Kaum habe ich meinen Artikel über die Anwendung des Patentrechts geschrieben, wurde mir folgende schon ein paar Jahre alte Geschichte von einem vertrauenswürdigen Freund berichtet:

In USA gab es ein Unternehmen X., das aus Wissenschaftlern und Anwälten bestand. Die Wissenschaftler sollten neue Verfahren und Techniken entwickeln, die Anwälte diese dann zum Patent machen. Auch ein interessantes Geschäftsmodell.

Die meisten Ergebnisse dieses Unternehmens waren nicht viel wert. Aber dann passierte das Unwahrscheinliche. Im Bereich „Licht“ gelang dem Unternehmen eine echt innovative Erfindung.

Ein Unternehmen O. wollte das Unternehmen daraufhin kaufen. Die Investoren von X. boten O. die Firma für 30 Millionen USD an. O. überlegte hin und her und verzichtete letztendlich auf den teuren Kauf, da die Erteilung des Patents für die von X. gemachte Erfindung als nicht wahrscheinlich bewertet wurde.

Dann wurde die Erfindung von X. als Patent zugelassen. Eine Konkurrent von O., die Firma P. erwarb X. Und hat dann 500 Million USD für X. bezahlt. Und O. hat sich geärgert.

Ich weiß jetzt nicht ob die Zahlen stimmen. Und natürlich sind Ähnlichkeiten mit lebendigen oder toten Menschen und Unternehmen rein zufällig. Aber irgendwie hätte es schon so sein können?

Wenn ich die Lektion richtig gelernt habe (siehe mein Artikel zu Patente), würde das heute ganz anders aussehen. O. und P. würden das Patent erst mal nutzen, und X. müsste sein Recht erst mal durchsetzen.

RMD
(Translated by EG)

1 Kommentar zu “„30 Millionen sind zuviel“ und „Dann kostet es 500 Millionen“ oder „O&P“”

  1. Enno (Donnerstag, der 28. Januar 2010)

    Bei der Lektion wäre ich mir nicht sicher. Bei 2 großen Raubkopierern könnte doch gut für den einen der Anreiz groß genug sein, die Lizenz zu erwerben, um den anderen anschließend zu verdrängen. Im Monopol lässt sich immer noch am besten verdienen.
    Zudem ist mir schleierhaft, was sich seitdem geändert haben sollte.

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