Hans Bonfigt
Montag, der 25. Juli 2016

Multikulti im Nahverkehr

Ich fahre ja viel mit der Bahn. Für mittlere Strecken ist sie ein ideales Verkehrsmittel.

Nur leider muß die „letzte Meile“ dann mit dem Nahverkehr zurückgelegt werden. Und da herrscht „Multikulti“.

 

Heute mittag will ich von Lüdenscheid zurück nach Osnabrück. Die „DB Demolition“ zerstört aber gerade die Bahngleise Brügge-Marieenheide, damit bloß keiner auf die Idee kommt, diese wieder in Betrieb zu nehmen. So muß ich einen Umweg über Werdohl nehmen.

An der Bushaltestelle steht ein nordafrikanischer Typ, ganz cool, und tipselt auf seinem „Smartphone“. Der Bus kommt, eine alte Dame mit Rollator steigt aus. Oh weh, sie ist schwer gebeutelt: Der Rücken ist stark gekrümmt, sie kann nicht nach oben sehen, und sie trägt spezialangefertigte Schuhe, mit denen sie aber sichtbar den Fuß nicht abrollen kann. Aber man sieht ihr den Willen an, sich gegen das Schicksal zu stemmen:  Sie bringt den „Rollator“ mit kräftigen Armen sicher auf die Spur und beginnt ihren Weg.

Der ist allerdings nach drei Metern zu Ende: Denn neben dem Haltestellenschild hat sich der Muselmann aufgepflanzt und nun kommt sie nicht durch. Fünf Sekunden stehen die beiden gegenüber, dann macht die Frau mit dem Rollator einen Ausfall nach links auf die Straße, umrundet die Szenerie gewissermaßen und schafft es, ihr Fahrzeug wieder auf den Bordstein zu bekommen. Ich stand da ziemlich fassungslos. Als wäre nichts gewesen, steigt er ein und hinter mir eine junge Frau. Ich frage sie, ob wir beide eben das gleiche gesehen hätten?

Kommt zur Antwort, also 1. sei ja nichts passiert, die Frau habe ja einen Ausweg gefunden. Und 2. müsse man ja die kulturellen Unterschiede bedenken: Denn in der Heimat des sympathischen jungen Mannes gelten a) Frauen als unwürdig und es würde die Ehre eines Mannes verletzen, einer Unwürdigen auszuweichen. b) Gelte körperliches Gebrechen als verdiente Schwäche (Allah wird sich etwas dabei gedacht haben). Und c) sind, in seiner Heimat, sowieso alle Ungläubigen schlecht und schwach. Und das alles sei „tief verwurzelt“ und man könne nicht erwarten, daß sich ein Mensch so ohne weiteres grundlegend ändern wolle.

Naja, ich habe mich für die Aufklärung bedankt und darauf hingewiesen, daß Waldarbeiter „tiefe Verwurzelungen“ recht zuverlässig mit Salzsäure bekämpfen und dann war das Gespräch doch sehr schnell zuende.

In Werdohl angekommen, strebt eine Gruppe junger Afrikaner der Gleisüberführung zu. Natürlich benutzen die Herren nicht die Treppe, sondern den (für Kinderwagen und Rollstühle gedachten) Fahrstuhl. Der aber hat ein Einsehen und versagt den Dienst. In Wut treten die Primaten ein paar mal gegen die Fahrstuhltür. Wir haben gute türkische Freunde, von denen ich menschlich viel gelernt habe. „Man tritt nicht gegen die Tür eines Hauses, in dem man zu Gast war“, so gab mir unser Ergün ein türkisches Sprichwort wieder. Zur Abrundung der kulturellen Bereicherung rotzen die Bengels noch ein paar mal geräuschvoll auf den Bahnsteig.

Umsteigen in Hagen/Westfalen. Ich sitze im Regionalexpress Richtung Rheine, im Eingangsbereich gibt es einen Tumult. Der Zugbegleiter bittet einen „Asylsuchenden“, aus der Tür zu treten, damit dieser abfahren könne.

Das geht aber nicht, denn der „Kollege“ auf dem Bahnsteig hat noch nicht fertiggeraucht. Zum Schein geht der Mann vollständig in den Waggon, doch kaum daß der Zugbegleiter weg ist, steht er wieder in der Tür. Der Zugbegleiter kommt zurück und die Szenerie wiederholt sich drei Mal, bis die Zigarette des „dritten Mannes“ erschöpft ist.

Nachher frage ich den Schaffner, warum er das asoziale Arschloch nicht gleich ‚rausgeschmissen habe, notfalls mit der Bahnpolizei? „Das können Sie vergessen“, meint der Schaffner, „die faulen Säcke spielen sowieso nur Skat und die reagieren gar nicht. Und wenn ich einen ‚Flüchtling‘ raussetze, dann macht man mir die Hölle heiß, von wegen, wir seien ‚Rassisten'“.

 

So, das waren jetzt Erfahrungen mit „Schutzsuchenden“ aus gerade einmal 90 Minuten. Wenn ich das jetzt mit denjenigen Meldungen der Tagespresse kombiniere, welche beim allerbesten Willen nicht mehr unterdrückt werden konnten, dann denke ich mir:

  • Schutzsuchende Moslems können nicht mit dem Zug fahren. Entweder sie ziehen unmotiviert Notbremsen, schlachten mit Äxten friedliche Mitreisende ab oder sie blockieren die Infrastruktur.
  • Mit dem Bus geht auch nicht.
  • Mit dem Bahnhofsinventar wird auch nicht ordentlich umgegangen.

Nachdem nun einige Städte bereits eingesehen haben, daß es keine gute Idee ist, junge „Flüchtende“ kostenlos ins Schwimmbad zu schicken, wäre es nicht jetzt eine gute Idee, dieser Klientel ab sofort alle öffentlichen Verkehrsmittel zu verbieten, die Bahnhöfe eingeschlossen ?

Vielleicht würde das dazu führen, daß die Herren tagsüber in ihren Unterkünften blieben und vielleicht sogar ihre Toiletten säubern würden ?

-hb

5 Kommentare zu “Multikulti im Nahverkehr”

  1. rd (Samstag, der 30. Juli 2016)

    Bei diesem Artikel bin ich ein wenig erschrocken. Er erscheint ja zuerst mal politisch völlig inkorrekt. Und klingt extrem feindselig. Und Feindseligkeit mag ich so gar nicht. Wie immer zeichnet Hans ein sehr extremes Bild.

    Allerdings weiß ich, dass Hans immer nur Dinge schreibt, die er auch tatsächlich erlebt hat. Und diese dann sehr stark überzeichnet. Unter anderem um an unserer Selbstgefälligkeit zu rütteln.

    So habe ich mir überlegt, was mir im öffentlichen Nahverkehr so alles widerfahren ist und ich als absolutes „nogo“ empfunden habe. Das ist ganz schön viel. So kam mir folgender Gedanke. Wenn man in diesem Artikel Begriffe wie „Muselmann“, „Schutzsuchende“ … einfach tauscht durch Begriffe wie Fußball-Fans, Ultras oder ähnliches, dann könnte man die gleiche vielleicht noch unschönere Geschichte erzählen.

    Am unwohlsten habe ich mich übrigens in bayerischen Zügen gefühlt, wenn Horden durchgezogen sind, die meinten, sie müssten die skurilen Rituale von „Junggesellen-Abschieden“ im öffentlichen Nahverkehr durchführen. Da wurde sogar mir schon ein paar Mal richtig Angst und Bange.

    Und diese Beeinträchtigen scheinen sich problemhaft zu häufen – und auch ihre Spuren im rollenden Material zu nhinterlassen.

    Zynisch würde ich noch hinzufügen, dass das Kritisieren von Fußball und dessen Auswüchsen wahrscheinlich auch politisch total inkorrekt ist. Immerhin geht es um Arbeitsplätze. Und ich bin mir sicher, dass es bei allen DAX-Unternehmen zusammen nicht so viele Spitzenarbeitsplätze (Jahreseinkommen > 10 Millionen €) gibt wie in den Unterhaltungsunternehmen, die gemeinsam die Bundesliga bilden. Also könnte man sagen: Nehmen wir die Idioten in Kauf, die vor und nach den Spielen in den Regionalzüge andere Menschen tyrannisieren, um die besten Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

    Und die „Junggesellen-Abschiede“ im öffentlichen Verkehr müssen wir auch erdulden, denn wir brauchen doch mehr Kinder für unsere Renten!

    Die Spitze gegen die Bahnpolizei ist ja auch eine starke Metapher. Die ganze und zurzeit boomende Sicherheitsindustrie lebt ja davon, dass man da Jobs kriegt, die zwar viele Nachteile haben wie Schichtdienst – aber eben den Vorteil dass man da nicht so richtig arbeiten muss.

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es lustig!

  2. Hans Bonfigt (Samstag, der 30. Juli 2016)

    Ich muß da leider widersprechen.
    Im allgemeinen pflege ich der Verdeutlichung halber zu übertreiben, aber leider war es hier nicht so.

    Und die Angelegenheit ist ja noch viel trauriger, wenn man die Hintergründe betrachtet. Wenn es überhaupt einen Grund gäbe, stolz darauf zu sein, dem deutschen Volk anzugehören, dann wäre das sicherlich unser Asylrecht.
    Denn das unterscheidet uns vom Kretin.

    Die Gewährung dieses Asylrechtes ist aber an eine klare Voraussetzungen geknüpft: Die Bedürftigkeit. Hasardeure, die ‚mal eben auf Schlauchbooten „‚rübermachen“ und hier gleich kriminell werden, gehören nicht dazu. Schlimmer, viel schlimmer: Dieses Pack raubt, wiederhole: raubt, den wirklich Bedürftigen lebensnotwendige Ressourcen.
    Das ist genauso widerlich, als würde man eine wehrlose, am Boden liegende Person berauben. Nicht ohne Grund gilt dies – auch juristisch – als ein besonders schweres Verbrechen.

    Die vielleicht 80 Prozent Kriminellen aus dem Flüchtlingsstrom sind überaus gerissen und nutzen die Gespaltenheit unserer Nation mehr oder weniger bewußt aus.
    Das wird weiter eskalieren, wenn wir nicht Stärke zeigen in der Art, „Bis hierhin und nicht einen Schritt weiter!“.

    Mir sind Fußballhorden, meist mit Neonazis durchsetzt, ebenfalls ein Greuel — aber die machen den Rabatz dann wenigstens noch in ihrem eigenen Habitat.

    Mit den Jahren habe ich mir die liebe Angewohnheit beibehalten, bei Besuch in Kirchen aller Art etwas Tinte in die Weihwasserschale zu träufeln – auch in Erinnerung an Ludwig Thoma.
    Aber ich käme nie auf die Idee, in einem Gastland, beispielsweise in Istanbul, in eine Moschee zu pinkeln.
    Denn: Dort bin ich Gast und genieße Gastrecht, welches man einfach nicht mißbraucht.

    Das darf auch die deutsche Bevölkerung, die nebenher jeden Neuankömmling mit etwa 100.000,– pro Jahr unterstützt, ebenfalls von diesen erwarten.

    Und was nun die inkriminierten Begriffe angeht:
    Religiosität und Nationalismus sind seit jeher die schlimmsten Feinde der Menschheit, und durch offenen und direkten Widerstand werden sie nur noch stärker.
    Das einzige Gegenmittel sind Spott und Verächtlichmachung. Dreimal dürfen Sie raten, lieber Roland, warum Machthaber in aller Welt sich derart schon über bescheidene Witze aufregen.

    Und hier beginnt unsere falsch verstandene Toleranz:
    Wir wollten den Muselmann nie inkommodieren, in dem wir seine Gefühle verletzen — denn er ist dann sooooooo beleidigt und muß seine Frau grün und blau schlagen oder irgeneinen Laden in Brand stecken.
    Der Irrsinn fing in Deutschland in den siebziger Jahren mit „Holländer Käse“ Rudi Carell an, der einen albernen Sketch brachte, in dem man Khomeini an einem Kaufhaus-Grabbeltisch in Damenunterwäsche wühlen sah.
    Du liebes bißchen, was gab es da einen Ärger! Hunderttausende gingen in Persien auf die Straße, verbrannten deutsche Flaggen, zündeten nebenbei noch ein paar Botschaften an … und was machte Genscher ?? Einen dienerischen Kotau dem Terror-Regime gegenüber.

    Schon als Kind spürte ich instinktiv: Jetzt müssen drei aufeinanderfolgende Iran-Sondersendungen her, in den *richtig* vom Leder gezogen wird, damit die Scheiß-Mullahs einmal wissen, wie das so läuft in einem Land mit Meinungsfreiheit. Spott ist etwas legitimes, normales, Notwendiges.

    Aber nein, wir waren auch bei der ‚Salman Rushdie‘ – Affäre und den Westergaard – Karikaturen zutiefst betroffen — jedoch nicht über die internationalen Fatwa – Vendetten, sondern über die bösen „Provokateure“.
    Und je häufiger wir nachgeben, desto frecher werden die Westentaschen – Fundamentalisten.

    Welche sich vor Lachen in die Kutte gepißt haben dürften, als sie lasen, daß irgendein kirchliches Hilfswerk Freiwillige suchte und fand, die den armen Gläubigen wg. „Ramadan“ um 04:30 das Essen in den 5. Stock brachten.

    Ich fasse mir sowieso regelmäßig an den Kopf: Gerade vor dem islamischen Terror „geflohen“, fangen sich die Herrschaften gleich wieder an, wegen „religiöser Differenzen“ die Köpfe einzuschlagen.
    Also: In von mir verwalteten Unterkünften gäbe es dreimal in der Woche Schweinefleich und jeden Morgen eine Koranverbrennung. Und wer jetzt sagt, das ist quasi Vergewaltigung: Komischerweise zählen Alkohol, Drogen und zutieft sündige Internetpornos keineswegs zu den Dingen, vor denen „Flüchtlinge“ entsetzt zurückweichen.

    Ich höre immer die dümmliche Worthülse „Wir schaffen das“.

    Aber uns hat nie jemand gefragt,
    „Wollen wir das überhaupt“ ?

  3. db (Samstag, der 13. August 2016)

    Lieber Herr Bonfigt,

    ich würde mich wahnsinnig über einen weiteren Artikel zum Thema Software-Entwicklung von Ihnen freuen.

    Was mich besonders interessieren würde:

    – Unterschiede zwischen dilettantischer und professioneller Softwareentwicklung
    – Unterschiede zwischen Softwareentwicklung früher und heute (den SCRUM-Wahnsinn hatten Sie ja schon mal dargestellt)
    – Einblicke in Hard- und Software bei den „Großen“ (Banken, Versicherungen, Börsen etc.)
    – Vorteile von IBM Power und anderen Architekturen ggü. Intel (Sie sind ja, nach dem was ich so gelesen habe, im IBM-Bereich unterwegs)
    – Erlebnisse mit Kunden

    Ich würde mich freuen, wenn Sie ein bisschen aus dem Nähkästchen erzählen könnten!

    Beste Grüße

    db

  4. Fralle (Donnerstag, der 3. November 2016)

    Endlich mal klare Worte, nein das ist nicht „nazi“.

    Gegen fefes extremistisches geschwätz eine echte Wohltat.

  5. rd (Freitag, der 4. November 2016)

    Bei fefe muss ich widersprechen dem obigen Kommentar widersprechen. Seine Stellungnahmen zu alltäglichen Begebungen sind kein extremes Geschwätz sondern in meiner Wahrnehmung sehr radikale und kritische Bewertungen, die aber auf Aufklärung und Humanismus sowie gesellschaftlich radikal-demokratischen Zielvorstellungen aufbauen. Wenn man fefe etwas vorwerfen kann, dann höchstens dass sein Blog doch stark von „only bad news is good news“ profitiert.
    Hier geht es zum Blog von fefe. (http://blog.fefe.de/)

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