Hans Bonfigt
Samstag, der 26. Mai 2018

Moderne Zeiten

Bekenntnisse eines ewiggestrigen Rassisten

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Aber mir gehen schale Witzchen über den BER auf die Nerven.
Ein schwuler Bürgermeister, eine peinliche Truppe SED-Aktivisten und ein heruntergekommener Restbestand „Sozialdemokraten“ haben sich an einem Flughafenrojekt versucht.  Das MUSSTE schiefgehen.

Nun könnte man sagen, „Berlin ist halt nun einmal Berlin, hier haben kriminelle Veruntreuung von Steuergeldern und schwachsinnige Verordnugen, die stets das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt ist, eine jahrzehntealte Tradition“.

Doch aus der Sicht eines Experten für Datenverarbeitung muß ich leider immer wieder feststellen:

BER ist überall. Sogar im schönen Bayern.

Denn junge, unerfahrene Menschen basteln sich Umgebungen zusammen, die immer komplexer werden und selbst von guten Administratoren nicht mehr beherrscht werden können. Gleichzeitig wird der verspielte Klapperatismus immer schwerfälliger und undeterministischer in seiner Antwortszeit — gleichzeitig erhöht sich die Anfälligkeit gegen Angriffe erheblich.
Was ist da eigentlich passiert ?

1. Was der Bauer nicht kennt…

Von Larry Ellison stammt das schöne Bonmot, „Ich würde meinen Kindern eher Drogen geben als DOS“.
Wohl wahr. Aber auch an unseren höheren Schulen werden unsere Kinder ausschließlich mit der kranken, kaputten PC-Architektur konfrontiert – privat sowieso.
Die Folge: Später, im Beruf, setzen unsere „alternativlosen“ Jungspunde das einzige System ein, was sie kennen. Und das ist ein Kretin aus kaputter Hardware und vermurkster Software.
– Das führt zwangsweise zu einer „Monokultur“ mit allen damit verbundenen Nachteilen,
– insbesondere einer fatalen Störanfälligkeit.
– Sinnvolle Alternativen verschwinden vom Markt,
– fatale Abhängigleiten entstehen.
Spätestens seit „Spectre“ und „Meltdown“ muß eigentlich jedermann klar sein: INTEL-basierte Systeme sind außer für Daddelspiele zu nichts zu gebrauchen. Ihr Einsatz ist grob fahrlässig.
„Windows“ und „Office“ telephonieren etwa 20 Mal „nach Hause“, wenn man nur ein einziges „Word“-Dokument öffnet. Über die fatalen Lücken in „Microsoft Outlook“ zu berichten, wäre müßig.
Solche Systeme professionell zur Verarbeitung personenbezogener Daten zu nutzen, ist schlichtweg illegal – das weiß auch die Bundesregierung.  Doch wo kein Kläger, da kein Richter.
Im Transportwesen haben wir die unterschiedlichsten Systeme zur Wahl, aus gutem Grund: Denn ob Kreuzfahrtschiff, Motorrad, A380, Traktor, Schnellzug oder Tieflader: Sie haben alle ihre spezielle Eignung. Bloß in der „IT“ – da arbeitet alles mit den über die Jahre immer wieder marginal aufgerüsteten DOS-Kisten. Ja, selbst die modernsten „Server“, in Wirklichkeit aufgebohrte PCs, booten noch mit „DOS“ – Bordmitteln.
Das war füher anders: Man hatte die „Mainframes“ für hochverfügbare, hochsichere und hochzuverlässige Massendatenverarbeitung, typischerweise im Verbund mit einer Datenbank. Programmiert wurden diese in Sprachen, die einen Programmierer nicht überfordern und es vor allen Dingen ermöglichen, daß mehrere Programmierer konfliktfrei an einem Programm oder Projekt arbeiten können.
Die Bedienung und Dateneingabe erfolgt ergonomisch OHNE Maus, man benötigt unterdessen eine gewisse Einarbeitungszeit. Allerdings ist man nach dieser um Größenordnungen schneller als ein Mausschubser.

Es gab integrierte „Mini-Computer“ für kleinere bis mittelgroße Unternehmen.

Es gab leistungsfähige technische Rechner für Prozeßsimulation, Konstruktion, Bild- und Tonbearbeitung. Diese Systeme verfügten, weitaus früher als beispielsweise Apple oder Microsoft, über eine professionelle Graphik, die bis heute unerreicht ist: Denn das X-Window – System unter UNIX verteilt Programmhaltung, Programmausführung und graphische Benutzerschnittstellen auf unterschiedliche Systeme. So können hunderte Anwender einen Hochleistungsrechner gemeinsam und gleichzeitig nutzen!
Nur zum Vergleich: Unter „Windows“ gibt es so etwas nicht und deshalb will die Münchner Stadtverwaltung wieder einen Intensiv-Oatienten „nach gängigen Standards“ unter jeden Sachbearbeiterschreibtisch stellen.

Es gab spezielle Rechner zum Steuern von Maschinen und Anlagen, die neben erweiterten physikalischen Bedingungen nuch dem Umstand Rechnung trugen, daß spezielle Hardwarefunktionen benötigt wurden, beispielsweise hochauflösende Timer, Pulsweitenmodulatoren, D/A – Wandler etc..

Tja, und es gibt den „PC“ zur Bespaßung „moderner“ Konsumenten: Papi guckt sich Pornos an, der Sohnemann erfreut sich mit dem neuesten „EGO-Shooter“ und knallt Feinde ab, die Tochter postet kompromittierende Bilder ihrer aktuellen Todfeindin auf „Facebook“ und Mami kann jetzt endlich im „Wiki“ nachgucken, was ein „Narrativ“ ist, man will ja schließlich mitreden können.
Der PC bietet also für jeden etwas — und ist damit genau so effektiv und hilfreich wie ein „Schweizer Taschenmesser“: Kann alles, aber nix ansatzweise richtig.
Der PC aber hat uns dominiert. Das blanke Mittelmaß hat uns dominiert.

2. Nicht der Bösewicht ist der Schurke, sondern das Mittelmaß

Der Manager Hans-Jürgen Esser, für mich über Jahrzehnte ein väterlicher Ratgeber, fuhr einmal vor etwa 25 Jahren mit mir als Beifahrer zufällig hinter seinem Chef her.  Hier trafen zwei Fahrstile aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, und so entspann sich folgender Monolog:
„Ah, sehen Sie: Das ist unser Hansi. Also, un-glaublich! Sehen Sie bloß, wie er um die Kurve schlabbert … und hier: Er ordnet sich gar nicht ein, fährt einfach in der Mitte, und so entscheidungsschwach wie auf der Straße ist er auch in seinem Job: Bloß niemendem wehtun, immer schön die goldene Mitte … Hansi ist kein Unternehmer, er ist ein UNTERLASSER !
Der könnte nie mein Freund sein. Und das sage ich Ihnen, mit schlechten Menschen kann ich gut umgehen, verdammtnochmal, ich bin ja selber schlecht, mit guten Menschen ja sowieso, ABER JENEN, DIE GANZ LEISE SCHLEICHEN, DEN MUSST DU AUS DEM WEGE WEICHEN.
Warten Sie, [fährt auf gefühlt 25 cm auf], GLEICH SCHIEBE ICH IHN AN !“
Ich muß dazu sagen, der Chef war immer frendlich zu mir, fand nie ein böses oder ein gutes Wort für mich oder irgendeinen anderen, war stets indifferent. Man muß ihm allerdings zugutehalten, daß er seinem schärfsten Kritiker die operative Leitung seines Unternehmens überließ. Und das gelang jenem mit Glanzbravour. Denn H.J. Esser war das Gegenteil der Mittelmäßigkeit.

Damit der Roland nicht der einzige hier bleibt, der Rupert Lay zitiert:

 Nicht der Bösewacht ist der Schurke, sondern das Mittelmaß, wenn 
 man die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Dramen
 unserer Zeit betrachtet oder gar aufzuzeichnen versucht. Schon 
 Platons Vermutung, daß die Demokratie die Herrschaft des Mittelmaßes
 bedeute, hätte uns nach der Einführung demokratischer Systeme 
 in Europa nach 1948 etwas vorsichtiger mit dieser Herrschaftsform 
 umgehen lassen müssen. Nun, das haben wir verabsäumt - und so 
 beherrschen uns in Politik und Wirtschaft, im Sozialen (etwa den
 Gewerkschaften) und im Kulturellen (etwa den Kirchen) das Mittelmaß.
 Wie aber mag es dazu kommen, daß in demokratisch organisierten Sy-
 stemen die Herrschaft des Mittelmaßes tendenziell wenigstens unaus-
 weichlich ist ? Es handelt sich hier wieder einmal um die normative
 Kraft des Faktischen. Und das Faktische demokratischer Systeme ist
 der Kompromiß. Kompromißbildungen sind aber nun einmal die Konflikt-
 lösungsstrategien des Mittelmaßes. 

Quelle: Rupert Lay, Weisheit für Unweise (Hervorhebung von mir)

Lay indes ist ganz und gar kein Antidemokrat, aber Lay verachtet Demokratismus.

Warum ?

Demokratie – Demokratismus – Demokratur – Diktatur.

Die Diktatur des Mittelmaßes nennt sich übrigens heute „Shitstorm“.

Im Rahmen eines Fernsehinterviews wurde der geniale österreichische Verbrecher Udo Proksch einmal gefragt, „Herr Proksch, wenn Sie einen Herzenswunsch frei hätten – was würden Sie bei einer Fee bestellen ?“ — und jener antwortete, ohne auch nur eine halbe Sekunde nachzudenken:
Allen mittelmäßigen Österreichern die Krätze an den Hals !

Heiko Mittelmaaß diene als Warnung, wie fatal sich Mittelmäßigkeit in der Politik auswirken kann – bei der Konzeption technischer Systeme unterdessen sind faule Kompromisse, und nichts anderes ist das Ergebnis des Mittelmaßes, fatal und führen schnurstracks zu BER.

3. „Best Practice“

Früher hat man sich Gedanken gemacht, „optimiere ich hinsichlich Leistung, Stabilität, Ressourcenverbrauch, Modularität, Salierbarkeit“, um wichtige Entwicklugsziele zu benennen.  Und in der Tat ergaben sich höchst unterschiedliche Entwürfe. Die Kunst war, mögliche Zielkonflikte zu vermeiden oder — na, wie heißt das heute im Idiotensprech? „mitigieren“.

Heute interessiert das niemanden mehr. Es wird das gemacht, was alle anderen Idioten auch machen.  Statt „Best Effort“ ist heute die „Best Practice“ das Gebot der Stunde.

4. Wirrtualisierung

Die Entwicklung eines Kindes im Mutterleib dauert bekanntlich neun Monate. Wenn man diese Zeit verkürzen will, ist es evident sinnlos, gleich 9 Frauen zu schwängern. Man erhält zwar „statistisch“ pro Monat ein Kind, aber jedes Kind benötigt minimal neun Monate.

Um einen schwachbrüstigen „PC“ im Servergewand also zu beschleunigen, ist das „Clustering“ vieler Einzelserver womöglich nicht dazu geeignet, einen Prozeß zu verbessern. Klar, wird man entgegnen können, „viele Teilprozesse können heutzutage parallelisiert werden“, aber dummerweise gibt es immer wieder Punkte, an denen Teilprozesse aufeinander warten müssen – allerspätstens dann, wenn auf eine gemeinsam genutzte Ressource schreibend zugegriffen wird.

Die Wirklichkeit unterdessen ist grausamer und schlimmer:

„Clustering“ geht aus administrativen Gründen fast immer einher mit „Virtualisierung“.

Heutzutage entfällt der Hauptteil der Ein- und Ausgabelast eines Servers so gut wie immer auf die Netzwerkschnittstellen. Eine „virtuelle“ Netzwerkschnittstelle kann man jedoch nicht in einen „echten“ Switch stecken. Es muß also mindestens ein „virtueller Switch“her. Der „virtuelle Switch“ simuliert einen „echten“ Switch unter Zuhilfenahme einer Wald- und Wiesen – Universal-CPU. Und so kommt es, daß die „virtuellen Switches“ in Superclustern eines Servicerechenzentrums deutlich langsamer sind als absolut billige Amateurgeräte aus dem Aldi !  Denn schon die billigsten Konsumentengeräte verfügen über Hardwareunterstützung und können alle Ports simultan bedienen !

Apropos Hardwareunterstützung: „Virtuelle“ Netzwerkkarten entlasten den TCP/IP – Stack nicht von zeitaufwendigen Operationen.
Jedes Datenpaket muß, wieder von einer Wald- und Wiesen-CPU, aufwendig mehrfach ineinander verschachtelt, verpackt werden. Nun werden Sie sagen, „dann opfere ich halt zwei CPUs dafür“. Die CPUs aber arbeiten im Hauptspeicher und invalidieren („trashen“) den Cache, wodurch ALLE anderen Prozesse ausgebremst werden. Hinzu kommen, für den Profi, pro Paket in jede Richtung DREI Kernel/Userspace – Übergänge. Und jeder kostet nicht nur CPU-Zeit, sodern verlangsamt ein System durch (bei Taskwechsel notwendige) Locking-Mechanismen.
Aus technischen Gründen mußte ich am letzten Wochenende einen „virtuellen“ Server mit viel Netzlast durch einen „realen“ Server ersetzen. Es war ein Notfall; wir mußten das nehmen, was wir kriegen konnten — und das war ein schedderiger, alter „Windows 95“- PC mit Originalhardware. Eine zweite Netzwerkkarte mit stolzen 100 MBit/s war auch schnell gefunden und der Transfer auf eine gammelige IDE-Platte klappte ebenfalls prima.
Ich hatte die größte Befürchtung, eine erbärmliche Performance abzuliefern, aber am Montagmorgen kam eine Dame zu mir: „Was haben Sie gemacht ? SO SCHNELL lief unser Frontoffice-System noch nie !
Der zuvor eingesetzte Server war ein HP DL380 Gen.6, mithin also ein veritables Schwergewicht in der PC-Welt, mit allem, was die „Entwicklung“ zu bieten hatte.  Die Virtualisierung aber degradierte das System zu einer peinlich-lahmen Ente, die von einem „Pentium 5“ mit 512 MB Hauptspeicher gnadenlos deklassiert wurde.   Wohlgemerkt: Mit der gleichen Software, dem gleichen Betriebssystem und den gleichen Einsatzbedingungen.
Eigentlich wußte ich immer schon, daß Wirrtualisierung im allgemeinen und „VMWare“, die Küchenschabe unter den Virtualisierungs-lösungen im speziellen, ausgemachte Performancebremsen sind — daß es aber so schlimm steht, das hätte ich nicht geahnt.
Aber auch ich habe mich in Sachen Performance zusehr an Mittelmäßigkeit gewöhnt.

5. Besen, Besen, sei’s gewesen …

Miese Leistung ist ja heutzutage „Standard“. Aber mit der „Virtualisierung“ kauft man sich einen Verwaltungsaufwand ein, der einem buchstäblich den Atem raubt:

Jeder normal denkende Mensch würde ja erwarten, daß man ein System von außen direkt administrieren kann — aber weit gefehlt bei Platzhirschen wie „VMWare“ und IBM.

Ich gehe einmal auf die abstruseste, hirnverbrannteste Variante ein, die IBM sich nicht schämt, seinen Benutzern zuzumuten:

– Zur Steuerung eines aktuellen IBM POWER – Servers ist jetzt eine alberne „Hardware Management Console“ notwendig, ein unzuverlässiger Havarist auf der Basis von „Nürnberger Windows“ („SuSE“). Diese besticht vor allem dadurch, daß sie gerne einmal ungefragt und unerwartet die NUMA-Konfiguration des verwalteten Rechners durcheinanderwürfelt, was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn die Idioten, die eine „HMC“ benutzen, sind generell merkbefreit.

– Aber: Neuerdings braucht man ZWEI DAVON, und, dreimal dürfen Sie raten, die installiert man dann: RICHTIG, auf einer „VMWare“ – Wirrtualisierungsumgebung.

– Nur: Auf diese Verwaltungsumgebung kann man nicht zugreifen, es braucht noch ein „Windows 10“ mit „Flash“ und allen Multimedia – Uappetitlichkeiten an Bord, um via „Vschmier“ – Konsole auf den Server zuzugreifen, der wiederum das Verwaltungsprogramm beherbergt, das den eigentlichen Serer verwalten soll, der die einzelnen Serverinstanzen verwaltet.

Wir reden also von einer Verwaltung der Verwaltungsinstanz der Verwaltung einer Verwaltung. Ein größerer Schwachsinn ist für mich bislang nicht denkbar gewesen.
Es sind mindestens fünf(!) unterschiedliche Betriebssysteme beteiligt, mindestens zwei unterschiedliche Rechnerarchitekturen und unzählige Netzwerkschnittstellen.

Wer so etwas bei einem Kunden produktiv installiert, ist für mich ein krimineller Idiot.

6. Des Kaisers neue Kleider …

Der typische „IT-Admin“ ist in seiner Mittelmäßigkeit gefangen wie ein Insekt im Bernstein. Er läßt sich jeden, aber auch wirklich JEDEN Schwachsinn als „innovatives Feature“ andrehen. Und traut sich nicht, STOP! zu sagen, um nicht vor seinen Kollegen als unwissend dazustehen. So kommt es, daß alle mit ihrer primären Arbeitsumgebung hoffnungslos überfordert sind und die Kernaufgabe der Abteilung darin besteht, sich Begründungen für das jeweils aktuelle Versagen im eigenen Projekt auszudenken – zugegebenermaßen keine leichte Aufgabe, das.

Man soll ja eine Betrachtung immer mit einem positiven Aspekt abschließen — kein Problem für mich, bitteseher:  Die modernen IT-Lakaien, durch faule Kompromisse kompromittiert,  durch „soziale Medien“ in Watte gepackt, ohne Ziel, ohne Verantwortung, ohne Achtung vor den Leistungen anderer und schon gar nicht vor der eigenen —

erst im Formulieren ihres eigenen Unvermögens sind sie dann ganz große Klasse !

-hb

14 Kommentare zu “Moderne Zeiten”

  1. Chris (Sonntag, der 27. Mai 2018)

    As a main designer of an operating system (George 3) that supported 40 interactive users on less than 1MB of main store, I should be happy about your praise of old systems. (We found out rather late that sales of main storage were most profitable for our company. So our efforts to save space were somewhat counterproductive).
    But Hans your stuff is too long and complex. Democracy is still better than the alternatives. It may still avoid destroying civilisation.

  2. rd (Sonntag, der 27. Mai 2018)

    Lieber Hans, danke für das schöne Zitat von Rupert. Das habe ich schon lange gesucht und nicht mehr gefunden. Aus welchem seiner Bücher oder Vorträge ist das?

  3. Hans Bonfigt (Sonntag, der 27. Mai 2018)

    https://www.rupert-lay.de/download/Lay_Weisheit_f%C3%BCr_Unweise.pdf

    Konzis, anregend, unterhaltsam — und liefert viele Sekundärquellen gleich mit.

    Sollte man vllt. mit Bild und Quelle einbetten.
    Öh – als Maus- und Browserdilettant dachte ich da an Sie.
    Und wenn wir dabei sind, könnten Sie vielleicht in der „Voransicht“ einen Hinweis anbringen „Wider die Mittelmäßigkeit?“

  4. rd (Sonntag, der 27. Mai 2018)

    Wird zeitnah gemacht!

  5. Hans Bonfigt (Montag, der 28. Mai 2018)

    –> Roland: Vielen Dank !
    Das Lay-Zitat habe ich noch etwas erweitert. Von wegen, „Kompromisse sind das Schönste im Leben“.

  6. Hans Bonfigt (Montag, der 28. Mai 2018)

    –> Chris:
    „(We found out rather late that sales of main storage were most profitable for our company. So our efforts to save space were somewhat counterproductive)“.

    The question is: What is the definition of productivity?
    In German, in order to quote without disambiguation:

    Es wiederholt sich halt alles. Neulich wurde mir gesagt, „Gerne hätten wir Dir den Auftrag xyz vermittelt, aber Du machst ja nie ‚best practice‘, so wie das IBM empfiehlt, sondern Du willst immer die Welt retten. Mit anderen Partnern verkaufe ich doppelt so viel Hardware“.

    I’m proud of being ’somewhat contaproductive‘.

  7. Thomas Kleiner (Montag, der 28. Mai 2018)

    Hi Roland, vielleicht könnte der Hinweis an alle mal nützlich sein, dass einige Bücher von Rupert Lay auf seiner Homepage https://www.rupert-lay.de/books.htm
    (also auch das genannte Buch) gratis downloadbar sind und damit auch auf Microsoft-Computern lesbar sind (wir hatten mal im Bella Italia drüber gesprochen, allerdings ist mir die Rechtelage unklar).

  8. Chris (Dienstag, der 29. Mai 2018)

    Dear Hans, sorry to be humourless, but I think one should not be rude about homosexuals, who are still treated badly in most countries. Similarly, one should not half support racism. I am not sure, about severe criticism of the majority of humans. Like all animals, we are just the result of evolution.
    Regarding productivity, I was just sad to see the UK computer industry go downhill.

  9. Hans Bonfigt (Mittwoch, der 30. Mai 2018)

    It’s absolutely necessary to be rude about homosexuals.
    For clarity in german:
    Denn das ist das Zeichen wirklicher Gleichberechtigung. Gleiche Rechte für alle. Das schließt auch das Recht mit ein, Häme, Spott und Ablehnung von anderen zu kassieren.

    Natürlich war es auch in Deutschland nicht in Ordnung, Schwule wegzusperren. In den 90er Jahren haben sich Menschen geweigert, beispielsweise eine Haustelephonnummer „175“ zu verwenden, wegen des Paragraphen 175 StGB, der praktizierte Homosexualität unter Strafe stellte. Die Bezeichnung „Schwuler“ war ein veritables Schimpfwort und eine justiziable Beleidigung.
    Ich bin froh, daß diese schrecklichen Zeiten vorbei sind.

    Andererseits schwingt das Pendel des gesellschaftlichen Unmaßes dann gleich immer gleich viel zu weit in die Gegenrichtung.
    Sehen Sie die peinlichen „Gay Pride“ – Affereien. Wie kann man auf eine Veranlagung stolz sein ? Gleichzeitig sind die Aktivisten unglaublich intolerant: Beispielsweise „Drag Queens“ (i.e. als Frauen verkleidete Männer, Gender-Nr. 34a/2) werden dort nicht „zugelassen“, denn dadurch fühlen sich die „echten“ Transen vielleicht verhöhnt.
    Es wird öffentlich zu Hetzjagden aufgerufen, inclusive der Auslobung von „Kopfgeldern“, wenn jemand es wagt, ein Steinchen in den spiegelglatten Weiher der schwulen Selbstbeweihräucherung zu werfen. Mittlerweile fordert die „Community“ überall spezielle „Schutzzonen“ mit einem Symbol, das im Wesentlichen aus einem rosa Dreieck besteht, welches an die besondere Kennzeichnung homosexueller KZ-Häftlinge erinnern soll. Und aller-allerspätestens hört für mich der Spaß auf.

    Der Fall Edathy zeigt: Vom „Schwulen“ zum „Kinderliebhaber“ ist es nur ein kleines Stück hinunter auf der Leiter der Abartigkeiten. Nicht umsonst nannten die „Grünen“ einen ihrer Degenerationsausschüsse „SchwuP“, „Schwule und Päderasten“.
    Und das verstehe ich nicht beim deutschen Volk: „Gay is in“, nee, klar, wir wollen doch nicht böse auffallen, aber ein Pädophiler wird auch nach Verbüßung einer Strafe und nach absolvierter Therapie gehetzt und gejagt, indem ihm Wohnrecht in Gemeinden verwehrt wird.
    Dabei sind beide, der Schwule und der Päderast, einfach nur Menschen mit normabweichender Sexualität.
    Wer jeht gegen diese Menschen vorgehen möchte, der würde u.U. mit ähnlichen Motiven gegen Behinderte und Kontergan-Geschädigte vorgehen. Was in den 50er Jahren in Deutschland nicht unüblich war. Aber wir haben, also viele von uns, mittlerweile das Grundgesetz internalisiert, „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“.
    Um aber beim Kontergan-Geschädigten zu bleiben: Solche Veranstaltungen wie die „Gay Pride“s oder der „CSD“ propagieren quasi: „Eßt Kontergan, denn das ist gut für euch“. Und da bin ich der Meinung, hier muß einfach Schluß sein.
    Deswegen finde ich auch die „Schwulen-Witze“ von Elmar Hörig absolut notwendig:
    | SWR3-Chef Gerold Hug warf Hörig vor, er habe die
    | unterste Schublade der Schwulenwitze gezogen.
    | Anlaß war eine Meldung der Deutschen Bahn,
    | künftig auch homosexuelle Paare in den Genuß
    | verbilligter Fahrkarten
    | kommen zu lassen. Hörig sagte:
    | „Das läuft unter dem Motto ‚warme Wochen bei der
    | Bundesbahn‘, und es hat ja auch einen Vorteil,
    | finde ich, wenn schwule Paare in Zukunft verbilligt
    | fahren können: Man braucht im Winter den Zug nicht
    | mehr so heizen, und der Satz am Ticketschalter
    | ‚Bitte hinten anstellen‘ kriegt eine ganz andere
    | Bedeutung.“
    Wer daraus, linguistisch höchst inkompetent, „Homophobie“ bastelt, übersieht zwei wichtige Dinge:
    Erstens gibt es noch ganz andere Emotionen als „Angst“ gegenüber Schwulen, bei diesen „Gay-Pride“-Gestalten empfinde beispielsweise ich Ekel. Ich kann nichts dafür.
    Zum anderen: Warum soll man sich nicht über das affektierte Gehabe einer bestimmten Gruppe lustig machen dürfen? Das ist Demokratie, das ist praktiziertes Recht auf freie Meinungsäußerung!

    Wenn ich sagen würde, „der fiese Gauland ist ein fieser alter Nazi“ (ich weiß nicht, ob das nun stimmt odern nicht), dann ernte ich in unserer verlogenen Gesellschaft einen frenetischen Applaus. Je dümmer, desto lauter. Dabei ist dies ein ganz üble, widerliche Beleidigung. Aber: Sie spiegelt den „richtigen“ Zeitgeist wider.
    Wenn ich aber sage, „Mir geht das degenerierte, affektierte Schwulengehabe fürchterlich auf die Nerven“, dann bin ich ein verklagenswerter „Faschist“ und „Rassist“.

    Und das geht mir so richtig auf die Nerven — und steuere dagegen, indem ich öfters einmal ausfällig werde.

  10. Thomas Kleiner (Mittwoch, der 30. Mai 2018)

    Für Chris und Hans Bonfigt:
    ich habe ein inneres Dilemma, wenn ich eure beiden Meinungen/Kommentare lese: Soviel richtiges hier, gleichzeitig soviel richtiges dort.

    Meine Lösung für mein Dilemma ist ein Witz (zitiert nach dem wunderbaren Buch „Platon und Schnabeltier gehen in eine Bar“):

    Joe: „Was für ein begnadeter Sänger!“
    Mike: „Ha! Wenn ich seine Stimme hätte, wäre ich genauso gut!“

    Daher plädiere ich entschieden für mehr Gleichzeitigkeit der Meinungen (was bitte nicht bedeutet, dass man alles mal sagen dürfe), statt des Wettstreites um die „richtige“ Meinung.

    Herzliche Grüße
    Thomas Kleiner

  11. Hans Bonfigt (Mittwoch, der 30. Mai 2018)

    Das ist schon fast zu wahr, um wahr zu sein !

  12. Chris (Sonntag, der 3. Juni 2018)

    Dear Thomas,
    Your comments annoy me. It is not just that I am no admirer of Rupert Lay. I also like people who have opinions, especially reasonable ones. It is too easy to say both/all sides are partly correct. This may be particularly common in the German culture, perhaps as a reaction to the earlier ready acceptance of fake facts. (Trump has German ancestry).
    Your attitude is perhaps OK, regarding my rather mild comment. But I think Hans’ long polemic posting should be taken seriously.
    Dear Hans,
    I never understood „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Certainly, „Würde” is not touchable, but in what sense does it exist?
    While homosexuals are executed in Uganda, and lynched in other countries, it is not nice to deride them. (It would be less objectionable to deride people for their religions, where they have more choice). Whether you regard homosexuals as “disgusting” is hardly relevant. Lots of things are disgusting, but you need not think about them. Perhaps you think about them too much. Some of your associations, I would never have thought of.
    Seen objectively, “normal” sex is just as sticky and disgusting. In fact, it is more disgusting, since it is leading to overpopulation, causing hunger and misery. It will probably soon destroy civilisation. Of course, sex spreads disease, which may rescue civilisation, (but rather unpleasantly).
    If 50% of people were homosexual, this would much reduce the birth rate. In common with pederasty, heterosexuality also contributes to sexual discrimination, which is common throughout the World. It is difficult to see how homosexuality could evolve, yet it exists in various animals, e.g. giraffes. Perhaps genes that reduce conflict also encourage homosexuality? There seems to be more dislike of homosexuals on the right of the political spectrum, where people believe in competition more than cooperation. (But there seem to be plenty of right-wing homosexuals.
    At least you refer to your racism as outdated. We are lucky that all surviving humans are homo sapiens, with a few genes from other species, (or races). If you think it unlikely that all races have exactly the same abilities, (whatever that may mean), I can agree. But that is hardly what one believes as a racist.
    I remember Hans that you voted AfD, and you were shocked that they got so many votes. Regarding AfD, racism and homosexuality, you seem ready to act badly, and to rely on the mediocre masses to correct possible bad effects. This is a crass contradiction of your stated opinion of mediocrity.

  13. Hans Bonfigt (Sonntag, der 3. Juni 2018)

    Dear Chris,
    certainly my oppinions about certain aspects of degeneration (or should I preferreably say decay) are completely irrelevant to others.
    But: Within a democracy, everybody ist encouraged to state his opinion.
    That’s what I do.
    You know the joke?
    Karajan, Furtwängler and Harnoncourt are sitting in an airplane, when both engines run out of fuel and the pilot loses control at a height of 15,000 feet.
    Who is going to be rescued?


    Mozart!

    So, if Volker Beck, Dirk Bach, Sebastian Edathy, Rosa von Praunheim and Jens Spahn would have unintentionally been to land in Uruguay, the cultural integrity of Germany would have been saved.
    Though I „feel“ that it’s not correct to use the extpression ‚to be to‘ in a conditional context.

  14. Thomas Kleiner (Freitag, der 8. Juni 2018)

    Hi Chris,
    ich habe zwei Fragen:
    1. Wer bestimmt, was eine „reasonable“ Meinung ist?
    2. Warum ist meine Meinung, dass jeweils an anderen Meinungen etwas dran ist, keine „reasonable“ Meinung?
    Herzliche Grüße Thomas Kleiner

Kommentar verfassen

*