Gastautor(en)
Freitag, der 20. Juli 2018

Gastbeitrag eines jungen Mannes: Der Transatlantik-Zirkus.

Als Gastautor begrüße ich (Roland Dürre) heute hier Götz, den Sohn von Detlev Six. Detlev hat in IF-Blog viele besondere Beiträge eingebracht, unter anderem die Radiophilosophie. Nur zur Erinnerung an vergangene Zeiten: Die Radiophilosophie besteht aus 80 – wie ich meine ein wenig verkannte – philosophische Beiträge, die dem Motto folgen „Erfolgreich trotz Denkens“.

Aber jetzt und heute überlassen wir seinem Sohn die Bühne zum Thema:

Der Transatlantik-Zirkus:

Man sollte meinen, dass es etwas positives ist, wenn sich die Präsidenten der zwei größten Atommächte treffen um zu reden und Spannungen abzubauen, zumal es nicht das erste Mal ist, dass sich amerikanische und russische Präsidenten in diesem Format treffen. Nun gibt es aber bekanntermaßen Leute, die das anders sehen. Einer davon ist Zeit Kolumnist Matthias Naß, der Trumps Politik „zum Fürchten“ findet. Assistiert wird er dabei von Stefan Kornelius, dem Auslandschef der Süddeutschen, der schreibt: „Die Demokratie erlebt in diesen Zeiten den schlimmsten Rückschlag seit den faschistischen Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts“. Dass Trump und Putin miteinander reden erinnert Kornelius also an den Aufstieg Adolf Hitlers und für diese Aussage bekommt er von Naß dann auch noch attestiert, ein „besonnener Transatlantiker“ zu sein[1]. Vielen Danke für die Steilvorlage Jungs. Beide sind übrigens Mitglied in der transatlantischen Polit-Lobby Atlantik Brücke, genau wie so viele andere Journalisten[2].

Nun könnte man ja lachen über diese Zirkusveranstaltung, doch es gibt dabei mehrere Probleme: Naß und Kornelius sind keine unbedeutenden Clowns, sondern bedeutende Clowns. Außerdem ist mit diesem einen Beispiel traurigerweise das komplette Meinungsspektrum der Mainstream Medien abgedeckt. Dazu kommt dann, dass es immer noch viele Leute gibt, die sowas für Journalismus halten. Beschäftigen wir uns also mit den Gründen, welche die Mainstream Presse dafür anführt, dass man nicht mit Putin reden solle.

Die „Annexion“ der Krim:

In der UN Charta, dem sog. Völkerrecht, kommen die Begriffe Annexion und Sezession nicht vor, d.h. diese Begriffe sind nicht definiert. Was darin vorkommt ist das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ und die „territoriale Integrität der Staaten“ . Letzteres hat Russland verletzt, als es die grünen Männchen auf die Krim schickte um den Bewohnern dort ersteres zu ermöglichen. Obwohl das Völkerrecht also Abspaltung via Referendum zulässt, die sog. Sezession, argumentiert eine Mehrheit der Experten, dass das Votum nicht völkerrechtskonform sein könne, da es auf einem völkerrechtswidrigem Wege zu stande kam. Es gibt aber auch Experten, die für eine Sezession argumentieren[3]. Auf jeden Fall handelt es sich bei der sog. Annexion der Krim nicht um eine Tatsache, sondern um eine Meinung. Unbestritten ist dagegen, dass die USA z.B. die Insel Guam annektiert haben[4].

Der Krieg in der Ostukraine:

Knallhart verschwiegen wird von den MSM stets die Tatsache, dass Janukovich nicht vom Volk, sondern durch Scharfschützen gestürzt wurde. Diese schossen aus Gebäuden, die zum besagten Zeitpunkt von der Opposition kontrolliert wurden[5]. Nachdem die Bürger im Osten des Landes, die den gewaltsamen Putsch nicht akzeptierten, ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, war es die neue ukrainische Regierung, welche die Armee nach Osten schickte und dies „Anti Terror Operation“ nannte. Diese Aktion löste die Kampfhandlungen im Donbass aus und machte die Gegend zu einem beliebten Urlaubsziel für russische Soldaten. Russland macht diesen Krieg zwar möglich durch die Unterstützung ethnischer Russen im Nachbarland, aber ausgelöst haben diesen Konflikt andere.

Die Wahlbeeinflussung:

Zwischen 1946 und 2000 haben die USA 81 Wahlen beeinflusst und Russland bzw. die Sowjetunion 36 [6]. Wenn sich die USA jetzt über eine mutmaßliche Wahlbeeinflussung aufregen, dann ist das ungefähr so, als wenn der Boss eines mexikanischen Drogenkartells die Rocker-Kriminalität in Europa als unethisch kritisieren würde. Dazu kommt noch, dass es bis heute keine öffentlich einsehbaren Beweise gibt. Das meiste beruht auf den Behauptungen der selben Geheimdienste, die schon die Beweise für die Massenvernichtungswaffen des Irak gefälscht haben und selbst diese Behauptungen beinhalten nicht mal den Vorwurf, dass das was Russland getan haben soll, einen Einfluss auf den Ausgang der Wahl gehabt hätte[7]. Moment, was ist mit Muellers Anklagen? Ja, mag sein, dass hier endlich mal Butter bei die Fische kommt, aber zumindest Zweifel kann man auch daran anmelden. Die Angeklagten sind allesamt russische Staatsbürger und in Russland ansässige Firmen. Es war eigentlich nicht damit zu rechnen, dass irgendjemand davon vor Gericht auftauchen würde und somit könnte Mueller damit rechnen, nie Beweise vorlegen zu müssen. Nun ist überraschenderweise doch eine der als Trollfarmen bezichtigten Firmen vor Gericht aufgetaucht, plädiert auf „nicht schuldig“ und möchte Beweise sehen, woraufhin Mueller erst mal versucht hat, die Herausgabe jener Beweise zu verzögern[8]. Die deutschen Medien hatten leider keine Zeit, darüber zu berichten.

Das ist es, wie in der Quintessenz Propaganda funktioniert. Es wird hier eine Information und dort ein Zusammenhang verschwiegen. Fragmentierung und Dekontextualisierung von Informationen nennt man das. Dadurch entsteht ein Zerrbild, auf das dann ein unnatürlich verengtes Meinungsspektrum aufsetzt, welches dieses Zerrbild wie die ganze Wahrheit behandelt. So kann man lügen ohne zu lügen und es wirkt alles sehr realistisch, denn die präsentierten Informationsfragmente sind meist wahr. Das Gesamtbild, das sie ergeben aber nicht. Zur Zeit trommeln die Presstituierten massiv für den kalten Krieg. Eine Annäherung und Entspannung mit Russland soll auf jeden Fall verhindert werden. Es ist aber wichtig, sich von dieser Propaganda nicht das Hirn weichspülen zu lassen. Trump hat seine Fehler, aber sein Kurs gegenüber Russland ist richtig.

[1] https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/donald-trump-nato-gipfel-usa-demokratie-5vor8
[2] http://spiegelkabinett-blog.blogspot.com/2013/03/journalisten-der-atlantikbrucke-in.html
[3] http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html
[4] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kolonien_und_Protektorate_der_Vereinigten_Staaten
[5] https://www.rubikon.news/artikel/propaganda-statt-journalismus
[6] https://en.m.wikipedia.org/wiki/Foreign_electoral_intervention
[7] https://m.youtube.com/watch?v=PSieUmpeDSw
[8] https://www.politico.com/story/2018/05/04/mueller-russia-interference-election-case-delay-570627

Soweit Götz Six.

Mein Resumée? Vielleicht sollten wir mehr den jungen Menschen zuhören und sie auch in Politik und in den Unternehmen ein wenig mehr ans Ruder lassen.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 10. April 2017

Jolly am 8. Juli im Literaturhaus München.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus. Er muss ihn nur finden.

Das Mensch sein ist nicht immer einfach. Gerade in Frieden zu leben fällt oft schwer. Im Glück zu leben ist vielleicht noch schwieriger. Das muss alles geübt werden. Vor allem gilt: Wir müssen bei uns selbst anfangen. Es geht für jeden von uns immer zuerst mal um das MICH, also um das DICH.

So müssen wir lernen, uns selber wert zu schätzen und zu lieben. Und vor allem selber friedlicher zu werden. Für uns selbst die Verantwortung übernehmen (ICH) und das mit diese der Verantwortung für das soziale Miteinander (WIR) zusammen bringen. Und so unsere persönliche „Anleitung zum Glücklichsein“ zu entwickeln.

Mein Freund Jolly bringt es auf den Punkt: Wir müssen unseren Rhythmus finden. Jeder seinen eigenen. Am Samstag, den 8. Juli wird er zeigen, wie das geht!

Wie immer freue ich mich, wenn ich beim Auftritt von Jolly viele Freunde treffe. Aber dran denken – das Literaturhaus hat nicht so viele Plätze.

Also besorgt Euch die Tickets rechtzeitig. Ich unterstütze dabei gerne.

RMD

P.S.
Am Donnerstag, den 28. April 2016 hat Jolly bei mir in Unterhaching für FRIEDEN gewirkt. Wir durften ihn filmen, hier ist sein Performance-Vortrag in voller Länge!

Ich empfehle, das Video gemeinsam mit Freunden bei einem schönen Glas Rotwein zu genießen. Und verspreche, dass die 60 Minuten ein sehr gutes Zeit-Investment sind. Und es anschließend viel Gesprächsstoff gibt.

Roland Dürre
Donnerstag, der 20. Oktober 2016

UNTERSCHEIDE OHNE ZU TRENNEN – #PMCampDOR 2016 – 18.-19. November

logo-dornbirnVor sechs Jahren ist die PM-Camp-Bewegung in Dornbirn gestartet. Seit dem gab es eine ganze Reihe von PM-Camps in vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Alle waren sehr erfolgreich, die Teilnehmer waren immer sehr glücklich und sind in dem Bewusstsein heimfahren, viel Neues erlebt und verstanden zu haben. Und neue Freunde gewonnen zu haben!

Die verschiedenen Orga-Teams der vielen PM-Camps haben immer tolle Themen als Impuls kreiert. In Dornbirn erinnere ich mich da an „Menschen sind keine Ressourcen“, „Muster brechen“, in Berlin zum Beispiel an „Komplex versus kompliziert“ oder „Digital im Projekt“, in Stuttgart unter anderem an „Produkt als Projekt“ und vieles mehr.

Dieses Jahr hat das Orga-Team (da bin ich Teil von) des PM-Camp Dornbirn beschlossen, für das kommende Barcamp am 18. – 19. November 2016 als Impuls zu formulieren:

UNTERSCHEIDE OHNE ZU TRENNEN!

Es war Stefans Vorschlag, der mir sehr gut gefallen hat. Ich meine, dass dieser Satz mit nur vier Worten eine wichtige Botschaft enthält. Die es aber erst zu dechiffrieren gilt. Hier ein Versuch.


Zuerst gucke ich mir den Begriff „unterscheiden“ an und betrachte die Synonyme dazu. Im Openthesaurus.de finde ich zuerst mal:

(sich) abheben (von) · abweichen · anders sein (als) · einer anderen (… z.B. Sorte) zuzuordnen sein · herausfallen · (sich) herausheben · nicht dazugehören · (sich) unterscheiden (von) · verschieden sein · differieren (bildungssprachl.) (geh.) · divergieren (bildungssprachl.) · auseinanderhalten · nicht verwechseln · trennen · unterscheiden · (einen) Unterschied machen (zwischen) · differenzieren (geh.) · distinguieren (gewählt, sehr selten) (geh.) · (sich) (voneinander) unterscheiden · unterschiedlich sein · variieren · voneinander abweichen.

Auch „trennen“ ist kein einfacher Begriff. Hier finde ich im selben Thesaurus noch mehr Synonyme:

abwracken · atomisieren · auflösen · aufspalten · aufteilen · auftrennen · auseinanderbauen · auseinandernehmen · demontieren · fragmentieren · partagieren · pulverisieren · spalten · teilen · tranchieren · trennen · unterteilen · untertrennen · zergliedern · zerlegen · zersetzen · zerspalten · zersplittern · zerteilen · zertrennen · isolieren · separieren · trennen · vereinzeln · zerstreuen · zerteilen · ablösen · abmachen · abtrennen · entfernen · loslösen · trennen · separieren (fachspr.) · abhängen (ugs.) · abkuppeln (ugs.) · loseisen (ugs.) · auseinanderbekommen · auseinanderbringen · voneinander lösen · locker machen · lockern · lösen · losmachen · trennen · abkoppeln · abkuppeln · losbinden · trennen · (einander) entgegensetzen · entzweien · polarisieren · scheiden · spalten · trennen · verfeinden · auflösen · dissoziieren ·  abscheiden · absondern · abspalten · auf die Seite legen · auf die Seite tun · ausgliedern · ausmustern · ausrangieren · aussieben · aussondern · aussortieren · beiseitelegen · eliminieren · entfernen · entnehmen · extrahieren · herauslesen · herausnehmen · herauspicken · heraussuchen · isolieren · selektieren · separieren · streichen · trennen · auslesen (fachspr.) · (sich) das Beste herauspicken · (sich) die besten Stücke herauspicken · guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (tun) · geschieden werden (von) · (sich) scheiden lassen (von) · (sich) trennen (von) · nicht mehr zusammen sein mit (ugs.) · auseinanderhalten · nicht verwechseln · trennen · unterscheiden · (einen) Unterschied machen (zwischen) · differenzieren (geh.) · distinguieren (gewählt, sehr selten) (geh.) · auseinandergehen · getrennte Wege gehen · nicht mehr zusammen sein · (sich) scheiden lassen · (sich) trennen · Schluss machen (ugs.) · absondern · abspalten · isolieren · separieren · trennen · segregieren (geh.) · sondern (geh.)

Im Thesaurus sind zu beiden Begriffen noch spannende Assoziationen festgehalten, die ich hier weggelassen habe. Sonst wäre es noch mehr Text geworden.


Begriffe sind in der Kommunikation von zentraler Bedeutung. In meiner Wahrnehmung haben die Synonyme zu „unterscheiden“ überwiegend einen positiven Klang. Sie hängen oft mit „Menschlichem“ zusammen. Die Synonyme zu „trennen“ dagegen klingen für mich eher negativ oder bestenfalls funktional und kalt. Zusammengefasst gefällt mir von der Anmutung her „unterscheiden“ so einfach viel besser als „trennen“.

Kann es so einfach sein? Unterscheiden ohne zu trennen, einfach weil die Synonyme von „unterscheiden“ sich einfach besser anfühlen als die von „trennen“? Für mich passt das, weil ich lieber positiv denn negativ denke. Und übe, mir dieses positive Denken auch aktiv an zu leben. Weil ich lieber ein positiver denn ein negativer Mensch sein möchte. Denn wenn ich selber positiv bin, kann ich auch ganz von selbst zu anderen Menschen positiv sein. Und wenn ich Negatives in mir habe, dann bekomme ich Frust. Der muss natürlich wieder raus. Und ich lasse ihn an anderen aus.

Es ist also ganz einfach. Unterscheiden und nicht trennen! Weil wir lieber miteinander wollen und nicht gegeneinander. Nur so kann ich fürs eigene Glück und für den eigenen Erfolg sorgen. Und nur wenn ich mir selber Respekt und Wertschätzung entgegen bringen kann, gelingt dies mir auch gegenüber anderen Menschen. So kann ich andere Menschen nur ein wenig glücklicher und erfolgreicher machen, wenn mir dies bei mir selber gelingt. Und das Glück und der Erfolg von anderen Menschen tut dann wieder mir selber gut. Denn wir sind zwar alle Individualisten aber als solche auch immer „TEIL VON UNS“.

Ich meine:
Jeder von uns ist anders. Das sollten wir würdigen und berücksichtigen. Das ist schön und darf aber kein Grund sein,  andere zu moralisieren, bewerten und trennen. Und daraus die Feindseligkeit zu entwickeln, die so schnell alles zerstören kann.

Genau das wollen wir auch auf #PMCampDOR auf keinen Fall machen! Wenn wir unterscheiden ohne zu trennen wird es ein ganz tolles und menschenfreundliches Camp werden! Also – ganz schnell anmelden und kommen! Ich freue mich aufs Wiedersehen!

RMD

P.S.
In der Blog-Parade zu #PMCampDOR 2016 finden sich noch weitere Beiträge zu „UNTERSCHEIDEN OHNE ZU TRENNEN“. Ich meine, es lohnt sich, da ein wenig herum zu stöbern.

actmobcmp_100-300x86#AktMobCmp

Die letzten Wochen habe ich mich zu wenig um das Thema „Aktive Mobilität“ im Alltag gekümmert. Da waren die Themen #FRIEDEN und DIGITALE TRANSFORMATION, meine Enkel*Innen, die Mentées und Startups, die ich ein wenig unterstütze und private Interessen wie Radeln durch Italien. Und manches mehr.

Das tut mir leid, denn laufend erreichen mich Nachrichten und neue Erkenntnisse, die zeigen, dass wir handeln müssen:

  • Die Feinstaubbelastung in allen Städten der Welt steigt auf hohem Niveau weiter.
  • Aufgrund der Verkleinerung der Schadteile durch moderne Technologie (es geht in den Nanobereich) sind diese gesundheitsgefährdender denn je.
  • Die Klima-Katastrophe wird realer, rückt näher und wird immer bedrohlicher.
  • Unser Lebensautonomie ist angeschlagen, unsere Art zu Leben wird immer mehr fremd gesteuert.
  • So opfern wir ferngesteuert das uns Wichtige fremden Instanzen, die uns manipulieren und ihre Interessen über unsere stellen.
  • Die Metrik aus Geld und Profit ist omni-präsent und beherrscht die gesamte Welt und alle Lebensbereiche.
  • Die Manipulationen der uns beherrschenden Großkonzerne werden immer unverschämter.
  • Angst wird immer mehr der wesentliche Treiber von stark zunehmender Irrationalität in Gesellschaft und Politik.

Mein Schluss:
Ich persönlich habe die Nase voll von der neuen Unredlichkeit und schlimmer Doppelmoral. Wir brauchen eine große Transformation, die bei unseren kognitiven Wahrnehmungen beginnt. Mobilität ist eine gute Metapher für die aktuelle Entwicklung und die Notwendigkeit einer Transformation. Sie zeigt auf, was alles falsch läuft und wie wir unsere Einstellungen und Gewohnheiten dringend zu unserem Besten ändern müssen.

Die nächste Chance etwas zu tun ist schon genau in einer Woche! Am 21. Mai 2016 findet in Augsburg das nächste Camp für aktive Mobilität #AktMobCmp statt. Da es in die bayerischen Pfingstferien fällt, hat der Veranstalter das Camp auf einen Tag reduziert. Das Orga-Team freut sich über jeden Besucher …

An diesem Tag wird im Format eines Barcamps ganz intensiv auf die Interessen und Bedürfnisse aller Teilnehmer eingegangen. Die „Teilgeber“ werden ihr Wissen teilen und mit neuen gemeinsam erworbenen Erkenntnissen, Ideen und Plänen und neu gewonnenen Freunden aus dem Tag heraus gehen.

Also meine persönliche Bitte an alle „freundlichen Menschen“, die Verantwortung für Zukunft übernehmen wollen. Probiert das #AktMobCmp in Augsburg aus. Wenn es nur Trägheit ist, die dem entgegensteht, dann überwindet den „inneren Schweinehund“ und kommt! Hier geht es zur Anmeldung.

 

Gestiftet von VisualBrainddump (Christian Botta & Daniel Reinold) Zum Vergrößern aufs Bild klicken.

Gestiftet von VisualBrainddump (Christian Botta & Daniel Reinold) Zum Vergrößern aufs Bild klicken.

 

Anfang letzten Jahres sind wir mit einem sehr schönen Camp in Unterhaching gestartet.

Das setzen wir in 2017 – wahrscheinlich am 5./6. Januar und wieder im Kubiz Unterhaching fort.

Ab September werden wir mit neuem Schwung in die Vorbereitung starten, kräftig wirbeln und viele uns mittlerweile gut bekannte Menschen und Institutionen einladen.

Und ich garantiere, auch dieses Barcamp wird wieder viele Menschen zusammen bringen, richtig Spaß machen und wesentlichen Erkenntnis bringen.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 24. April 2016

Projekt FRIEDEN – Donnerstag, 28. April 2016 – IF-Forum

Am Donnerstag (28. April) um 18:00 starte ich gemeinsam mit Jolly Kunjappu unser Projekt FRIEDEN. Wir freuen uns auf unsere Gäste.

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.« Acryl und Wachskreide auf Leinwand

»Jolly Kunjappu – »Jumbo‘s first birthday. Celebrate your life.«
Acryl und Wachskreide auf Leinwand

An diesem Tage werden wir “die Gedanken befreien”, Impulse geben und versuchen, „die freundlichen Menschen“, die wir so mögen, zu inspirieren. Wir wollen die Lust wecken, all die Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.

Wir wollen die Bereitschaft fördern, an der notwendigen großen Transformation unserer Gesellschaft und Lebensart konstruktiv mitzuwirken und so die Voraussetzungen ein wenig zu verbessern, dass wir Zukunft aktiv gestalten können. Denn:
Handeln ist wichtiger denn Reden!

An diesem Abend wollen Jolly und ich in die Vorlage gehen und dann gemeinsam mit Euch Ideen entwickeln und überlegen, was man denn alles machen könnte.
🙂  (Vielleicht ein Schneeballsystem für Frieden und Transformation aufsetzen?)

So wollen wir von unseren Freunden so lernen. Gemeinsam Erkenntnis gewinnen und  an unserer eigenen Aufklärung 2.0 arbeiten.
🙂 Indoktrination und Religionisierung mögen und machen wir nicht, denn wir sind keine Missionare!

FRIEDEN ist für uns ganz einfach die zentrale Metapher für die erforderliche Veränderung, denn Frieden betrifft uns dreifach: Jeden einzelnen ganz persönlich in sich; in unseren Beziehungen zu der Welt, in der wir leben und so auch zu unserer Umwelt; und natürlich auch im Verhältnis individuell zwischen Menschen wie kollektiv zwischen Völkern und Gemeinschaften aller Art unserer wunderbaren Welt.

Und ohne FRIEDEN ist glückliches Leben in Zufriedenheit nicht vorstellbar.

Das Projekt FRIEDEN ist mir persönlich sehr wichtig und hat für mich ab sofort Priorität. Es soll das letzte große Projekt meines Lebens werden, so will ich es in den nächsten Jahren zu meinem zentralen Thema machen. Damit mir dies gelingt ist mir Eure, die Teilnahme meiner Freunde, sehr wichtig.

Trotzdem soll der Donnerstag Abend zuerst mal ein Treffen von eben „den freundlichen Menschen“ unserer Welt in großer FREUDE werden und uns allen viel Mut und Vertrauen geben! Jolly und ich sind uns sicher, dass dies gemeinsam mit Euch exzellent gelingen wird. Und ein paar Überraschungen wird es auch geben …

Hier noch ein Link zu 3 Artikeln in IF-Blog.de zum Thema inklusive der Einladung zur Veranstaltung. Eine kleine Bitte habe ich nur – das Kommen kurz anmelden wegen Futter&Getränke. Dies könnt Ihr als Kommentar im Blog machen oder ganz einfach per E-Mail an die InterFace AG oder gerne direkt an mich.

RMD

Roland Dürre
Sonntag, der 6. März 2016

Handeln!

Ich zitiere dreimal Seneca:

Seneca, part of double-herm in Antikensammlung Berlin (wikipedia)

Seneca, part of double-herm in Antikensammlung Berlin (wikipedia)

Die Philosophie lehrt handeln, nicht reden!
oder
Unsere Worte sollen nicht unterhalten, sondern wirken!
oder
Nicht schwätzen sondern steuern!

Seneca war ein wichtiger Lehrer und Denker des alten Roms. Wenn ich die Geschichte richtig interpretiere, wollte er seinen Schülern helfen, ein wenig erfolgreicher und glücklicher zu werden. Ein schönes Ziel, dass ich mir für meine Mitmenschen auch gerne zu eigen mache.

Im letzten Jahr war ich wieder viel unterwegs. Ich hatte schöne Tage in einem mich begeisternden Philosophie-Kolloquium mit Klaus-Jürgen Grün (Philkoll). In der Jury beim Business Plan Wettbewerb habe ich soviel Neues erfahren. Auf mehreren PM-Camps habe ich Erfahrung und Wissen mit vielen Menschen geteilt. Viele peer-to-peer-Treffen mit Freunden, „Mentés“, jungen Leuten von Startups und vielen mehr haben mich ganz neue Welten erfahren lassen.

🙂 Insgesamt habe wieder mal mehr gelernt als je zuvor. Und fast erdrückt mich, was ich alles weiß. Und das, obwohl ich weiß, dass ich eigentlich nichts weiß. Und so auch nicht weiß, wie ich mein Wissen einsetzen soll. Das ist schlimm, weil ich irgendwie die Nase voll habe vom Denken und Reden!

Ich möchte etwas Tun! Gemeinsam mit Freunden in einen kooperativen Flow hineingeraten, der etwas bewirkt! Und die richtigen Ergebnisse bringt. Die uns und andere begeistern. Die man umsetzen kann.

Also:
Kein Philosophie-Seminar mehr, von dem ich zwar mit vollem Herzen heimkomme, aber gar nicht so richtig weiß, mit wem ich all das aufregend Neue teilen soll, das mich so beeindruckt. Kein Barcamp mehr, auf dem ich zwar noch mehr hoch sympathische und kluge Menschen kennenlerne, die sich aber letztendlich alle doch überwiegend gegenseitig bestätigen und aus dieser Gemeinsamkeit heraus glücklich heimfahren. Weniger Zuhören und Betreuen von Gruppen oder Einzelpersonen.

Sondern:
Mehr tun und mehr handeln!

Aber wie geht das?
Da war ich zuerst mal ratlos. So habe ich mal wieder eine Anleihe bei meiner Branche genommen. Was haben wir Softworker und IT-ler doch schon alles bewirkt?! Wir haben in den Unternehmen das „Sie“ und „die Krawatte“ abgeschafft und dafür Kühlschrank und Kaffeemaschine eingeführt. Wir haben open source erfunden und das agile manifesto geschrieben. Wir haben mit extreme programming und mobprogramming begonnen und peer-to-peer-reviews gestartet. Wir haben erreicht, dass agile, lean und open gedacht wird. Und Unternehmenskulturen geschaffen, die auf Respekt und Augenhöhe basieren und in denen „Partizipation“ und „Fehlertoleranz“ keine Fremdworte sind.

Und wir haben auch das Hackathon erfunden. Da treffen sich tüchtige Programmierer mit ihren Laptops am Wochenende, bauen ihr WLAN auf und schreiben zum Beispiel eine Software für eine NGO. Die dann schon am Montag läuft und beim nächsten Hackathon weiterentwickelt wird.

Das gibt es übrigens jetzt auch jenseits der IT. Kenne ich doch ein Beratungsunternehmen, da nehmen die Herren Berater einmal im Jahr Auszeit und sich dann ein langes Wochenende treffen, um z.B. mit professioneller Anleitung ein Gebäude für einen Kindergarten zu bauen. Das gefällt mir!

Könnten man so z.B. eine Art Hackathon machen, das als Ergebnis aber nicht eine Software sondern einen tollen Businessplan hat? Der aus zwei Komponenten besteht – aus der Geschäftsidee und der Umsetzung? Könnte man auf diese Art nicht auch einen Beitrag leisten, der die zum Beispiel zweifelsfrei durch Flüchtlinge entstehenden Probleme in Positives zu verwandeln kann? Und so wieder zum Beispiel die Voraussetzung für Kreierung von „Flüchtlingsunternehmen“ schafft?

Man müsste doch vorher nur ein paar wichtige Bedingungen festlegen.

  • Das Flüchtlings-Unternehmen muss dem Gemeinwohl dienen. Damit die Menschen erkennen, dass da etwas positives passiert, das allen hilft.
  • Das Flüchtlings-Unternehmen darf etablierten Strukturen keine Konkurrenz machen. Weil es dann gleich wieder einen großen und nicht sehr produktiven Ärger gibt.
  • Die Mitarbeiter aus den Kreisen der Mitarbeiter müssen im Unternehmen eine Arbeit, die die Würde der Menschen respektiert und
  • Das Flüchtlings-Unternehmen muss sich selbst organisieren und steuern. D.h. es darf kein Management von außen geben. Der Beitrag erfahrener Unternehmer und Manager darf also kein operativer sein sondern muss sich auf die Hilfe zur Selbsthilfe beschränken, also aufs coachen & beraten.

Was können wir also machen?

Wir (20 – 30 Unternehmer, Manager und Expergen) treffen uns zu einer Art von „Hackathon“. Dort wird aber nicht programmiert, sondern ein Businessplan erstellt. Zwei Tage lang, in Klausur. Am ersten Tag kreieren wir die Geschäftsidee. Und spätestens am zweiten Tag erarbeiten wir die Umsetzung. Nennen wir so eine Veranstaltung mal StartMaker. Dazu brauchen wir nur 2 Tage – und die richtigen Leute. Ein paar davon kenne ich schon. Und bin sicher, dass da tolles Entstehen kann.

Was haltet Ihr davon?

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 30. Januar 2016

Mein persönliches Kopfschütteln

rolandswimmingpoolbesserIch versteh’s halt nicht
oder nicht mehr
oder hab’s noch ich nie verstanden,
ganz ehrlich.

  • dass Vater und Mutter sich so oft und so sinnlos gestritten haben,
  • dass ich (auch) in der Schule geschlagen wurde,
  • dass in meiner Jugend ein völlig sinnloser Krieg in Vietnam getobt hat,
  • dass ein Staat wie die BRD die einzigartige historische Chance vergab, ohne Armee zu leben, und das nur aus Angst vor den Russen … (Wiederaufrüstung).
  • dass die Israelis genau so agieren, wie sie es eigentlich gar nicht dürften.
  • dass die Bundeswehr jetzt 130 Milliarden Euro bis 2030 kriegen soll (wo es an vielen anderen wichtigen Ecken wie bei der Bildung fehlt),
  • dass das Gemetzel auf den deutschen Straßen ignoriert und toleriert wird mit dem Hinweis, dass sonst Arbeitsplätze gefährdet werden,
  • dass man beliebig viel Blödsinn rechtfertigt, weil sonst Arbeitsplätze gefährdet wären,
  • dass die Menschen bei uns sich heute nicht darüber freuen, dass man das Wasser aus allen Wasserhähnen trinken und man sich alles kaufen kann, was das Leben schön macht – so wie die frische Vollmilch mit normaler Haltbarkeit und 3,8 % Fett in der braunen Glasflasche (das ist doch ein großes Glück!).
  • dass die alten Herren im Schwimmbad ihre Duschen minutenlang mit warmen Wasser laufen lassen, und dabei im Vorraum stehen und gemütlich ratschen,
  • dass die Menschen sich Joghurts und ähnliches in Plastikbechern kaufen und die Verpackung oft wichtiger als der Inhalt ist,
  • dass es immer noch Menschen in München gibt, die Walnüsse aus Kalifornien essen,
  • dass das Auto zum selbstverständlichen Fortbewegungs-Mittel geworden ist,
  • dass Sex immer noch ein Tabu-Thema ist,
  • dass so viele glauben, Gefängnisse könnten die Welt besser und sicherer machen,
  • dass andere an den „Kreativismus“ glauben, aber meinen, die „Klima-Katastrophe“ gäbe es gar nicht.
  • und so vieles mehr …

Ja – da muss man doch mit dem Kopf schütteln …
(Mit Dank an Bert Brecht, abgewandelt aus der Dreigroschenoper).

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 19. Januar 2016

Ein Grund, warum ich mich nicht mehr ans Lenkrad setze.

 

„AUTO KRACHT IN BÄCKEREI (HAAR)“

Dürre_RolandGestern (am Montag) habe ich diese Meldung in der SZ gefunden. Ich veröffentliche das, weil ich doch regelmäßig von solchen und ähnlichen Unfällen – oft mit schlimmerem Ausgang – auch in unserer Region lese. In diesem Fall war der Autofahrer mit 66 Jahren noch ziemlich jung.

Vor gar nicht langer Zeit ist zum Beispiel ein deutlich älterer Autofahrer in das Schaufenster eines Spielzeug-Geschäfts an der Kufsteiner-/Ottostrasse in Ottobrunn/Riemerling rein geschossen – und dies aus dem Stand!

Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, ob man wirklich Menschen jenseits der Pensionsgrenze so einfach die Fähigkeit zugestehen soll, eine mehrere 100 PS starke, über 1,5 Tonnen schwere und gefährliche Maschine wie z.B. einen SUV zu steuern?

Wenn es schon sein muss und es zu Fuß oder mit Fahrrad und öffentlichem Verkehr wirklich nicht geht, dann könnte doch zum Beispiel ein leichtes und langsames Elektrofahrzeug auch helfen, die ja oft so geliebte individuelle Mobilität bewahren.

Ich selber werde im nächsten Sommer 66. Und fühle mich noch ziemlich fit. Beim genauen Hinein-Hören in den Körper merke ich aber auch, dass das Alter halt da ist und weiter kommt. Und aus guten Gründen spiele ich seit zwei Jahren keinen Fußball mehr.

So steuere ich nur noch sehr selten und mit absolut abnehmender Tendenz ein KFZ, auch weil ich meine glückliche Auto-Bilanz (ich habe in meinem ganzen Leben keinen einzigen Menschen beim Autofahren auch nur leicht verletzt) nicht am Ende noch verpatzen will.

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 16. Januar 2016

ASK AN ANSWER.

Jolly Kunjappu

ist ein guter Freund. Kennengelernt haben wir uns auf einer Veranstaltung zugunsten der Münchner Schachstiftung. Die Münchner Schachstiftung kümmert sich um die ärmsten Kinder Münchens. Gemeinsam mit Schulen versucht sie diesen verlorenen Kindern das Schachspiel zu lehren. Ein erfahrener Münchner Streetworker hat mir berichtet, dass man an manche Kinder, die geistig verwahrlost sind und außerhalb jeder Gesellschaft leben, mit Schach noch am besten ran kommt.

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Jolly hat einen wunderbaren Vortrag für die Stiftung oder besser gesagt für die von der Stiftung betreuten Kinder gehalten. Ich war eingeladen, durfte ihn hören und anschließend kennenlernen. Mir war sofort klar, dass wir Verbündete im Denken, Geist und auch im Handeln sind. So sind wir Freude geworden.

Ask-an-Answer_1m-185x300Jetzt hat er ein Buch geschrieben. Es ist zweisprachig (in Deutsch und Englisch) und heißt ASK AN ANSWER. Kurz vor Weihnachten lag es mit lieben Grüßen des Autors bei mir im Briefkasten. Im Buch sind Jolly’s Gedanken aus vielen Jahren, mal kürzer und mal ein wenig länger.

Und ähnlich wie bei Seneca finde ich alle Gedanken sehr bemerkenswert. So ist ASK AN ANSWER eine ganz feine Botschaft für eine bessere Welt, in der sich Jolly mit viel Respekt und doch recht  klar äußert.

Es war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk, in dem ich über die „ruhigen Tage“ gerne geblättert und gelesen habe. Und das mir Mut und Freude beschert hat.

Und besonders freut mich, dass wir gemeinsam im kommenden Frühling ASK AN ANSWER bei InterFace vorstellen werden. Jolly wird im Mittelpunkt stehen und ich hoffe, für einen würdigen Rahmen sorgen zu können.

Und wer den April nicht erwarten kann und das Buch schon jetzt lesen möchte, darf sich gerne per E-Mail an mich wenden.

RMD

P.S.
Kann gut sein, dass man das Buch auch im Indian Mango erwerben kann. Das ist Jolly’s indisches Restaurant in München in der Zweibrückenstraße. Dort kann man sehr lecker speisen und gleich dabei ein wenig quer lesen. Das ist dann doppelter Genuss!

Diesmal heißt es:

ALLE MACHT FÜR NIEMAND LIVE ERLEBEN!

andreaszeuchAlle Macht für Niemand!
Das ist das Motto von Dr. Andreas Zeuch. In seinem neuen Buch, erschienen am 8. September dieses Jahres, setzt er sich ausgiebig mit „Unternehmensdemokratie“ auseinander. Und es ist keine theoretische Abhandlung geworden, sondern ein spannender Bericht aus dem prallen Leben. Ich würde es ein mutiges und provokatives Werk nennen, das mit so manchem Vorurteil aufräumt.

Andreas habe ich auf dem PM-Camp in Berlin 2014 persönlich kennen gelernt. Da hat er den Impuls am Morgen des ersten Tages gegeben. Sein Thema war dort „Wie viel Intuition verträgt ein Unternehmen“. Dieser Vortrag hat mich so inspiriert hat, dass ich den ganzen Vormittag mit Andreas verbrachte. Und so die ersten Sessions am Vormittag des PM-Camps komplett versäumt habe.

Hier ein Auszug aus dem Ausschreibungstext:

Unternehmensdemokratie – ist das die Zukunft der Arbeit oder der Witz der Woche? Können Unternehmen überhaupt eine demokratische Veranstaltung sein, oder lähmen gemeinsame Entscheidungsprozesse nicht und führen zur Insolvenz? Schließlich brauchen wir nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer!

Was geschieht, wenn ein CEO gewählt wird? Wenn eine Bank alle Hierarchiestufen abschafft; wenn sich Mitarbeiter ihre Aufgaben selber aussuchen oder das Reinigungspersonal bei Innovationen dabei ist? Bricht dann Chaos aus, oder entfaltet sich die innere Motivation der Belegschaft?

Andreas Zeuch ist auf Reise gegangen und hat Unternehmen gefunden, die zeigen, dass Unternehmensdemokratie eine menschlich lebendige und wirtschaftlich erfolgreiche Alternative zum zentralistischen Top-Down ist.

InterFace-Logo Anmeldung auch zu diesem IF-Forum geht wie immer ganz einfach per E-Mail. Ich darf wieder moderieren und freue mich schon auf wie immer spannende Diskussionen und schöne Gespräche!

RMD