Unser Bäcker in Putzbrunn

Our Putzbrunn bakery

On weekends, we enjoy the day and start it with a special breakfast. That is why I always ride my bike to the bakery, where you still get homemade pretzels.

I only know two bakeries in the south-east of Munich where this is still true. One of them is in Taufkirchen, the other in Putzbrunn. To get from my home in Neubiberg to the Schlank Bakery, I have to ride almost three kilometres. The Götz Bakery in Taufkirchen is around seven kilometres from home.

Both ways have nice cyclist’s paths. Especially if the weather is fine, riding to the bakery is a good way to begin the day. I pass baking houses. They warm up pretzels and other stuff. But that stuff is not tasty. Consequently, the shops are mostly empty. Using my two bakeries, on the other hand, I have to stand in the queue for quite some time (especially on weekends). Mostly, around thirty persons are ahead of me in the queue. And you can easily imagine how long it takes until they all have said what they want.

There is always quite a traffic chaos on the street in front of those two bakeries, caused by cars competing for parking places

Especially the elderly gentlemen and young ladies in their SUV-s know no mercy for humans and nature, just rolling over everything. You have to be careful where you park your bike. …

Yesterday (November, 14th, 2015) was the day after the Paris assaults and attacks. Again, I went to ride to the bakery. And I arrived around 9 a.m. – which is usually the worst time. And I was already prepared to have a long queue standing in front of me.

But no! No SUV-s! No cars on the parking places! Total quiet inside the shop. Everything looked deserted. And I was served immediately.

I spent the entire way back wondering what might have been the reason for this. But I could not come up with an explanation. Somehow or other, I never seem to think of what is most obvious!

Later, I called my friend Christian of VisualBrainDump. And I told him about this strange phenomenon. He knew the answer immediately:

Naturally, everybody is sitting in front of their TV sets today.

Well, that sounds absolutely plausible to me. Except I would never have thought of it. It is crass, isn’t it? Something happens in the world. And what do my dear fellow compatriots do? They leave their SUV-s in the garage and eagerly watch the sensational events on the nearest TV set.

This morning, Sunday, everything was back to normal and I was standing in the queue as always.

RMD
(Translated by EG)

4 Kommentare zu “The Day After The Paris Terror Attacks – At the Bakery in the Morning!”

  1. KH (Sunday November 15th, 2015)

    KH
    Lieber Roland, ich glaube, dass Du dieses Mal die Gefühlslage Deiner deutschen Mitbürger nicht richtig eingeschätzt hast: ich bin zu tiefst überzeugt, dass die meisten nicht ‘lüstern die Sensationen’ sondern ‘zu tiefst betroffen die aktuelle Lage’an den Fernsehern verfolgt haben…

  2. rd (Sunday November 15th, 2015)

    Lieber Klaus, kann sein. Am Freitag Abend war ich unterwegs und habe ich zeitnah über Twitter von den Ereignissen erfahren. Wie ich heim kam, hatte meine Tochter den Fernseher an und ich habe ein wenig mit zugeschaut. Und war von der Berichterstattung alles andere begeistert. Daher mein Vorurteil.

  3. six (Monday November 16th, 2015)

    Zutiefst betroffen? Lüstern? Angstgeil!

  4. Klaus Rabba (Friday January 1st, 2016)

    Hallo Roland
    Sechs Wochen nach dem Ereignis kann ich Dir berichten, dass sich einiges im Leben von Paris änderte.
    Die Berichtserstattung hat weltweit Betroffenheit aber auch Angst geschürt.
    Ein Air FRANCE Vertreter sagte mir, dass zu Weihnachten viele asiatische Fluggesellschaften ihre Flüge nach Paris stornierten. Die Leute wollen Weihnachten nicht mehr in Paris verbringen – wegen der Terrorgefahr.
    Kongresse und andere Ereignisse wurden abgesagt, so dass die Taxifahrer Einbußen von bis zu 50% haben.
    Die Emotionen an den Orten der Geschehnisse sind noch hoch. Davon zeugen die vielen Blumen und Menschen, die dort täglich stehen.
    Ein Freund hat seine Geburtstagsfeier in Nizza abgesagt, weil einer der schon früh geladenen Gästen erschossen wurde.
    Die Ereignisse haben Frankreich geprägt, denn zusammen mit Charly Hebdo war das starker Tobak in 2015.
    Wie wohl Deutschland heute nach einer ähnlichen Anschlagsserie aussehen würde?
    Bitter ist die Erkenntnis, dass die Autoren der Anschläge französische und belgische Pässe besaßen.
    Was lief schief bei der Integration? Was tun, wenn die Integration verweigert wird?
    Und nun zu Deinem Punkt, der Berichterstattung: Ja, die Sensationsberichterstattung ist höchst gefährlich, da sie diesen Terrorakten erst das richtige Gewicht verleiht.
    Die Konsequenzen sind sehr einschneidend. In Tunesien fehlt es an Europäischen Touristen, seit ein Einzeltäter am Strand Urlauber erschoss.
    Konsequenz: Devisenbewirtschaftung und lange Zahlungsziele für Importgüter.
    Das Interesse der Presse erlischt sofort, wenn ein anderes Ereignis auftaucht. Das passiert recht schnell.
    Man braucht ja Einschaltquoten.
    Es ist absolut sinnlos, die Sendezeit stundenlang mit Berichten zu füllen, obwohl nichts weiter passiert. Diese Sendezeit wird mit herzrührenden Interviews aufgepeppt, vorzugsweise mit weinenden und schluchzenden Menschen, was ich pervers finde.
    Es genügte, in den normalen Nachrichtenzeiten präzise und sachlich zu berichten und keine Panikstimmung zu schnüren, was ja das eigentliche Ziel des Terrors ist.
    Tunesien soll wirtschaftlich zu Grunde gerichtet werden, damit die gotteslästerliche Demokratie durch eine Scharia orientierte geistliche Regierung ersetzt wird.
    Insofern, sollte man Terrortaten nur durch Kurzmeldungen oder gar nicht erwähnen und keinesfalls durch übertriebene Berichterstattung würdigen.
    Wir haben am besagten Abend ebenfalls den Fernseher eingeschaltet. Danach haben wir tagelang keine Zeitung oder Fernsehen geschaut, weil,es schlicht nicht mehr erträglich war. Das erging uns schon bei Charly Hebdo so und schon vorher bei einem unsäglichen Mordanschlag einer jüdischen Schule, sowie bei der Enthauptung eines Chefs durch seinen islamistischen Angestellten.
    Die übertriebene Berichterstattung werte die perfiden Akte unnötig auf.
    Grüße
    Klaus

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