BLUEBELLEBurke ist ein harter Brocken. Seine Telefonanrufe erhält er im obskuren Lokal einer chinesischen Mama, sein enger Freundeskreis besteht aus einem Transsexuellen, einem stummen, mongolischen Karatekämpfer und einem heruntergekommenen Spezialisten für Elektronik und dessen Lehrling, einen Jugendlichen der definitiv die schiefe Bahn hinunterrutscht. Ein neapolitanischer Riesenköter wacht über seine Wohnung.

Burke hat viel Verständnis für menschliche Schwächen, er hat ja selbst einige Jahre gesessen und im Knast viel gelernt bei seinem Knacki Mentor. Sobald ihm jedoch Kinderschänder und Prostitution von Minderjährigen über den Weg laufen rastet er aus.

Auf der Suche nach Kindermördern und einem geheimnisvollen Kombi lernt er Blue Belle kennen, eine grosse Blondine mit üppigem Busen, prallem Hintern. Ihre Lebensgeschichte ist gruselig, ihrem Hang zum blowjob lässt sie bei Burke freien Lauf. Er lässts über sich ergehen, sie verliebt sich in ihn.

Die kunterbunte Mischung von karikaturhaft verzerrten Charakteren klingt nach angenehmen Stunden amüsanter Unterhaltung, nach schlagfertigen Dialogen, originellen Situationen. Das Gegenteil ist der Fall.

Das plot ist einfallslos wie ein Groschenheft, Überraschungen sind Fehlanzeige, das Ende kann man sich nach der zwanzigsten Seite bereits ausmalen. Es bleibt rätselhaft ob hier ironische Persiflage oder expressionistische Thrillerliteratur beabsichtigt war. In jedem Fall ist beides voll daneben gegangen.

Trotz Busen und Po, Finger weg von „Blue Belle“!!!

HPK

Kommentar verfassen

*