Roland Dürre
Friday March 22nd, 2013

The Country Needs New Knowledge

… and so does the enterprise 3.0

I am currently preparing a presentation on “knowledge in social systems”. After all, as I see it, enterprises are just one variant of social systems with an economical goal and generally special dependency-structures that have been regulated by legislation in a particularly elaborate way (I am trying to use an unbiased formulation here).

My first thesis in said presentation is that “new knowledge” has to be

  • Free of dogmata; and
  • Free of truth claim.

Knowledge is changing all the time. “Knowledge gained from life”, in particular, can always only be a snapshot. It changes all the time and always only has limited validity.

Well, it sounds a matter of course, but yet it is too often not lived up to.

My second thesis is that we will only be able to do this

  • In an environment of transparency; and
  • If we meet each other at eye-level.

Consequently, knowledge – as well as willingness – can never be caught and locked away in data bases. Instead, it has to be free and changed dynamically through permanent learning.

This is a pity, because knowledge is the most precious of all raw materials we have – not to mention the nice characteristic that it is the only raw material that will increase if you share it.

So what we need is not just an “economy of sharing”, but also “communities that share knowledge”. And we also have to dramatically change the way in which we share knowledge.

And this is where I still see no end of contradictions with still current but totally antiquated system rules and transfer practices, as well as with our economy-oriented way of thinking.

Knowledge must at long last be liberated!

Consequently, I will write about “new and free knowledge” more often in the future.

RMD
(Translated by EG)

3 Kommentare zu “The Country Needs New Knowledge”

  1. Chris Wood (Friday March 22nd, 2013)

    Pull the other one, Roland.
    Initially you limit the type of knowledge that you write about, but then you generalise to all knowledge, but particularly “Lebenswissen”. What other knowledge is there?
    Would you like to discuss chess openings “auf Augenhöhe” with Magnus Carlson? Has that nothing to do with life, although he earns his living with it?
    Are the established theorems of maths uncertain, or unimportant, although used, inter alia, to compress and encrypt data in internet?
    Are you unsure whether children learn from parents and teachers in the corresponding social systems?
    OK, I am just a pedant, who dislikes this populist writing style.
    I have seen the paradox rather late. The truths you present here, according to themselves, are uncertain and only valid for a moment.
    Of course knowledge has various degrees of certainty and varying scope in time.
    Happy Easter.

  2. Michael Huber (Friday March 22nd, 2013)

    Hallo Roland,

    interessanter Artikel – ich denke man muss hier zwischen Wissen im Allgemeinen (vielleicht auch “Lebenswissen” wie in deinem Beitrag) und Innovationswissen im speziellen unterscheiden.

    Wissen im Allgemeinen wie es sich z.B. in Enzyklopädien findet oder im wissenschaftlichen Umfeld entsteht und weiterentwickelt wird hat m.E. keinen 100%igen Anspruch auf Wahrheit. Dieses Wissen wird durch neue Erkenntnisse ständig erweitert, korrigiert und ggf. auch widerlegt. Datenbanken und Speichermedien im Allegemeinen (auch Bücher) sind dabei nur Werkzeuge um Wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Form abzulegen und verfügbar zu machen (aber nicht um es einzusperren). Selbst das Wissen im klassiche Brockhaus erfährt einen ständigen Wandel indem es regelmäßig neue Ausgaben gibt. Der Anpassungs- bzw. Überarbeitungszyklus ist in diesem Fall nur wesentlich länger als im Fall neuer (Web 2.0) Werkzeuge.

    Anders verhält es sich im Fall von Wissen im Bezug auf Innovationen und Ideen das von Unternehmen häufig “privatsiert” wird. In diesem Fall sind z.B. Patente oft kontraproduktiv für eine Weiterentwicklung (und natürlich auch für eine Weiterverwendung) dieses Wissens. Aber wäre im Fall von Innovationswissen die Verallgemeinerung bzw. Veröffentlichung von Wissen teilweise nicht auch wettbewerbsschädlich?

    Viele Grüße, Michael

  3. rd (Saturday March 23rd, 2013)

    @Michael: Bei Wissen denke ich natürlich auch immer im Kontext der Anwendung. Als Unternehmer deshalb natürlich über die Frage, welches Wissen das Unternehmen, den Start up, das Projekt … wirklich nach vorne bringt oder besser gesagt, welches Wissen als notwendige Bedingung vorhanden sein muss, damit eine Aussicht auf Erfolg besteht. Und da gibt es viele verschiedene Wissensarten und -formen. Diese in einem Chart objektiv und auch noch richtig zu gewichtet darzustellen halte ich für nicht möglich. Gibt es ja nicht einmal eine saubere Terminologie (Lebenswissen, Erfahrungswissen, Sozialwissen, Anwendungswissen, Gestaltungswissen …).

    Die Antwort zu Deiner letzten Frage fällt mir leicht:

    Es gibt wohl keine Entscheidung, die nur gut oder nur schlecht ist. Die Frage ist nur, was überwiegt, das “gut” oder “schlecht”. Und gerade bei Innovationswissen, immer als Basis für Entscheidungen, überwiegen die Vorteile der Offenheit die Nachteile, weil die so gewonnenen Unterstützer mehr bringen als die “bösen” Konkurrenten, die ihrerseits ja nicht öffentlich arbeiten, sonst wären sie ja keine Konkurrenten sondern Kollaborateure.

    In solchen Diskussionen kommt man zu anderen Ergebnissen abhängig von den gesellschaftlich dominierenden Werten und Denkmustern. Eine eher auf “individuell” Werten basierte und entsprechend organisierte Gesellschaft wird andere Schlüssen ziehen als eine “kollektive”. Das Problem unseres Zusammenlebens in sozialen Systemen ist, hier den richtigen “Spagat” zu finden. Und das gelingt zurzeit wohl weder in der a.-e.-Welt (american european), aber auch nicht in der östlichen. Die a.-e.-Welt erscheint mir immer noch zu individuell. Die Frage ist halt, wie viel und welche Art von Gemeinschaft (community) wünschen sich die Menschen? Mittlerweile bin ich da eher für mehr.

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