Hans Bonfigt
Monday July 25th, 2016

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5 Kommentare zu “Multikulti im Nahverkehr”

  1. rd (Saturday July 30th, 2016)

    Bei diesem Artikel bin ich ein wenig erschrocken. Er erscheint ja zuerst mal politisch völlig inkorrekt. Und klingt extrem feindselig. Und Feindseligkeit mag ich so gar nicht. Wie immer zeichnet Hans ein sehr extremes Bild.

    Allerdings weiß ich, dass Hans immer nur Dinge schreibt, die er auch tatsächlich erlebt hat. Und diese dann sehr stark überzeichnet. Unter anderem um an unserer Selbstgefälligkeit zu rütteln.

    So habe ich mir überlegt, was mir im öffentlichen Nahverkehr so alles widerfahren ist und ich als absolutes “nogo” empfunden habe. Das ist ganz schön viel. So kam mir folgender Gedanke. Wenn man in diesem Artikel Begriffe wie “Muselmann”, “Schutzsuchende” … einfach tauscht durch Begriffe wie Fußball-Fans, Ultras oder ähnliches, dann könnte man die gleiche vielleicht noch unschönere Geschichte erzählen.

    Am unwohlsten habe ich mich übrigens in bayerischen Zügen gefühlt, wenn Horden durchgezogen sind, die meinten, sie müssten die skurilen Rituale von “Junggesellen-Abschieden” im öffentlichen Nahverkehr durchführen. Da wurde sogar mir schon ein paar Mal richtig Angst und Bange.

    Und diese Beeinträchtigen scheinen sich problemhaft zu häufen – und auch ihre Spuren im rollenden Material zu nhinterlassen.

    Zynisch würde ich noch hinzufügen, dass das Kritisieren von Fußball und dessen Auswüchsen wahrscheinlich auch politisch total inkorrekt ist. Immerhin geht es um Arbeitsplätze. Und ich bin mir sicher, dass es bei allen DAX-Unternehmen zusammen nicht so viele Spitzenarbeitsplätze (Jahreseinkommen > 10 Millionen €) gibt wie in den Unterhaltungsunternehmen, die gemeinsam die Bundesliga bilden. Also könnte man sagen: Nehmen wir die Idioten in Kauf, die vor und nach den Spielen in den Regionalzüge andere Menschen tyrannisieren, um die besten Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

    Und die “Junggesellen-Abschiede” im öffentlichen Verkehr müssen wir auch erdulden, denn wir brauchen doch mehr Kinder für unsere Renten!

    Die Spitze gegen die Bahnpolizei ist ja auch eine starke Metapher. Die ganze und zurzeit boomende Sicherheitsindustrie lebt ja davon, dass man da Jobs kriegt, die zwar viele Nachteile haben wie Schichtdienst – aber eben den Vorteil dass man da nicht so richtig arbeiten muss.

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es lustig!

  2. Hans Bonfigt (Saturday July 30th, 2016)

    Ich muß da leider widersprechen.
    Im allgemeinen pflege ich der Verdeutlichung halber zu übertreiben, aber leider war es hier nicht so.

    Und die Angelegenheit ist ja noch viel trauriger, wenn man die Hintergründe betrachtet. Wenn es überhaupt einen Grund gäbe, stolz darauf zu sein, dem deutschen Volk anzugehören, dann wäre das sicherlich unser Asylrecht.
    Denn das unterscheidet uns vom Kretin.

    Die Gewährung dieses Asylrechtes ist aber an eine klare Voraussetzungen geknüpft: Die Bedürftigkeit. Hasardeure, die ‘mal eben auf Schlauchbooten “‘rübermachen” und hier gleich kriminell werden, gehören nicht dazu. Schlimmer, viel schlimmer: Dieses Pack raubt, wiederhole: raubt, den wirklich Bedürftigen lebensnotwendige Ressourcen.
    Das ist genauso widerlich, als würde man eine wehrlose, am Boden liegende Person berauben. Nicht ohne Grund gilt dies – auch juristisch – als ein besonders schweres Verbrechen.

    Die vielleicht 80 Prozent Kriminellen aus dem Flüchtlingsstrom sind überaus gerissen und nutzen die Gespaltenheit unserer Nation mehr oder weniger bewußt aus.
    Das wird weiter eskalieren, wenn wir nicht Stärke zeigen in der Art, “Bis hierhin und nicht einen Schritt weiter!”.

    Mir sind Fußballhorden, meist mit Neonazis durchsetzt, ebenfalls ein Greuel — aber die machen den Rabatz dann wenigstens noch in ihrem eigenen Habitat.

    Mit den Jahren habe ich mir die liebe Angewohnheit beibehalten, bei Besuch in Kirchen aller Art etwas Tinte in die Weihwasserschale zu träufeln – auch in Erinnerung an Ludwig Thoma.
    Aber ich käme nie auf die Idee, in einem Gastland, beispielsweise in Istanbul, in eine Moschee zu pinkeln.
    Denn: Dort bin ich Gast und genieße Gastrecht, welches man einfach nicht mißbraucht.

    Das darf auch die deutsche Bevölkerung, die nebenher jeden Neuankömmling mit etwa 100.000,– pro Jahr unterstützt, ebenfalls von diesen erwarten.

    Und was nun die inkriminierten Begriffe angeht:
    Religiosität und Nationalismus sind seit jeher die schlimmsten Feinde der Menschheit, und durch offenen und direkten Widerstand werden sie nur noch stärker.
    Das einzige Gegenmittel sind Spott und Verächtlichmachung. Dreimal dürfen Sie raten, lieber Roland, warum Machthaber in aller Welt sich derart schon über bescheidene Witze aufregen.

    Und hier beginnt unsere falsch verstandene Toleranz:
    Wir wollten den Muselmann nie inkommodieren, in dem wir seine Gefühle verletzen — denn er ist dann sooooooo beleidigt und muß seine Frau grün und blau schlagen oder irgeneinen Laden in Brand stecken.
    Der Irrsinn fing in Deutschland in den siebziger Jahren mit “Holländer Käse” Rudi Carell an, der einen albernen Sketch brachte, in dem man Khomeini an einem Kaufhaus-Grabbeltisch in Damenunterwäsche wühlen sah.
    Du liebes bißchen, was gab es da einen Ärger! Hunderttausende gingen in Persien auf die Straße, verbrannten deutsche Flaggen, zündeten nebenbei noch ein paar Botschaften an … und was machte Genscher ?? Einen dienerischen Kotau dem Terror-Regime gegenüber.

    Schon als Kind spürte ich instinktiv: Jetzt müssen drei aufeinanderfolgende Iran-Sondersendungen her, in den *richtig* vom Leder gezogen wird, damit die Scheiß-Mullahs einmal wissen, wie das so läuft in einem Land mit Meinungsfreiheit. Spott ist etwas legitimes, normales, Notwendiges.

    Aber nein, wir waren auch bei der ‘Salman Rushdie’ – Affäre und den Westergaard – Karikaturen zutiefst betroffen — jedoch nicht über die internationalen Fatwa – Vendetten, sondern über die bösen “Provokateure”.
    Und je häufiger wir nachgeben, desto frecher werden die Westentaschen – Fundamentalisten.

    Welche sich vor Lachen in die Kutte gepißt haben dürften, als sie lasen, daß irgendein kirchliches Hilfswerk Freiwillige suchte und fand, die den armen Gläubigen wg. “Ramadan” um 04:30 das Essen in den 5. Stock brachten.

    Ich fasse mir sowieso regelmäßig an den Kopf: Gerade vor dem islamischen Terror “geflohen”, fangen sich die Herrschaften gleich wieder an, wegen “religiöser Differenzen” die Köpfe einzuschlagen.
    Also: In von mir verwalteten Unterkünften gäbe es dreimal in der Woche Schweinefleich und jeden Morgen eine Koranverbrennung. Und wer jetzt sagt, das ist quasi Vergewaltigung: Komischerweise zählen Alkohol, Drogen und zutieft sündige Internetpornos keineswegs zu den Dingen, vor denen “Flüchtlinge” entsetzt zurückweichen.

    Ich höre immer die dümmliche Worthülse “Wir schaffen das”.

    Aber uns hat nie jemand gefragt,
    “Wollen wir das überhaupt” ?

  3. db (Saturday August 13th, 2016)

    Lieber Herr Bonfigt,

    ich würde mich wahnsinnig über einen weiteren Artikel zum Thema Software-Entwicklung von Ihnen freuen.

    Was mich besonders interessieren würde:

    – Unterschiede zwischen dilettantischer und professioneller Softwareentwicklung
    – Unterschiede zwischen Softwareentwicklung früher und heute (den SCRUM-Wahnsinn hatten Sie ja schon mal dargestellt)
    – Einblicke in Hard- und Software bei den “Großen” (Banken, Versicherungen, Börsen etc.)
    – Vorteile von IBM Power und anderen Architekturen ggü. Intel (Sie sind ja, nach dem was ich so gelesen habe, im IBM-Bereich unterwegs)
    – Erlebnisse mit Kunden

    Ich würde mich freuen, wenn Sie ein bisschen aus dem Nähkästchen erzählen könnten!

    Beste Grüße

    db

  4. Fralle (Thursday November 3rd, 2016)

    Endlich mal klare Worte, nein das ist nicht “nazi”.

    Gegen fefes extremistisches geschwätz eine echte Wohltat.

  5. rd (Friday November 4th, 2016)

    Bei fefe muss ich widersprechen dem obigen Kommentar widersprechen. Seine Stellungnahmen zu alltäglichen Begebungen sind kein extremes Geschwätz sondern in meiner Wahrnehmung sehr radikale und kritische Bewertungen, die aber auf Aufklärung und Humanismus sowie gesellschaftlich radikal-demokratischen Zielvorstellungen aufbauen. Wenn man fefe etwas vorwerfen kann, dann höchstens dass sein Blog doch stark von “only bad news is good news” profitiert.
    Hier geht es zum Blog von fefe. (http://blog.fefe.de/)

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