Hans Bonfigt
Sunday November 1st, 2015

Was tun, wenn’s brennt?

Sorry, this entry is only available in German.

23 Kommentare zu “Was tun, wenn’s brennt?”

  1. Lutz Donnerhacke (Monday November 2nd, 2015)

    Danke. Nein ich bin noch nicht übergelaufen. Es gibt nur ein paar Dinge deren Reichweite für mich G+ notwendig machen. Das betrifft aber nicht das fachliche sondern nur das politische. Usenet ist nur noch für die ganz alten Herren. Praktisch nutzbar ist und bleibt dagegen IRC.

  2. Karl (Monday November 2nd, 2015)

    > Die „Open Community“ stört sogar mit „DoS“-Attacken Seiten, die sich kritisch mit unserem vermeintlichen „Flüchtlingskonsens“ auseinandersetzen.

    Interessant. Wo kann ich mehr darüber erfahren?

    Außerdem: Ich finde es langsam albern, wie du und Fefe sich als Möchtegern-Voltaire-“Ich kann die üble Meinung des anderen aushalten” aufspielen. Wird meiner meiner Meinung nach langsam lächerlich. Ihr seid nicht die einzigen auf dem Planeten, die das können.

  3. Patrick V. (Monday November 2nd, 2015)

    Rein interessenhalber:

    “Die kostete damals etwa 1.000 Mark (entspricht bald etwa 2.000 Euro)”

    Ist das nur ein Rechenfehler oder ist die Inflation seit damals so stark gestiegen? Man hat doch damals bei der Einführung grob 1€ für 2DM gekriegt und nicht 2€ für 1DM (weswegen in den ersten Monaten doch alle Läden erstmal so getan haben, als wären sie besonders günstig)?

  4. Christian Krause (Monday November 2nd, 2015)

    Ich bin Fefe Leser, aber bei Fefe darf man ja nicht posten. Deshalb mal hier gesagt: Mich erinnert die Geschichte ja an meine Kindergartenzeit. Da hatte man auch Freunde und Feinde, die sich draußen gegenseitig bekriegten. Das brannte sich so feste ein, dass es auch die Grundschule überdauerte. Die Freunde kamen aus der gleichen Gruppe, die Feinde aus den Parallelgruppen. So kommt es dann, dass man rückwirkend betrachtet Feinde hat, die es einzig und alleine zu Feinden geschafft haben, weil sie nach dem Zufallsprinzip einer anderen Kindergartengruppe zugeteilt wurden. Vielleicht weil die Mama die Anmeldung eine Woche später abgegeben hat.

    Ich habe das Gefühl, es war auch bei euch so. Geht doch einfach mal einen Kaffee trinken. Oder etwas anderes, was ihr lieber mögt.

  5. Stefan (Monday November 2nd, 2015)

    Ex Usenet.
    Aber nicht Facebook.
    Und auch nicht G+.

    Du bist also nicht allein 😀

    (Ich kam von Fefe her und ich freue mich über Eure beiden Beiträge. Das gibt ein bisschen von dem wieder, weswegen ich damals in alt.de hängen geblieben bin)

  6. rd (Monday November 2nd, 2015)

    Hi, das hängt davon ab, was man betrachtet – eine Immobilie in München, ein gutes Mittagessen in einem schönen Wirtshaus, die “Mannstunde” eines guten Handwerkers … Ich persönlich halte den Preis für eine Wiesn-Maß für einen der besten Indikatoren zur (echten, nicht gefühlten) Inflation …

  7. h.g. (Monday November 2nd, 2015)

    auf mysql and php rumhacken aber ein blog mit einem wordpress betreiben. da fällts einem schon schwer dich ernst zu nehmen.

  8. rd (Monday November 2nd, 2015)

    Den Blog betreibe ich (Roland Dürre), den Artikel hat Hans Bonfigt geschrieben.

  9. rama (Monday November 2nd, 2015)

    Schön, Kollegen wie Sie zu treffen. Offensichtlich lügen die alle, denn es gibt uns Dinosaurier ja offenkundig noch. Und unsere Gehirne funktionieren garantiert nicht schlechter als die der anderen.

    Wäre ich modern und cool und hätte also ein blog, dann stünde hier neben ein, zwei Höflichkeitssätzen nur ein link. Bin ich aber nicht und habe ich nicht (Die Frage, wie ich einerseits gerne die sehr wenigen guten blogs lesen und mich über deren Existenz freuen kann, andererseits aber selbst keines betreibe (und nein, es liegt nicht an server Mangel) ersparen Sie mir bitte. Ich bin nicht Mr. Spock und verdammt dazu, immer logisch zu handeln).

    Der Tenor hier gefällt mir. Nicht Freund/Feind ist entscheidend, sondern Qualität. Und dazu kann ich ganz Persönliches beitragen, wenn auch um den Preis, als Idiot dazustehen.

    Erst kurz eines: Vielleicht nicht als Feind, aber allemal als seltsamen Kauz (Dank einem Spiegel kenne ich mich damit aus) hätte ich Sie verortet wegen der Liebe zur IBM Tastatur.
    Ich war mal resident Guru bei einem Riesen Systemhaus und hatte gleich zwei der gerade frisch rausgekommenen PS2/80 unterm Tisch. Zum Glück hatten die auch Compaq im Programm. An den PS2/80 waren Compaq Tastaturen noch vorm ersten Einschalten.

    Zur Sache:

    Vergesst es. Es ist zu spät, wir stecken viel zu tief im Schlammloch. Fefe mag ein C Guru sein, aber auch Fefe (oder Sie) können keine Armadas von gepanzerter und zu allem entschlossener Blödheit aufhalten.

    Und Fefe ganz besonders nicht. Weil der nämlich für die Gazillionen der C-“Programmierer” das lebende Ausreden-Ehrenmal ist. Weil der nämlich kann, wovon die nur schwafeln und so beweist, dass man mit C sehr wohl Brauchbares und Funktionierendes bauen kann.

    C – und darüber zu reden ist wichtig, weil so ziemlich alles in C (oder viel schlimmer noch, in C++) zusammengeschustert ist – ist nicht die Lösung sondern das Problem.

    Genauer: C ist ein Schwert, das, von einem erfahrenen, blitzgescheiten und besonnenen Meister geführt, ein wunderbares ist. Von den Heerscharen der weitestgehend ahnungslos aus den Universitäten Entlassenen aber geführt, ist es eine Waffe, die willkürlich durch Fußgängerzonen und Büros mäht. Wäre ich ein Kommandeur der Ausserirdischen und wollte ich diesen Planeten übernehmen, dann würde ich nicht mit Plasmakanonen schießen sondern denen da unten C in die Hände geben.

    Nun kommt die Stelle (es geht nur um bescheidene 20 Jahre …), an der ich als Idiot erkennbar werde und zwar als Senior Executive Idiot.

    Vor einem ausgemusterten und mir, dem armen Studenten, überlassenen Compaq “portable” PC (mit etwa den Ausmaßen eines heutigen 4 HU servers) sitzend und über alle Maßen abgetörnt vom eingebauten Basic, wandte ich mich dem Software Mann im Unternehmen zu und bat ihn, die Disketten eines ordentlichen Compilers für eine ordentliche Sprache “zufällig auf dem Tisch liegen zu lassen” über Mittag, damit ich sie raubkopieren kann.

    Microsoft C Compiler stand da drauf. Handbücher gab’s, die durfte ich aber nicht kopieren oder ausleihen. Aber die K&R Bibel durfte ich ausleihen.

    Ich war begeistert. Natürlich war das der härteste Weg, C zu lernen (im ständigen Kampf mit einem völlig undokumentierten Compiler) aber der härteste ist oft auch der nachhaltigste Weg.
    Ungefähr ein Jahr später unterrichtete ich C (bei besagtem Systemhaus).

    Ich erinnere mich noch gut, wie ich fast tanzte vor Freude, als Codeview (ein ziemlich brauchbarer Debugger für damals) herauskam. Nun war mein Zyklus komplett, denn dazu gehörte für mich von Tag 1 an (notwendigerweise), jede verdammte Zeile Code aufmerksam zu debuggen.

    Später, als man zu begreifen begann, dass man Bugs killen muss, weil sonst Raketen abstürzen oder, weitaus schlimmer noch (in deren Augen) Versicherungen Verluste riskierten, war ich erstaunt, weil es für mich seit langem unhinterfragbarer Bestandteil von Entwicklung war, alles zu debuggen; grundsätzlich. Präventiv und sowieso und überhaupt: Was ich nicht Schritt für Schritt im Debugger ordentlich funktionieren und bösartig getestet gesehen hatte, war kein fertiger Code, Punkt.

    Um das nicht endlos auszudehnen, überspringe mal äusserlich leidlich glorreiche aber in Wirklichkeit und aus heutiger Sicht bemitleidenswerte 15 Jahre oder so (und Zeug wie C-Builder).

    Für mich war “Buntzeuch” die Abrisskante. Also alles mit GUI. Auch deshalb, weil der Unterbau (win GDI, X, qt, etc.) mit zum beschissensten und hirnlosesten an Design und Code gehört, das man überhaupt machen kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass das meiste davon insgeheim das Ergebnis eines Experiments ist, bei dem man in Irrenanstalten den böswilligsten Irren Computer und Compiler in die Gummizellen gab.

    Zugleich aber ist Buntzeuch auch super-verkaufbar; das ist genau das, was die verblödeten Massen anspricht. Nur ist damit leider auch die furchtbare Warp-Verwerfung der gandenlosen Kommerzialisierung und deren ultrahässlicher Ausgeburt featuritis entstanden. Diese wiederum bewirkt, dass Qualität auf die Frage eines offensichtlichen Releasebreakers reduziert wird und dass die Sales Abteilungen als Kapitäne auf den Brücken stehen und das Kommando haben.

    Großer Sprung zu einem inzwischen alten schweizer Professor namens Wirth. Nebst einem Geständnis: Ich habe zu den schlimmsten Pascal Hassern, Auslachern und Verteuflern gehört. Es gibt, soweit mir bekannt, kein Ammenmärchen gegen Pascal (und Töchter) und für C, auf das ich nicht hereingefallen und das ich nicht inbrünstig und hämisch mit gepredigt habe (leider hatte meine Stimme auch noch Gewicht).

    Heute weiss ich es besser. Nachdem es einfach nicht mehr plausibel machbar war, irgendetwas jenseits recht begrenzter Aufgabenstellungen mit C zu machen (ich meine damit effizient und in guter Qualität) und nach jahrelanger Suche bin ich heute bei … Trommelwirbel … Freepascal.

    Nicht gerne. Mein Sträuben war ausdauernd. Aber:
    Ada? so um die 1.000 Seiten “Standard” sind gleichbedeutend mit “ist letztlich Lotto. Für Sicherheit und Qualität unbrauchbar”.
    Java? Die “beste” mir bekannte Methode, aus C noch dämlicher das Falsche zu lernen als C++.

    Oberon gefiel mir (mittlerweile halbwegs geläutert). Aber ich brauche Lösungen für die existierende (OS) Welt, nicht für irgendeine abstruse wenn auch hübsche A2 oder Bluebottle Insel.
    Modula-2? Großartiger Ansatz, aber leider völlig veraltet.
    Modula-3? Ich war begeistert. Modula-2 pragmatisch und sehr gekonnt weiter entwickelt. Brauchbares Stringhandling (“Text”), Exceptions, threads, alles da. Und es gibt sogar eine kleine Berliner Firma, die das weiter pflegt und ein bisschen entwickelt. Gepriesen seien sie!
    Läuft sogar auf ziemlich vielen Architekturen.

    Aber: Nur ein einziger und dazu noch zurecht gebogener gdb debugger. Praktisch nichts an libraries (kann aber sehr komfortabel C einbinden). So gut wie keine Tools verfügbar.
    Und für mich der Killer: nur signed integer. Bei z.B. crypto Zeug ein absoluter Show-Stopper.

    Bleibt: Pascal. Ist hässlich. Hat seltsame Macken (z.B. willkürliche unsinnige Semikolon Regeln in if else Konstrukten). Hat eine seltsame toolchain und, ums noch hässlicher zu machen, eine gcc und make basierte. Iegitt.
    Funktioniert aber irgendwie.

    Und hardcore lowlevel Zeug (und *nur* das) in C. Mit deputy/ivy “guards”. Mit design contracts und ACSL guards und mit Frama-C gecheckt. Und wo möglich mit CompCert compiliert.

    Geschrieben ist dieser Kommentar übrigens mit einem recht brauchbaren Editor, den ich mir mit freepascal und Lazarus selbst gebaut habe. Womit, das nur am Rande, ein weiterer Privatkrieg (Editor) zwischen mir und der Welt ein gedeihliches Ende gefunden hat.

    Nicht Pascal war das Arschloch. Ich war’s.

  10. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    Lieber Lutz, weil Du als Halbvulkanier in einer völlig anderen Liga spielst, hatte ich Dich nicht im ‘scope’ – umsomehr freue ich mich über ein Lebenszeichen.

  11. Mario Leukel (Monday November 2nd, 2015)

    Die gute alte Usenet Zeit. Muss Lutz aber zustimmen. Alles unbrauchbar heutzutage bis auf das IRC. Ist ja ein richtiges Dinosauriertreffen hier 🙂

  12. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    ‘Karl’:
    | Interessant. Wo kann ich mehr darüber erfahren?
    Es hat schon seine Gründe, warum ich die Seite nicht verlinkt habe. Wegen des menschenverachtenden Vokabulariums. Hat etwas mit ‘political correctness’ zu tun. Wird, quasi als Volkssport, von Scriptkiddies mit DoS geflutet.
    | Außerdem: Ich finde es langsam albern, wie du und Fefe sich als Möchtegern-Voltaire-„Ich kann die üble Meinung des anderen aushalten“ aufspielen.
    Die ganze Angelegenheit hat sich eher zufällig ergeben, aber jetzt, wo Du es sagst:
    Genau das fehlt in unserer kleingeistigen Konsensgesellschaft – andere Positionen auszuhalten. Wenn ich höre, der Buchhandel plane eine Buchvernichtungsaktion gegen die Tucholskys und Ossietzkys … oh, pardon, Pirinccis und Sarrazins — dann wird mir schlagartig klar, wie notwendig das JETZT ist.
    -hb

  13. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    ‘Christian Krause’:
    Es ist schon alles gut so, wie es ist.

  14. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    ‘h.g.’:
    Heinrich Böll läßt in “Ansichten eines Clowns” seinen Protagonisten äußern, “Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke”. Wenn Du jemanden “ernst nehmen” willst, such’ Dir einen Guru.
    Und ich bin Gast hier. Mit Co-Autoren, neben denen ich ein häßliches Entlein bin. Da halte ich mich mit Wertungen auch ‘mal gepflegt zurück.
    -hb

  15. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    ‘rama’:

    Danke für den Kommentar, schade, daß sowas “im Keller” vergammelt.

    Eigentlich macht man ja nichts mit Absicht. Wegen der Gnade der frühen Geburt blieb mir lange Zeit nichts anderes übrig, als in Assembler zu schreiben (weshalb ich über das Gerücht, die amd64 – “Architektur” erlaube es nicht, einen arithmetischen Überlauf per Flag auszuwerten, blank entsetzt bin), als dann C populär wurde, war ich glücklich, einen “portablen Assembler” gefunden zu haben.
    Außerdem waren UNIX und C gerade hip und die Alternativen, BUSINESS BASIC von Nixdorf oder RPG fand ich unsexy.
    Irgendwann bleibt man halt bei C. Die inkarnierte Vernunft namens Lutz Donnerhacke, welche hier auch schon kommentiert hat, hat vor 15 Jahren nicht nur mich angehalten, es einmal mit ADA zu versuchen.
    Warm geworden bin ich damit nicht, vor allen Dingen aber die Kunden lehnten es partout ab.

    In jedem Fall zeigst Du m.E. richtig auf, daß C eine ganz gefährliche Sache ist.

    Im übrigen kannst Du leicht ein größeres Projekt in COBOL oder FORTRAN machen, gerne mit 20 Mitarbeitern. Man kriegt die Module der 20 Leute später zusammen. Mit C ? No way.

    -hb

  16. rama (Monday November 2nd, 2015)

    Nicht, dass es wichtig wäre, aber das ganze social networking Ding habe ich, sei es aus Dummheit oder aus gutem Instinkt, komplett verschlafen.

    Ich hatte so ein CompuServe Account, aber nur um Firmendaten abzufragen. usenet hat mich nur interessiert, um mir die, äh, “lesenswerten Artikel” von penthouse runterzuholen.

    Wie man sein Privatleben (inkl. “gerade Suppe gegessen” und bald sicher auch noch “eben Tampon gewechselt” oder “meinen Schatz geküsst”) bei faceberg, g+ und Komplizen ausbreiten kann, hat sich mir nie erschlossen.

    Eigentlich egal, nur: Das wird plötzlich insofern erschreckend relevant, als die Menschen im Land, die sich gegen die Grundgesetz verachtende Junta stellen, sich ausgerechtnet bei faceberg organisieren – und das obwohl faceberg eben der Bitte der Junta nach Zensur entsprochen hat.

    Ach und, bitte: Verärgerte Klagen gegen die Junta unbedingt mit dem aktuellsten microsoft office auf windows 10 auf einem tablet mit front-Cam schreiben und über outlook, Exchange und de-mail versenden!

  17. rama (Monday November 2nd, 2015)

    Hans Bonfigt

    Assembler habe ich nicht erwähnt, aber da nun ja aufkam: Danke für die korrekte und einzig sinnvolle Definition von C (und übrigens auch die der Autoren): C ist ein glorioser und äusserst nützlicher Meta Assembler. Und genau als solchen sehe und verwende ich ihn heute auch. Übrigens pflege auch ich, an kritischen Stellen händisch nachzuhelfen.

    Wenn auch “Überblick über Millionen bits pingelig im Auge behalten” nicht dazu gehört, sondern die Stärke von Chips ist, so git es doch einiges, was wir Menschen allemal besser können. Wieviel besser? Ich will nicht angeben, wirklich nicht, aber ich entsinne mich an Fälle mit Faktor 50 schneller.

    Was Lutz und Ada angeht, so stimme ich ihm insofern zu, als dieser Rat vor 15 Jahren durchaus Sinn machte und man damals glauben durfte, Ada sei eine Lösung.

    Das Problem ist nur Folgendes (was man damals noch übersehen konnte, heute aber nicht): Der Franzose Jean Ichbiah hat Ada sprichwörtlich mit den Augen eines Architekten entworfen (es gibt da im Zusammenhang mit ‘–‘ als Kommentarzeichen wahr Zitate von wegen Ichbiah habe gesagt, gute Architektur sei immer auch schön und elegant). Ein extrem wichtiger und von den amis in Jahrzehnten dümmlich tot geschlagener Ansatz von ichbiah war auch Einfachheit. Die amis haben das mit erst hunderten und später tausende und mehr Seiten erschlagen im klassischen ami Bürokratie Ansatz, dem Aberglauben, viel helfe auch viel.

    Ich sage das übrigens nicht gehässig sondern eher betrübt, denn Ada war in der Tat ein sehr vielversprechender, wenn auch etwas kauziger (z.B. tagged structures) Ansatz. Tatsächlich empfehle ich heute noch Kollegen, ein ordentliches Ada Buch zu lesen; nicht um die Sprache zu erlernen, sondern um mal deutlich über den gewohnten Teller- und Glaubensrand zu schauen und ein bisschen mehr Weisheit zu erlangen.

    Zu Cobol und Fortran will ich nichts sagen ausser, dass das Urtiere sind, wenn auch zweifellos nicht schlechter als C (und, fachlich genauer betrachtet, gar keine Mitbewerber, weil für ganz andere Aufgabenstellungen). Ich weiss zu wenig über diese Sprachen, um den Mund zu mehr als eine kurzen Anmerkung dazu aufzumachen.

    Übrigens: Du solltest (u.a. aus praktischen Gründen), wenn du auf einzelne Beiträge eingehst, den Namen des Angesprochenen erwähnen.

    (Ich habe eine echte email angegeben und erlaube dem blog Betreiber ausdrücklich, Sie einzelnen Interessierten weiterzugeben)

  18. seppl (Monday November 2nd, 2015)

    War früher recht lustig zu lesen im Usenet was da so abging und Hans hat immer wieder was angestossen, hab immer schon auf Posts von Ihm gewartet 😉

    Handy und Computer nach Feierabend aus zu machen ist aber mittlerweile auch bei Jüngeren Kollegen immer häufiger zu beobachten, wird schon.

    Der Fefe Blog ist mir irgendwie zu linksradikal und durcheinander.
    Dieser minimalistische Style war doch ursprünglich der von djb oder nicht? Denke den fanden damals viele cool und haben das irgendwie imitiert.

    Aber schön mal wieder sowas zu lesen.

  19. Ben (Monday November 2nd, 2015)

    Wer ist schlimmer, als ein klugscheißender Besserwisser? Ein alter Programmierer.

    Ich wünsche mir, dass ich später im Leben nie, nie, nie solche Texte verfassen werde und mir einbilde, nur ich und von mir dazu bestimmte Personen seien erleuchtet.

  20. Hans Bonfigt (Monday November 2nd, 2015)

    ->Ben:
    | Wer ist schlimmer, als ein klugscheißender Besserwisser? Ein alter Programmierer.
    Ob das wirklich mit dem Alter zu tun hat ?
    Ich war immer schon so ein besserwisserisches Arschloch.
    Allerdings habe ich immer darauf geachtet, meinen Bemerkungen das eine oder andere Faktoidchen beizulegen – auch wenn man mitunter danach suchen mußte. Woher Du deine exklusiven “Erleuchtungstheorien” ableitest, erschließt sich mir nicht – aber Deinen Vorsatz, nie solche Texte zu verfassen, begrüße ich. Vom Duktus her bist Du bei “Facebook” besser aufgehoben – ich hege insgeheim die Hoffnung, daß es irgendwann einmal implodiert.

  21. Sunny (Monday November 2nd, 2015)

    Selten so derbe gespoilert worden wie bei diesem Intro. Wozu sollte ich mir jetzt den Film noch angucken, wenn du bereits die halbe (oder ganze?) Story vorweggenommen hast? Oh man…

  22. rama (Monday November 2nd, 2015)

    Mir scheint, wir alten Programmierer haben einen eminenten Vorteil gegenüber den Jungen: Wir waren selbst mal jung und kennen das, aber Ihr Jungen wart noch nicht alt und kennt das nicht.

    Aus meiner persönlichen Sicht habe ich besseres zu tun, als über junge Kollegen (die so zu nennen ist in den meisten Fällen schon ein Zeichen von Altersmilde) zu schimpfen. Im wesentlichen aus zwei Gründen:

    – Ich weiss, dass es sinnlos ist und an tauben Ohren abprallen würde (siehe oben: Ich war auch mal jung).

    Und, wichtiger noch:

    – Ich habe genug damit zu tun, den aus der Hüfte geschossenen Mist aufzuräumen, den wir Alten damals als Junge (die nicht auf Alte hörten) verbockt haben.

    @Hans

    “Duktus”? Ich fürchte, die Chancen, dass in den 80ern Geborene sowas noch mitgekriegt haben, sind äusserst gering. Ist nicht deren Schuld sondern die der “Geisteswissenschaftler”, insb. der Pädagogen.

    Übrigens, kleine Anekdote dazu: Ich hab mal, so mit ca 40, einem Bildhübschchen die Pädagogik Examensarbeit geschrieben, weil ich wollte, dass sie das nicht von dem ablenkt, was ich von und mit ihr wollte. Ergebnis: 1.3 und – und jetzt kommt’s: Ich habe ihr die Arbeit diktiert. Die Professorin quittierte die Arbeit mit “eigentlich eine 1.0 aber ich musste kräftig abziehen wegen der heftigen Rechtschreibfehler”. Seither warte ich gespannt darauf, wann die ersten Forscher und Abenteuertypen in der Pädagogik den Spellchecker in Word (was sonst? Das sind Pädagogen!) entdecken, Hehe.

    Kleiner Bonus: Die Professorin war bekannt dafür (und ihre Studentinnen machten das begeistert mit), dass sie Arbeiten am liebsten mit einem Deckblatt aus farbigen Tonpapier mit Wellenrand sah. Damals dachte ich, die ist gestört. Heute vermute ich, die hat das eingeführt, damit ihre Studentinnen wenigstens mal *irgendein* Erfolgserlebnis erreichen können.

  23. Patrick Kursawe (Monday November 2nd, 2015)

    Meine Güte, was habe ich auf einmal für einen Nostalgie-Anfall. Wenn das so weiter geht, installiere ich mir noch einen Newsreader.
    Erschreckend, wenn man an die weniger netten Aspekte seines früheren Ichs erinnert wird.

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