Hans Bonfigt
Montag, der 11. September 2017

Autobahn 2.0: Der neugrüne Rassismus – Hully Gully

Franz-Josef Strauß war nicht zimperlich in seiner Wortwahl, insbesondere wenn es um charmante, prägnante Charakterisierungen seiner Kolleginnen und Kollegen ging.  Hildchen Hamm-Brücher erinnerte sich vor längerer Zeit, wie stolz sie einmal gewesen sei, als der bayerische Metro-Goldwyn-Mayer – Löwe sie als „Kampfhenne“ bezeichnet habe.  Nur leider:  Von Kampf war keine Rede, Strauß prägte für sie die Kategorie der politischen Krampfhenne.

Als junger Mensch habe ich darüber gelacht, spätestens nachdem sich Frau Hamm-Brücher der unsäglich unmoralischen und undemokratischen „Wende“ der FDP mit allen persönlichen Konsequenzen widersetzte, nahm ich sie genau so ernst wie Marion Gräfin Dönhoff oder Ingeborg Bachmann.  Ich lese gern weibliche Autorinnen, wenn sie ihre Sprache so gut beherrschen wie Vera Lengsfeld.  Oder wenn sie sich einigermaßen treu bleiben wie Jutta Ditfurth.

Leider sind mittlerweile starke, intelligente Frauen mit eigenen, interessanten Ansichten in der Minderheit.  Im gleichgeschalteten Blätterwald besetzen die Krampfhennen die Meinungskolumnen.  Wenn sie nicht jeden Monat ein paar tausend Zeilen ‚raushauen, müssen sie zum Amt und mit Hartz IV „aufstocken“.  Und man darf sich natürlich auch nicht bei den Kollegen blamieren und schert daher nicht aus der selbsternannten „Allianz der Anständigen“ aus.  Etwas Vernünftiges haben die Krapfhennen nicht gelernt und disqualifizieren sich damit für jeden nützlichen Beruf  –  zur Kranführerin, Raumpflegerin oder zur Hure wären sie sich zu fein.   Gottseidank gibt es ja Trump, die „AfD“ und den scheinbar überall sprießenden „Rassismus“ !  Da kann man sich in tausenden Zeilen dran abarbeiten, es traut sich ja doch keiner, das Gesülze kritisch zu hinterfragen …

Und hier jetzt, zur allgemeinen Erbauung, der bisherige Höhepunkt des begriffsinflatorischen Krampfhennen – Schwachsinns:

Rocky Balbea“ denkt nämlich nicht nur „über das Klischee des triebgesteuerten Mannes im Film“ oder „über Männerfreundschaften und der Angst vor Homosexualität“ nach (das sind schließlich Themen, worüber frau richtig fundiert berichten kann), nein, „Rocky Balbea“ bemerkt den systemimmanenten Alltagsrassismus in unserer alltäglichen Technik.  Kinofilme beispielsweise werden so abgestimmt, daß sie „Weiße“ optimal abbilden und Neger schon fast zwangsweise unterbelichten.   Schlimmer noch:  Die Graukarten, von manchen Filmherstellern verteilt, entsprechen mit 18% Sättigung etwa der Pigmentierung „weißer“ Gesichtshaut.  Und, nicht zu vergessen:  „18“, wenn man die Zahlen als Orgnungszahlen auffaßt und alphabetisch substituiert, ergibt „AH“, also ganz klar Adolf Hitler !  Jede Graukarte ist also ein negerfeindliches Führerporträt !

Womit wir wieder bei Bertrand Russell wären:  Die Verfeinerung von Belichtungsautomatiken bewirkt nur dann etwas, wenn auch der Verstand des Photographen befördert wird.  Ein intelligenter Photograph wird zunächst einmal messen, ob der Belichtungsspielraum seines Films mit seinem Motiv zurechtkommt.  Wenn jedoch eine grüne Bewußtseinstante einfach einen schwarzbefrackten Neger neben der viktorianisch-weißen Braut im ebenso weißen Hochzeitskleid „knipst“, dann ist in der Regel die Braut zu hell und der Bräutigam zu dunkel.   Weil der Film (oder auch der Kamerasensor) einen wesentlich geringeren Belichtungsumfang (nicht:  Belichtungsspielraum) hat als das menschliche Auge.  Und auch dann, wenn der Photograph über ein Profimodell mit einem Belichtungsumfang von 16 Blenden hat:  Irgendwo wird er sein Bild veröffentlichen wollen – und Photopapier hat, wie etwa auch ein Farbumkehrfilm, einen Belichtungsumfang von gerade einmal fünf Blenden.

Der Rest ist banal – wenn man kein*e unterbelichte*r Grüne*r ist und weiß, was eine Blende ist.  Und vielleicht ein bißchen Prozentrechnung beherrscht:

Blende 1,0 –> 100% Lichteifall,  1,4 –> 50%,  2,0 –> 25%,  2,8 –>12,5%,  4,0 –> 6,25%,  5,6 –> 3,125%

Das waren jetzt 5 Blenden Differenz.  Wählen wir die genaue Mitte von 2 1/2 Blenden, auf daß sich der gleiche Abstand zu „absolut dunkel“ bis „maximal hell“ ergibt, dann ergäbe das einen Faktor von 2^2,5 .   100 % geteilt durch 2 hoch 2,5 sind, richtig gerundet, 18 %.   Heil Hitler !

Ich frage mich nur, was erwarten diese selbsternannten Rassismusjäger eigentlich ?   Wenn ein Neger schwarz ist (schon der Begriff ist abgeleitet aus dem lateinischen ’niger‘, was nix anderes als ’schwarz‘ resp. ‚dunkel‘ bedeutet), wie soll er denn dann auf einem Kinofilm erscheinen ?   Hellgrau ?  Kann man ja machen, mit einer „Dunkelgraukarte“ von vielleicht 40% Sättigung.  Bloß ist dann der komplette Rest überbelichtet, sodaß man, wegen des Gradientenverlaufs, viele wichtige Details gar nicht mehr sieht.   Moment ‚mal:   Vielleicht ist das die Lösung:  Möglichst wenig sehen, nur das „reflektieren“, was die zugedröhnte Wohlstandsbirne an gequirlter Scheiße selber hervorgebracht hat.  Kein Wunder, daß die Krampfhennen irgendwann nur noch „braun“ sehen.

Gefährlich wird es dann, wenn ‚reguläre‘ Tageszeitungen wie „Die Welt“, „Der Tagesspiegel“ und andere jeden Schwachsinn willig aufgreifen und unreflektiert und gebetsmühlenartig wiederholen.

Entsorgen ?  Aber gerne doch !

Also, ich wäre ja sehr für ein Krampfhennen – Entsorgungsprogramm.   „Entsorgen“ in dem Sinne, daß wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, daß die Verdauungsrückstände der Schwarmintelligenz irgendwelche Schäden anrichten.  Indem beispielsweise Frau Özoguz beim Aldi Regale einräumt anstatt völlig verpeilte „Leitlinien“ zu formulieren.  Ich frage mich, wieviele anständige Arbeiter nötig sind, um mit ihrer Hände Arbeit beispielsweise eine Frau Özoguz am kacken zu halten.

Gesine Schwan, Margot Käßmann und Katja Göring-Eckhardt nicht vergessen bei der Entsorgung.   Vielleicht in eine Art „Dschungelcamp“.  Da müssen sie dann arbeiten, an der Fleischtheke, als Maurer*in am Bau (einen kleinen Vorgeschmack eröffnet dieses Video) oder als Krankenschwester.

Und die schlimmste aller Strafen mitschicken:  Heiko Maas!

Andererseits:  Das verstieße dann wohl gegen die Genfer Konvention.

(hb)

p.s.:
Viel besser bringt es Hadmut Danisch auf den Punkt,
http://www.danisch.de/blog/2017/08/31/unterbelichtet-wenn-journalisten-sogar-fuer-fotografie-zu-daemlich-sind/
und  —  Gipfel der Ironie:  Auch hier holen Kommentatoren „ihren“ Adolf aus der Kiste.

7 Kommentare zu “Autobahn 2.0: Der neugrüne Rassismus – Hully Gully”

  1. rd (Mittwoch, der 13. September 2017)

    Als irgendwie für IF-Blog verantwortlich hoffe ich, dass der geneigte Leser diesen Artikel nicht als frauenfeindlich bewertet und das hohe Mass an Ironie und Zynismus entdecken und tolerieren kann.
    Persönlich möchte ich darauf hinweisen, dass ich mehr „Krampfhähne“ und „Kampfhähne“ als „Krampfhennen“ kenne und den Eindruck habe, dass das Wirken dieser „MÄN(N)lichen Wesen einen wesentlich größeren Schaden für die Menschheit bewirkt hat und bewirkt als die weiblichen Gegenstücke.
    Dem mir gut bekannten Autor namens Hans möchte ich entgegen halten, dass sich über etwas zu ärgern – sei es still oder öffentlich – eh keinen Sinn macht. Und ich meine, es gäbe wirklich wichtigere Sachen als sich über Menschen zu ärgern, die unseren Vorstellungen nicht genügen (ob männlich oder weiblich).
    Trotzdem würde ich den Hans gerne ermutigen, mal einen richtig „männerfeindlichen“ Artikel zu schreiben und sich dann über die „Krampf- und Kampf-Hähne“ so richtig zu ärgern. Die mag ich so gar nicht – uns es werden laufend mehr. Ich ärgere mich über sie aber nicht – sondern halte es mit dem Hans Söller – die können mich am A…………. l….. 🙂

  2. Hans Bonfigt (Mittwoch, der 13. September 2017)

    Hallo Roland !

    Und *schwupp* ist die Meinungsfalle über Ihnen zusammengeschlagen.

    Denn:
    1. Warum dürfte es nicht auch einmal ein „frauenfeindlicher“ Artikel sein ?
    2. Es war ersichtlich kein frauenfeindlicher Artikel.
    3. Ist es wirklich notwendig, daß, wenn man über eine bestimmte Gruppe eingebildeter Schnepfen schimpft, auch einen Ausgleich schafft, in dem man auch „Krampfhähne“ wie „Sascha Lobo“ erwähnt ?

    Im übrigen wollte ich nicht nur meinem Ärger Luft machen.
    Im Gegenteil sehe ich eine schreiende Ungerechtigkeit, und vielleicht schreibe ich einmal einen Artikel darüber:

    Auf der einen Seite kenne ich eine junge Frau, selbständig als Trockenbauerin, schmeißt ihren Ein-Frau – Betrieb richtig gut und findet bei den männlichen Kollegen der Partnerfirmen so richtig Anerkennung.
    Der Job ist rauh, anstrengend und sie ackert wie ein Pferd. Ich habe ihr oft heimlich zugeguckt, wie sie mit Hammer oder Säge umging. Es hört sich jetzt blöde an, aber das war für mich beinahe ein sexuelles stimulans, eine Frau, die sich wirklich „emanzipiert“ hatte.
    Wenn diese junge Frau nach einem 10-Stunden-Tag kaputt von der Arbeit ins Bett fällt, dann hat sie ungefähr so viel Geld verdient wie Frau Özoguz in fünf Minuten.

    Aber was bringt uns denn weiter ? Irgendwelches substanzloses, falsches, auf eine unpassende Situation angewendetes Gesabbel oder solide, kompetente Handwerksarbeit, von der alle profitieren ?

    Wir, als Gesellschaft, räubern diese junge Frau aus, damit wir uns „Enquete-Kommissionen“, Stiftungen, Ausschüsse und „Consultants“ leisten können.

    Das möchte ich radikal ändern und diese Leute mit Schimpf und Schande aus ihren Pfründen prügeln.

    Weil’s gerade so schön ist: Ich meine SOLCHE EXEMPLARE:

    http://mspr0.de/?p=4801

  3. Hans Bonfigt (Donnerstag, der 14. September 2017)

    NACHTRAG, lieber Roland, frisch aus dem „Süddeutschen Beobachter“, von „Adrian Kreye“:

    „Für einen zukunftsorientierten Digitalkonzern hat Apple mit seinem neuen iPhone kulturgeschichtlich einen erstaunlichen Sprung in die Vergangenheit gemacht. Genauer gesagt, ist es ein Schritt ins späte 19. Jahrhundert, als der Mensch auf seine Physiognomie reduziert wurde. Das war im Kolonialismus und dann in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts die pseudowissenschaftliche Basis für Abscheulichkeiten, Verfolgungen, Völkermorde, nicht für technische Erneuerung. Der Mechanismus ähnelt sich allerdings. Damals wie heute werden Menschen und Gesichter vermessen und Schlüsse daraus gezogen. Und darin liegt eine Gefahr.“

    Aber noch schlimmer ist es mit der „Apple-Watch“, das hat sich der Autor wohl für einen Nachfolgeartikel aufgespart. Denn die „Apple-Watch“ zeichnet biometrische Daten auf, in genau der unheiligen Tradition, wie dies beispielsweise durch Dr. Mengele in den Konzentrationslagern des deutschen Kolonialistenvolks gehandhabt wurde. Die „Apple-Watch“ steht also in direkter Nachfolge für verabscheuungswürdige Experimente an Gefangenen. Fast genau so schlimm: Mit Zeitmessern synchronisierte Adolf Hitler den Überfall auf Polen „Ab 5:45 wird jetzt zurückgeschossen“ — aber Apple bietet dennoch genau diese Zeitmesserfunktionen auch für sein neuestes Produkt an.

    Kolonialisten, Faschisten und Kriegsverbrecher überall !

    Wie gut, daß wir „Adrian Kreye“ haben, der uns davor warnt …

  4. rd (Donnerstag, der 14. September 2017)

    Hi Hans, Ihre beiden Kommentare sind für mich sehr hilfreich. Ich empfinde sie auch als nützliche Ergänzungen zum Artikel. Meine Einwände basieren mehr auf der Frage, wie der Leser diese Artikel wahrnimmt und interpretiert. Weil ich ungern „Gefühle“ verursache, die Menschen verletzen. Auch wenn solche Gefühle von den Betroffenen zu „unrecht“ produziert werden, möchte ich nicht der Anlass sein, der dies bewirkt, weil ich die Realität ignoriere bzw. ich mich über diese hinwegsetze.
    🙂 Jetzt fürchte ich, dass es gerade meinem letzten Satz an Verständlichkeit mangelt …

  5. Hans Bonfigt (Donnerstag, der 14. September 2017)

    Hallo Roland,
    nein, Ihr letzter Satz war verständlich – aber brandgefährlich. Denn wenn man sich an vielen Stellen darum kümmert, Aussagen „glattzuschleifen“, damit sich keiner desavouiert fühlen kann, dann steigert sich die Empfindlichkeit bestimmter Gruppen, die sich besipielsweise einen Spaß daraus machen, andere als „Faschisten“ zu diffamieren.
    Da wirbt „Tchibo“ mit dem Cicero-Zitat ’suum cuique‘ / ‚Jedem das Seine‘, und schon bricht ein „Shitstorm“ los – weil dieser Ausdruck auch einmal über dem Tor eines Konzentrationslagers stand.
    Und ‚Tchibo‘ entschuldigt sich.

    Man muß eine „Alice Weidel“ nicht mögen, nix, aber auch wirklich gar nix in der Bluse, die blöde Brille, die quäkige Stimme, die laaaaaaaangweiweilge Zehntelprozentrhetorik, die Humorlosigkeit (zum Lachen geht sie wahrscheinlich in den Keller), das Fehlen jeder Art von Charme – also: Für mich genauso inakzeptabel wie der Rest der Truppe.
    Aber: Qua Konsens der gleichgeschalteten Presse verfaßt sie „rassistische“ und „demokratiefeindliche“ Mails, die dann auch noch veröffentlicht werden. Daß schon die Veröffentlichung einer „echten“ privaten Mail eine veritable Rechtsverletzung ist, interessiert die opportunistischen Stürmer-Schreiberlinge eher wenig.
    Dumm nur: Die Mail ist vielleicht etwas sperrig, aber die sprachlich ungeschickt und überheblich formulierte Tatsache, daß die Kultur von Zigeunern und die unsere nicht zueinander passen, hat genausowenig mit ‚Rassismus‘ zu tun wie die simple Feststellung, daß Frau Merkel eine lupenreine Anitdemokratin ist, eine ‚Demokratiefeindlichkeit‘ darstellt.

    Im Gleichschritt marsch im Gänsetrott: Four legs good, two legs bad. Wehe, man sondert nicht zwei mal täglich etwas gegen Trump oder „AfD“ ab. Und erst recht wehe, wenn man Homo-Ehe oder Massenmigration nicht vorbehaltlos gut findet.

    Je flauschiger die Wattebäuschchen, in denen Sie Ihre Aussagen verpacken, desto pingeliger werden die Bedenkenträger.

    Das muß aufhören, sonst war’s das mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

  6. Hans Bonfigt (Donnerstag, der 14. September 2017)

    Nachtrag:
    Gestern verstarb Heiner Geißler, dem die Erkenntnis zugeschrieben wird, die Grünen in ihrer ideologischen Borniertheit seien „die neuen Nazis“.
    Wenn man sich heute die grünen Enteignungs- und Reichsermächtigungsvorschläge ansieht und mitbekommt, wie die „Basis“ mit Boris Palmer umgeht („Du hast kein Recht auf Meinungsäußerung, denn was Du sagst, ist Hetze und keine Meinung“), dann merkt man, wie recht Geißler schon damals hatte.

  7. Chris Wood (Donnerstag, der 14. September 2017)

    Dear Hans, I would enjoy your contributions even more if I could begin to understand them. But I am reminded of what Winston said about Attlee, who was a good deputy Prime Minister during WW2, and a good Prime Minister after WW2.
    Churchill called him „a sheep in sheep’s clothing“.
    Churchill also said „An empty taxi stopped outside parliament, and Attlee got out“.

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