Hans Bonfigt
Sunday July 8th, 2018

(Deutsch) Papa, Charlie hat gesagt …

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6 Kommentare zu “(Deutsch) Papa, Charlie hat gesagt …”

  1. rd (Sunday July 8th, 2018)

    Das ist wieder “harter Stoff”. Auch mich treibt die Sorge, dass die Inflation der Gesetze dem Rechtsstaat nicht nutzt sondern das Grundgesetz aushöhlt und z.B. den in der bayerischen Verfassung so einfach und klar formulierten Werten widerspricht. Die nach meiner Meinung ein gutes Werte-Setup für eine moderne und soziale Gesellschaft anbietet. Ich meine aber, dass ein wertebasierter gesellschaftlicher Konsens nicht in einer Oligarchie von Parteien geschaffen werden kann wie auch nicht mit Methoden à la RAF. Da glaube ich mehr an einen “redlichen Diskurs in einer qualifizierten crowd” (diesen auch gerne im Internet ;-)), wobei die “crowd” dann die Rolle von neuer Elite ausfüllen müsste.

    Zu den Beispielen:
    Beispiele haben nach meinem Verständnis in der Kommunikation die Aufgabe, komplizierte Zusammmenhänge anschaulich und klar zu machen. Das gelingt nicht, wenn sie von vorne herein emotional besetzt sind und polarisieren. Die Absicht der Provokation durch extremen Beispielen kann ich gut zwar nachvollziehen, empfinde ich aber nicht als hilfreich. Ein Problem bei extremen Beispielen ist auch immer die Faktenlage, die dann zu einer meist unfruchtbaren Diskussion am Beispiel führt aber von der beabsichtigten Hauptaussage nur ablenkt.

    Die Bespiele im obigen Artikel finde ich in diesem Sinne nicht optimal. Ich meine, dass es – um die von mir nach einer gewissen Abstraktion verstandene Intension gut zu vermitteln – es ganz aktuell bessere Beispiele gäbe? Soweit ein Teil meiner Kritik.

    Der große “Schwester” des Beispiels in meinem Verständnis von Kommunikation ist übrigens die “Metapher”.

  2. Hans Bonfigt (Sunday July 8th, 2018)

    Hallo Roland,

    es ist doch nur deshalb “harter Stoff”, weil alle drei Fragen “politisch” besetzt sind.

    Zum Thema Auto: Wenn der Roland Dürre an seinem Motor herumfummelt, um die Leistung zu optimieren, dann entzieht man ihm beim nächsten TÜV die Zulassung. Und wenn er in einen Unfall verwickelt ist, trägt er die Alleinschuld, weil sein Fahrzeug keine Betriebserlaubnis hatte und nicht fahren durfte.
    Warum wird eine notorisch kriminelle Vereinigung wie Volkswagen/Audi nicht genau so behandelt ?

    Zum Thema “Hartz 4”:
    Nehmen wir an, zehn Familien verdienen je 4.000,– pro Monat und zahlen davon 2.000,– an Abgaben für die Allgemeinheit.

    Jede Familie hat also 2.000,– „für sich“.

    Nun entschließen sich zwei Familien, „im sozialen Netz zu surfen“.
    Die Ausgaben für die Gemeinschaft bleiben aber die gleichen.
    Vorher wurden 40.000,– eingenommen, 20.000 blieben für die Familien. Mit 8 „Arbeitsfamilien“ sind es nur noch 32.000,–, wobei für die Familien aber bloß noch 12.000,– übrigbleiben.

    Macht, „Gerechtigkeit“ sei verlangt, pro Familie 1.200,– statt 2.000,–.
    Erschreckend also: 20% Erwerbslose belasten den Rest der Allgemeinheit mit 40% Gehaltseinbuße.
    Wenn wir jetzt vereinfachend davon ausgehen, daß eine Familie etwa 1.000,– Euro feste Kosten hat, dann bleiben, dank der angestrebten „sozialen Gerechtigkeit“, gerade einmal 200 Euro „auf der Hand“ anstatt wie bisher 1.000,–.

    Nun könnten Sie sagen, “aber das ist doch ein gutes Werk, die Kinder der Asozialen können doch nichts für ihre Eltern!”.
    Dumm nur: Viele Eltern zweckentfremden die Zahlungen – und ein “Vollhartzer”, der etwas auf sich hält, verdient stets noch etwas dazu: Zigaretten-Direktimport aus Polen, Schwarzarbeit … Trotzdem aber bleiben weder Geld noch Zeit für die Kinder, deren weiterer Lebensweg vorgezeichnet ist. Dier “Hartzer” sind nich glücklich, sondern trotz Vollversorgung notorisch unzufrieden.

    Unser staatlich sanktionierter Mißbrauch der Sozialsysteme nützt also KEINEM etwas.

    Dabei wäre auch hier eine einfache Abhilfe möglich:
    Warum nicht “Armenhäuser” einrichten wie früher, mit Gemeinschaftsunterkünften, wo man auch noch staatlicherseit minimalen Einfluß auf die Kinder hätte ?

    Durch die soziale Stigmatisierung aber würde sich jeder bemühen, dort wegzukommen und auf eigenen Füßen zu stehen.

    Wer so etwas heute fordern würde, wäre ein “Faschist”.
    In Wahrheit allerdings wird am Volk vorbeiregiert:
    Denn, gerade in Bayern, kenne ich niemanden, der nicht das “G’schwerl” von Herzen haßt und die Politik der Vollversorgung aus tiefstem Herzen ablehnt.

    Und zur Verfolgung von Kriminalität:

    Wenn Sie, Roland, eine “Polizeiangestellte für den Überwachungsdienst”, vulgo Politesse, im Dialog als “dienstgeile Politesse” bezeichnen, dann setzt das erstmal 7.000,– Strafe für Sie. Und wenn Sie die nicht bezahlen können, dann gehen Sie in den Knast.
    Einen ruandalierenden Neger, der mit Eisenstangen anderen schwere Verletzungen zufügt, erhält als “Bestrafung” genau das, was er zu erreichen suchte: Die Verlegung in eine andere Unterkunft mit besserem “Handyempfang”.

    Das geht nicht. Gerade Grüne, Linke und SPD faseln stets von “Gerechtigkeit”.

    Alle drei Fragen, lieber Roland, sind keine politischen Fragen. Es besteht überhaupt kein politischer Handlungsbedarf.

    Wenn Sie befürchten, daß durch Beiträge in meiner Diktion Ihr Blog in die Nähe eines wie auch immer gearteten “Rechtspopulismus” gerückt werde:

    “Populismus” bedeutet, diejenigen Forderungen zu bedienen, die sich aus dem Volk erheben. Solange die grundgesetzkonform sind, wäre es die Aufgabe der Parteien, des Bundestages und der Regierung, diese Forderungen zu erfüllen.
    “Populismus” ist letztendlich ein Grundmerkmal von Demokratie.

  3. Hans Bonfigt (Sunday July 8th, 2018)

    Hallo Roland,

    was jetzt die “qualifizierte crowd” “im Internet” angeht, da verweise ich auf den Schwachsinn, der bei “Twitter” abgesondert wird.

    Auch eine “qualifizierte crowd” kann unseren Rechtsrahmen nicht verändern. Es sei denn, man geht in die Politik.

  4. Chris (Thursday July 19th, 2018)

    Here I largely agree with Roland.
    Hans, I do not understand how you, obviously with some intelligence and education, (and income), can write such rubbish. Of course, there are bits of truth in it, but you make a mountain out of a molehill. You trample on unfortunate people, based on a small proportion of exploiters. Of course, our politicians are making plenty of mistakes. But we can be glad that we have them rather than Putin, Trump, Erdogan, or Kim, not to mention all the smaller even worse dictators. In a “democracy”, we are anyway to blame for them.
    We are living in a golden place and age. With climate change, depletion of resources, and growing World population, the shit will soon hit the fan. Liberal civilisation will destroy itself, either by deciding to wipe out most humans, or by letting all humans die out. I have given up the hope that robots can save civilisation.

  5. Hans Bonfigt (Saturday July 21st, 2018)

    Hmm. So you think I ‘trample on unfortunate people, based on a small proportion of exploiters’. And you’re nearly right:
    I trample on a not-so-small proportion of exploiters.

    With regard to my ‘income’: In the beginning of the nineties, my monthly salary was DM 6.000,–. Of which I could freely spend 2.000 DM. So theese were good days, I had exactly the money I needed.
    Nowadays, my salary is als 6.000,–, but in Euros.
    But: There are only 800 Euros left for personal expenses, and I share them with my wife. Now let’s reassess this budget by 19% V.A.T. and other Taxes (“Schanksteuer”, “Mineralölsteuer” etc.) and we end up with 500 Euros for two persons, resulting in 250 Euros for each.

    Yessir, I’m very displeased with this.

  6. Chris (Wednesday July 25th, 2018)

    Dear Hans, how do you calculate “personal expenses”? I suspect these do not include health insurance, and insurance to support you in your old age. But we all (hope to) need such savings. Why do you need mineral-oil? I suppose you cannot afford a car? It is noble of you to support your wife so completely.
    Yes, times are getting harder, especially for those who are getting old. Trump is exploiting this.
    Half the people in the World would be happy with monthly €250.

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