GRÜNSIX
Sonntag, der 18. Oktober 2009

Radiophilosophie #049 – KARRIEREFEIND.

Er war der Sohn eines Pfarrers.
Er hat das Lügen im Denken entdeckt.
Nietzsche.
Nietzsches Denken wurde
dadurch zum Sprengstoff.
Bis dahin hat der Mensch das
Denken für etwas Gutes gehalten.
Ja, der Mensch dachte sich,
im Denken Gott am nächsten.
Denn schließlich ist Gott der größte Denker.
Dann kam Nietzsche.
Nietzsches Entdeckung:
Denken und Lügen gehen im Lateinischen
auf denselben Wortstamm zurück.
Mentiri heißt das Wort.
Mentiri, er denkt, gleich lügt er, schreibt Nietzsche.
Schöne und gute Gedanken müssen
nicht schöne und gute Ursachen haben.
Und schon gar nicht schöne und gute Ziele.
Im Haus des Henkers wird der Strick nicht erwähnt.
Der Nietzsche hat ein Tabu gebrochen
und ist selber eins geworden.
Philosophen, die sich zu Nietzsche bekennen,
machen keine akademische Karriere.
Sondern schreiben im IF-Blog.

KJG/SIX

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