Roland DürreFreitag, der 12. März 2010
Geschichte vom Guru
Im fernen Indien in einem kleinen Dorf weit weg von den großen Megacities des Subkontinents leben zwei “Lausbuben”. Sie wollen den weisen Guru des Dorfes überlisten. Sie entwickeln einen geheimen Plan.
Zu zweit werden sie zum Guru gehen. Vorher einen kleinen Vogel fangen. Der eine wird diesen hinter seinem Rücken verstecken. Der andere die Frage stellen:
Ehrwürdiger weiser Guru! Mein Freund hält einen Vogel hinter seinem Rücken. Sage uns, ob dieser Vogel tot oder lebendig ist!
Sagt der weise Guru “tot”, wird der Freund den Vogel in den Himmel fliegen lassen. Sagt er jedoch “lebendig”, dann wird er dem Vogel schnell den Kopf umdrehen und dem Guru den toten Vogel zeigen. Der Guru hat keine Chance.
Der Plan wird umgesetzt. Die beiden Lausbuben suchen ihn auf gehen wie verabredet vor.
Der weise Guru schaut ihnen tief in die Augen. Nach einer angemessenen Pause sagt er:
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Heute abend beginnt Troja.
Eine Tanzshow-Tournee mit schönen Körpern.
Wie kam’s eigentlich zum Krieg um Troja?
Na, wegen einer schönen Frau.
Helena heißt sie.
Aber schon im antiken Griechenland
hat der Dichter Euripides gesagt:
Helena war überhaupt nicht schön.
Die war alt und hässlich.
Warum hätte sie dann Paris nach Troja entführen sollen?
Also gibt es keine Schlacht um Troja.
Dann gibt es auch kein Troja-Epos.
Und heute abend läuft auch keine Troja-Tanzshow.
So.
KJG/SIX
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GRÜNSIX Donnerstag, der 11. März 2010
Sondersendung: Radiophilosophie #068 – ERWARTUNGSERWARTUNG.
Jeder erwartet von jedem,
dass er von jedem erwartet,
dass er dieselbe Meinung
zum sexuellen Missbrauch habe.
Keiner erwartet von keinem,
dass er den sexuellen Missbrauch
nicht aufs schärfste verurteile.
Wer diese Erwartung missachtet,
kann nicht länger erwarten,
dass andere seine Erwartung
noch erwarten wollen.
So werden wir alle zu
Wartern und Wächtern,
die darüber wachen,
dass die schlimmsten Erwartungen
auch wirklich erwartet werden dürfen.
KJG/SIX
Roland Dürre
Neuperlach
Am Dienstag, den 9. März fand im Siemensgelände in Neuperlach die Wahl des Siemensbetriebsrates statt. In den noch von Siemens genutzten Gebäuden im Gelände konnte man aus den Lautsprechern auf Deutsch und Englisch die eindringliche Aufforderung hören, unbedingt an der Wahl teilzunehmen. So laut, dass man sich im Meeting nicht mehr unterhalten konnte.
Obwohl ich in meinem Leben viel Zeit hinter diesen Mauern verbracht habe, war es das erste Mal, dass ich die Anlage bewusst gehört habe. Lautsprecherdurchsagen in Gebäuden berühren mich immer ein wenig, ist irgendwie eine Mischung von Schule, Bundeswehr und Orwell.
Hintern den Zäunen in Neuperlach kursieren immer zahlreiche Gerüchte. Da ich dort immer noch viele Menschen kenne, werde ich bei meinen Besuchen immer frisch mit Informationen aufmunitioniert.
Am Dienstag hat mich ein Gerücht einer besonderen Qualität erreicht. Just an diesem Tag soll beurkundet worden sein, dass die Siemens AG das Gelände Neuperlach an einen “real estate investor” verkauft.
Roland Dürre
Tweets zum Twittern und Bloggen #003
Hier meine Tweets der letzten Woche zum Thema
Bloggen und Twitter, Weisheiten und Regeln:
100304 Es ist wie im richtigen Leben: Beim Bloggen und Twittern zählt nicht die Quantität sondern die Qualität! #Twitter #Bloggen #Weisheit
100305 Nicht die Anzahl deiner Follower ist entscheidend, sondern was für Follower Du hast! #Bloggen #Twittern #Weisheit
100306 Besser als Fernsehen: Bloggen und Twittern #Twitter #Bloggen #Weisheit
100307 Der Blogger schießt mit Kanone und Maschinengewehr, wer twittert mit Pfeil und Bogen. #Twitter #Bloggen #Sport
100308 Blogger betreiben Ackerbau und Viehzucht, bei Twitter sind die Jäger und Sammler der Informationswelt. #Twitter #Bloggen #Vergleich
100309 Bloggen ist der gute Wein, Twittern der schnelle Klare. #Twitter #Bloggen #Alkohol
100310 Telegramm beginnt mit “T” wie Tweet, der Brief mit “B” wie der Blog. Zufall? #Twitter #Bloggen #Regel
Jeden Tag kommt ein neuer Tweet dazu. Siehe unter Twitter und “follow” RolandDuerre!
Viel Spaß beim Folgen!
RMD
Roland DürreMittwoch, der 10. März 2010
Der Beruf des Professors entspricht dem eines Zehnkämpfers …
Frau Professor Dr. Möslein hat in Ihrem Vortrag zum Thema Open Innovation im IF-Forum bei uns in Unterhaching auf ein Papier von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Mertens hingewiesen. In diesem Artikel wird der Beruf eines Hochschullehrers mit den Herausforderungen eines Zehnkämpfers verglichen.
Diesen Artikel hat sie uns zugeschickt und wir dürfen ihn veröffentlichen. Es ist ein sehr lesenswerter Beitrag. Deshalb gibt es ihn hier zum “download”, lesen und drucken.
Der Zehnkampf des Hochschullehrers (12) – Setzen wir falsche Anreize?
Finde, dass Manager oder Unternehmer auch so eine Art Zehnkämpfer sind.
RMD
Klaus KüsterDienstag, der 9. März 2010
Zahlen, bitte.
Investmentbanker in der Londoner City – Verdienst um die 1.0 Mio. Pfund Sterling – zerstören für jedes Pfund Sterling, das sie an Wert schaffen, sieben Pfund Gemeinschaftsvermögen.
Sagt der britische Thinktank nef
Roland DürreMontag, der 8. März 2010
“Viele kleine Urlaube” oder “Die wertvollste Zeit”
Beides ist der Radweg in die Firma oder zum Kunden!
In diesem Winter habe ich nur wenig Fahrradfahrer getroffen und war ziemlich alleine auf meinen Fahrradwegen. Oft war der Schnee auf den Wegen unberührt, oder es lag nur eine einsame Spur vor mir. Dagegen standen die Autos auf den Straßen längs der Radwege oft im Stau und pumpten ihre Abgase in die Luft.
Irgendwie verstehe ich das nicht. Klar ist Radfahren im Winter beschwerlicher. Ab und zu ist es richtig kalt. Aber meistens ist man doch in einer vernünftigen Zeit am Ziel und wieder im Warmen. Beim Schifahren bleiben die Menschen einen ganzen Tag im Kalten und finden das toll.
Radfahren im Winter hat einen riesigen Spaßfaktor. Das mag an der weißen Landschaft liegen, an der Freude an der zu erbringenden höheren Geschicklichkeit oder am Fühlen der kalten Natur. Oder an allem zusammen.
Detlev SixSonntag, der 7. März 2010
Mangelnde Kreativität ist eine Frage der Faulheit.
Die Idee der Originalität ist tot. Spätestens seit den deutschen Romantikern.
Selbst aussergewöhnliche Leistungen des menschlichen Geistes lassen sich
immer auf Vorgänger beziehen. Was sie nicht schlechter macht, aber eben
nicht originär im Sinne der Genie-Metapher.
Jederzeit möglich sind aber neuartige Ideen und Lösungen. Und die sind einzig
und allein eine Funktion der Zeit und der Anstrengung. Begabung: Nebensache.
Ich bin immer froh, wen ich freie Inhalte finde. Ohne freie Inhalte wäre z.B. der Aufwand einen Blog zu illustrieren gigantisch hoch!
Ich weiß, dass bei “free content” zahlreiche Menschen Bedenken haben. Wer schützt das Einkommen von Autoren und Fotografen? Vieles ist zu bedenken. Der Diebstahl geistigen Eigentums soll nicht unterstützt, zugelassen oder auch nur toleriert werden.
Dass es für den professionellen Fotografen nicht leichter wird, wenn er Konkurrenz durch Amateure bekommt, muss man akzeptieren. Wie oft hat der technologische und gesellschaftliche Wandel Berufe verschwinden lassen oder die Berufsgruppe drastisch reduziert?






