Roland Dürre
Donnerstag, der 22. November 2018

Auf der DOAG

Ich war mal wieder Referent.

Mein Freund Dietmar (Neugebauer) war viele Jahre (gefühlt Jahrzehnte) der Präsident der DOAG. DOAG ist die Abkürzung für Deutsche Oracle Anwender Gruppe. Jedes Jahr im November macht die DOAG in Nürnberg ihre große und legendäre Jahres Konferenz und Ausstellung.

Dank Dietmar war ich viele Jahre dort mit einem Vortrag vertreten. Vor einem Jahr wollte ich mal etwas anderes machen und habe gemeinsam mit Christian und Knud gezeigt, wie moderne Kommunikation gehen könnte (davon gibt es auch ein Video).

Mit dem Erfolg in 2017 wollte ich mein Engagement bei der DOAG beenden (man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist). Dietmar liess aber nicht locker, so haben wir beide auch 2018 (am 21. November) wieder etwas gemacht – diesmal zum Thema „funktionale Kommunikation“. Und haben zu „unserer fishbowl eingeladen“. Und es war wieder schön.

Die fishbowl wir wie folgt organisiert:

Themenauswahl

Wenn man „funktional“ kommuniziert, ist es hilfreich ein Thema zu haben. Aber wie findet man ein Thema? Unser erster Gedanke war eine „Thema-Findungs-Kommision“ ins Leben zu rufen, die die Themenauswahl durchführt. Aber das ist natürlich Blödsinn.

Die Regeln und die Intension unserer fish bowl habe ich kurz vor der Veranstaltung in meinem Kommunikationsartikel beschrieben. Wir haben uns einfach angeschaut, was denn am Morgen der fishbowl so in der Zeitung ganz oben stand bzw. im Radio als erstes berichtet wurde. Denn die Paywall – Verzeihung die Medien – haben die Aufgabe, die Nachrichten, die uns aktuell betreffen, zu liefern und sollten so eine gute Quelle sein. Dietmar und ich haben dann gemeinsam mit Dr. Marius Poersch und Wolfgang Taschner zu viert diese Themen betrachtet und vier davon ausgewählt.
 

Auswahl der Themen

Hier die vier Themen am 21. November, die wir in Funk und Presse gefunden hatten:

  • Wie passt #newwork in unser Leben
    (Work-Life-Balance, Motivation, Erfahrungen, wie geht’s konkret)
  • #dieselverbote Überwachung
    (Umweltschutz, Datenschutz, Überwachungsstaat, Menschenwürde)
  • Die Jugend hat #Angst vor dem Internet
    (Mobbing, süchtig werden, Verlust der Datenhoheit und des Eigentums an seinen Daten)
  • Urheberrecht
    (upload-Filter aufgrund neuer EU-Gesetze, Zugang zu Youtube als gewohnte Realitiät, Reaktion von Youtube-Management aufgrund von Bedrohung)

 

Wahl des Themas durch Abstimmung

Wir hatten vier Flipcharts vorbereitet mit diesen vier Themen ergänzt durch einen wichtigen Gedanken zur Abstimmung vorbereitet. Dietmar hat die Themen kurz erläutert – dann ging es auch schon zur Abstimmung über die Themen.

Jeder im Raum hatte einen roten Punkt, den er auf eines der „Plakate“ kleben durfte. Mein Thema war „Urheberschutz“, so habe ich meinen roten Punkt dorthin geklebt. Dort waren am Schluss leider (für mich) nur ganz wenige, während das #newwork-Plaket fast rot war von den vielen roten Punkten.

So hatten wir ein Thema – das die absolute Mehrzahl der an diesem Tag und an diesem Ort teilnehmenden Menschen favorisierte. Eine gute Voraussetzung für die fishbowl. Blitzschnell und durchaus selbst organisiert.

Die fishbowl

Zum Start haben die vier „Experten“ (Dietmar, Marius – der einzige wirkliche Experte, Roland und Wolfgang) auf den 6 Stühlen (aufgrund des guten Besuchs hatten wir im inneren Kreis einen Stuhle mehr als geplant aufgebaut) Platz genommen. Wir haben alle unser Statement abgegeben und dann den Dingen ihren Lauf gelassen.

Und es wurde in guter Lauf. In 45 Minuten wurde inklusive der Vorbereitung viel Kluges gesagt. Es gab wertvolle Ergebnisse, die Teilnehmer hielten sich wunderbar an die Regeln (sich kurz fassen, ausreden lassen und auf die Gedanken des Vorredners eingehen).

Das Wechseln klappte in beide Richtungen prächtig, die Abstimmung war herausragend gut. Mein Resumé auch als „normaler Teilnehmer und -geber“. war, dass ich selten in so kurzer Zeit soviel neue Gedanken, Impulse und Denkanstösse bekommen habe wie in dieser Fishbowl.

Feedback-Runde

Die  Feedback-Runde zeigte dann, dass die meisten Teilnehmer die Veranstaltung ähnlich empfunden hatten. Dietmar hat mir geschrieben, dass er noch den ganzen Abend viel Lob bekommen hätte (ich war schon wieder weiter).

Nebengedanken

Zeitlich war direkt nach uns die bei der DOAG Konferenz immer gute zentrale Keynote dran – gestern mit Lars Vollmer. Lars hatte ich noch nie persönlich getroffen und kannte ihn nur über seine Veröffentlichungen. In seiner Ansprache hat er das „Business-Theater“ beschrieben, das vielerorts statt findet. Und ich habe bei ihm viele Gedanken heraus gefiltert, die mit den Gedanken aus unserer fishbowl recht gut zusammen gepasst haben.

Und ich stelle mir die Frage: Warum machen Unternehmen nicht öfters eine fish-bowl mit ihren Mitarbeitern, um sich ihres eigenem blödsinnigem Business-Gekasperl bewußt zu werden?

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 17. Oktober 2018

Arcis Vocalisten singen das Mozart Requiem

 

Wie immer bewerbe ich gerne die Konzerte der Arcis-Vocalisten!

Diesmal geht es um das berühmte Requiem von Mozart!

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 25. September 2018

arcis-vocalisten spielen CARL LOEWE (am 22. Oktober 2018)

Und wieder gibt es ein tolles Konzert der arcis-vocalisten. Und wieder mache ich gerne ein wenig Reklame für den tollen Chor. Kenne ich doch mindestens zwei der SingerInnen persönlich.

 

 

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 11. April 2018

Nicht vergessen – am 19. April startet die Münchner Webwoche!

Vor acht Jahren hat ein kleines Team um Wolf Gross die Münchner Webwoche – damals auch noch als Isarnetz bezeichnet – ins Leben gerufen. Seitdem hat sie jedes Jahr stattgefunden und geht jetzt in die 7. Runde!

Und sie hat sich über die sieben Jahre ganz schön verändert und gemausert. Ich habe ein klein wenig mit geholfen, sie ins Leben zu rufen und über die Jahre im Beirat begleitet, mal mit mehr und mal mit weniger Zeit und Kraft. Und mich gefreut, dass sie eine tolle Veranstaltung geworden ist.

Professor Wolf Groß ist der Initiator und Treiber der Münchner Webwoche und des Zweiten Münchner Digital Dialogs. So sieht er Sinn und Zweck der Webwoche:

„Der Daten-Skandal um Facebook und Cambridge Analytica, aber auch die Überschwemmung der sozialen Netzwerke mit Hassposts und Verschwörungstheorien zeigt, dass es nicht nur darum gehen kann, die digitale Transformation voranzutreiben, sondern auch die Spielregeln zu entwickeln, innerhalb derer wir die digitale Zukunft gestalten wollen.“

Professor Wolf Groß hat übrigens mit meinem Partner „Wolf“ Wolfgang Gross nichts zu tun. Es sind zwei verschiedene Personen, die ihre Namen auch differenziert schreiben.

Zur Webwoche:
Das Programm findet Ihr hier. Die Kennung bei Facebook ist @muenchnerwebwoche, auf Twitter sind die wichtigen Hashtags, @isarnetz und #mww18 wie auch #digitaldabei.

Ich zitiere noch ein wenig aus der Website der Münchner Webwoche:

Die Münchner Webwoche ist Münchens inspirierendes Digitalevent auf Initiative des Vereins Isarnetz. In ihrem Rahmen versammeln sich einmal im Jahr Münchens Unternehmen und Organisationen, die den digitalen Wandel aktiv gestalten. Sie veranstalten Events rund um die Themen Technologie und Digitalisierung, organisieren Netzwerkveranstaltungen, führen Hackathons, Barcamps, Podiumsdiskussionen, Workshops und Seminare durch und zeigen, welches digitale und kreative Potenzial die Metropolregion München bietet.

Die 7. Münchner Webwoche findet vom 19. bis 28. April 2018 statt.

Vielleicht sehen wir uns dort auf dem einen oder anderen Event? Ich würde mich freuen!

RMD

P.S.
Man kann übrigens bis zum Schluss auch noch Veranstaltungen einbringen, ist ja alles digital 🙂

 

Weihnachten naht!!!

 

Was wäre
Weihnachten ohne Musik?
Musik ohne Gesang?
Gesang ohne Chor?
Und der Chor ohne das Weihnachts-Oratorium?

Die Arcis-Solisten mag ich besonders, nicht nur weil da Evelyn (EG) mit singt. Bei einigen Aufführungen durfte ich dabei sein – und es war immer großartig.

Und auch diesmal wieder: Dank Evelyn gibt es für IF-Blog-Leser, die sich am Konzert erfreuen wollen, einen kleinen Vorteil. Bei Interesse einfach eine E-Mail an mich mit dem Stichwort „Arcis-Vocalisten“ senden.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 2. Mai 2017

25. und 28. Mai: Orfeo im Doppelpack! Aus zwei Jahrhunderten!

Es ist eine kleine Sensation:

In der Himmelfahrtskirche in München-Sendling gibt es Ende Mai zwei Konzerte, die  sich sozusagen thematisch gegenüberstehen! Nämlich

Zwei „Konzertante Opern“ zu Orfeo im Originalklang!

 

Am Donnerstag, 25. Mai 2017:

 

C. W. Gluck
Orfeo ed Euridice

 

Am Sonntag, 28. Mai 2017:

 

C. Monteverdi
L‘Orfeo

 

Beide Aufführungen beginnen jeweils um 19:00!

 

Die beide Komponisten gehören ziemlich unterschiedlichen Jahrhunderten an. So wird es interessant sein, zu erleben wie sie mit mehr oder weniger dem selben Stoff umgehen!

Der große Reiz ist der Besuch beider Konzerte! Also ist die Empfehlung, die Karten im Doppelpack zu kaufen, da spart man auch noch 10 €.

Natürlich kann man sich auch nur eines der beiden Konzerte anhören.

Noch eine kleine Erläuterung:

Originalklang heißt, dass die Stimmung des „alten“ Werkes so ist, wie sie damals war, nämlich der Kammerton A. Das ist ca. 30 Hertz tiefer als heute. Das geht natürlich nur mit einem Orchester, das originalgetreue Instrumente spielt.

So mache ich sehr gerne immer wieder ein wenig Werbung für unsere Evelyn und ihre einzigartigen

Arcis-Vocalisten

Es ist mir wirklich ein Vergnügen!

RMD

Roland Dürre
Donnerstag, der 13. April 2017

IT-Treff – Nostalgie 1999 – Es war der Wahnsinn!

Im IF-Blog in den Dokumenten findet sich ein ganz besonderes Schmankerl. Das war dort lange Zeit ganz unten tief versteckt.

Es ist eine Satire auf die New Economy – ein Theaterstück mit dem Titel

Sind wir noch zu retten?

Norbert Weinberger und ich haben es geschrieben. Die Idee kam uns auf einem gemeinsamen Flug von München via Zürich nach Neu-Dehli mit Swiss Air.

Swiss Air war ein mühsam ausgehandelter Kompromiss: Mein Freund und Partner Norbert flog aus Prinzip immer Business Class mit Lufthansa und ich genauso meinen Prinzipien treu immer in der Economy. Da wir gemeinsam fliegen wollten, haben wir uns dann auf Swiss Air in der Business Class geeinigt, weil das damals preislich so ziemlich in der Mitte lag. Der Grund für den Flug war übrigens die offizielle Eröffnung unseres gemeinsamen indischen Tochterunternehmen „AMPERSAND limited“. Damals wuchsen die Bäume schon wieder in den Himmel.

Die Business Class des Swiss-Fliegers von Zürich nach Neu-Dehli war komplett leer. Swiss Air war damals noch eine unabhängige Airline und machte heftig Verlust – das hat die freundliche Besatzung aber nicht gestört. Der Service war exzellent; wir wurden richtig verwöhnt. Während des ganzen Fluges wurden uns von charmanten Schweizer Stewardessen Champagner serviert. Auch das hat uns beschwingt. So haben wir im Flieger auch gleich das Grob-Konzept des Stückes entwickelt.

Das Stück haben wir Monate später gemeinsam mit Unternehmerfreunden am 29. Juni 1999 vor weit mehr als 500 Zuschauern beim IT-Treff 99 im überfüllten Schlachthof zu München uraufgeführt. Es war eine Riesengaudi, das Publikum hat getobt. Für uns – die Darsteller – war es der Wahnsinn. Und dazu noch wunderschöner Ausblick auf die Ereignisse zur Jahrtausendwende.

Wie kam es zum IT-Treff? Mitte der 90iger Jahre war es nicht immer so ganz einfach für IT-Unternehmen in Deutschland. Die Stimmung war da gar nicht so gut. Deshalb wollten ein paar mutige IT-Unternehmer*Innen etwas tun, um die Stimmung zu verbessern. Das waren wir Muschka Utpadel-Domdey,  Alfred Bauer, Hans Nagel, Dr. Christian Roth, Markus Winkler und eben der Norbert und ich. Unser Idee war sozusagen „Feiern gegen die Krise“. So haben wir den IT-Treff  gegründet. und die ganze Münchner IT-Szene eingeladen. Und siehe da – alle kamen.

Stars wie Gerhard Polt und Django Asül sind bei uns aufgetreten und haben ihr Programm für uns um IT-spezifische Themen erweitert. Die Bayerische Regierung war immer dabei – an die originellen Grußadressen von Staatssekretär Hans Spitzner kann ich immer noch gut erinnern. Es gab immer heiße Musik – mit der George Greene Hotline Band haben wir im Schlachthof sogar eine eigene CD produziert, die man auch heute noch gerne hört.

Und die Branche hat wieder getanzt. Das war 1996, 1997 und 1998. 1999 war der letzte IT-Treff – und da haben wir (die Veranstalter) das Kabarett selber gemacht. Hier ist unsere IT-Treff Satire (1734) „Sind wir noch zu retten?“ – zum Lesen oder Nachspielen.

Weil sie so schön ist und ein so großer Erfolg war, habe ich für kleine und große Theater eine Prämie ausgesetzt, wenn die das Stück spielen. Es gibt sozusagen eine „negative Aufführungsgebühr“ (Tantieme), kostet also keine 10 % der Brutto-Einnahmen oder so sondern es gibt etwas drauf. Das Stück ist kurz aber sehr prägnant Stück – auch als Vorspiel für etwas anderes wie eine Feier geeignet.


 

Hier der Flyer zum IT-Treff 1999 von außen

und von innen

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 2. April 2017

Im Herkules Saal am 14. April 2017: Matthäus-Passion

mit den Arcis-Vocalisten in einer ganz großen und einzigartigen Besetzung!


Die Arcis-Solisten sind ein ganz besonderer Chor, nicht nur weil da Evelyn (EG) mit singt, die viele Artikel im IF-Blog ins Englische übersetzt.

Und das Beste:
Dank Evelyn gibt es für IF-Blog-Leser, die sich am Konzert erfreuen wollen, ein ganz besonderes Bonbon in Form eines schönen Rabatts. Bei Interesse einfach eine E-Mail an mich mit dem Stichwort „Arcis-Vocalisten“ senden.

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 11. März 2017

Kässpatzen, Allgäu, Gründerszene und Digitalisierung.

Es wird Nacht (Gründervilla in Kempten).

Gestern hat mich das Leben mal wieder ins Allgäu verschlagen. Dank Alexa durfte ich die „Gründer-Villa Kempten“ kennen lernen und traf dort junge Aktivisten jeden Geschlechts und Alters. Ich lernte Gründer, Unternehmer, Menschen auf der Suche nach ihrem eigenen Weg und mir sehr sympathische „Weltverbesserer“ kennen. Das Gefühl war so ein wenig „act local, think global“:

Es war ein schönes Erlebnis, das mich Zukunfts-froh gestimmt hat.

Denn am 10. März war in der Gründervilla wieder das monatliche Meetup. Da ist in der Gründer Villa explizit „Netzwerken“ angesagt. Dies bei hausgemachten Käsespatzen (Kässpatzn) – eingeladen von den beiden Initiatoren und Gründern der Gründervilla Simon Schnetzer (Jugendforscher) und Thomas Herzhoff (Agentur-Boss). Die Kässpatzen wurden folgerichtig von den „Chefs“ Simon und Thomas persönlich in der gemütlichen Küche der Gründervilla zubereitet.

Simon Schnetzer (rechts) und Thomas Herzhoff (Gründer der Gründervilla).

🙂 Und ich kann nur bestätigen: Es waren ausgezeichnete Kässpatzen. Genauso schmackhaft wie in „der oberen Mühle“ ein Stück weiter im Allgäu in Bad Oberdorf (Teil von Bad Hindelang). Und das will etwas heißen!

Und genauso gut wie das leckere Essen waren die vielen schönen Gespräche. Es waren echt gute Typ*innen dabei. Mit sehr vielseitigen Interessen und spannenden Lebensträumen.

Ein Gast war wie ich das erste Mal da. Er hat sich in seiner neuen Rolle vorgestellt und berichtet, dass er jetzt in Kempten das „Digitalisierungs-Zentrum“ Allgäu gründen solle. Dies sei eine Aktivität der Regierung von Schwaben aus Augsburg, unterstützt vom Freistaat Bayern. Die Öffnung des „digitalen Büros“ oder was immer da entstehen würde, solle am 19. Juni stattfinden. Ob er den Termin halten könne, wisse er aber nicht. Zu viel Dinge wären noch unklar.

Die Gründervilla Kempten lebt.

Ich musste da ein wenig schmunzeln. Im Allgäu passiert so viel. Da gibt es innovative Unternehmen so wie tolle Firmen mit Weltruf. Eine Gründungsszene beginnt zu leben.

Die Menschen sind kreativ, suchen und finden Alternativen und verändern die Welt. Sie probieren aus und tun etwas. Und dann soll aus Augsburg, der Hauptstadt von Schwaben, ein „Digitalisierungs-Zentrum“ kommen und den Einheimischen die Digitalisierung beibringen. Wahrscheinlich „Digitalisierung fürs Allgäu“ als Geschenk der Bayerischen Staatsregierung.

Allein schon der Begriff „Digitalisierung“. Das war damals, als die Uhren und Tachometer digital wurden. Jahre später kam ISDN. Das ist aber auch schon lange her und die Technologie jetzt schon länger im Deutschen Museum eingemottet worden. Digitalisierung ist ein alter Hut. Die jungen Menschen sind ein paar Schritte weiter.

Und im Allgäu ist die „Gründervilla zu Kempten“ eine schönere Metapher für Zukunftsgestaltung als ein Zentrum, dass jetzt beginnen will, das Allgäu zu digitalisieren.

So möchte ich mich noch mal bei allen und besonders bei Simon und Thomas für die Gastfreundschaft in der Gründervilla zu Kempten bedanken.

RMD

P.S.
Die Bilder sind vom der Website der Gründer-Villa Kempten.

P.S.1
In diesem Artikel habe ich mal versucht auch ein wenig zu beschreiben, wie Aktivitäten der zentralen Administration in der „Provinz“ so ankommen könnten.

Roland Dürre
Dienstag, der 17. Januar 2017

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Complexity made by Visual-Braindump.de.

Dieser Satz, der ja nicht nur Karl Valentin sondern auch Mark Twain, Winston Churchill, Niels Bohr, Kurt Tucholsky (also lauter intelligenten Menschen) zugeschrieben wird, macht vieles klar. Prognosen sind alles anders als einfach – und so ist es auch mit der Planung. Denn die Planung ist die kleine Schwester der Prognose.

So halte ich am Freitag (10. Februar) in Stuttgart genau mittags um 12:00 beim FORUM AGILE VERWALTUNG 2017 einen (hoffentlich agilen) Vortrag mit dem amüsanten Titel:

„Die unumgehbare Unvorhersehbarkeit der Zukunft“

So ein Titel ist natürlich nicht von mir. Ich finde ihn aber treffend, klingt er doch wie die intellektuelle Formulierung der einfachen Tatsache, dass Zukunft eben nicht vorhersehbar ist. So wie man halt in den akademischen Kreisen der Soziologie und/oder Politologie geschraubt lehrt und schreibt.

Wie will ich in die Zukunft hinein planen, wenn ich nicht mal mehr in die Zukunft hinein sehen kann? Das dies nur selten funktioniert werde ich mit ein paar Beispielen belegen.

Auch habe ich vor zu berichten, dass sich private Unternehmen immer dann, wenn es schwierig wird, einfach mal schnell aus dem Staub machen. Besonders gerne lösen sie sich auf, wenn sie über Jahre gute Gewinne privatisieren konnten und zum Ende ihres „life cycle“ dann größere Verluste drohen, die dann mal ganz schnell sozialisiert werden.

Bei Behörden ist dies nicht ganz so einfach. Diese müssen disruptive Situationen überleben, auch dann, wenn private Unternehmen einfach verschwinden. Ganz einfach, weil das Leben weitergeht. Deshalb müssen sie ihre „Resilienz“ bewahren oder noch besser alles tun, „Antifragilität“ zu entwickeln.

Sicher sind Resilienz und Antifragilität auch nur zwei der vielen modernen „Buzzwords“. Sie machen aber etwas wichtiges klar, nämlich dass agile und flexible Strukturen in Zeiten von Veränderung und Wandel doch von wesentlichem Vorteil sind. Und starre Prozesse dann schnell zum Tode eines Systems führen können.

Die Ideen-Tüte des Vortrages ist schon gut gefüllt, jetzt bin ich beim Strukturieren und Verfeinern. Ich freue mich auf den Vortrag und den Dialog mit meinen Zuhörern und würde mich noch mehr freuen, wenn ich in Stuttgart ein paar bekannte Gesichter wiedersehen würde.

Deshalb hier alle Informationen zur Veranstaltung. Die Vorderseite enthält das Programm:

 

Und auf der Rückseite stehen die Details zur Buchung.

Also – dann auf ein Wiedersehen in Stuttgart.

RMD