Roland Dürre
Samstag, der 29. August 2015

„Warum hast Du eigentlich keine Euro-Flat-Rate?“

Diese Frage wurde mir vor kurzem von einem Freund hier im Urlaub gestellt. Weil er weiß, dass ich doch ganz schön in Deutschland und Europa unterwegs bin. Sie hat mich selbst verblüfft – und ich dachte mir: Ja, warum habe ich eigentlich keine? Und muss immer um WLAN-Passworte betteln? Wäre doch praktisch, immer und von überall im Netz sein zu können, unabhängig vom WLAN-Drama in Deutschland und manch anderen Ländern.

Wie immer habe ich dann ein paar Tage zum Nachdenken gebraucht. Und jeden Tag wurde mir immer mehr klar, warum ich keine Flate-Rate dieser Art haben will. Und dass ich das auch für den falschen Weg halte. Und deswegen mich weiter auf meinen Reisen immer auf die Suche nach dem nächsten Hotspot begeben werde.

Zum ersten finde ich es einfach zu kompliziert. Nutze ich doch auch auf meinen Reisen mehrere Geräte, um ins Internet zu gehen. Neben meinem Android-Smart-Phone noch zwei Tablets, ein großes wenn ich mit viel Gepäck verreise und ein kleines zum Beispiel für die Radtouren. Mal bin ich mit dem MacBook Air unterwegs – um auch lokal effizient arbeiten zu können und mal mit dem Chromebook. Oder wie zurzeit beim Zelten mit beiden.

Und ich habe keine Lust, alle meine Geräte mobilfunk-fähig auszustatten. Und „tethering“ ist für mich als Lösung auch eher unteroptimal. Der Akku vom Mobilen Telefon geht dann so schnell leer. Auch irgendwie zu kompliziert. Haben doch alle meine Geräte eh die WLAN-Funktion.

Und letzten Endes ist die Abdeckung der Welt mit den Sendemasten der Telekoms auch nicht ausreichend. So viel würde das also gar nicht bringen. Aber tiefer gedacht bin ich aus „philosophischen Gründen“ gegen private Flat-Rates. Ich will ja gar nicht immer und überall ins Netz. Mir reicht es völlig, wenn ich auf meinen Reisen eine Chance habe, regelmäßig ins Netz zu kommen. Zum Beispiel Abend im Hotel oder auf dem Zeltplatz.

Und WLAN-Netze gibt es ja überall wo ich bin mehr als genug. Leider sind diese nur zu oft aus völlig irrationalen Gründen mit Passwörter zugenagelt. An Hochleistungs-Netzwerke angebundenen WLAN-Hotspots sich zu teilen, das finde ich den fairen und kostengünstigen Weg.

Vielleicht passt für das Nutzen von privaten weltweiten Flat-Rates die Metapher der individuellen und privaten Mobilität. Da hat man auch gedacht, man kann auf den Transport von Gütern und Menschen als gesellschaftliche Aufgabe verzichten, wenn denn nur jeder sein privates Transportmittel hat. Und haben dann die vielen kleinen und großen Fahrzeugen mit den erst unabhängig machenden Verbrennungsmotoren bekommen. Das hat dann zum Verkehrs-Irrsinn der privaten Mobilität mit den bekannten Folgen geführt.

So finde ich feste Netze mit offenen WLAN-Subsystemen „auf der letzten Meile“ zu meiner Vision einer „Allmende-Welt“ besser passend als privatisierte und konkurrierende Telekoms.

Mir wird immer mehr bewusst, wie viele Ressourcen uns allen, sprich der menschlichen Gemeinschaft, gehören. Und dass man die einfach nicht so nach Gutdünken und ganz privat für Unwichtiges verbrauchen und vernichten sollte und darf. Weil Boden, Luft, Natur und Wasser zu wertvoll für unser Überleben und das der nachfolgenden Generationen ist.

Zu den Allmende-Gütern zählt für mich auch zum Beispiel die Ruhe. Zweifelsfrei vernichtet das leichtfertige, fahrlässige oder auch mutwillige Generieren von Lärm Lebensqualität. Und deshalb erzeuge ich Lärm nur wenn möglich und vermeide ihn nach Möglichkeit.

Freie Kommunikation ist ein Grundbedürfnis der neuen Welt. Wir brauchen sie für die Zukunft. Wäre es nicht schön, wenn der Zugang zu den Informationen dieser Welt und die Vernetzung von uns untereinander auch so eine Art Allmende-Gut wären? Ein Grundrecht, das für alle Menschen da ist. Wie die Luft, die WLAN transportiert. Ohne private Extrawürste?

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 24. August 2013

barcamps und PM-Camp (4) – Twittern gehört dazu.

In meiner kleinen Reihe von Artikeln zu barcamp und PM-Camp (#pmcamp) habe ich in der letzten Folge modellhaft drei Arten von Sitzungen herausgearbeitet. Heute geht es ums Twittern und um ein paar Verhaltensregeln, die damit in unmittelbarem Zusammenhang stehen!

Darf man auf barcamps allgemein und aus den Sessions heraus twittern?

Bei einem PM-Camp darf man nicht nur sondern soll (muss) man Twittern. Twittern ist da ganz wichtig. Nebenher auf seinem Mobil-Telefon zu spielen ist sowieso genauso erlaubt wie den Raum zu verlassen und in eine andere Sitzung zu gehen.

 In der Regel gibt es auf einem PM-Camp mindestens eine „Twitterwall“. Da laufen dann in Echtzeit alle Tweets durch, die in Twitter geschrieben und mit dem „Tag“ der Veranstaltung gekennzeichnet worden sind (z.B. #pmcamp13ber für das nächste PM-Camp in Berlin). So entsteht ein roter Faden, der schon eine erste Dokumentation und Kommentierung der Veranstaltung ergibt. Man merkt, was auf dem PM-Camp aktuell passiert, was andere Menschen erleben oder fühlen und wie sie denken.

Natürlich kann jeder Teilnehmer auch auf seinem Device die Twitterwall anschauen. Und wird dann oft erleben, dass viele Menschen, die örtlich nicht anwesend sind, so auch in „real time“ teilnehmen. So konnte ich zum ersten PM-Camp in Dornbirn im November 2011 erst am Mittag des ersten Tages teilnehmen. Und wie ich im Zug auf der Hinfahrt die Tweets vom pmcamp gelesen habe (#pmcamp), da war ich schon ganz begeistert und es hat mich förmlich nur so nach Dornbirn gezogen.

Durch eigene Tweets kann und soll man auch seine eigene Bewertung immer zeitnah anderen Teilnehmern zugänglich machen. So wird man noch mehr Teil des Ganzen und kann selber andere informieren. Alle Tweets in Summe stellen eine schöne Retroperspektive der Veranstaltung dar, die man sich ganz gerne auch später mal anschaut und dabei das Camp wieder lebendig werden lässt.

Eine „offizielle“ Dokumentation bei einem PM-Camp in Form eines Tagungsbandes oder ähnlichem gibt es übrigens nicht. Dies mit voller Absicht! Denn auch die Dokumentation ist freiwillig. Sie wird quasi automatisch von den Teilnehmern selbst organisiert und bestimmt. Das funktioniert in der Tat und so entsteht extrem zeitnah eine gründliche und vor allem richtig gewichtete bunte und multimediale Dokumentation, bestehend aus Textbeiträgen, Bildern und Videos, die alles Wichtige erfasst und auf openPM zentral verfügbar oder verlinkt ist.

Natürlich sollten bei Twitter und allgemein auf barcamps dieselben Regeln gelten wie auch im normalen Leben:

Niemand darf klein gemacht oder gar verletzt werden. Persönlich Angriffen sind zu vermeiden, auch dann wenn man mal schlimm enttäuscht ist. Und wenn man mal daneben langt, dann entschuldigt man sich.

Letzten Endes fällt gerade im Internet und in offenen Communities doch alles wieder auf einen selber zurück.

Also, auch mit Schwächen Nachsicht haben – und wenn man etwas gar nicht mag, dann einfach gehen.

Das einzige, was man auch auf einem PM-Camp nicht tolerieren darf, ist Intoleranz. Aber gerade gegen Intoleranz sollte man immer direkt und persönlich angehen und sie nicht hinten rum anprangern.

Ich habe in diesem Artikel zwar nur von „Twittern“ gesprochen. Natürlich darf man das Camp auch in Facebook oder in Google+ begleiten. Oder dort – möglichst abgestimmt – eine „Communitiy“ anlegen. Twitter ist allgemein und mein bevorzugtes Medium, weil es den Vorteil der Kürze und so am wenigsten ablenkt. Und man kann in den nach Abzug des Tags verbleibenden gut 100 Zeichen erstaunlich viel und sehr präzise formulieren.

RMD

 

Roland Dürre
Sonntag, der 24. März 2013

„I like“ & Facebook oder „WiTuN“

I like Facebook, Google+, Twitter und manches mehr …

Immer wieder höre ich Sätze wie

„… das ganze Zeug wie Facebook und Twitter wäre schlimm … Persönlich würde man das social media ja absolut boykottieren … Virtuelle Freundschaft wäre doch Quatsch, denn man müsse sich doch auch noch persönlich sehen … Und das allerschlimmste wäre doch dieses I like!“

von ansonsten durchaus ernst zu nehmenden Menschen. Die dann in ihr Auto steigen und davon brausen oder sich wieder hinter den Fernseher zurück ziehen, also durchaus Technik nutzen, die mal modern und relevant war.

Zu ihren Aussagen sage ich dann besser nichts mehr. Weiß ich doch, dass jeder Versuch die Dinge (social media) ein wenig zu erklären, völlig sinnlos ist. Gegen dogmatische Besserwisserei kann man nichts ausrichten, besonders wenn die Besserwisser das Subjekt ihrer Besserwisserei gar nicht kennen und so nicht verstanden haben können. Das gilt ganz allgemein.

Im ifcamp (barcamp der InterFace) am letzten BlueFriday (22. März 2013) habe ich eine Session „Wissensmanagement“ gemacht. Es ging darum, wie wir Wissen frei machen und teilen können. Um es dann gemeinsam zu bewerten und das Relevante zu identifizieren. Mit dem Ziel in und aus der „crowd“ die richtigen oder vielleicht besseren Entscheidungen für die Zukunft zu finden.

Da kam das Gespräch auch auf das „I like“ von Facebook. Und wir waren der Meinung, dass dies wohl ein erstes und allereinfachstes Werkzeug für soziale Rückmeldung ist. Um Menschen zu zeigen, dass man etwas gut findet. Oder sie wertschätzt. Oder um einfach nur Sympathie zu zeigen  …

In der Session entstand die gemeinsame Bewertung, dass es für Anwendungen, die die „crowd“ nutzen wollen“ und „gute“ social web-Lösungen eine ausgefeilte und neutrale „Rückmeldungstechnologie“ braucht. Für solche Systeme ist das eine zwingend notwendige Funktionalität. Ohne eine solche Technologie werden solche Projekte nicht gelingen.

Spontan sind dann auch gleich Verbesserungsvorschläge für „I like“ entstanden. Hier ein paar Beispiele.

  • Man gebe jedem Teilnehmer nur eine begrenzte Menge von zu vergebenden „I like“.
  • Man könnte jeden Monat wieder eine gewisse Anzahl verteilen.
  • Die Mitspieler bekommen dynamisch mehr oder weniger „Rückmeldeeinheiten“ entsprechend ihrer sozialen Relevanz, vielleicht wie bei Klout.
  • Oder es gibt so etwas wie einen „Page-Rank“ für die Mitglieder eines sozialen Systems.
  • Man könnte auch die „Rückmeldeeinheiten“ verschiedenen Gewichts einführen …

Kurzum, ich glaube, dass die „Rückmeldungstechnologie“ eine ganz wichtige und zentrale Komponente für crowd- und social web-Anwendungen verschiedenster Art ist. Allerdings ist das alles andere als ein triviales Thema; es lohn sich, sich damit zu beschäftigen. Mit Sicherheit gibt es eine Reihe auch von wissenschaftlichen Arbeiten, die hier gute Ideen beinhalten und die wir uns dringend mal anschauen sollten.

Dazu ein Beispiel aus einem anderen Segment, das mich verblüfft hat.
Ich schreibe gerne Stenografie. Mir kam der Gedanke, dass man diese über Hunderte von Jahren ausgereifte Technologie des „schnellen und ergonomischen (nicht verkrampfenden) Schreibens mit der Hand“ für die Texteingabe bei Tablets oder durch Gesten gesteuerte Systeme nutzen könnte. Und siehe da, ein Freund aus der Academica hat dann ganz schnell eine wunderbare Bachelorarbeit gefunden, die dieses Thema sehr gut analysiert hat.

Also – tun wirs;
Wissen Teilen – und Nutzen!
(WiTuN)

RMD

Anmerkung:
Dieser Artikel soll keinesfalls suggerieren, dass ich mit dem, was Facebook oder Twitter alles so treiben, einverstanden bin. Wenn ich z.B. bei Facebook gewisse Tendenzen des Eingriffs in die „sozialen Metriken“ beobachte, kann es gut sein, dass ich da schneller weg bin als mancher denkt.
Ein Umkippen von FB ändert aber nichts an meiner Annahme, dass soziale Netzwerke und gemeinsame Wissensanwendungen einen gesellschaftlichen Fortschritt bedeuten. Wäre nur wieder ein Anlass mehr, die alte philosophische und ethische Diskussion aufleben zu lassen: Wie kann man es erreichen, dass die Produktion von Gütern und Dienstleistungen auf anständige Art erfolgt. Was letzten Endes zu einer Diskussion führt über Privatisierung bzw. die soziale Verantwortung von Inhabern der Produktionsgüter.

Roland Dürre
Sonntag, der 17. März 2013

Knigge im 21. Jahrhundert

Heute zum Thema Kommunikation, Mail und Message!

Mich dürfen alle Menschen immer anrufen. Die meisten meiner Freunde aber wissen, dass man andere Menschen nur dann anrufen sollte, wenn es etwas ganz, ganz Wichtiges ist. Deswegen werde ich relativ selten angerufen. Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen 🙂 Die rufen mich öfters an. Und da das ganz liebe Menschen sind, verzeihe ich Ihnen.

Aber im Ernst: In den Knigge 2013 würde ich zur Kommunikation manches Neue rein schreiben.

Beim Buchstaben K unter „Kommunikation“ zum Beispiel folgende Gebote:

  1. Rufe keinen Menschen ohne Not an!
  2. Die Telefonfunktion Deines kleinen mobilen Computer verwende nur, wenn Du in einer ausweglosen Situation bist!
  3. Besonders vermeide den leichtfertigen Anruf von unterwegs, gleich ob Du zu Fuß, auf dem Fahrrad, im Auto oder im Zug unterwegs bist!
  4. Telefoniere nur dann, wenn das Gespräch vorher vereinbart ist!
  5. Wenn Du schon telefonieren musst, dann prüfe ob nicht die Kommunikation über ein Hangout oder notfalls Skype die bessere Alternative ist!
  6. Und bereite Dich auf das Gespräch gebührend vor. Fass Deine Gedanken und bereite alle Unterlagen, die Du brauchst rechtzeitig vorher vor.
  7. Und sei dann nicht zu geschwätzig und langatmig!

Bei M unter „Mail“ würde ich folgendes formulieren:

  1. Schreibe eine E-Mails nur dann, wenn Du keine bessere Alternative hast!
  2. Lies mal nach, was TOFU war!
  3. Wenn Du eine Mail schreiben musst, dann verzichte auf einen langen Footer!
  4. Vermeide unbedingt Anhänge mit irgendwelchen vermeintlich juristisch notwendigen und doch so sinnlosen Floskeln!
  5. Sende die E-Mail wenn möglich immer nur an einen Teilnehmer!
  6. Verwende „cc“ wenn überhaupt nur im Sinne der alten Technik „Kopie an“!
  7. Das „bcc“ ist eh verboten!
  8. Ja – und wenn das so eine Ping-Pong-E-Mail ist, dann kürze sie doch mal um den ganzen Quatsch und die vielen Footer!

Bei M unter „Messages“ würde ich formulieren:

  1. Verzichte wenn es geht auf SMS!
  2. Wenn Du unbedingt Leute mit Kurznachrichten versorgen musst, dann verwende das vom Partner bevorzugte Medium. Das könnte „What’s App“, FB Messenger, Twitter DM oder ähnliches sein!
  3. Mach die Kurznachrichten nicht unnütz lang!

Und unter A wie „Allgemeines“ würde ich als Grundregel festlegen

  1. Denke nie in Verteilern sondern immer in Communities!
  2. Transparenz und Offenheit sind die zentralen Werte auch der Kommunikation!
  3. Wenn Du über Menschen schreibst, dann immer so, als ob der Betroffene dies lesen würde!

Da könnte man sicher noch mehr dazu schreiben. Und bei Bedarf bin ich gerne bereit, jeden einzeln dieser Punkte zu begründen. Und werde auch versuchen, mich in Zukunft auch persönlich noch besser an diese meine Regeln zu halten.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 4. Januar 2013

Gefahren und Schrecken der neuen Welt.

Früher habe ich die Gruppenfunktionen von Yahoo gerne genutzt. Heute bin ich ein begeisterter Google-Nutzer. Die Vielfalt der Werkzeuge von Google+ wie Drive, Hangout und manches mehr ergänzt durch weitere Tools für verschiedene Zwecke bilden ein geniales System für gemeinsames Arbeitens, das sogenannte coworking, auch über große räumliche Distanzen hinweg.

Auch liebe ich Facebook. Viele Dialoge mit mir nahestehenden Menschen führe ich fast ausschließlich über Facebook. Beziehungen zu lieben Freunden auch in anderen Erdteilen leben so sehr einfach weiter. Auch Twitter nutze ich intensiv, nicht nur zu Großereignissen wie #pmcamp.

Meine Kommunikation übers Handy realisiere ich am liebsten mit WhatsApp oder FB Messenger. Ohne diese tollen Hilfsmittel würde ich wahrscheinlich wirklich in „Kommunikationsstress“ kommen. Aber so geht das ganz locker vom Hocker – obwohl ich mich mit sehr vielen Menschen verbunden fühle und kommuniziere.

Aber jetzt kommt das Schlimmste – meinen Zahlungsverkehr realisiere ich am liebsten mit Paypal!

Viele meiner Zeitgenossen sind ob dies allem entsetzt. Ich wäre doch arg leichtsinnig, meinen sie. Menschen mit Zivilcourage warnen mich ernsthaft. Meine ganzen persönlichen Daten würde ich anonymen Kräfte wie Google anvertrauen. FaceBook würde mich für Werbezwecke ausspionieren. WhatsApp alle meine Telefonnummer stehlen und missbrauchen. Und ein absolutes NOGO wäre die Nutzung von Paypal. Das wäre doch ein ganz großes Risiko. Nicht nur für meine Daten, auch für mein Vermögen (Als ob die Banken ein geringeres Risiko für mein Vermögen wären).

Und ich denke mir dann:

Wovor habt Ihr eigentlich Angst? Es gab da mal eine Innovation, die nannte man Automobil oder Kraftfahrzeug. Und da sind wir auch alle aufgesprungen. Dabei war das wirklich gefährlich. Es gab Jahre, da hatten wir nur in der BRD 20.000 Verkehrstote! Damals bin ich Auto gefahren. Und wäre ein paar mal beinahe umgekommen.

War das nicht sehr leichtsinnig? Wenn man die Zahl auf Europa oder gar auf die Welt hochrechnet, hat diese Technologie Millionen von Menschen auf dem Gewissen. Und wahrscheinlich mehr als eine Milliarde Verletzte und sonst irgendwie massiv Geschädigte verursacht. Von der Zerstörung von Natur und Lebensraum und der Reduktion der Lebensqualität gar nicht zu sprechen.

Und so entgegne ich meinen besorgten Mitmenschen: Ihr habt Angst vor FaceBook, Google, Paypal, Twitter und WhatsApp! Aber Autofahren tut Ihr noch? Mit Euren Sorgen hättet Ihr nie Autofahren und bei den bösen Konzernen wie BP, Esso oder Shell auch nicht tanken dürfen.

Denn diese Innovation hat absehbar massiven Schaden an Menschen- und Vermögen bewirkt. Und tut dies immer noch. Eure Ausrede ist dann, dass das Auto alternativlos wäre. Ist es aber nicht. Seitdem ich nicht mehr Auto fahre, geht es mir sogar besser.

RMD