Roland Dürre
Sunday December 23rd, 2018

TWITTER.

The article Hans Bonfigt wrote as a reaction to my ideas about Old White Men (alte weiße Männer) is a kind of ”torrent of hatred” against the Green Party and against Twitter.

? Basically, I am not sure that I understand the connection between Twitter and old white men. Perhaps it is because the current President of the US is very active and a certain CSU Minister of the Interior also announced that he will become active? Both of them are more the exception than the rule when it comes to “old white men”.

Let me name a few positive aspects of Twitter. In a later article, I might well voice my personal opinion on the danger of a fascist eco-dictatorship triggered by the Green Movement and Parties.

For Hans, Twitter is a No-Go. Well, I am fine with that, because I think I know Hans quite well. Although this in itself is an absurd statement, because nobody should profess to “know someone else quite well”. Mostly, we do not even know ourselves well.

I believe Hans is never on Twitter and consequently does not know much about the service. At least I never found his name in twitter.

Back to the “short-message-service”, which, according to Hans Binfigt, is the “toilet wall of the internet”.

Let me try to describe it rationally: 
In Twitter, you only see your own timeline, i.e. what people whom you follow have published on the internet. In other words: you decide what you see in Twitter by what you select.

Occasionally, I also follow people who publish nonsense or hatred. Simply because I am curious. But mostly, I do not stay there long, because it is really unnerving.

Consequently, one might say that I live in a Twitter bubble of like-minded persons – which means I restrict my choice of persons to those that have the same set and system of values as I. They are quite compatible with me. But then, is that not what we always do in life? We all know the proverb: Birds of a feather flock together . We like to look out for like-minded people. That is also true for the regulars‘ table.

To me, the people I like following on Twitter seem to be very constructive and critical persons. And I receive a huge number of clues and great articles and blog contributions from them. If I wanted assistants or personal reporters to deliver it in the same quality, I would need quite a bit of qualified manpower.

Screenshot of my twitter account in the morning of December, 23, 2018.

Screenshot of my twitter account in the morning of December, 23, 2018.

In my timeline, you will find media, the international press, publishers, the police, enterprises – among them the Deutsche Bahn – and many people who, like me, use the internet as a network where they can participate. I seem to remember the definition of WEB 2.0, where participants become people who contribute. This is definitely a change that also happens in real life – as is demonstrated quite nicely as classical conferences become Barcamps.

Above all, I follow people who do what I do: as soon as there is something they believe in or something they like, the share it in their timeline. This is how I get a huge number of clues and pieces of advice: they point me towards well-written articles or blog contributions, interesting statistics and facts. And it makes me feel that I am a Prime Minister or politician for whom the assistants select what they think he will find interesting in the world.

Many Twitter partners of mine attend congresses and share (twitter) the most important content of the presentations on a hashtag. That is when I leave my timeline and go into a topic mode. For instance, during my Caribbean Trip in November/December, I found it quite easy to follow the Munich IT summits. The same was true for the CDU party convention.

And many people were there live (either physically or watching TV) and they wrote very diligently. That was very exciting and a lot more efficient than having to spend the time in front of a TV set (which is not easy on the Caribbean, anyway).

On reading the articles, I notice that the quality is extremely high and that many good people are taking part. I would say that, especially on Twitter, you will find the elite, rather than the lowest of the low.

RMD
(Translated by EG)

4 Kommentare zu “TWITTER.”

  1. Hans Bonfigt (Monday December 24th, 2018)

    Lieber Roland!

    Drei absolute k.o.-Kriterien zu “Twitter”:

    1. “If the product is free YOU’re the product being sold”.

    2. Max Frisch ist einmal gefragt worden, ob er je mit dem Gedanken gespielt habe, nach Amerika auszuwandern. Gab dieser zurück, “Da ist schon der Zweig”.
    Mit “Heiko Maas”, “TheBorisBecker” und noch viel schlimmeren geistigen Blindgängern macht man sich nicht gemein, indem man in die gleiche Suhle springt.

    3. Das Schlimmste: Es wird tolldreist zensiert. Wer Zensur akzeptiert, und sei es nur durch Mitgliedschaft, unterstützt diese.

    “Twitter” ist etwas für unstrukturierte Exhibitionisten.
    Es hat das für intelligente Nutzer geschaffene, thematisch gegliederte USENET verdrängt.

    Nebenher: Wie will man es heute schaffen, NICHT mit “twitter” konfontiert zu werden, wo doch gefühlt jeder zweite Zeitungsartikel beginnt mit “Das schreibt das Netz …”

    Der einzige Lichtblick:

    http://twitter.com/jettlein

  2. rd (Monday December 24th, 2018)

    @jettlein folge ich schon länger. Ist aber nicht der einzige Lichtblick.
    Zum “being sold”. Das bin ich mein Leben lang – fing schon als Kind an.

  3. Hans Bonfigt (Tuesday December 25th, 2018)

    Ich habe etwas Schöneres:

    Was war passiert ?
    https://www.saechsische.de/jens-maier-muss-die-schauburg-verlassen-5015928.html

    Naja — nicht jeder muß die Galgenvögel der “AfD” mögen.
    Aber die Reaktion der “Twitter-Gemeinde”:
    Widerlicher und dümmer kann sich intoleranter Abschaum nicht zur Kenntlichkeit entstellen:

    https://twitter.com/search?q=%23jensmaier&src=typd

    “Richtig so. Ausgrenzer ausgrenzen. Verhalten spiegeln macht man auch in der Kindererziehung”

    “AfDler*innen und andere Nazis sollte nicht nur wie #JensMaier beim Kinobesuch, sondern auch überall sonst spüren dürfen, dass sie unerwünscht sind”

    “wer die offene Gesellschaft bekämpft, wird von der offenen Gesellschaft bekämpft”

    Das allerbeste:

    “Demokraten sollen also vor Arschlöchern zurückweichen und ihnen das Feld überlassen? Sicher nicht! Jemandem für sein schlechtes u. falsches Verhalten Grenzen zu setzen ist etwas grundlegend anderes, als Ausgrenzung wegen Herkunft, Hautfarbe o. Religion”.

    Na klar, UNSERE Ausgrenzung ist die moralisch legitimierte !

    Dreister, dümmer, billiger und scheinheiliger geht es nicht mehr.

    Natürlich ist der typische Zonen-Nazi etwas ziemlich ekliges, aber er ist nur bedingt verantwortlich für seine vermurkste Persönlichkeitsentwicklung. In der DDR-Diktatur wurden bereits Kinder gegen die eigenen Eltern aufgehetzt, es gab Sippenhaft, wie sie die SED als “Linke” verbrämt wieder einführen will, es gab willkürliche Schikane und Unterdrückung.
    Wenn man Hunde nur schlägt und wie den letzten Dreck behandelt, so werden sie falsch, hinterhältig, schlecht und feige. Das konnte man gut sehen auf dem Schäferhund-Übungsplatz in meinem Heimatdorf, wo sich verkrachte Existenzen an ihren armen Tieren vergingen. Mein Vater meinte dazu, “die Tiere tun mir leid — aber Hauptsache, sie schlagen nicht ihre Frauen und Kinder”.
    Die Erziehung in Gewalt und unter Überwachung gebiert charakterlichen Sondermüll, da muß man sich nicht über Hoyerswerda oder “Pegida” wundern.

    Aber daß auch Westdeutsche, die nun wirklich alle Möglichkeiten hatten, die minimalen einer Demokratie zugrundeliegenden Paradigmen kennenzulernen, die Zugang zu allen Büchern hatten — daß also auch der Schoß “meiner” Landsleute wieder fruchtbar ist für “KAUFT NICHT BEI JUDEN”, das ekelt mich an, das stößt mich ab, das macht mich traurig.

    DAS ist der Stoff, aus dem die Konzentrationslager sind.

    Und nicht die lächerlichen “AfD” – Pimpfe.

  4. rd (Wednesday December 26th, 2018)

    Lieber Hans,
    zu dem erwähnten Ereignis wie auch den darauf hin erfolgten Äußerungen von vielleicht “möchte-gern-Demokraten” will ich mich gar nicht äußern. Wie auch glaube, mein “Nicht-mögen” von “Moralismus” schon öfters artikuliert zu haben.
    Da habe ich eine spezielle Meinung – wie übrigens auch zur Demokratie. Wie Sie ja wissen, meine ich, dass die so hochgelobten “freien Wahlen” die Schwachstelle der Demokratie sind (wegen Marketing und Lobbyismus).
    Das könnte man verbessern. Man könnte zum Beispiel mal einen Losentscheid mit ergänzender Ausbildung (Qualifikation) der “Gewinner” ausprobieren, um ein Parlament wirklich repräsentativ zu besetzen.
    Gute Alternativen zu einem “dialektischen” Parlamentarismus und zur Gewaltenteilung (Legislative, Judikative und Exekutive) fallen mir derzeit nicht ein, ausser dass man das Thema Korruption da enger sehen und strenger ahnden sollte. Das hier aber nur als vereinfachte Nussschale politischer Philosophie.

    Nur – was hat das mit Twitter zu tun? Twitter ist doch nur eine virtuelle Wand , an dem jeder chaotisch (strukturfrei) und anarchistisch fast Alles (fast, weil Twitter ja ein wenig und da wahrscheinlich das Falsche zensieren muss; ich persönlich halte Zensur letzten Endes für nicht zielführend) schreiben kann. Und jeder Leser legt fest, von wem er etwas lesen will!

    Es könnte auch sein, dass Usenet deshalb untergegangen ist, weil es eben zu vorgegeben strukturiert war. Und darauf habe ich z.B.keinen Bock mehr.

    Twitter als Ursache für seltsame Aussagen zu sehen ist doch ein Irrtum. So wie die alten Griechen sich geirrt haben, als sie dem Boten der schlechten Nachricht den Kopf abgeschlagen haben. Denn der rollende Kopf hat die schlechte Nachricht nicht ungültig gemacht.

    Und natürlich kann man auf Twitter viel (auch gefährlichen) Unsinn lesen. Solchen wird auch auf Stammtischen erzählt – oder in Talkshows.
    Das ist aber für mich kein Grund, Menschen zu verabscheuen, die sich Abends auf ein Bier zusammen setzen und ihren Gedanken freien Lauf lassen. Besonders kann ich dem Tisch und seinen Bänken nicht die Schuld geben für das was an und auf Ihnen gesprochen wird. 🙂
    Das Werkzeug Tisch&Bänke gibt es im übrigen ja auch vom Wirt umsonst, weil er an diesem sein Bier und seinen Schnaps verkaufen will.
    Nur:
    Auch der Alkohol (wie der Tisch) ist nicht die Ursache für die Meinungen, die im Unterbewußtsein so drin sind. Er öffnet nach dem Genuß (in einer individuell unterschiedlichen Menge) nur ein wenig den Zugang zu diesem.

    Was mach ich in Twitter?
    Wenn ich absurde Aussagen in meiner “timeline” finde, dann überlege ich mir ganz kurz, ob ich den Schreiber bzw. “Retweeter” besagter Nachricht aus meiner “timeline” entferne. Und das geht ratzfatz – ganz ohne langes Nachdenken.
    Auch weil “meine” Twitterwelt eher von “meinem” (von mir ausgesuchtem) Kollektiv lebt, und es da ziemlich egal ist, ob der eine oder andere mehr oder weniger dabei ist.

    Und noch ein Hinweis:
    Obige Reaktion ist so natürlich nicht die Reaktion der „Twitter-Gemeinde“, wie Sie schreiben.
    Für mich gibt es keine Twitter-Gemeinde. Sondern nur viele Menschen, die öffentlich ihre Meinung und Erlebnisse teilen. Und Menschen, die sich aussuchen, von wem sie das hören wollen oder zu welchem Thema (#hashtag) sie die Meinung der “Leute” so mal querbeet interessiert.

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