Klaus Hnilica
Donnerstag, der 10. März 2016

Schloss am Strom – oder Schinkels Hirsch

Eine weitere Deutung des berühmten Gemäldes „Schloß am Strom“(1820)  von

Karl Friedrich Schinkel

ZZZZKarl_Friedrich_Schinkel_-_Schloß_am_Strom_-_Google_Art_Project

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Schinkels Bild mit Schloss und Baum,
Tritt ein Hirsch, noch stört er kaum:
Gelassen schaut er – gar nicht wirsch –
Was typisch ist für diesen Hirsch!

Trieb er doch dereinst den Förster,
Als dieser schießen wollt’ als Erster,
Auf ihn – den Hirsch – im Morgenrot,
Mit seinem Blick dreist in den Tod!

Der Förster schoss damals vor Wut,
Was beim Schießen gar nicht gut,
Dem frechen Hirsch nicht aufs Geweih
Sondern konsterniert vorbei…

Und traf stattdessen nur das Knie
Vom Schlossherrn, der natürlich schrie:
„Verdammt sei’ st du, du Hundesohn
Der Blattschuss hier das sei dein Lohn!“

Betroffen wurd’ dann erst entwarnt,
Als trotz des Fluches, gut getarnt,
Das Ganze nach dem bösen Knall,
Vom Volk geseh’n als Jagdunfall!

Und allseits man in tiefer Trauer –
Der Schlossherr war noch immer sauer –
Den Oberförster auf der Fähre
Geleitete zur letzten Ehre…

KH

Das Bild ist aus Google

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