Detlev Six
Wednesday October 14th, 2009

Jesus: The Positioning of an Offensive Brand: Jesus

When Jesus appeared and wanted to create a new religion, the market was overflowing already. There were Gods to spare. So how was he to position himself?

In those days, the deity market was a perfect communication cartel. They all promised the same: I am the most powerful God. Even though there were more or less bloodthirsty varieties caused by the differences in public spirit and social development, it looked a lot like the Gods had all assembled at a round table and mutually agreed upon how to appear on the market (see also my posting on communication cartels in positioning). So what was left for Jesus to do.

Jesus broke the communication cartel with a totally innovative idea: Love your Neighbour. While the old deities promised: If you do what we say, we will give you happiness his story was: You will be happy if you love your neighbour like yourself. He could not have marked himself off more clearly – and that is, after all, what positioning is all about. That should teach us that aggressive brands do not directly attack the enemy. Rather, they fight the communication cartel, i.e. the laws of the market that have been growing over many years. (in this case even centuries). That is how it works. There is no other way.

If you hear this, then the market is “out-positioned” and it is about time for something new – for an attacking brand.

SIX
(Translated by EG)

5 Kommentare zu “Jesus: The Positioning of an Offensive Brand: Jesus”

  1. Chris Wood (Wednesday October 14th, 2009)

    If I remember correctly, from my days as a Christian, Jesus’ first commandment was “Love your God”. “Love your neighbour” came later. Was it after “honour your father and mother”? Luckily, the parable of the Good Samaritan extended the loving also to foreigners, but this aspect has been sadly neglected.
    So the new positioning was away from a set of rules, towards love, rather than away from God, towards neighbours.

  2. Enno (Wednesday October 14th, 2009)

    Moin moin Chris Wood,
    Es kommt auf die Bibelstelle an. Entscheidend ist meines Erachtens aber Markus 12:29 “Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt1 und von allen deinen Kräften«. 31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. Es ist kein anderes Gebot größer als diese.”

    Jesus setzt zwischen diesen beiden Geboten keine Rangfolge, sondern erwähnt sie nur nacheinander. Sie stehen beide an erster Stelle.

    Die Feindesliebe ist genau genommen auch keine Erweiterung, sondern ein Bestandteil der Nächstenliebe. In der Parallelstelle Lukas 10:25ff. wird das oben genannte Gespräch weiter berichtet. Der Pharisäer will nun wissen, wer sein Nächster sei – und das Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner kommt direkt als Erklärung.

    Nur Matthäus 19:19 nennt zuerst “Ehre deinen Vater und deine Mutter” und anschließend die Nächstenliebe, allerdings auch, ohne dazwischen eine Priorität zu setzen. Diese Stelle scheint mir eine sehr krude Zusammenfassung der zehn Gebote zu sein.

    Ich sehe aber auch eher eine Positionierung weg von dem alten Mosaischen Gesetz (und evtl. von Gesetzen der heidnischen Götter) hin zur Nächstenliebe.
    Eine Positionierung gegen bekannte Götter macht wenig Sinn, da Jesus nahezu ausschließlich mit Juden und Samaritanern zu tun hatte, die JHWH dienten – und genau den selben Gott hat Jesus ja auch gepredigt.

  3. hans-peter kühn (Wednesday October 14th, 2009)

    chris does not know the bible,

    His citations are from the old testament, precisely from the 10 commandemants, communicated by God to Moses.

    The claim to love the neighbour is definitely from the new testament and not a word of God but of Jesus.

    As a chronical unbeliever let me suggest that Jesus is posititioning himself as a competitior to god.

    Have a nice evening.

    HP

  4. Enno (Thursday October 15th, 2009)

    Moin moin Hans-Peter Kühn,

    die Zitate von Chris Wood finden sich doch sowohl im Alten als auch im Neuen Testament (wie von mir angegeben, Mt 19:19).

    Auch das Gebot zur Nächstenliebe findet sich gleichermaßen im Alten wie im Neuen Testament. Im Alten Testament zum Beispiel im 3.Mose 19:18. Dort ist es Bestand des mosaischen Bundes, und als Teil des Vertrages zwischen Gott und seinem Volk eine Aussage Gottes.
    Anders macht auch die Nennung des Liebesgebotes im Neuen Testament keinen Sinn, denn Jesus bezieht sich ja eben gerade auf dieses Gesetz, und auch der Gesetzesgelehrte stimmt zu, dass es das wichtigste Gebot sei.

    Dass Jesus sich als Wettbewerber zu Gott positionieren wollte ist anhand der Überlieferung in der Bibel absurd. Er hat es bis zur Auferstehung abgelehnt, dass Menschen ihn anbeteten oder sich vor ihm niederwarfen.

    Enno

  5. hans-peter kühn (Thursday October 15th, 2009)

    Hallo Enno,

    Vor Deiner Bibelfestigkeit kann ich nur kapitulieren.

    Die Positionierung von Jesus als Konkurrent von Gott war natürlich ein Scherz, auf der anderen Seite werden uns eventuelle Hintergedanken von Jesus für ewig ein Rätsel bleiben. Da muss man einfach glauben…

    HPK

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