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3 Kommentare zu “Vintage Digitalization: Email and Telephone. Or: No More Email and Telephone Terror!”

  1. Hans Bonfigt (Sunday November 27th, 2016)

    Hallo Roland!

    Also, hier kann ich Ihnen gar nicht folgen.

    Welches “moderne” Kommunikationsmittel soll denn bitte Mail ersetzen?

    Wenn Sie die “Footer” bemängeln: Das ist sinnloses Geschmiere von Idioten ohne Medienkompetenz, zumeist mit Äppel oder Outlook.
    Jeder, der es wissen will, weiß:
    – Signatur max. 4 Zeilen
    – eingeleitet von einem Signaturtrenner ‘– \n’
    – kein HTML in Mails
    – Zitieren nur auszugsweise und Antwort unter das Zitat.
    So mailen seit Jahrzehnten intelligente Menschen.
    Den asozialen Dreck mit den angehängten Bildchen, HTML und allerlei Vertraulichkeitsschmu kann man leicht wegfiltern.

    Wie und womit wollen Sie schneller kommunizieren als mit Mail?
    Wie wollen Sie ein Dokument besser verschicken? Mit einem standardisierten Protokoll?

    Effektiv arbeitende Menschen kennen nur noch ein effizienteres Kommunikationsmittel: Das Telephon. Denn als quasisynchrones Kommunikationsmittel transportiert man Zusatzinformationen, sozialen Schmierstoff und bekommt die Rückmeldung sofort.

    Ich benutze -neben dem persönlichen Erscheinen- keinerlei weitere Kommunikationsmittel.

    Aber klären Sie mich doch auf:
    Welche habe ich versäumt?

  2. Hans Bonfigt (Sunday November 27th, 2016)

    Oh, und nebenher:

    “Tofu”, “Text oben, Fullquote unten”, war nicht eine Mailregel, sondern die primitive Unsitte des Win-DAU, das Insignium des technischen Analphabeten.
    Wir nannten diese rücksichtslosen, asozialen Idioten, welche unsere Mailserver zuspamten, “Fullquottel”.
    Ich revanchiere mich heutzutage gern, indem ich einen aktuellen Verschlüsselungstrojaner als Anhang mitsende. Oder so ein vielfach verschachteltes ZIP-Archiv mit insgesamt einer Million gepackte Dateien mit 1G Größe, nur Space enthaltend. Das zerlegt bei vielen Rezipienten der “Exchange-Server”.

    Mit der E-Mail verhält es sich wie mit dem Asylrecht: Eine elementar wichtige Errungenschaft wird in 80% der Fälle mißbraucht.

    Und hier brauchen wir eine Art “Intranet – Kaution”. Ein User muß für seinen Internetzugang 1.000,– hinterlegen, und wenn er andere Leute belästigt, indem sein neues “IoT-Home” an Botnetzen teilnimmt oder indem er andere mit kaputten Mails inkommodiert, dann wird die Kaution eingezogen und der Account gesperrt.

    Und schwupps, da lernen auch die Windows-Benutzer Benehmen…

  3. rd (Sunday November 27th, 2016)

    Ganz kurze und doch wieder lange Antwort:

    Dokumente verschicke ich nicht mehr. Habe zwar noch keine “privat cloud”, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Bis dahin nutze ich halt die “big cloud”. Alles was ich mache ist eh nicht so wichtig, dass es andere nicht sehen dürften.

    Ein Dialog-Faden (Thread) zeigt mir auf einen Blick den gesamten Dialog mit meinem Kommunikationspartner. Das ist wichtig, weil ich Dialoge mit sehr vielen Menschen führe. Dazu nutze ich heute am liebsten Chat-Systeme, und zwar immer die Technik, die mein Partner gerne nutzt, ganz gleich was das ist …

    Die große Schwäche des Telefons ist die “asynchrone” Störung beim Angerufenen. Diesen Zeitverlust kann sich ein Mensch in meinem Alter nicht mehr leisten. Also muss bei mir ein Telefonat vorher vereinbart sein, z.B. in einem Dialog-Faden.

    Und wenn ich schon den Aufwand eines Telefonats betreibe, dann will ich meinen Mitmenschen auch sehen (genau wegen des sozialen Schmierstoffes) und z.B. wie im normalen Gespräch mit ihm Dokumente durchgehen oder ihm wie auf Papier meine Gedanken skizzieren und so visualisieren können, was ich so meine. Das geht bei “asynchroner voice over IP mit physischer Adressierung im Ziffernraum” – auch Telephonie genannt – alleine nicht.

    Vielleicht noch zu den 80 %. Da würde ich 99,999… % schreiben. Und die zwingen einen dann auch noch bei dem Blödsinn mitzumachen, z.B. ein verändertes Dokument zurück zu senden. Ein Grund mehr, E-Mail zu hassen.

    Weiter:
    Ich fühle mich als analoges Wesen. Ich konnte ganz toll rechnen, habe aber auch häufig Migräne von meinen “digitalen Anstrengungen” bekommen. Es könnte sein, dass Schreiben bald out ist – so wie Rechnen im Kopf oder auf Papier es schon ist. Wenn ich eine Botschaft habe, dann sende ich diese auch gerne als “Audio”. Der Höflichkeit halber aber nur an Menschen, von denen ich weiß, dass sie es mögen. Weil sprechen einfacher als schreiben ist. Besonders dann, wenn der Empfänger das mag oder er nicht lesen kann :-).

    Audiodateien sind übrigens auch technisch nicht aufwändiger als voice over IP (Telefon).

    ISDN und Sprache als anolages Signal auf einer Leitung sind vorbei – so wie die Zeit vorbei ist, in der man noch darauf Wert gelegt hat, dass die Telefonnummern auch schöne Begriffe bilden (1 war A, B und C, 2 D, E und F usw.) Dann hatte man zumindest symbolische Adressen :-). Oder mit schönster Handschrift auf Postkarten Grüße versendet hat (ich habe da wunderschöne alte und bewundere oft die schöne Handschrift meiner Vorfahren).

    P.S.
    Ich schreibe hier nie, weil ich recht haben will, ich schreibe nur meine Gedanken herunter 🙂

    P.S.1
    Ich bekomme immer wieder Anfragen, warum wir in IF-Blog eigentliche keine Podcasts machen: Mancher Leser würde sich zum Beispiel freuen, Ihre Artikel in Ihrer Stimme gesprochen zu hören (Ich auch) 🙂 – Aber so modern bin ich jetzt wieder noch nicht 🙁

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