Elwood P. Dowd
Mittwoch, der 9. Oktober 2013

Vertrauen

harvey&friendEs war einmal die alte Zeit…

In der Geld noch etwas galt.

Die Zeit der Golddeckung.  Jeder, der Geld hatte, konnte es bei der Bank in Gold eintauschen. Der Wert allen Geldes entsprach dem Wert allen Goldes in den Tresoren des Staates. So zumindest das Konzept.

Die Geldmenge war begrenzt. Geld war rar.

In der neuen Zeit herrscht Geldschwemme. Goldrausch für Regierungen, Spekulanten, Finanzhaie und Glücksritter mit silbergrauen Krawatten.

Geld entsteht nicht durch Schaffung von Werten, sondern durch Eröffnung von Kreditlinien. Zurückgezahlt wird später, über neue Kredite.

Schulden schaffen Geld!?!

Geld steht uns bis zum Hals. Die Deckung, der Garant seines Wertes, ist unser Vertrauen.

Geld brauchen alle, doch wer braucht Vertrauen? Madoff, Lehmann Brothers und Konsorten, Betrüger.

Hütet Euch vor Vertrauenspriestern, die predigen nur für sich.


Mein Freund Harvey sagt:

Mein lieber Dowd,

der Slogan der deutschen Bank lautete einst:

Vertrauen ist der Anfang von allem.

Vertrauen steht vor allem am Anfang einer Gehirnwäsche.

Vertrauen ist, wie der Volksmund sagt, blind.

Wer blindes Vertrauen in jemanden setzt,

sollte sich mehr als verdammt sicher sein.

Oder besser nicht vertrauen.

Wir sollten Vertrauen konsequent durch Zutrauen ersetzen.

Was traue ich jemanden zu?

Was trauen die Griechen ihrem Ministerpräsidenten zu?

Was trauen die Deutschen ihrer Bundeskanzlerin zu?

Genau!

Dowd, streichen Sie Vertrauen aus Ihrem Wortschatz, 

ersetzen Sie es durch Zutrauen.

Dann werden Sie niemals wieder auf Madoff und Konsorten hereinfallen.

Im Übrigen waren in Ihren goldenen Zeiten,

die Sie wohl aus Altersgründen so sehr beschwören,

die Währungen immer nur zu einem Bruchteil durch Gold abgesichert.

Der Gehirnwäsche-Begriff, der dies vernebelte, war Golddeckung.

Es klang so, als würde an jedem Dollarschein ein Nugget im Wert von genau 100 Cent kleben.


Ich bin Dir dankbar Harvey, denn Du führst uns auf den richtigen Weg.

Vertrauen ist die Konsequenz von Gehirnwäsche. Zutrauen ist problematisch. Es basiert auf Informationen, in die wir jedoch Vertrauen haben müssen. Sonst können wir nämlich nicht Zutrauen. Damit sind wir zurück bei der Gehirnwäsche.

Jetzt bleibt nur noch Misstrauen.

Warum habe ich eigentlich so viele Freunde???

(Elwood P. Dowd).

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1 Kommentar zu “Vertrauen”

  1. Chris Wood (Freitag, der 11. Oktober 2013)

    Perhaps somebody can help me understand what is happening in the finance world. There is a finance crisis that started with low interest rates that encouraged people to borrow too much, (particularly house mortgages in USA). House, land and share prices increased, making people feel better off.
    It is remarkable how inflation in share prices is universally greeted (e.g. in the media) with joy, although inflation in other prices is seen as very worrying.
    This crisis is being fairly successfully combated, by reducing interest rates still further. I see some reason for this. Instability is the worst danger for the world economy. So even if interest rates are too low, it is a bad mistake to raise them abruptly.
    But how can the world get out of this mess? Perhaps the Republicans, despite various silly ideas, are right to try to stop Obama! His attempts to reduce unemployment and maintain living standards may lead to a terrible crash.
    Of course Obama had to do this to get re-elected, and now he must carry on, so that the Democrats do OK in future elections.

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