Das Buch ist alt, die erste Auflage erschien 1960, der 18. Nachdruck 1996. Inhaltlich hat sich seit der Erstveröffentlichung nichts Grundlegendes verändert. Heute sind jedoch Psychologie, Neurologie und kunstgeschichtliche Forschung 50 Jahre weiter. Trotzdem bleibt der Inhalt brennend aktuell.

Gombrich befasst sich mit grundlegenden Fragen der Malerei: Was ist Stil? Welche psychologischen, bewussten, unbewussten und historischen Parameter bestimmen den kreativen Prozess auf der Seite des Künstlers und die Wahrnehmung des Betrachters? In welchem Masse ist das Bild Projektionsfläche für Erwartungen und Erfahrungen des Kunstfreundes?

Die Erklärungen des Autors stützen sich auf über 300 Abbildungen, er stellt Hypothesen, die mit akribischer Sorgfalt untersucht, akzeptiert oder verworfen werden. Der Stil ist etwas mühevoll, die Illustrationen meist leider nicht farbig. Die Lektüre erfordert hohe Konzentration und ausgesprochenes Interesse an der Malerei.

Das Buch lohnt sich für Kunstliebhaber, die ihren Horizont erweitern wollen.

HPK

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