Hans-Peter Kühn
Samstag, der 19. Februar 2011

„Gone tomorrow“ – Lee Child oder „Der neue Jack Reacher“

Die Ouvertüre ist unwiderstehlich:

“Suicide bombers are easy to spot. They give out all kinds of telltale signs. Mostly because they’r nervous. By definition they’r all first-timers.

Israely counterintelligence wrote the defensive playbook. They told us what to look for. They used pragmatic observation and psychological insight and came up with a list of behavioural indicators.”

Der Schauplatz ist New York, Jack, der einsame Wanderer, hockt um 2 Uhr morgens in der U-Bahn, eine vermummte Passagierin versetzt ihn in höchste Alarmstufe. Der Leser erwartet eine atemlose Hetzjagd auf Selbstmordattentäter. 10 Seiten später implodiert das Plot, bevor es richtig losgeht. Es entwickelt sich eine eher konventionelle Story über Politiker und Geheimnisse, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen, Frauen bei denen der Schein trügt. An die Stelle von Hochspannung tritt Schwachstrom.

Der abschliessende Showdown ist dann doch wieder ein bemerkenswertes „morceau de bravoure“ voll von hochprozentiger Action.

Ein nicht unlesenswerter Thriller. Mit der Erinnerung an den Inhalt ist es jedoch genauso, wie der Titel es sagt, „Gone tomorrow“.

HPK

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