Roland Dürre
Samstag, der 21. März 2020

Korona: Was wir alles falsch machen.

Ich hatte 70 Jahre lang ein schönes Leben.

Man soll nie „NIE“ sagen. Im letzten C-Artikel habe ich geschrieben, dass ich nicht mehr zu Corona schreiben werde. Und jetzt schreibe ich doch. Denn ich muss meine kritischen Gedanken einfach „rausschreiben“.

Ich werde aber versuchen, in den folgenden Zeilen äußerst sachlich und keinesfalls polemisch auf die katastrophale Entwicklung und nach meiner Meinung weltweit absolut unteroptimale Umgehen mit dem Virus einzugehen. Denn die Schäden, die wir anrichten, sind zu schlimm um sie polemisch oder zynisch abzutun. Morbide Schadenfreude über das Versagen von Politik und des Kapitalismus ist nach meiner Meinung auch nicht mehr angebracht.

Vor der Kritik eine Analyse.

Weltweit beruht die große Angst, man muss ja von Panik sprechen, auf Prognosen, die auf Modellrechnungen basieren. Diese Modellrechnungen zeigen schreckliche Szenarien an, die offensichtlich durch Entwicklungen in Ländern wie Italien bestätigt werden. Die Entwicklungen in anderen Ländern wie China dagegen überraschen positiv, aber auch dort gibt es Modellrechnungen, die uns in massive Sorge vor einer neuen zweiten Welle.

Mit dem Modell wird versucht, die kausalen Strukturen zu schreiben. Ein gefundenes Modell kann man in einen Algorithmus gießen und diesen in einem Programm(-System) implementieren. So ein Programm-System baut auf Parametern, auf deren Basis es dann die Prognose berechnen kann. Die Parameter sind die Eingabedaten des Algorithmus,  das  können ermittelte Annahmen oder gemessene Daten sein.

Wer sich für solche Algorithmen interessiert, dem empfehle ich die Beschäftigung mit der Mandelbrotmenge, im Volksmund auch Mandel- oder Apfelbäumchen genannt. Dann stellt man fest, dass bei Algorithmen, die sich mit Komplexität beschäftigen,  kleine Veränderungen bei den (Input-)Parametern sofort zu völlig anderen Ergebnissen bzw. Prognosen führen. Ähnlich ist es wohl auch bei den Algorithmen zur Prognose des Wetters.

Das heißt einfach aus gesagt, dass ich mit dem Modell zur Corona-Vorhersage trefflich herumspielen kann, bis ich ein Szenario bekomme, dass ich für glaubhaft halte. Und schon bei kleinen Veränderungen an Parametern komplett abweichende Ergebnisse erhalte.

Das erklärt aber auch, warum die Entwicklungen in verschiedenen Ländern völlig unterschiedlich verlaufen. Wenn die Modelle eine gewisse Richtigkeit haben, muss das in der Praxis so sein, weil diese Länder halt völlig verschiedene Eingangsparameter hatten.

Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Institus (RKI), hat in der Tagesschau gesagt:

„Wir sind alle in einer Krise, die ein Ausmaß hat, das ich mir selber habe nie vorstellen können
(Pressekonferenz zur Corona-Krise am 20. März 2020).

Wenn das das „Head of RKI“ so etwas sagt, dann demonstriert er damit die Inkompetenz seiner Person und wohl auch die Unfähigkeit seiner Institution. Wir sind voll im Anthropozän angekommen, befinden uns wahrscheinlich am Ende dieses relativen kurzen Erdzeitalters, das vielleicht dann nur ein halbes Jahrtausend gedauert haben wird. Die Menschheit lebt auf engem Raum zusammen und ist mobil wie nie zuvor. Die letzten Jahre habe ich mich immer gewundert, wie viele Menschen, Junge Menschen wie Greise, laufend in allen Erdteilen unterwegs waren. Ich selber war in den letzten zwei Jahren in Asien, in Südamerika, in der Antarktis. Ich habe Russland durchquert und war nebenbei in vielen Ländern Europas. In 2020 war ich quasi nebenbei schon in Hamburg und Berlin. Auch mein eigenes Verhalten ist doch nicht normal und wäre in meiner Kindheit unvorstellbar gewesen.

Wenn anlässlich solcher Tatsachen der Spezialist für Seuchen sagt, er hätte ein solches Szenario nicht für möglich gehalten, dann ist da der falsche Mann am falschen Platz. Die richtige Ansage wäre vielleicht gewesen:

„Eine solche Seuche war überfällig, wir (das RKI) haben immer davon gewarnt. Allerdings sieht es so aus, dass wir großes Glück gehabt haben, wiel Korona die Sterblichkeit betreffend kein wirklich schlimmes Virus und nicht die Nachhaltigkeit von Aids hat. Es hätte schlimmer kommen können!“

Mir macht die Inkompetenz Angst – und Hoffnung. Beides, weil die Aussagen und Modelle wahrscheinlich zum großen Teil falsch sind. D.h. es kann sehr gut deutlich besser kommen, als erwartet. Darauf hoffe ich immer noch. Aber es könnte auch schlechter kommen.

Aber das Hauptproblem ist derzeit wohl nicht die (zum jetzigen Zeit nicht bestimmbaren) Schäden durch „das Virus“ sondern die Schäden, die Bekämpfung des Virus verursacht.

Der erste große Fehler:

Es wurde eine Prognose für den Schaden erstellt, den der  Virus verursachen könnte. Aber keine, für den Schaden den die Maßnahmen verursachen.

Das ging ja auch gar nicht. Der Virus war ein Fakt. Mit vorgegebenen Eigenschaften.

Die Bekämpfung des Virus wurde aber laufend wesentlich geändert. Auch weil die Experten verschiedene Meinungen hatte, die auch noch alle drei Tage geändert wurden. Und ich kann schlecht die Folgen von Handlungen abschätzen, die ich noch weiß, dass ich sie machen werden.

Aber es darf nicht sein, dass ich bei einer so schweren Entscheidung eine sittlich verantwortete Güterabwägung unterlasse! Und dadurch mir selber die Chance wegnehme, eine bessere Lösung zu finden.

Der zweite große Fehler:

Komplexe Krisen werden nicht mit Projekt-Techniken von gestern erfolgreich gemeistert.

Die Handelnden müssen akzeptieren, dass Corona ein komplexes Problem ist, dass ich nicht managen darf wie ein kompliziertes Projekt. Das klassische Projektmanagement für schwierige Projekte versagt nämlich bei komplexen Herausforderungen. Mit Komplexität muss man anders umgehen muss als mit einfachen, schwierigen oder komplizierten Herausforderungen.

Ich mag hier kein Handbuch für den Umgang mit komplexen Situationen schreiben. Das würde ich mir partiell  zu trauen, weil ich seit 50 Jahren mit komplexen Situationen sowohl in der fachlichen Arbeit wie als Unternehmer umgehen musste. Das würde dann zu lang wären. Aber ich nenne gerne ein paar Grundprinzipien und Kardinalfehler, die immer wieder und üblicherweise gemacht werden:

  • Wenn es komplex wird, brauche ich Lösungs-Teams, die auf Augenhöhe arbeiten und keine hierarchischen Gruppen. Ich brauche Vielfalt und keine Experten- und Spezialisten-Blasen. Ich brauche die Weisheit der Vielen und nicht das Vordenken von wenigen. „Plan and control“ versagt in komplexen Herausforderungen – vielleicht wäre ein „sense and react“ besser. Klassischen militärischen Strukturen helfen da nicht, wir brauchen eine verantwortete Mitwirkung aus besserer Einsicht der Menschen (und Eliten). Kreativität und Vielfalt sind Trumpf, nicht platte Kommandos.
  • Im komplexen Herausforderungen muss ich achtsam „mehrere Zielfunktionen“ festlegen. Multi-Dimensionalität ist gefragt, eindimensionales Handeln ist schädlich. Taylorismus versagt, Interdisziplin bringt Erfolg.
  • Um komplexe Krisen verstehen zu können, brauche ich exzellente Daten. Da ist die Digitalisierung gefragt. Disziplinen wie „big data“, „data science“, künstliche Intelligenz kommen ins Spiel. Zugegeben, das klingt nach buzzwords. Aber dahinter stehen moderne Technologien, die das Teilen und Mehren und Vernetzen von Wissen auf einmalige Art und Weise ermöglichen. Das ganze nennt man Internet und Digitalisierung, und da sind wir in Deutschland ja nicht führend. Die Frage nach dem digitalen Status des RKI darf ich hier eigentlich nicht formulieren, weil sie als polemisch einzustufen ist.

Zusammenfassend bewerte ich die Situation im aktuellen Corona-Fall so.

Die Experten haben sich ausgetobt.

Mit katastrophalen Ergebnissen ihrer Hochrechnungen und unverantwortetem Geschwätz haben sie Angst erzeugt. Sie haben uns verwirrt, weil sie ihre Mahnung alle drei Tage änderten. Gegenseitig haben sie sich runter gemacht. So haben sie weltweit eine Manie ausgelöst und geschürt, die die Politiker eingeschüchtert hat.

Zum Haupt-Ziel wurde eindimensional die Vermeidung von Ansteckung erklärt, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Als Zielfunktion wurde festgelegt, eine ausreichende Anzahl Krankenhausbetten zur Verfügung zu haben. Das mag ja an sich richtig sein, aber ist bei einer Epidemie als einzige Maßnahme zu wenig. Außerdem hatten sie gehofft, durch Verlangsamung Zeit zu gewinnen, bis ein Impfstoff da wäre. Der ist aber nicht in Sinn, weil Impfstoffe gegen virale Infekte nicht so einfach zu Entwickeln zu sein scheinen.

Die Lage wurde schnell so vereinfacht, dass man versäumt hat, kreativ nach weiteren Zielfunktionen wie z.B. die Erhöhung der Widerstandskraft in der Bevölkerung, Vermeiden und Erschweren von Ansteckung und Ähnliches nachzudenken.

Auch in den Details wurde nicht vorurteilsfrei und kreativ in Varianten gedacht. Zielführende Vorschläge, die nicht opportun schienen, wurden einfach weggewischt, bevor man sie untersucht hatte.

So wurde z.B. der Vorschlag von Medizinern, ein temporäres  und wesentliches Tempolimit (100/70/30 km/h auf  Autobahn/außerorts/innerorts) und ein temporäres Verbot für Motorradfahrten einzuführen, um den Druck auf die Intensiv-Stationen zu reduzieren weggewischt, kaum dass er vorgeschlagen wurde. Obwohl so ein Feldversuch auch allgemein eine wertvolle Klarheit gebracht hätte. Angesichts der heutigen Entwicklung wäre so ein Tempolimit auch heute noch leicht zu erlassen und sofort wirksam.

Die Vernunft wurde öfters unterdrückt und durch moralische Metaphern wie „Charaktertest“, „größte Herausforderung für das Volk seit 70 Jahren“ und Kriegs-Metaphern ersetzt. Die brauche ich nicht. Weil für mich eine Krise kein Krieg ist, auch kein Charaktertest fürs Volk und es ist mir völlig wurst ist wann die letzte Herausforderung vergleichbarer Größe war. Es geht darum, im jetzt und für die Zukunft die Schäden der Krise sinnvoll zu minimieren, inklusive der Kollateralschäden.

Der dritte große Fehler:

Kommunikation und Motivation. 

Manipulation durch einen moralischen Appel haben gesellschaftlich ihre Macht verloren. Mitleid muss begründet sein. Solidarität einzufordern für Dinge, die partout nicht verstanden werden können, geht auch nicht mehr. Moral ist aus der Mode, wie ich meine zurecht. Zu oft wurde die Moral als Mittel zum Zweck genutzt, um eigene Ängste zu beruhigen.

Kriegerische Metaphern haben nicht mehr die Kraft wie im letzten Jahrhundert. Da bin ich auch froh darum. Trotzdem scheinen sie heute beliebter als je zuvor.

Die Menschen mögen diese Art der Steuerung aufbauend auf Angst und Moral nicht mehr. So wird sie weniger erfolgreich. Ich finde das gut so.

Deshalb sind das Verordnen fragwürdiger Regeln, die mit Strafen belegt werden und die Durchführung strenger Kontrollen zur Einhaltung derselbigen uneffektiv. Damit erzeugt man nur Kollateralschäden und füllt schlimmstenfalls die Gefängnisse.

Motivation ist gefragt, die auf Transparenz basiert. Menschen wollen mitdenken und mitmachen. So muss man die Mehrheit der Menschen zum agilen Mitmachen bringen. Dies auf freiwilliger Basis. Das geht nur, wenn man auf einfache und klare Ziele fokussiert, die den gesunden Menschenverstand überzeugen. Und diese Ziele vorlebt.

Mag sein, dass man dazuein anderes Menschenbild von sich und seinen Mitmenschen haben muss, als es viele Politiker bei uns haben. Viele Menschen sind nicht mit Zucker und Peitsche, also durch materielle Entlohnung und Strafe steuerbar. Man muss sie in einen Flow bringen, damit sie motiviert mitmachen.

Das Handeln der Politik in  letzten Tagen scheint dem Motto  gefolgt zu sein:
„Wer nicht hören will, der muss fühlen“
und
„Wir müssen halt auch die Dummen schützen“.
Beides halte ich für nicht mehr zeitgemäß und auch absolut unteroptimal. Mich hat der Auftritt der Politik an den Vater erinnert, der seinem Sohn mit Schlägen bestraft und ihm dabei versichert, dass die Schläge ihm selber mehr tun würden als dem Sohn und für den Sohn nur gut wären. Aber dass die Strafe halt alternativlos wäre.

„Alternativlos“ belegt de facto nur die eigene Unfähigkeit. Auf dieser Basis wird der Erfolg nur eingeschränkt sein. Mit besserer Kommunikation kann man mehr Erreichen als mit Gesetzen und Strafen. Dass es ohne Opfer und Schäden nicht gehen wird, ist klar. Aber zumindest könnte man versuchen, Opfer und Schäden zu minimieren.

Das was wir derzeit treiben, nimmt nach meiner Wahrnehmung leichtfertig Schäden gigantischen Ausmaßes in Kauf. Dies bei sehr ungewissem Erfolg. Das hätte nicht sein müssen und dürfen.

RMD

Roland Dürre
Samstag, der 14. März 2020

Korona, die Letzte.

Das ist meine letzte Wortmeldung zu Corona. So plane ich das zumindest.

Meine Situation ist ganz einfach. Ich bin Teil einer Familie. Die besteht aus Barbara, sieben Kindern und zurzeit neun Enkeln.

  1. Nach heutigem Kenntnisstand bedroht Korona unsere Familie kaum. Eigentlich bedroht Korona nur mich, da ich der einzige bin, der bald in der Ü70-Risikogruppe ist.
    Damit kann ich leben.
  2. Die Summe der vom Mensch bewirkten Veränderungen des Antropozän bedrohen die ganze Menschheit. Und das massiv, bei nüchterner Betrachtung ist der Schaden schon jetzt irreversibel.
    Damit kann ich NICHT leben.

 

Barbara und ich mit unseren Kindern. Nur die Maresa fehlt noch. Dafür sind Serena, die damals als Au-pair bei uns war und Rasputin der Hund) auf dem Bild.

 

Es wäre schön, wenn unsere Kinder und deren Kindern und vielleicht auch deren Kindeskinder noch auf unserem wunderbaren Planeten Gaia leben können werden. Gaia kommt von Ge (altgriechisch Γαῖα Gaía oder Γῆ Gḗ, dorisch Γᾶ ), deutsch auch Gäa.

Bei Korona bin ich optimistisch und glaube, dass in ein paar Wochen die Ansteckungsfälle stark abnehmen, und keiner mehr von der großen Bedrohung durch eine Pandemie mehr sprechen wird. Und spätestens im Mai wird der Korona-Mythos schon wieder kollektiv vergessen sein. Der DAX wird dann ganz schnell auf 15.000 hochgehen und am Markt werden die Korona-Gewinnler mir Champus öffnen.

Bei Gaia möchte ich auch optimistisch sein, schaffe es aber nicht. Denn ich habe zuviel gelernt und erfahren. Das Antropozän habe ich mir weltweit angeschaut. Und weiß, dass wir handeln müssen. Aber wir tun nichts. Eine physikalische Zerstörung von Lebensgrundlagen ist eine ganz andere Dimension als wenn die Biologie mal über die Stränge schlägt.

So ich wundere ich mich, wie tatkräftig unsere Politiker bei Korona sind. Und wie sie für Gaia total versagen.

Gestern im Fernsehen habe ich Politiker gesehen, die ihre eigene Handlungsstärke gerühmt haben. Besonders aufgefallen ist mir das Duo Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Mit seltener staatsmännischer Größe und großartigen Metaphern haben sie sich selbst und ihre Handlungsstärke gefeiert.

Ich zitiere:

„Es gibt keine Grenze nach oben bei der Kreditsumme, die die KfW vergeben kann“, sagte Scholz. „Wir haben gesagt, das soll unbegrenzt sein.“ Die Bundesregierung taste sich nicht langsam heran, sondern sage von vornherein jede Hilfe zu. „Wir legen alle Waffen auf den Tisch.“

Das ist an sich schon Wahnsinn. Jetzt kommt mein Problem. Selbst wenn – was ich für unwahrscheinlich halte – wir eine richtig große Pandemie kriegen, ist das doch nur ein biologisches Problem, das die Menschheit relativ begrenzt treffen wird. Statistisch könnte sich das als kleiner Rückgang bei der Lebenserwartung sich ausdrücken. WirIm worst case könnten es ein paar 10.000 Menschenopfer sein – überwiegend ältere Menschen wie ich, die ein großartiges Leben hatten und für die es jetzt halt ein wenig früher zu Ende geht.

Die physische Zerstörung des Planeten durch Klimaveränderung, Vermüllung durch Plastik etc., Ressourcenvernichtung usw. hat ganz andere Folgen. Da reden wir wahrscheinlich von Milliarden (1.000.000.000) Menschen. Das ist eine ganz andere Dimension als das bisschen Korona.

Die Folgen von der Zerstörung des Atmosphäre, der Meere, der Böden und von den Quellen des Lebens wie dem Wasser sind wissenschaftlich klarer untermauert als die oft spekulativen Abschätzungen zum Virus. Ich hoffe ja, dass die nächsten Wochen dies schon bald belegen werden.

Jetzt komme ich zum Punkt. Welche beeindruckende Schau von Handlungsfähigkeit hat unser Politiktheater anläßlich eines singulären und eher harmlosen Störfalles in unserer biologischen Menschenwelt aufgeführt. Und viele Sachen verordnet, die vorher nicht vorstellbar gewesen wären.

Gegen die Zerstörung unserer Welt machen sie nichts. Seit bald 50 Jahren wissen wir, wo uns unsere spätkapitalistische Wachstums-Theorie hinbringt. Und irgendwie erscheinen mir Maßnahmen, um das Verbrennen von Kohle zum Zwecke der Stromerzeugung zu beenden und durch vorhandene nachhaltige Technologien zu ersetzen, weniger massiv als das was wir zurzeit erleben.

Dieses zweierlei Maß stört mich: Die schleichende und sich massiv beschleunigende Totalzerstörung des Planeten Erde als Ergebnis des Antropozän interessiert keinen. Wenn aber ein Virus der Gattung „homo sapiens“ ein wenig gefährlich werden könnte und ihr droht, ihre Lebenserwartung vorübergehend ein wenig zu verkürzen, dann wir solidarisch Panik erzeugt.

RMD

Roland Dürre
Freitag, der 13. März 2020

Corona, die Zweite.

Was bringt die Zukunft?

Mein erster Artikel zu Corona war eine zynische Betrachtung sein. Oft hilft es ja, wenn man sich über bedrohliche Dinge lustig macht.

Die Entwicklung hat sich in eine Richtung verschoben, so dass das Thema eine seriöse Betrachtung wert ist.

Wir haben jetzt eine von Angst dominierte Mehrheitsmeinung, die von allen Experten und Politiker für die politisch korrekte erklärt wird. Kaum einer traut sich zu widersprechen oder -setzen. Eine davon abgehende Meinung erfordert ganz schön Zivilcourage. Also wird gebetsmühlenartig gesagt.

  • Gesundheit geht vor!
    Damit ist aber nicht gemeint, dass Menschen immun werden, sondern
    „Nichtansteckung um jeden Preis“!

Das ist eine gefährliche These. Die ist jetzt fast schon zum völkischem Konsens geworden. Alle Maßnahmen werden diesem Ziel unterstellt. Obwohl das Ziel gar nicht mehr zu erreichen ist. Was an sich immer schon gefährlich ist.

Alle scheinen sich unkritisch dieser Meinung zu unterwerfen. Wir haben eine hochansteckende Krankheit, die weltweit ihre Opfer sucht und findet. Jetzt wollen wir das unmögliche schaffen. Und mit schwachen Werkzeugen eine Weiterverbreitung einer Seuche einschränken, die schon da ist.

Denn die Seuche ist da, sie ist frei gelassen, hoch ansteckend und im Umlauf. Sie funktioniert. Wir haben keinen verläßlichen Impfstoff, kein Medikament. Der einfache und zuverläßige Test auf das Virus scheint genauso schwer wie ein Antikörpernachweis. Wir laufen ihr hinterher.

So dürfte uns aktuell nur ein funktionierendes Immunsystem helfen, das wir mit kleinen Schritten unterstützen. Und das baut zuerst Mal die Natur. Das scheint ja auch bei vielen Menschen zu funktionieren.

Für das Ziel „Nichtansteckung um jeden Preis“ sind wir bereit einen beliebig hohen Preis zu zahlen. Wird das funktionieren? Vielleicht verläuft die Seuche im Sande. Wenn aber nicht, was ist dann?

Ich meine, dass bei jeder Entscheidung – so auch der für „Nichtansteckung um jeden Preis“ – eine „sittlich verantwortete Güterabwägung“ erfolgen muss. Folgende Fragen sind zu beantworten:

  1. Wie groß ist der Schaden der Ansteckung?
  2. Welchen Schaden richten die Maßnahmen an, die die Ansteckung vermeiden und zurückdrängen (beides laut Experten unrealistisch) oder zumindest verlangsamen sollen?

Auf jeden Fall sollte 1. (der Nutzen der Verlangsamung der Verbreitung) größer sein als der Schaden 2. (den die Maßnahmen zur Verlangsamung verursachen). Wenn die Maßnahmen mehr kaputt machen als der eingedämmte Schaden wert ist, dann ist die Strategie falsch.

Wir scheinen Glück im Unglück zu haben. Der aktuelle Virus scheint die Menschen nicht so zu Grunde richten wie zum Beispiel der AIDS-Virus. Er scheint vor allem Menschen zu gefährden, die Vorerkrankungen und ein höheres Alter haben. Junge und gesunde Menschen wie auch Kinder haben in der Regel einen harmlosen Krankheitsverlauf. Hoffentlich bleibt das so.

Insofern könnte der Gedanke einer „gesteuerten“ Ansteckung nicht ganz falsch sein. Auf lange Sicht bleibt uns eh nichts anderes übrig.

Wenn wir uns – das nur als Beispiel – auf den Schutz der Menschen konzentrieren würden, die als Risikogruppen (vorgeschädigt, Ü60 oder Ü70, …) eingeschätzt werden und die anderen Infizierungen in Kauf nehmen würden, dann könnte der Verlauf der Seuche positiv beeinflußt werden. Immer mehr Menschen würden immun werden und hätten einen Herdenschutz.

Entwicklungen, gegenüber denen man machtlos ist, muss man sich zu nutze machen. Aktuell stemmt sich die Menschheit gegen die Epidemie, an Stelle zu überlegen wie sie die Entwicklung nutzen kann, um die Schäden zu minimieren.

Folgende Frage müssten wir  uns stellen: Wie schafft man es, bei der Bekämpfung von Korona sich Korona zu nutzen zu machen? Wie man dem Waldbrand mit Feuer begegnet?

Angst findet im Kopf statt. Blind der Angst zu folgen, ist kein guter Ratgeber. Leicht macht man dann das kaputt, was man bewahren will. Man darf doch nicht die Gesellschaft aus Hysterie schädigen oder zerstören. Es geht darum, dass Virus in den Griff zu kriegen.

Das gegenwärtige Handlungsmuster passt gut in unsere Welt. Bei uns sind die Verwalter, Systemagenten, Bürokraten, Gezähmten, Mutlosen und Lebensfernen in den verantwortlichen Positionen.  Die Devise heißt: Nichts falsch machen. Also ruft man nach Gesetzen und Regeln von höherer Stelle. Und will ja nichts riskieren. Dann plappert man lieber hohle Sätze nach, wie wir sie die letzten Tage so oft gehört haben. Und opfert die Realität den Dogmen und scheinbarer Vernunft.

Der erste Schritt wäre, dass man sich eingesteht, dass Korona Opfer kosten wird. Auch Menschenopfer. Das müssen wir akzeptieren. So wie wir das ja auch machen, wenn es um andere Krankheiten (Fettleibigkeit, Tabak, Alkohol …) oder Themen (KFZ-Verkehr, Umweltverschmutzung und -zerstörung, Kriege …) geht.

Es scheint allgemeiner Konsens bei den Experten zu sein, dass so eine Korona-Epidimie keine Million an Opfern  weltweit fordern dürfte.

Mit Autos werden jeden Jahres 1,3 Millionen Menschen im Jahr und auf der Welt getötet. Auf grausame Art und Weise. Die zusätzlich ein mehrfaches an Opfern mit erheblichen körperlichen Schäden bewirken. Das akzeptieren wir, weil „es anders nicht geht“.

Es gibt leider keine Mehrheit für die „vision zero“. Oder würden Sie, um diese 1,3 Millionen Toten abzuwenden, ähnliche Einschränkungen wie jetzt für Corona akzeptieren? Auch ist da eine mächtige Lobby davor.

Hier ein vielleicht als zynisch empfundener Hinweis, der aber gar nicht so gemeint ist: Der Frühling steht vor der Tür. Da füllen sich die Intensivstationen wieder mit halb oder ganz toten Motorradfahrern.

Vielleicht sollte man ab sofort das Motorrad-Fahren verbieten, um die Betten für die erwarteten Korona-Patienten freizuhalten. Aber vielleicht ist ja das ganze Gespenst bis nach den Osterferien vorbei.

RMD

Roland Dürre
Montag, der 9. März 2020

Corona

Erinnerungen an die Karibik.

Irgendwie kommt man an dem Thema nicht vorbei. Ich muss bei Corona immer daran denken, wie ich auf einem Touri-Dampfer ganz proletarisch durch die Sonne der Karibik geschaukelt bin und mir „ballermannmäßig“ das Anschauen von Bundesligafußballspielen in der großen Arena an Deck mit zahlreichen Flaschen leckeren Biers aus Mexiko verschönt habe, im Flaschenhals immer den frischen Limonenspalt. Das waren sorgenfreie Zeiten.

Heute dagegen waten wir knöcheltief durch Corona-Viren und -Chaos. Die großen Fußballspiele fallen aus – oder finden in leeren Stadien statt. Der DAX fällt. Die Messen – gleich ob Wein, IT oder Handwerk – werden abgesagt. Als Unternehmer und Mittelständler bekommst Du so richtig Angst. Du bist da aber nicht alleine, die tüchtigen Hausfrauen sehen das genauso und gehen hamstern.

Besonders die Gruppe der Ü80 ist gefährdet, nicht nur in Italien. Gut, dass ich jetzt erst in die Ü70 komme. Der Iran scheint nicht nur bei Trump auf der schwarzen Liste zu stehen, sondern auch beim Virus. Aber nein, wie in Italien werden im Iran überdurchschnittlich viele chinesische Billigarbeiter ausgebeutet. Die leben in beiden Ländern in ziemlich unwürdigen Verhältnissen; so kommen die Dinge wieder zusammen.

In Deutschland sind heute auch zwei Menschen aus der Ü80 am Corona-Virus gestorben. Glücklicherweise haben die Kinder bei uns nur harmlose Symptome, wenn sie an Corona erkranken. Es wird vermutet, dass die Kleinen in ihren ersten Lebensjahren sozusagen von Haus aus ein paar mit Corona verwandte Virusstämme in sich tragen und so ein wenig gegen das Virus immun sind. Auch sonst scheint der deutsche Mensch relativ gut mit dem Virus fertig zu werden. Vielleicht liegt es ja am guten Bier und unserer Saufkultur?

Auf der Suche nach Corona?

Die medizinische Wissenschaft „kann das aber alles nur vermuten“ und glänzt mal wieder mit Nichtwissen. Sie rätselt sich corona-mäßig durch die Gegend. Aber das sind wir ja gewöhnt.

Denn die Götter und Göttinnen in Weiß haben ihre Gehirne auf die Maximierung der kaufmännischen Ergebnisse spezialisiert, da ist für Logik und Fachwissen kein Platz. Und sie haben es ja auch schwer, denn alles was mit Leben und Biologie zu tun hat, ist ziemlich komplex. Und transparente und belastbare Daten haben sie ja auch nicht, das geht ja schon aus Datenschutzgründen gar nicht.

Ich mag ja auch nicht mit dem gelben Corona-Band am Kragen herumlaufen. Wobei ich die zahlreichen Virusstämme, die in meinem Körper ihr Dasein fristen, hier auflisten würde. So wie ich die Medizin verstehe, wäre das aber eine ganz schön lange und langweilige Liste, die keinen interessieren würde. Wie auch die meiner Bakterien, mit denen ich mal mehr und mal weniger symbiotisch zusammen lebe.

Die Hochrechnungen der Epidemiologen klingen ähnlich unsinnig wie die Umsatzannahmen in den Businessplänen von Startups. Messen werden abgesagt wie Großveranstaltungen. Das mit den Messen verstehe ich gut, kam ich nach einer Woche CeBit eigentlich immer mit einer Mordsgrippe heim.

Ich will hier aber nicht jammern, sondern eine Lebenshilfe geben: Was kann ein jeder von uns für sich selber tun?

Meine Empfehlung:
Man darf sich keinesfalls outen! Husten und nießen Sie ab sofort nicht mehr in der Öffentlichkeit! Und hoffen Sie, dass keine Melde- und Testpflicht kommen. Jetzt wo die Impfpflicht ja gerade Gesetz geworden ist, ist das leicht möglich.

Gehen Sie Ärzten aus dem Wege. Fahren Sie in der S-Bahn schwarz und üben Sie, die Kontrolleure frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. So können Sie sich auf die Gesundheitspolizei vorbereiten. Denn die könnte bald kommen.

Ein Freund von mir, der gerade für eine NGO in Malaysia unterwegs war, hat von dort getwittert, wie erleichtert er war, von den lokalen Behörden nach zweimaligen Fieber messen den gelben Unbedenklichkeitssticker für den Rückflug bekommen zu haben.

Denken Sie daran, wenn Sie als Corona-positiv erkannt oder verdächtigt werden, bedroht das nicht Ihre Gesundheit. Aber das könnte Ihre Karriere (und alles andere wie Ihr Einkommen, Ihre Partnerschaft, Ihre bürgerliche Position …) ruinieren.

Kritisieren Sie auch nicht die Einführung Ihnen unsinnig erscheinender Maßnahmen. Das könnte Ihnen nicht gut bekommen. Hysterie kennt keine Meinungsfreiheit. Schnell werden sie stigmatisiert. Und wenn sie sinnlosen Anordnungen nicht folgen wollen, dann lassen Sie sich nicht erwischen. Das könnte Ihnen gefährlich werden, gefährlicher als das Virus!

Also: Verhalten Sie sich unverdächtig. Fallen Sie nicht mit exzessiven Händewaschen und Ähnlichem auf. Denken Sie immer daran: Nicht Sie, sondern die Anderen sind vom Corona-Virus befallen. Verzichten Sie also auf eine Atemschutzmaske und Handschuhe, Sie müssen niemanden vor sich schützen!

So können Sie einen Händedruck ohne Bedenken ablehnen. Bedenken Sie aber, dass der auch nützlich sein könnte. Denn Sie und wir müssen schnell zu einem „Herdenschutz“ kommen. Die Kunst ist es, möglichst schnell immun zu werden. Sie müssen sich also möglichst früh anstecken, ohne dabei schwer krank zu werden oder gar zu sterben. Eine ganz einfache Regel.

Für uns Männer ist das nicht leicht! Wie oft in meinen Leben habe ich mich schon (vermeintlich?) schwer, ja sogar todkrank zur Arbeit geschleppt. Die Barbara hat das immer als „Männergrippe“ bezeichnet. Dann habe ich massiv gelitten – aber trotzdem ganz ordentlich programmiert.

Da fällt mir ein, dass ich meine besten Schachpartien im zarten Alter von 17 in tief erkältetem Zustand gespielt habe. Wo ich bis heute nicht weiß, ob ich damals an der Grippe oder einer massiven Erkältung und Schnupfen erkrankt war?

Vielleicht kann mir ja ein kompetenter Mediziner bei Gelegenheit den Unterschied zwischen normaler Erkältung und Grippe erklären? Wäre ich echt dankbar. Aber die Mediziner erklären mir nichts. Sie hoffen, dass das Virus mit der Frühlingserwärmung verschwindet. Schau mer mal. Im italienischen Frühling scheint es ihm ja noch bestens zu gefallen.

Ich kann mich auch freuen: Haben jetzt sogar die Herren von CSU und CDU erkannt, dass Globalisierung nicht unbedingt immer gut ist. Die fordern jetzt, dass man der Wirtschaft Quoten vorgibt, wieviel sie in Deutschland produzieren müssen. Christliche Autarkie und Planwirtschaft!

Auch bei der Digitalisierung sind wir auf groteske Art und Weise von Indien und China abhängig. Infosys (Anmerkung des Autors: ein indisches IT-Haus) hat schon eine Reihe von Dax-Konzernen in eine radikale digitale Abhängigkeit gebracht und mit chinesischer Technologie ist es ähnlich. Das muss ich mal der CSU berichten. Vielleicht gibt es dann ein Gesetz, das vorschreibt, dass SW in Deutschland geschrieben werden muss!

Vielleicht noch ein Vorschlag zur Bekämpfung des Corona-Virus. Lieber Krisenstab des Robert-Koch-Instituts, holt Euch einfach ein paar gestandene CIOs, die erklären Euch gerne, wie man das in der IT mit den Viren macht. Da könnt Ihr viel für Euer Corona-Virus lernen.

RMD

Roland Dürre
Mittwoch, der 4. März 2020

Metaphern

In meinem 6. Lebensjahrzehnt habe ich gerne Tagesseminare für Philosophie besucht. Öfters war ich beim Klaus-Jürgen Grün, aber auch bei anderen Philosophen. Gemeinsam mit einer Gruppe von unternehmerisch tätigen Menschen unter der Anleitung von Klaus-Jürgen habe ich mich damals auch einen spannenden Tag lang mit „Metaphern“ beschäftigt.

I’m a wanderer (1).

Mir wurde damals klar, welche herausragende Rolle Metaphern jenseits der „rationalen Kommunikation“ haben. Kurz würde ich formulieren:
„Kommunikation ohne Metaphern – geht gar nicht!“.

Zurzeit lese ich ein neues Buch zum Thema. Es heißt
Auf leisen Sohlen ins Gehirn„.
Es beschäftigt mich tief. Denn die von uns gelebten Metaphern haben uns alle geformt.

Ich kann mir gut vorstellen, wie die früher von Karl May in die jungen Gehirne eingebrachte Winnetou und Old Shatterhand Helden- und Tapferkeits-Metaphern Wegbereiter der großen Kriege waren.

Ein anderes Beispiel ist die Harry Potter-Metapher, die die englische Schriftstellerin Joanne K. Rowling in ihrer Fantasy-Romanreihe kreiiert hat. Was haben diese Metaphern bis heute in den Köpfen der Menschen bewirkt?

Ich bring noch ein drittes Beispiel. Ich nutze dazu das Reich der musikalischen Metaphern. Bei den Metaphern der Beatles und namentlich John Lennon wünsche ich mir, dass sie in den Köpfen der Menschen eingezogen sind wie auch bei die der schwarzen Musik und entsprechend wirken. Vielleicht hilft das der Menschheit, auf dem Weg zum Frieden ein wenig weiterzukommen.

Und Menschen, die hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen sind, sind mit anderen Metaphern groß geworden als die bundesdeutschen Michel.

I’m a wanderer (2).

Metaphern haben eine große Macht, sie sind gewaltig. Für jede Kommunikation gilt, dass sie im Unterbewusstsein wurzelt. Bei der von uns bevorzugten rationalen Kommunikation wird jedoch versucht, den Einfluss des Unterbewusstsein zugunsten von vernünftiger Objektivität (Macht der Argumente) und des „Verstandes“ (Kleinhirn) auszuschalten oder zumindest zurückzudrängen.

Metaphern sind mächtige Bäume, deren Wurzeln tief ins  Unterbewusstsein reichen. Da das meiste unseres Wissen im Unterbewusstsein liegt, ist die Annahme nahe liegend, dass eine Kommunikation über Metaphern in der Lage ist, eine ganz andere Breite zu transportieren.

Erik Ringertz, der Gründer des gnadenlos erfolgreichen schwedischen IT-Unternehmens Netlight, das auf die Beteiligung aller Menschen im Unternehmen setzt und Themen wie #nobossing und eine Organisation mit minimalem Taylorismus setzt, hat es so ausgedrückt:

Sense & respond !
an Stelle
Plan & control !

Das und mehr kann man in seinem Buch „Harder, Better, Faster, Stronger“ nachlesen, das ich hier absolut zur Lektüre empfehlen möchte.

Ich verlängere mal beides. Dann wird
aus plan & control
I) Plan, calculate, decide, act, control !
Das klingt doch stark nach Siegen, Vernunft und rationaler Überlegenheit.

Aber aus sense & react wird
II) Sense, feel, dream, respond, go on !

Und bei II) wird klar, dass es hier gar kein „control“ geben kann. Wir haben ja keine rationale Metrik, die uns ein „control“ ermöglicht, geschweige denn sinnvoll nutzbar wäre.

Jetzt habe ich einen guten Punkt erreicht, zum Ende zu Kommen. Meine Zusammenfassung:

Wir ändern unser Leben – weg vom plan & control hin zum presence & react. Wahrscheinlich bedeutet das, weg vom kalten Verstand zum Gefühl. Die Schöpfung nicht mehr besiegen wollen sondern im Einklang mit der Natur wieder Mensch werden. Und nicht gegeneinander zu kämpfen sondern gemeinsam zu bewahren.

RMD

Roland Dürre
Dienstag, der 3. März 2020

Für Oeconomia auf der Berlinale!

Jetzt bin ich auf der Rückfahrt von Berlin nach München. Es ist angenehm leer in den Zügen – ein Lob auf Corona.

Zwei Nächte war ich in Berlin. Am Samstag Vormittag hingefahren. Am Sonntag Oeconomia angeschaut, und heute am Montag um 10:05 wieder zurück nach München.

Da stehe ich sozusagen vor der Zukunft.

Es war ein schönes Wochenende. Wir haben im Ibis direkt am Berliner Hauptbahnhof geschlafen. Nach der Ankunft am Samstag gingen wir auf Stadtspaziergang. Ein Highlight war das Futurium, das unseren Weg kreuzte und in das wir dann logischerweise rein mussten.

Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte, ein wenig größenwahnsinnig dimensioniert, wie die Stadt in der es sich befindet. Erstaunlich, wie viel Geld man für Botschaften ausgeben kann, die eigentlich nur ein wenig Bescheidenheit und Vernunft anmahnen sollen. Ja, in Berlin spielt Geld keine Rolle , weil die Bayern das alles zahlen.

Trotzdem – das Futurium sendet schöne Botschaften aus. Es appelliert an einen verantwortungsvollen Umfang mit den Ressourcen unseres Planeten. Und zeigt auf, dass wir es wirklich besser machen könnten. Und man nicht notwendigerweise alles kaputt machen muss.

Das alles vielleicht mit ein wenig zu viel Design und Arroganz. Monumental wie die ganz Hauptstadt. Aber wenn es etwas hilft, dann soll es mir recht sein.

Nach dem Futurium hatten wir Hunger – und fanden auch gleich einen Inder, bei dem wir lecker und preiswert speisen konnten. So wurde auch die Regel bestätigt, dass man in Berlin besonders gut exotisch speisen kann.

Am Samstag Abend kam das erste große Highlight unserer Reise – der Besuch bei den Stachelschweinen im Europa-Center. Zum 70-jährigen Jubiläum des Kabaretts „Die  Stachelschweine“ wurde das Jubiläumsprogramm „Viel Tunnel am Ende des Lichts“ von Frank Lüdecke gezeigt. Das war herausragendes Kabarett in der Tradition des Hauses.

Es war ein gelungener Abschluss der ersten Abends in Berlin, gleichsam lustig und nachdenklich. Nach einer angenehmen Nachtruhe folgte der Sonntag. Da stand am Nachmittag im Kino Arsenal im Sony-Center am Potsdamer Platz das Highlight an, die Aufführung von Oecomia im Rahmen der Berlinale.

Bis zur Aufführung um 16:30 hatten wir noch Zeit, die wir für einen Rundfahrt vom Hafen Potsdam zu den Schlössern an der Havel nutzten. So verbrachten wir 90 Minuten in einem elektrisch angetriebenen Touristendampfer und lernten mal diesmal kennen, wie der preußische Feudalismus im kreativen Überfluss lebte. Schon irgendwie schön, wenn man als König als einzige Sorge hat, wie man sich auf originellste Art und Weise selbst verwirklichen und Denkmäler setzen kann.

Nach der Schifffahrt ging es zum Potsdamer Platz – als Belohnung gab es vor dem Kino noch „eine echte Berliner Curry-Wurst“. Und dann war der es soweit. Vor Jahren hatte ich Carmen Losmann kennengelernt. Sie hat damals eine Vorführung ihres bekannten Filmes „Work hard, play hard“ begleitet.  Ich kam mit ihr ins Gespräch. Seitdem habe ich bei der Erstellung von „Oeconomia“ mitgefiebert und Carmens Projekt homöopathisch unterstützt. Mit homöopathisch meine ich „mit kleinen Dosen aber hoher Wirkung“.

Es war ein langer Weg zum Film – aber er hat sich gelohnt. Um die Quintessenz des Filmes hier vorwegzunehmen: Es geht eigentlich nur um die Frage, ob zuerst unsere ökologische oder unsere ökonomische Welt zusammenbrechen wird.

Der Film lief auf der Berlinale insgesamt vier mal und war ebenso vier mal ausverkauft und das Echo außerordentlich gut. So trafen wir eine glücklichen Carmen – und waren auch begeistert. Ich hoffe, dass diesen Film viele Menschen sehen werden – und sich von ihm Anregen lassen, ihr Denken und Handeln zu verändern.

Das war gestern. Jetzt bin ich wieder im Zug nach München. Und denke schon jetzt mit ein bisschen Wehmut an die 2 Nächte in Berlin zurück.

RMD

Geschrieben am Montag, den 1. März im Zug nach München, veröffentlicht am Dienstag, den 2. März.

Roland Dürre
Samstag, der 29. Februar 2020

Auf leisen Sohlen ins Gehirn.

Begeisterung.

Das ist der Titel eines Buches, das mir vorgestern ein guter Freund geschenkt hat. Es hat den Untertitel:

„Politische Sprache und ihre heimliche Macht“.

Das Buch hat einen interessanten Aufbau, in Form eines großes Interviews oder vielleicht besser Gesprächs zwischen Elisabeth Wehling und George Lakoff.

Es fasziniert mich. Denn ich misstraue schon länger der Diktatur des Verstandes. Wir Menschen sind nicht die vernünftigen Götter, wie man es uns eingeredet hat. Die von Vernunft gesteuert frei entscheiden können und dann ihre Verantwortung für ihre guten oder schlechten Handlungen tragen.

Habe ich doch in meiner Erziehung eingetrichtert bekommen, dass mein Gehirn (und damit ja auch ich) in der Lage ist, frei zu denken, darauf aufbauend unabhängig zu entscheiden und den Entscheidungen folgend Handlungen auszuführen, die man eindeutig als „richtig“ oder „falsch“ bewerten kann und für die ich dann verantwortlich bin. Für die man mich auch moralisch gerechtfertigt bestrafen kann – und muss!

Seit mehreren Jahren dank der Teilnahme an Seminaren der Philosophie und Gehirnforschung habe ich Schritt für Schritt erfahren, dass das keinesfalls so ist und sein kann.

Schon beim Denken fängt meine Unfreiheit an. Genauso auch beim Entscheiden. Mir für meine Handlungen Verantwortung aufzubürden, das war nur unfairer Trick der mich Sozialisierenden. Sogar später, wie ich Unternehmer wurde, hat man mir eingeredet, dass ich die Verantwortung für die Arbeitsplätze hätte. Was für ein hanebüchener Unsinn, den ich die ersten Jahre sogar geglaubt habe.

Eben im Sinne dieser Ausführungen gilt:
„Der Mensch ist nicht frei“.
Freiheit ist nur eine große Illusion und Selbsttäuschung. Schon lange, bevor ich vermeintlich bewusst entscheide, hat mein Unterbewusstsein festgelegt, was ich entscheiden werde. Mein Verstand rechtfertigt nur noch die gefällte Entscheidung. Mein Verstand kennt mein Unterbewusstsein überhaupt nicht. Leider. Da gibt es bestenfalls ein Bauchgefühl.

Damit wäre die einzigartige Positionierung des Menschen aufgrund seines Verstandes als „Krone der Schöpfung“ kaputt – oder in meiner Sprache:

Wir, die Menschen, sind auch nur Säugetiere wie unsere Brüder und Schwestern, das Schwein, die Kuh, die Katze und der Hund. Und all die anderen Wesen der Schöpfung. Es gibt keinen Grund – geschweige denn ein „Recht“ – uns über die anderen Lebewesen und die Schöpfung zu stellen.

Herausragend ist unsere Position nur, wenn man das Ausmaß der von den Wesen dieser Erde verursachten Zerstörung misst, das bei „der Krone der Schöpfung“ Mensch ja kaum mehr messbar ist. Sondern eher als Grenzwert gegen unendlich geht.

Dies mehr als 2.000 Jahre gültige menschliche Selbstverständnis des Menschen, sich als „zur reinen Vernunft fähigen Wesen“ zu sehen, stellt sich als Lüge oder zumindest als folgenschwerer Irrtum heraus.

Der Mensch ist eher als „die kriminellste Gattung auf dem Planeten“ zu betrachten, die aus reinem Egoismus ihre eigene Existenz vorsätzlich zerstört. Und ich rätsele, welcher zynische Witzbold die Gattung Mensch als „homo sapiens“ bezeichnet hat.

Die logische Folge dieser Erkenntnis ist, dass wir unser gesamtes Verständnis von sozialen Systemen, Gesellschaft oder auch unseres Rechtsverständnisses neu  definieren müssten. Aber mit dem Mut zur Veränderung ist es bei uns ja nicht weit her. Und deswegen bleiben wir bei den alten Parolen und zerstören munter weiter.

Und dann kommt das kleine Buch von George Lakoff und Elisabeth Wehling zu KOMMUNIKATION und GESELLSCHAFT zu mir. Schon auf der 1. Seite des Buches (gleich nach dem Vorwort von Freimut Duve aus Seite 13) wird eine zentrale Frage diskutiert:

Denken in Metaphern. Die heimlichen Machthaber. Was wir denken über unser denken zu wissen.

Auf Seite 13 finde ich auch die „vier größten Fehlannahmen über das menschliche Denken“, die ich hier wörtlich zitiere:

  1. Denken ist ein bewusster Prozess.
    FALSCH!
    Gut 80 % unseres Denkens sind uns nicht bewusst!
  2. Der menschliche Geist ist eine Instanz unabhängig von unseren Körper.
    FALSCH!
    Alles Denken ist physisch! Die Form unseres Denkens hängt von den physischen Beschaffenheit unserer Gehirne ab.
  3. Denken ist universell, alle Menschen können gleich denken.
    FALSCH!
    Menschen begreifen unterschiedlich, weil unsere Gehirne unterschiedlich geformt sind.
  4. Wir können alle Dinge in der Welt gedanklich so erfassen, wie sie an sich existieren.
    FALSCH!
    Wir denken und sprechen jeden Tag hundertfach in Metaphern, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Abstrakte Ideen zum Beispiel – also all die Dinge, die wir nicht körperlich erfahren – können nur durch Metaphern begriffen und benannt werden.

Diese vier Annahmen habe ich so auch gelernt und als braver Schüler geglaubt. Nach einem langen Lebensweg habe ich gelernt, dass sie alle falsch sind und überzeugend widerlegt werden können.

Was sind die Folgerungen?

Für mich stürzt eine Welt zusammen. Kommunikation wird zu einem Ding der Unmöglichkeit, das zwangsläufig im Chaos versinken muss. Es gibt kein falsch oder richtig, gut oder böse, schuldig und unschuldig mehr.

Darf man Menschen jetzt noch beurteilen oder gar  verurteilen? Gibt es auch nur eine Chance, das personale DU verstehen zu können. Wie unmöglich wird soziales und politisches Handeln? Wie überhaupt soll Demokratie so funktionieren? Wir merken, mit Vernunft und Ratio wird das nicht mehr funktionieren.

Wie sinnlos wird es, andere Menschen überzeugen zu wollen. Wie solle Demokratie und Politik funktionieren? Zurzeit scheint da viel Zusammen zu brechen. Ist das nicht nur logisch?

Ich habe da keine Antworten. Ich bin im Buch aber erst am Anfang. Und habe noch zirka 150 Seiten vor mir. Vielleicht kommen da noch die Antworten.

Und wenn ich sie finde, werde ich darüber berichten. Allerdings – angesichts des Gelernten: Macht so etwas wie IF-Blog überhaupt noch einen Sinn? Gerade wenn ich an den Disput und Diskurs denke, der hier oftmals ausgetragen wird?

RMD

 

 

 

Roland Dürre
Donnerstag, der 27. Februar 2020

Werbung – Für Gründer!

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

Ich stehe „Werbung“ (marketing) kritisch gegenüber. Besonders wenn gesundheitsschädliche Produkte wie Tabak und Alkohol, lifestyle-Produkte ohne Nutzen wie Autos oder Jobs bei der Bundeswehr angepriesen werden.

Ich habe in meinem Leben viel zu viel gekauft. So befinden sich viel zu viel Kleider in meinen Kleiderschränken (und viel zu viel Glump in meinen sonstigen Schränken). Ich bilde mir ein, dass die Ursache für meinen oft sinnlosen Konsum nicht nur meine eigene Dummheit sondern auch die Kreativität von Marketing- und Sales-Leuten gewesen ist.

Ich mag mich aber nicht mehr manipulieren lassen und habe mir einen Einkaufsstopp auferlegt. Also prüfe ich, mmer wenn ich Kauflust bekomme, diese gründlich und mehrfach. In der Regel verschwindet die Kauflust dann wieder und ich kaufe nicht. Das fällt mir besonders leicht, wenn das Produkt extrem dümmlich beworben wird.

Es gibt aber Ausnahmen. Kreativität in Werbebotschaften, die ich sehr bewundere. Mein Lieblingsbeispiel dazu ist folgender Text und das dazugehörende Video:

Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently. They’re not fond of rules, and they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify and vilify them. About the only thing you can’t do is ignore them because they change things. They push the human race forward. And while some may see them as crazy, we see genius. Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do.

Das dürfte um die 10 Jahre her sein. Ist das nicht wundervoll!

Vielleicht kommt diese Werbung bei mir besonders gut an, weil es mich immer zu den Extremen hingezogen hat. Ich war gerne mit  Strebern mit dem 1.0 Schnitt zusammen wie mit den Bösen, die der Schule verwiesen wurden. Beide bewunderte und empfand sie gleichtzeitig als verrückt. Nur mit dem Mittelmaß konnte ich wenig anfangen.

Meine Botschaft an Euch „crazy ones“:
Wenn Ihr ein Unternehmen aufbauen wollt, dann investiert einen Teil Eurer Zeit für die Formulierung eines kurzen Satzes zu Eurer „vision“ und einen ebenso kurzen Absatzes zu Eurer „mission“.  Aber bitte beides in der Qualität des obigen Textes. Aber verzichtet auf normalen Werbe-Blödsinn.

Das könnte dann schon die halbe Miete zu Eurem Erfolg sein.

RMD

 

Roland Dürre
Mittwoch, der 26. Februar 2020

In eigener Sache.

Der letzte Artikel von Hans Bonfigt hat wieder für einen kleinen Aufruhr gesorgt. Ich wurde von mehreren Freunden gefragt, warum ich solche Artikel in IF-Blog zu lasse.

Ich versuche das hier zu erklären. Nicht zu begründen oder rechtfertigen. Ich will nur sagen, das unser gesellschaftlicher Diskurs solche Gedanken aushalten muss. Auch wenn der letzte Artikel vom Hans auch mir „die Schuhe ausgezogen“ hat.

Erst beim zweiten aufmerksamen Lesen konnte ich wieder nach Luft schnaufen. Diffamiert er doch unter anderem ganz pauschal die Grünen, in nach meiner Meinung unlauterer Weise. Die Menschen, die grün denken, schätze ich sehr und habe eine ganze Reihe von „grünen“ Freunden. Und die Partei „Die Grünen“ ist mir unterm Strich doch viel lieber als manche der „bürgerlichen Parteien“.

Freilich sind die Grünen dogmatisch und Dogmatik ist der kleine Bruder des Faschismus. Nur – wenn es um ein so essentielles Thema wie die Zukunft unserer Kinder geht – dann nehme ich gerne eine Prise von Dogmatik in Kauf.

Und auch sonst fliegen im Artikel einem „die Felsbrocken nur so um die Ohren“. Aber die will ich hier nicht im Einzelnen diskutieren. Sondern nur erklären, dass ich mich mit Hans freundschaftlich verbunden fühle. Und ich glaube zu verstehen, was er sagen will.

Ich nehme leider auch eine große und für mich nachvollziehbare, Enttäuschung in seinem Artikel wahr. Er setzt immer wieder den brutalen Vorschlaghammer ein. An diesen Stellen verspüre ich eine Verletztheit, die nach Hass klingt. Hass jedoch ist dumm: Er richtet sich gegen andere. Diese trifft er aber nicht. Aber der Hass zerstört den Hassenden.

Ich will keinem Menschen das Recht auf „Enttäuschtheit“ absprechen, empfehle aber Enttäuschung gegen Zufriedenheit einzutauschen. Und das „glücklich Sein“ dem „unglücklich Sein“ vorzuziehen. Eigentlich ganz einfach.

Ja, die Artikel des Hans Bonfigt bereiten mir Schmerzen. Sie nicht zu veröffentlichen, ist mir aber zu einfach. Die Schmerzen muss ich aushalten – und nachforschen, was mich schmerzt. Da lerne ich viel, denn er trifft mich durchaus an meinen schwachen Punkten.

Ich versuche eine Metapher:

Die Artikel von Hans Bonfigt haben einen besonderen Wert: Sie sind im Blog so etwas wie „die rostigen Nägel auf dem Stuhl des Gerechten“. Nägel die nicht nur rostig sind, sondern auch schmutzig. Wenn man sich darauf setzt, drohen Eiter und Blutvergiftung. Man muss aufpassen. Und das ist gut so. Also muss man beim Lesen sehr kritisch sein.

Mir selber sind die Artikel von Hans eine Warnung, dass ich die Welt selber nicht so schwarz sehen darf. Ich muss weniger jammern und mich mehr freuen. Auch im Blog. Neige ich doch auch dazu, die Dinge zu beklagen, die bei uns nicht gut sind. Und vergesse und sehe nicht – vor lauter Negativem – das Gute.

So ermahnt Hans mich, nicht in die Fallen zu tappen, die auf uns in dieser Welt lauern. Ich meine, in die Fallen des Neids, des Hasses, der Enttäuschung und der Verbitterung.

Nein, ich sehe soviel Liebe, Bewußtsein, Achtsamkeit, Respekt und Freude in meiner Umgebung und meinem Leben, dass ich glücklich bin. Ja, das Leben ist schön und die Zeit zu schade fürs Klagen.

Ich stelle fest, dass trotz mancher „Blaumiesen“ (siehe Yellow Submarine der Beatles) es so viel Buntes gibt, an dem ich mich erfreuen kann. Ich fühle, dass die Macht der Vielfalt stärker als die der Einfalt ist. Dass die absolute Mehrheit der Menschen für die „Liebe“ lebt und den „Hass“ verbannt und ein klares NEIN gegen Krieg abgibt und ein großes JA dem Frieden schenkt.

Ich glaube nicht, dass dies nur in „meiner Blase“ so ist, aber selbst wenn es so wäre, dann bin ich glücklich, dass es diese Blase gibt. Und ich drin sein darf. So bin ich gerne bereit, diese Blase zu verteidigen. Aber nicht mit Waffen sondern mit Worten – sprich mit emphatischen Argumenten, damit sie auch von unglücklichen Menschen verstanden werden können.

Rational und dem Kalkül der Vernunft folgend mag Hans in vielen Details recht haben. Aber was bedeutet Recht haben? Oder Siegen? Es geht doch um die positiven Gefühle, die wir teilen und mehren müssen!

Meine Antwort auf seinen Artikel ist ganz einfach!

MAKE LOVE, NOT WAR!

Das mag viellecht pubertär und jugendlich klingen. Aber lieber bin ich ein pubertärer Idealist als dass ich vor Angst erstarre und hinter jedem Busch zwei Räuber sehe. Denn Büsche habe ich auch in meinem Garten viele.

RMD

P.S.
🙂 Vielleicht sollte man jeden Artikel von Hans Bonfigt mit einem Warnhinweis ausstatten, wie
„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Artikel und fragen Sie Ihren Philosoph oder Ethiker“.

Hans Bonfigt
Montag, der 24. Februar 2020

„AfD“: Krankheit oder Symptom ?

Es ist schon merkwürdig:  Wer bestialische Enthauptungen, schwerste Verbrechen und dreiste Betrügereien thematisiert, bekommt umgehend und zuverlässig quasi als Patellasehnenreflex den „Instrumentalisierungs-Hexenhammer“ zu spüren, welchen die „Allianz der Anständigen“ genau so gerne schwingt wie die „Rassismuskeule“ oder den Universaljoker „Nazi“.

Aber wehe, wenn ein einziger, einzelner, schwer gestörter Einzeltäter (der Vater ist wohl ein „Grüner“) Amok läuft:   Dann gilt unbedingt ‚pars pro toto‘. Denn wenn es gegen die „Rechten“ geht, sind selbst die ungeheuerlichsten Unterstellungen Konsens.  Das Grundrezept stammt von M.T. Cicero, „audacter caluminare – semper aliquid adhaeret“.

Geradezu atemberaubend unverschämt empfinde ich die Durchsichtigkeit der Parolen:   Die CDU/CSU wünscht sich den ultimativen „Generalangiff auf unsere Verfassung“ (H.J. Papier, Bundesverfassungsrichter a.D.) in Form einer ‚digitalen‘ Neuauflage des Reichsermächtigungsgesetzes, die SPD versucht sich krampfhaft zu profilieren:  Der universale Feind, der hinter den Taten sämtlicher Psyschopathen in Deutschland steckt, ist die „AfD“ mit ihren Wählern, deren „Ausgrenzung“ bürgerlich-demokratische Pflicht ist.

Erstaunlich, wie widerlich das alles klingt.

Heute habe ich mein sechzigstes Lebensjahr vollendet.   Und ja, ich war sicher, daß die wahre Gefahr für unsere Demokratie die etablierten Parteien sein würden, insbesondere die Grünen.  Aber genau so sicher war ich, daß ich dieses Stadium nicht mehr erleben würde.   Wenn nun aber Politiker aller Parteien fordern, Funktionsträgern einer demokratisch legitimierten Partei den Beamtenstatus zu entziehen, dann läuten CDU, SPD, „Grüne“ und FDP den Staatsstreich ein.

Selbst das könnte man nachvollziehen, wenn hier nicht die schlimmsten Böcke den Gärtner gäben:   In der CDU waren Nazis von Anfang an integriert, da möchte ich an Globke und Gehlen erinnern.  Oder an Herrn Carstens. Wer nun wirklich keinen Posten mehr in der CDU bekommen konnte, dem verschaffte man ein Pöstchen im DFB.   Was unsere Justiz betrifft:   AU WEIA.   Roland Freisler wurde nur deshalb nicht Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, weil fremdländische Ballistiker hier dankenswerterweise frühzeitig intervenierten.   Gut, alles lange, lange her, sagen Sie ?   Aber wie ist das heute, in der Politik z.B. ?   Der deutsche UN-Botschafter stimmte in der letzten Zeit bei acht Resolutionen siebenmal gegen Israel.   Da gerät das omnipräsente Bekenntnis zur „historischen Verpflichtung Deutschlands“ zur Farce.

 

Was aber wäre, wenn die „AfD“ gar nicht die Ursache für die vermeintlich „rechtsextreme Gewalt“ wäre, sondern schlicht und ergreifend ein Syptom für das Versagen der Politik ?  Und vielleicht verhalten sich viele unserer afrikanischen „Gäste“ gar nicht so, wie sich das ein einfacher deutscher Bürger vorstellt ?

Wir sind alle Gefangene unseres Selbst, gleichsam wie ein Insekt im Bernstein.  Ich lasse einmal das heraus, was sich mir als Realität regelrecht aufdrängt:

  1. Die Abenteurer, die die Hilfsbereitschaft anderer ausnutzen, um in Deutschland Vorteile zu genießen, möchte ich nicht unterstützen.   Gerade WEIL ich stolz daraf bin, daß wir ein Asylrecht für politisch Verfolgte haben.  Dieses zu mißbrauchen stellt sich für mich als Verbrechen dar:  Zum einen erschleichen sich Betrüger Vorteile und Ressourcen, die dann zum anderen den wirklich Bedürftigen fehlen.
  2. Viele Primaten kommen aus ihren ‚Shitholes‘ und fordern dreist, daß sie bei uns unter den gleichen Umständen leben können wie zuhause.    Damit es uns beizeiten genau so beschissen gehe wie ihnen:  Frauen sind minderwertig, die „Ehre“ geht über alles und die Verletzung derselben legitimiert selbstverständlich Mord.   Und je ungebildeter und dümmer ein Mensch, desto größer und absoluter ist die „Ehre“.   Denn, so traurig dies ist:  Das ist das einzige, was viele unserer „Gäste“ besitzen.  Ein 17jähriger Junge pöbelt eine junge Frau an, wird von dieser zurechtgewiesen, holt seinen größeren Bruder und man verteidigt die „Familienehre“ daduch, daß man der unwerten Frau ein Messer in den Bauch rammt, zwei Zentiimeter am Herzbeutel vorbei.  Die junge Frau überlebt dank intensivmedizinischer Maßnahmen, der junge Mann sagte vor Gericht klar aus, keine Handlungsalternative gehabt zu haben.  Der Richter wertete die Tat natürlich nicht als Mordversuch, denn der Täter sei ja offensichtlich von der Tat zurückgetreten, weil er nur einmal zugestochen habe (’normal‘ sind in solchen Fällen allerdings 20 und mehr Stiche).  Es blieb also „fahrlässige Körperverletzung“.
  3. Mir geht die Hutschnur hoch, wenn halbwüchsige „Politiker“ uns erzählen, „Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden“.  Ich habe da keinen Bock drauf.   Wozu haben wir einen Rechtsrahmen ?  Doch genau deswegen, WEIL wir nicht an jeder dunklen Straßenkreuzung „neu aushandeln“ wollen.
  4. Die neuerstarkte Sprach-Gestapo geht mir fürchterlich auf die Nerven.   Warum soll ich einen Neger nicht Neger nennen ?  Zumal es nicht einmal eine alternative Bezeichnung gibt:   „Schwarzer“ ist gerade mega-out und manche sind ja auch eher braun.  „Farbiger“ — das erinnert eher an einen „Punker“, also an einen Spießer mit IPhone und bunten Haaren.  „People of Colour“ — Hallo, jemand zuhause ?   Es sollte ein ganz einfacher, deklinierbarer deutscher Begriff sein.  Aber es geht ja weiter:  Neben dem „N-Wort“ ist ja jetzt auch das „Schwarzfahren“ oder die „Schwarzarbeit“ verboten, weil dies „rassistische“ Begriffe seien.   Daß das „Schwarz“ in „Schwarzarbeit“ von der Dunkelheit abgeleitet wird, in deren Schutz schon von hunderten von Jahren illegale Geschäfte getätigt wurden, interessiert ja keinen.  Die „Aktivistin“ „Rocky Balbea“  entdeckte in der Graukarte, wie sie in der Photographie verwendet wird, massiven „Rassismus“, weil sie auf „weiße Haut“ abgestimmt ist.   Es wird dann richtig übel, wenn urplötzlich Karnevals-Büttenreden zensiert werden.   Um es klar zu sagen:  Ich kenne nichts widerlicheres als Karneval, dessen Aktivisten ich fast sämtlich für (gar nicht so) latente Faschisten halte.  Das phantasielose, schlecht zusammengestoppelte Geseiere der Akteure ekelt mich an.   Aber in einem Rechtsstaat gilt auch für schlechte und peinliche Machwerke das Recht auf freie Meinungsäußerung.    Ganz abgesehen davon, daß im konkreten Fall der Pöbel mit großer Mehrheit fröhlich Beifall gröhlte.   Und selbst das ist, wenn auch eklig, aber dennoch in Ordnung in einem Rechtsstaat !    Der Karneval war immer schon die Wiege des Faschismus, mit wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel Karl Küpper.  Der machte sich seinerzeit über die Nazis öffentlich lustig und wurde so schnell aus dem Karnevalsverband ausgeschlossen.   Denn Küpper paßte nicht zu den ekelhaft antisemitischen Prunkwagen. Als dann in der Nachkriegszeit der Karneval als Keimzelle des Antifaschismus umgedichtet wurde, trat Karl Küpper erneut auf – und wurde den Karnevalsbaronen erneut sehr peinlich.   Für einen Rheinländer ist die Wahrheit IMMER peinlich.   Die Folge:   Karl Küpper wurde WIEDERUM ausgeschlossen.   Da weiß man nicht, ob man heulen, schreien, kotzen oder hysterisch lachen möchte.   Anstatt daß sich die widerlich-peinliche Karnevalsmeute, bis heute noch nicht geläutert, wenigstens heutzutage aus der Politik heraushält, wird ein Wagen gezeigt, auf dem FDP und CDU den Herrn Höcke beim Hitlergruß unterstützen.   Selbst der extensive Genuß dieser als „Kölsch“ bekannten Antilopenpisse, die kein Mensch außerhalb Kölns herunterbekommt, rechtfertigt nicht so einen widerlichen Vorwurf weit, weit unter „Stürmer“ – Niveau.   Aber Hauptsache, man heult mit den Wölfen – in allerbester Tradition.
  5. Das schlimmste, wirklich fatale Problem entfaltet sich m.E. durch die inflationäre Verwendung des unglücklichen Wortes „Rassismus“.  Wie jedem bekannt ist, gibt es keine Menschen“rassen“.   Mensch ist Mensch.   So war das bis vor kurzem.  In meiner Jugend gab es in Hagen/Westfalen eine Kneipe, in der Neger keinen Zutritt hatten.   Wir konnten besoffen sein, wie wir wollten – in den Schuppen gingen wir partout NICHT.   Das war ein selbstverständlicher Konsens in meinem gesamten Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis, über den auch gar nicht diskutiert wurde.   Wir sahen Menschen als Menschen an.   Wenn jetzt aber jede verkrachte Existenz von „Rassismus“ faselt, dann setzt sie implizit die Existenz unterschiedlicher „Menschenrassen“ voraus, mit der fatalen, von Heinrich Himmler und Alfed Rosenberg formulierten Konsequenz, daß gegebenenfalls die eine „Rasse“  „höherwertiger“ sei als die andere.   Durch das ewige Heraufbeschwören dieses Rassenwahns machen sich insbesondere die Grünen mit Begeisterung unwissentlich zum Botschafter Himmlers — als vielleicht nicht die gefährlichsten, allerdings ganz sicher die dümmsten Nazis.   Heiner Geißler war in den 1980er Jahren seiner Zeit weit voraus, als er Kohl soufflierte, „Die Grünen sind die neuen Nazis“.   Fatal wird es, wenn unsere Justiz meint, mit verschwommenen Begriffen wie „Rassismus“ auf Bürgerjagd zu gehen.
  6. Jeder Mensch hat, ob bewußt oder unbewußt, ein Wertesystem.   Kein deutscher Staatsbürger ist gezwungen, sich zu irgendeinem Wertekanon zu bekennen.   Während es einem Regierungspräsidenten, wohnhaft in einer herrschaftlichen Villa weit weg vom gemeinen Volke, ziemlich leichtgefallen sein mag, einer aufgebrachten lokalen Nachbarschaft ein Flüchtlingslager „schmackhaft“ zu machen, so entstellte sich jener zur Kenntlichkeit, indem er betonte, „Wer unsere Werte nicht vertritt, dem ist es freigestellt zu gehen“.   So einen Blödsinn darf jeder verzapfen, aber als Regierungspräsident war das m.E. ein „fishing for compliments“ der besonderen Art.   Leider muß betont werden:  Auch für Politiker, die ihren „Souverän“ verhöhnen, gilt das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit absolut.    Die Beseitigung Lübckes jedoch könnte sehr gut geeignet sein, den verbliebenen Mitgliedern der „politischen Klasse“ einmal deutlich vor Augen zu führen, wer sie eigentlich mandatiert hat.   Auf jeden Fall ist es NICHT Aufgabe der Politik, den Bürger zu belehren oder zu erziehen, sondern für diesen administrative Aufgaben zu übernehmen.   Abgesehen davon:  Noch ist die Tat nicht aufgeklärt, aber jeder spricht von „Mord“.  Dabei ist der Täter doch klar von der Tat zurückgetreten, schließlich hat er nur einmal geschossen – oder etwa nicht ?
  7. Der internationale „politische Islam“ terrorisiert die ganze Welt.   Warum bloß gibt es Reisendenkontrollen auf Flughäfen ?   Wegen der heimtückischen Juden ?   Oder der gewalttätigen Buddhisten ?   Die „Sicherheitskontrollen“ an den Flughäfen vernichten weltweit menschliche Lebenszeit und untergraben wichtige Grundwerte, etwa den, daß man das Leben anderer Menschen nicht sabotiert.   Ein politisch mißbrauchter Islam gehört ganz bestimmt nicht zu Deutschland — und wer dies herbeiredet, stellt sich gegen viele elementare Errungenschaften unserer Gesellschaft und ganz klar auch gegen unser Grundgesetz.   Die Fatwen gegen Rushdie und Westergaard, die brutalen Massenmorde in Madrid und Paris lassen kaum eine andere Auslegung zu.  Dennoch werden Islamaufklärer wie Michael Stürzenberger fortgesetzt in übelster Weise beleidigt und vor Gericht gezerrt, typischerweise mit dem Ergebnis, daß jener in der ersten Instanz verliert und in der zweiten klar freigesprochen wird.  Gleichzeitig erdreisten sich alle etablierten Parteien, Moslems die traditionelle Kleidung zu verbieten, ein prominent an zweiter Stelle unserer Verfassung formuliertes Grundrecht wird hier mit Füßen getreten.
  8. Die Art und Weise, wie unsere Politik mit Wissenschaftlern oder politischen Beamten umspringt, verschlägt mir die Sprache.   In einem bemerkenswerten Interview hat Altkanzler Schmidt den überwiegenden Teil aus Sarazzins Buch „Deutschland schafft sich ab“ als realitätsnahe Analyse bezeichnet und diese Meinung auch gut begründet.   Jedoch wurde Sarrazin aus „Opportunitätsgründen“ von unserer „Kanzlerin“ durch einen charakterschwachen Büttel aus seinem Amt innerhalb der deutschen Bundesbank entfernt.  „Minister*innen“ diffamieren, noch dazu als deren unmittelbare Disziplinarvorgesetzte, hochqualifizierte Professoren öffentlich als „Rassisten“.   Gleichzeitig heult unsere fast komplett gleichgeschaltete Jounaille, wie infam doch die Behauptung der „Faschisten“ sei, in Deutschland sei die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

 

Wenn ich diese Punkte einfachst zusammenfassen darf, dann wünsche ich mir von einer politischen Interessenvertretung:

  • die Durchsetzung der persönlichen Sicherheit aller Bürger
  • Freiheit der Meinungsäußerung gerade für Andersdenkende
  • Klare Beschränkung der Migration auf die im Grundgesetz formulierten Kriterien
  • Ausweisung von Betrügern und Kriminellen
  • Beenden des Europa – Wahnsinns
  • Klare Trennung von Staat und Religionen aller Art
  • Volksentscheide bei kritischen Entscheidungen, die Einfluß auf mehrere spätere Generationen haben
  • Abschaffung aller Überwachungsgesetze seit 1970

Nennen Sie mich einen gestörten Menschen.   Oder besser, zeigen Sie mir, wo meine Irrtümer sind.  Aber im Moment erscheint mir die „AfD“ die einzige Partei zu sein, die einige meiner Wünsche umsetzen würde.

Alle anderen Parteien dagegen wollen das genaue Gegenteil.

Erzählen Sie es mir !   Was anderes sollte ich wählen anstatt der „AfD“ ?   Ich würde mich über jeden Hinweis freuen, denn sympathisch sind mir die Herrschaften mit Ausnahme von Frau Miazga wahrlich nicht.

-hb