 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 17
XIV. Shanghai 27.6.09 - 1.7.09
Shanghai liegt an den Ufern des Huangpu, nahe der Mündung des Jiantse in das Chinesische Meer. Wie üblich gibt es Schwierigkeiten mit dem Taxi, weil wir Namen und Adresse des Grand Mercure Baolong nicht auf Chinesisch haben.
Auf riesigen Betonpfeilern spannt sich die Stadtautobahn wie ein Spinnenetz über die breiten Boulevards, durch die tiefen Häuserschluchten der pulsierenden Inkarnation einer utopischen Vision des neuen China. Stahl, Beton und Glas greifen nach schwindelnden Höhen, Fassaden prunken in prachtvoller Breite. Baustellen klaffen, Gerüste aus Bambus ranken an wachsenden Wolkenkratzern.
Hans-Peter KühnFreitag, der 4. Dezember 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 16
XII. Lhasa – Xian 25.6.09 – 26.6.09
Lhasa verabschiedet sich mit leichtem Nieselregen, grauem Himmel und kühlem Wind. Wir kramen Windjacken und Pullover aus den Tiefen unseres Gepäcks.
Die Reise nach Xian ist kurz, nur zwei Tage und eine Nacht… Bald zerreisst die Wolkendecke und das tibetanische Hochplateau zeigt sich in seiner ganzen Glorie. Gipfel, Gletscher, Schneefelder und endlose Weidegründe bilden ein faszinierendes Kaleidoskop, eine Hymne an Macht und Schönheit der unberührten Natur.
Hans-Peter KühnMittwoch, der 2. Dezember 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 15
Lhasa – Shigatse – Lhasa
Die asphaltierte Strasse verläuft zunächst parallel zum sandigen Lauf des Kyichu, überquert ihn etwa eine Stunde hinter Lhasa und windet sich an graubraunen, nackten Gebirgshängen in die Höhe. Der Motor unseres Toyota Jeeps brummt gemächlich, trotz Steigung und immer dünner werdender Luft.
Die weisse Wolkendecke spiegelt sich im fleckenlosen blau der Mäander eines langgezogenen Bergsees, umgeben vom sanften hellbraun des vegetationslosen Hochgebirges. In über 5.000m durchqueren wir Geröllhalden in engen Hochtälern, am Fusse weisser Gletscher. Die Gipfel kulminieren hier bei weit über 6.000m. Scheu ducken sich Nomaden und Yaks auf steinigen Weiden. Migranten der Einsamkeit im grenzenlosen Universum majestätischer Stille, auf dem Dach der Welt.
Hans-Peter KühnMontag, der 30. November 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 14
XI. Tibet 20.6.09 – 25.6.09
Die schmucklose, erschlagende Monumentalität der Bahnhofshalle wirkt wie ein Mahnmal: Hier ist China, you are in China!!! Führer, Chauffeur und Toyota Vierradantrieb erwarten uns.
Lhasa
Der erste Eindruck ist eher ernüchternd. Breite Strassen kanalisieren mässigen Verkehr, vorbei an Einkaufszentren, Banken, Restaurants, Elektroläden und Handyreklamen.
Die Passanten tragen die globale Mode des 21. Jahrhunderts. Lhasa ist mit 360.000 Einwohnern vor allen Dingen eine kleine, chinesische Grossstadt.
Glücklicherweise geht es auch anders.
Hans-Peter KühnFreitag, der 27. November 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 13
X. Beijing – Lhasa 18.6.09 – 20.6.09
Die Flut von eiligen Reisenden mit Koffern, Säcken und Kartons ergiesst sich durch die Gepäckkontrolle des Westbahnhofs in die hoffnungslos überfüllten Wartehallen vor den Gleisen. 20 Minuten vor Abfahrt öffnen sich die Schranken, das Einsteigen verläuft erstaunlich ruhig und diszipliniert.
Wir teilen unser Abteil mit einem chinesischen Ehepaar mittleren Alters. Die Frau zieht eine sauertöpfische Jammermiene, der Mann macht einen eher dümmlich hilflosen Eindruck. Beide sprechen noch weniger Englisch als wir Chinesisch.
Hans-Peter KühnMittwoch, der 25. November 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 12
IX. Beijing 15.6.09 - 18.6.09
Wären nicht all die Chinesen, all die unvertrauten Schriftzeichen, der Vorplatz des Zentralbahnhofs von Beijing könnte in hunderten von Grossstädten unserer modernen Welt sein. Gläserne Bürobauten, spiegelnde Fassaden, mächtige Wohnklötze ragen stolz in das massive grau des Himmels ohne Sonne einer 16 Millionen Stadt.
Emsiges Leben pulsiert. Ein nie abreissender Strom von Autos, elektrischen Fahrrädern und Passanten wälzt sich durch die breiten, oft von Bäumen gesäumten Strassen, über Stadtautobahnen, Fussgängerbrücken und im tiefen Tunnelsystem einer hochmodernen U-Bahn.
Hans-Peter KühnMontag, der 23. November 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 11
VIII. Ulaan Baator - Beijing 14.6.09 – 15.6.09
Im Train no. 4 aus Moskau herrscht gediegener Luxus. Dicke Teppiche und mannshohe Fenster in den Gängen, geräumige Abteile mit 2 Betten, einer Sitzecke mit Tisch, rotbraune Wandverkleidung, individueller Waschraum mit Dusche, Wandschrank, air conditioning.
Im mongolischen Speisewagen blitzen weisse Tischdecken vor exotisch geschnitzten Holzpanelen, die Speisekarte verspricht viel, die Küche enttäuscht nicht.
Langsam erobern Sand und Staub das Flachland der horizontlosen Weidegründe. Fliehende Gazellen und wandernde Wildpferde sind rare Bewohner der trockenen Einöde, der Wüste Gobi. Phantomhafte Städte gebären unter glühender Sonne blassgraue Häuser in menschenleeren, sandigen Strassen. Ausgeweidete Kasernen und Bunker sowjetischer Militärbasen stehen verlassen.
Hans-Peter KühnFreitag, der 20. November 2009
Zeitloses Reisen für Zeithaber – Auf Schienen nach Tibet – Folge 10
VII. Mongolei 10.6.09 - 14.6.09
Ulaan Baator
Zur frühen Morgenstunde sind die Strassen menschenleer, keine streunende Katze, kein müder Hund.
Der Taxifahrer hat einige Probleme unser Hotel zu finden. Verständlich, inmitten von ungeputzten Fassaden einer verkommenen Wohngegend. Vor einer vergessenen Baustelle, deutet er schliesslich auf ein kleines Schild: Sun Hotel.
Sun Hotel steht auch auf unserer Reservierung aber „No it’s impossible“. „Yes it’s possible“, als wir die Bauruine umrunden, stehen wir vor einem Hoteleingang.






