Mähnicke & Six
Donnerstag, der 16. Februar 2012

Der tägliche Wahnsinn: „Ich bin eine Granate, holt mich hier ‚raus.“

Was macht ein Hausdetektiv, der sich in seinem Supermarkt zu wenig beachtet fühlt?

Er legt eine scharfe Granate ins Spielzeugregal.

So geschehen in Wetzlar.

Er ist jetzt ‚raus aus seinem Supermarkt, sitzt stark beachtet in Untersuchungshaft.

Mehr Täglicher Wahnsinn?

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4 Kommentare zu “Der tägliche Wahnsinn: „Ich bin eine Granate, holt mich hier ‚raus.“”

  1. Hans Bonfigt (Freitag, der 17. Februar 2012)

    Hmmm, also, in gewisser Weise entbehrt diese Idee nicht eines gewissen
    Charmes. Tut das not, daß Kinder schon Handgranatenmodelle kaufen
    müssen? Und wer Wind sät, wird Sturm ernten.

    Für richtig pervers und richtig gefährlich halte ich die auch unter Akademikern
    vorherrschende Auffassung, es sei legitim und angemessen, Kindsent-
    führer zwecks Preisgabe des Verstecks des Opfers zu foltern.

    Nach wie vor reichten ein Geisteskranker und ein paar Emotionen
    aus, um fundamentale Grundrechte quasi außerbetriebzusetzen.

    Dagegen wirkt eine Handgranate im Kinderzimmer fast wie ein
    Sylvesterknaller.

  2. Detlev Six (Freitag, der 17. Februar 2012)

    Auf die Idee, dass die Tat des Hausdetektivs auf den Wahnsinn Handgranatenmodelle für Kinder verweisen könnte, bin ich nicht gekommen. Mit dieser Argumentation und einen empfindsamen Richter dafür, könnte der Angeklagte sogar zum Helden werden. Nun hat er aber schon das Motiv mangelnde Beachtung eingestanden. Das schätze ich so an Kommentaren. Dort kommen Ideen, die posts bereichern. Danke@Bonfigt.

    Lieber Roland, wann holst Du die Kommentare aus dem Keller? Du hattest versprochen, am Dialog Design des IF-Blogs zu arbeiten. Dazu braucht es einen IT-Menschen, sonst hätte ich es schon längst gemacht
    (Du kennst die Nummer schon: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago…).

  3. Hans Bonfigt (Samstag, der 18. Februar 2012)

    Oh nein. Bloß keine Heldentaten und keine zugehörigen Helden.
    Als Richter gäbe ich gleich 5 Jahre extra für eine „Überzeugungstat“.

    So wie man zufällig beim Tauchen ein Korallenriff findet, so hat der
    durchgeknallte Kaufhausdetektiv eine Art Rückkopplung erzeugt,
    welche als bizarre Nebenwirkung unserer Überflußgesellschaft
    auch einen hartgesottenen Agnostiker für ein paar Sekunden hoffen
    läßt, daß es doch soetwas wie eine Vorsehung geben müsse.

    Solche Korallenriffe findet man öfters: Während die hellenische
    Photomontage mit Schäuble in SS-Uniform doch einem sehr durch-
    sichtigen Zweck dient, entstellt sie doch auf einzigartige Weise unseren
    Finanzminister zur Kenntlichkeit:
    Die Uniform paßt wie angegossen !

  4. six (Sonntag, der 19. Februar 2012)

    Ob die Kenntlichkeit in Richtung Herrenwesen oder doch nur in die weiterverbreitete, „Geld verdirbt nicht den Charakter, aber es fördert ihn zutage“ geht, weiß ich nicht. Aber unser Rechtswesen würde ich keinesfalls durch moralisch getriebene Täter aushebeln lassen. Da gebe ich Ihnen sehr recht. Das sollte man dann eben Filmen überlassen. Wie etwa Gran Torino heute abend, den ich noch nicht gesehen habe, der aber mit einer Mischung aus Selbstjustiz und Toleranz angekündigt ist. Eine sehr aparte Mischung. Ich werde ihn mir ansehen und bin gespannt.

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