Hans Bonfigt
Mittwoch, der 19. Dezember 2018

Ich bin gern ein weißer alter Mann

Und ja, das ist nicht nur eine Replik auf

Die alten weißen Männer.

Was wären denn die Alternativen ?

 

1. Lieber ein alter weißer Mann als ein junger Neger !

Also, ganz im Ernst:  Ich bin dankbar für das große Glück, hier in Deutschland zu einer Zeit aufgewachsen zu sein, in der es noch nach demokratischem Aufbruch roch, in der die Freiheit der Meinungsäußerung als unverzichtbares Element des täglichen Lebens war.  Meine Jugend verbrachte ich im Wohlstand.  Verdient habe ich den nicht, ich war stinkfaul und versoffen.  Trotzdem haben mir meine Eltern viel Liebe geschenkt.  Und ohne die Hinführung durch meinen Vater wäre mir der Genuß von Musik für immer versagt geblieben.  Denn der gymnasiale Musikunterricht durch Kantor Helmut Gottsacker tötete JEDES Interesse an Musik.   Den fiktiven Kunstprofessor Büren läßt Heinrich Böll sagen, „Ich halte jeden Menschen für fähig, sich ein Kunstwerk zu erschließen  —  außer den deutschen Bildungsbürger“.  Einen solchen evangelikalen Kantor auf junge Menschen loszulassen, das verstößt eigentlich gegen die Genfer Konvention.

Als junger Mensch erkennt man instinktiv, wann eine Zuneigung nur geheuchelt ist und wann eine wirkliche Liebe vorliegt.  Mein Vater hat es geschafft, mich mit seiner Passion für Beethoven anzustecken — ohne bildungsbürgerliche Belehrungen, sondern einfach, indem er selbst Freude, Zuversicht und Entspannung daraus gewann.  Wege entstehen, wenn wir sie gehen.

Wir waren wirklich reich im Sinne von „zufrieden mit dem, was man hat“.  Dazu gehörte auch jede Menge Spielzeug, das aber nie in Form von Fertigprodukten über uns purzelte, sonden buchstäblich in Einzelteilen.  So bekam ich Lötkolben, Schraubenschlüssel, Märklin-„Stabilbaukasten“, Meßgeräte, Taschenrechner (ein unglaublich hohes Gut vor 40 Jahren) und überhaupt alles, was ich mir nur wünschte.

Es gab reichlich Taschengeld, ich konnte mir alle Bücher kaufen, die ich haben wollte.  Und bei meinem Alten klauen, der hatte auch jede Menge davon.  Unbezahlbar aber waren die vielen gemeinsamen Gänge um die Hasper Talsperre.  Mein Vater erklärte mir viele grundlegende Dinge, wie etwa die Unmöglichkeit eines ‚perpetuum mobile‘ oder aber das Wesen einer Kapitalgesellschaft.  „Ich kann Dir nur Wege zeigen – gehen mußt Du sie schon allein“, war eine seiner stehenden Redewendungen.

Zusammengefaßt:  Als Kind bin ich gehegt und gepflegt und gefördert worden.  Vor allen Dingen auch, indem nan sich mir zuwandte und mir Zeit schenkte.  Und viele der mir aufgezeigten Wege bin ich gegangen.

So, und nun gucken wir uns eine traurige Negerfamilie an:  Nix zu fressen, aber trotzdem Nachkommen am laufenden Band produzieren.  Wenn so ein armes Balg vor Hunger im Dreck verreckt, scheiß drauf:  Allah hat es so gewollt und Mamis Bauch ist auch schon wieder dick.

Schulbildung gibt es keine.  Stattdessen werden Heranwachsende mit „Fertiggeräten“ sediert, z.B. mit dem Insignium des technischen Analphabeten, dem „iPhone“.  Und mit Allah.   Eine ganz üble Kombination.  Als Jungneger würde ich auch versuchen, nach Europa zu „flüchten“.   Mir wäre ja gar nicht bewußt, welche starke menschliche Errungenschaft das internationale Hilfsgebot auf See ist.  Und wie abgrundtief widerwärtig es ist, diese Hilfsbereitschaft zu mißbrauchen.  Das einzige, was ich gelernt hätte, wäre, daß Allah stark und die Frau minderwertig ist.  Dumm nur:  In Europa bekäme ich auch kein Bein an die Erde.

2. Lieber ein alter weißer Mann als ein junger „grüner“ Pipijunge

Denn das „grüne“ Verständnis von Toleranz ist:   „Wir tolerieren alles, nur keine Intoleranz.  Und was Intoleranz (oder „Faschismus“, „Rassismus“, „Kolonialismus“) ist, das bestimmen wir“.  Und notfalls brüllen wir auch unseren eigenen Parteikollegen Boris Palmer nieder, denn „wenn er faschistische Thesen ausbreitet, braucht man nicht zuzuhören“.  Eine riesige Menge dummer Schafe formiert sich zu einer diffusen, selbsternannten „Allianz der Anständigen“, die uns allen vorschreiben möchte, wie wir zu leben und zu denken haben.  Gearbeitet im Sinne gesellschaftlich nützlicher Tätigkeiten haben sie selbstverständlich nicht.  Wie war Hendryk M. Broders Kurzcharakteristik von Frau Roth:  „Ein Doppelzentner fleischgewordene Dummheit, nah am Wasser gebaut und voller Mitgefühl mit sich selbst“.

Das wirklich Schlimme ist:  Das war auch schon alles.

Nicht der „Extremismus“ unbedeutender Splitterparteien führt uns zurück nach Auschwitz.  Aber grüner Konformismus geht, im Gleichschritt marsch, genau in die Richtung.   Man kann es gut am inflationären Gebrauch des Begriffes „Rassismus“ durch die grünen Führer sehen:   Indem sie allen Nicht-Grünen „Rassismus“ unterstellen, setzen sie damit implizit die tatsächliche Existenz von „Menschenrassen“ voraus.   Menschenrassen, die es gar nicht gibt !  Die es zum Glück nicht gibt !   Sonst könnte Heinrich Himmler mit seinen kruden Thesen einer „überlegenen“ Rasse ja vielleicht recht haben !

Ich bin gespannt, wann der erste Grüne ein Konzentrationslager für „AfD“ – Mitglieder vorschlägt.  Natürlich nicht nur für Parteimitglieder, sondern auch für deren Kinder.     Das Konzept der Sippenhaft hat sich ja in der Vergangenheit schon oft bewährt.   Privatschulen eilen da schon einmal vor.

Schon in den 80er Jahren soufflierte Heiner Geißler der fetten Birne aus Oggersheim, „Die Grünen sind die neuen Nazis“.  Damals empfand ich das als starken Tobak, aber heute fröstelt es mich, wenn ich sehe, wie recht er hatte.

Wie widerwärtig die „Bewegung“ ist, erkennt man am „Hashtag“ #wirsindmehr.   Was heißt das eigentlich ?   Gucken wir doch einmal in das Schafshirn eines Grünbewegten:

  • Die Mehrheit hat immer recht
  • Die Minderheit hat nichts zu sagen und soll das Maul halten

Ich kann auf die Schwarmintelligenz von Mehrheiten gerne verzichten.  Hatten wir schonmal.  War nicht gut.  Für keinen.   Aber „Grüne“ sind lernresistent.

3. Lieber ein alter weißer Mann als ein vergrätzter roter Spinner

Apropos #wirsindmehr :

Da hat es doch eine sympathische Frau, Sawsan Chebli, tatsächlich einmal zu sagen gewagt,

„#wirsindmehr reicht nicht. Wir sind mehr (noch), aber zu still, zu bequem, zu gespalten, zu unorganisiert, zu zaghaft.  Wir sind zu wenig radikal.“

Tja:  Genau das ist der Punkt.  Wir gehen nicht an „Überfremdung“ kaputt oder an der „AfD“, wir gehen daran kaputt, daß wir keine radikalen Demokraten mehr haben.  Wir haben ja nicht einmal mehr Menschen, die wissen, was „radikal“ bedeutet.

Eine Demokratie, in der man das nicht mehr sagen darf, ist keine Demokratie mehr.

Frau Chebli wurde in Berlin niedergbrüllt und hat den Saal weinend verlassen.  Und keiner merkt etwas.

4. Und lieber ein alter, weißer Mann als ein guter deutscher Bildungsbürger

Denn bleiben wir bei Chebli:   Die „Twitter-Community“, sozusagen die Klowand des Internet, spült ein Photo der jungen Frau an die Oberfläche, auf dem sie eine „Rolex“ trägt.

Hier hat mein Feind Matthias Warkus einen ausgezeichneten Artikel geschrieben, der aufzeigt, daß es hier nicht um die üblichen Rückstände von Neid oder „Sozialneid“ geht, sondern daß die Twitter-Kloake hier eine ganz andere, widerlichere Ebene aufspannt.

 

Nein, lieber Roland.   Da bleibe ich doch der alte, weiße Mann.   Der jetzt zur Arbeit fährt.

-hb

7 Kommentare zu “Ich bin gern ein weißer alter Mann”

  1. rd (Mittwoch, der 19. Dezember 2018)

    Weil ich direkt angesprochen bin, eine kleine Replik. Sie klingt boshaft, ist aber wirklich nicht so gemeint.

    Das schlimmste am „alten weißen Mann“ ist für mich die Feindseligkeit, die er ausstrahlt. Ich möchte aber nicht feindselig sein, weil mich das selber nur runterzieht. Mein Versuch ist „(Menschen-)Freundlichkeit“ zu leben.

  2. Hans Bonfigt (Mittwoch, der 19. Dezember 2018)

    Für Ihre Gelassenheit bewundere ich Sie.

  3. rd (Donnerstag, der 20. Dezember 2018)

    Lieber Hans,

    zu Gelassenheit: Da braucht es keine Bewunderung. Meine Gelassenheit ist reiner Egoismus, weil ich so mehr Freude am Leben habe.

  4. Paul (Samstag, der 22. Dezember 2018)

    „Rechte werden immer stärker, immer lauter, aggressiver, immer radikaler, immer selbstbewusster, sie werden immer mehr. Wir sind mehr (noch), aber zu still, zu bequem, zu gespalten, zu unorganisiert, zu zaghaft. Wir sind zu wenig radikal. #Chemnitz #NoAfD“
    Ich tue mir schwer, zu verstehen, wie es zu dem Missverständnis kommen konnte.

    https://www.morgenpost.de/berlin/article215194801/Zoff-um-Chebli-Tweet-zu-Chemnitz-Aufruf-zu-linker-Gewalt.html

  5. Hans Bonfigt (Samstag, der 22. Dezember 2018)

    Wenn man etwas bei „Twitter“ einstellt, dann muß man die Gruppe der Rezipienten berücksichtigen. Hier findet man den Abschaum des Internet.
    Der Abschaum der „realen“ Welt rottet sich in den Fußballstadien zusammen, der wirrtuelle Dreck koaguliert bei „Facebook“ und „Twitter“.

    Insofern war es der Hauptfehler von Frau Chebli, überhaupt dort zu posten.

    Hätte unterdessen ein Herr Schäuble die zitierte Äußerung getätigt, so hätte keiner Anstoß daran genommen. Das Theater, das der schmierige CDU-Abgeordnete gemacht hat, war eine besonders schäbige Variante von Diskriminierung.
    Solche CDU-Abgeordnete wären eine Schande für Berlin, wenn dieses heruntergekommene, kriminelle Elends-Slum nicht schon seit Jahrzehnten kaputt und korrupt wäre.
    Das Ganze wird nur noch getoppt durch den peinlichen OB Müller, der seine Parteikollegin scheinbar verteidigt, in Wirklichkeit aber desavouiert hat.

    Im übrigen: Wenn unsere Innen- und Sicherheitspolitiker von „Zuwanderern, die sich radikalisiert haben“ reden, dann heißt das nichts Anderes, daß die Zuwendung zu den Wurzeln des Islam Haß, Frauenverachtung, Feigheit, Lüge, Betrug und Unredlichkeit verursacht.

    Und das soll jetzt „Teil von Deutschland“ sein?

    Vor solchen „Demokraten“ (und vor der gleichgeschalteten Presse) graust es mir mehr als vor der albernen „AfD“.

  6. rd (Montag, der 24. Dezember 2018)

    Lieber Hans,

    da haben Sie mich hart getroffen 🙂

    Ad 1)
    Ich habe sieben Kinder.

    Ad 2)
    Meine Gesinnung ist eher grün denn gelb, rot oder schwarz. Und braun möchte ich schon gar nicht sein.

    Ad 3)
    So etwas wie ein roter Spinner war ich auch mal.

    Ad 4)
    Ich würde mich selber durchaus als einen „guten deutschen Bildungsbürger“ einstufen.

    Und zum Kommentar:
    Ich bin
    bekennender Fussballspieler und Fan we Unterstützer der SpVgg Unterhaching und habe gerade dem 4:0 gegen Bayer Uerdingen zugejubelt, bin bei jedem Heimspiel und wenn möglich auch jedem Auswärtsspiel dabei
    und ich finde
    social media toll und finde dort Twitter das allerbeste.

  7. Hans Bonfigt (Montag, der 24. Dezember 2018)

    Lieber Roland,

    Sie sind kein deutscher Bildungsbürger. Wären Sie einer, dann hätte es eine so tolle Frau wie die Barbera nicht so lange mit Ihnen ausgehalten.

    Frohe Weihnachten !

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