Hans-Peter Kühn
Samstag, der 22. Januar 2011

„Nothing to lose“ – Lee Child oder „Lonesome cowboy“

Jack Reacher ist ein knüppelharter Brocken. Nach 13 Jahren bei der Militärpolizei, ausgemustert im Rang eines Majors, bewegt er seine 195cm und 115kg, scheinbar ziellos, quer durch die Vereinigten Staaten. Ein Reisender ohne Gepäck, in der Hosentasche eine Zahnbürste, eine ATM Karte und ein paar 10 Dollar Scheine.

Jack wäscht keine Klamotten sondern kauft sich neue, trinkt literweise Kaffee und schlägt nur dann hart zu wenn nichts anderes mehr hilft. Jack sucht keine Probleme aber mischt sich immer wieder in Sachen, die ihn nichts angehen. Diesmal im finsteren Colorado auf der einsamen Strasse, zwischen den Kleinstädten Hope und Despair.

Jack ist der Ernährer des Autors Lee Child, seine bis dato 12 Thriller ranken sich ausnahmslos um den einsamen, wortkargen Wanderer.

Wer nach psychologischen Finessen, hintergründig gestrickten Plots mit überraschenden Kehrtwendungen sucht wird bitter enttäuscht. Fans von geradliniger Action, saftigen Prügeleien und klarer Trennung zwischen Gut und Böse sind hier gut aufgehoben. Stil und Sprache glänzen durch schlichte Einfachheit.

„Nothing to loose“ ist bislang noch nicht übersetzt. Greifen Sie zu, Ihr Englisch werden Sie verbessern, Spannung und Unterhaltung finden Sie allemal. Aber mehr auch nicht!

HPK

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