Edwin Ederle
Montag, der 7. März 2011

Stefan Gillessen – Der Klang des Urknalls

Am Dienstag, dem 1. März hielt Dr. Stefan Gillessen den ersten Vortrag in 2011 im Rahmen des IF-Forums 2011. Dieses Jahr ist unser Thema „Mensch&Wissen(schaft).

Trotz seines Themas (die moderne Urknalltheorie), das auf den „ersten Blick“ so gar nicht einfach oder unterhaltsam klingt, war der Seminarraum der IF AG bis auf den letzten Platz gefüllt – noch dazu während der CeBit, wo ja viel IT-Interessierte in Hannover sein könnten.

Nicht nur für die wurde der Vortrag per Video-Stream live übertragen; und wer das verpasst hat – der hat übrigens wirklich was verpasst – kann einen Video-Mitschnitt bald im Internet sehen.  Näheres hier in diesem Blog und auf IF-Open!

Herr Dr. Gillessen hat es geschafft, das Thema nicht eine Sekunde langweilig werden zu lassen.

Ohne Frage ist die Materie schwierig, viel schwieriger als sie im Vortrag so angenehm dargestellt wurde. Dem Referent gelang es aber, jedem Zuhörer das Gefühl gegeben, etwas zu verstehen – vom Urknall, von Materie und Antimaterie, von  dunkler Materie und dunkler Energie. Unterstützt von anschaulichen Grafiken und schönen Bildern stellte er die Theorie des Urknalls und die Messungen der Satelliten COBE undWMAP sehr verständlich und unterhaltsam dar.

Natürlich wage ich es nicht, den Vortrag zusammen-zufassen – ist doch die Gefahr zu groß, dass ich mir eingestehen müsste, doch nicht jedes Detail verstanden zu haben.

Trotz der Aussicht auf ein gutes Buffet entwickelte sich eine engagierte und interessante Diskussion – die auch lange nach den Vortrag an Stehtischen im kleinen Kreise weitergeführt wurde.

Die große Frage, was vor dem Urknall war – oder woher all das kommt, wird die Zuhörer (und die Menschheit) noch lange weiter beschäftigen!

Das war aber nicht das Thema von Dr. Stefan Gillessen. Er sagte:

Die Physik kann immer nur versuchen, das „Wie“ zu erklären, aber nicht das „Warum“.

E2E

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1 Kommentar zu “Stefan Gillessen – Der Klang des Urknalls”

  1. Erik (Mittwoch, der 14. August 2013)

    Der Weltraum existierte auch vor dem Urknall

    Der Urknall hat stattgefunden, auch wenn er nur eine Zwischenstation war. Dieser Übergang vom Ende eines kontrahierenden Urknall-Universums zum nächsten, heutigen Urknall-Universum hat jedoch nichts mit dem Gesamt-Universum zu tun, das unendlich groß ist und schon immer existiert hat.

    Unser dreidimensionales Urknall-Universum ist also nicht aus einem Nichts hervorgegangen, sondern aus einer riesigen Masse-Ansammlung aus Materie bzw. Antimaterie, die man als gigantisches Schwarzes Loch bezeichnen würde. Und weil diese enorme Masse-Ansammlung am Ende der Kontraktion des vorherigen Urknall-Universums keiner Geschwindigkeit mehr ausgesetzt war, alterte sie unvorstellbar schnell.

    Die Zeitdilatation besagt, je höher die Geschwindigkeit eines Objekts ist, desto langsamer altert dieses Objekt. (Bei potentieller Erreichung der Lichtgeschwindigkeit stünde die Zeit sogar still.) Je niedriger die Geschwindigkeit eines Objekts ist, desto schneller altert das Objekt. Und bei Erreichung des tatsächlichen Ruhezustands, was bei jener Masse-Ansammlung am Ende des Kontraktionsprozesses der Fall war, alterte sie unvorstellbar schnell. Das Ergebnis war der Übergang jener Masse-Ansammlung in Strahlungsenergie in einer unbegreiflich gigantischen (lautlosen) Explosion – gemäß der Grenzwert-Gleichung E = m · c².

    Diese Explosion ereignete sich (mit Berücksichtigung der Zeitdilatation) vor mindestens 13,82 Milliarden Jahren – also vor rund 14 Milliarden Jahren. Nach der absoluten Zeit (ohne Zeitdilatation) fand diese Explosion und somit der Beginn unseres Urknall-Universums vor mindestens 47 Milliarden Jahren statt. Der Unterschied dieser beiden Daten sei kurz erläutert:

    Da unmittelbar nach dem Urknall all die (aus jener Strahlungsenergie-„Wolke“) entstandenen Teilchen mit Fast-Lichtgeschwindigkeit vom Explosionsherd weggeschleudert wurden und bis heute mit enorm hoher Geschwindigkeit durchs All geflogen sind, unterlagen all diese Teilchen der Zeitdilatation. Dabei wäre die Zeit nach unserer Wahrnehmung (vom Urknall bis heute) von etwa 3,35 Sekunden auf 1 Sekunde (bzw. von über 47 Mrd. Jahre auf etwa 14 Mrd. Jahre) gedehnt worden. Die durchschnittliche ‚Reise‘-Geschwindigkeit der Teilchen unserer Milchstraße (vom Urknall bis heute) betrüge mehr als 200.000 km/s (angeblich sogar über 211.000 km/s). Der Durchmesser unseres kugelförmigen Urknall-Universums (als extrem winziger Teil des Gesamt-Universums) macht rund 95 Milliarden Lichtjahre aus. (1 Lichtjahr: ~ 9,4605 … Billionen km) Siehe auch: ‚Die Welt der Relativität – alles falsch? Korrekturen zur Relativitätstheorie‘ mit ISBN 9788490391730

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