Roland Dürre
Donnerstag, der 9. Juni 2011

350 km weit mit einem Pfund Fett!

Jetzt habe ich mal wieder gelesen, dass Radfahren die effizienteste Methode der Fortbewegung für Menschen überhaupt sei (ohne Nutzen von externer Unterstützung durch Wind oder ähnlichem). Man würde auf 350 Kilometer nur 1 Pfund Fett verbrauchen!

Zuerst freue ich mich, da ich doch ein leidenschaftlicher Radler bin. Toll! Dann aber bin ich enttäuscht:

Ich verbrenne auf einem Kilometer nur 1,4285714 Gramm Fett! Ich tröste mich, dass es bei schneller Fahrt und widrigen Umständen wie Gegenwind oder Bergfahrt dann hoffentlich doch mehr sind.

Trotzdem – schlank wird man vom Radeln nicht.

Aber eine dumme Frage sei mir erlaubt:

Wie viel Sprit (bei Biosprit äquivalent zum Beispiel in Kilogramm Getreide) braucht Ihr Auto auf 350 km, mit dem Sie doch überwiegend auch ganz alleine unterwegs sind?

RMD

2 Kommentare zu “350 km weit mit einem Pfund Fett!”

  1. Chris Wood (Freitag, der 10. Juni 2011)

    I suspect that a sailing boat is even more efficient in fat per man-kilometer, especially when many people are on board. A modern solar driven road vehicle may be even more efficient than that.
    Please do not stop cycling, Roland. You could easily gain 10 kilo in a year!

  2. rd (Freitag, der 10. Juni 2011)

    Lieber Chris,

    ich habe jetzt – extra für Dich – in den Artikel eingefügt „ohne Nutzen von externer Unterstützung durch Wind oder ähnlichem“ um klar zu machen, dass ich nur von Verbrennung von Rohstoffen (Fett) gesprochen.

    Das habe ich beim Schreiben des Artikels implizit vorausgesetzt – und ich glaube die meisten Leser haben das auch so verstanden.

    Und dann bringst Du das Beispiel eines Segelboots. Und das ist völlig unpassend („es hinkt gewaltig“), weil es eine externe Quelle, den Wind nutzt und dazu auch noch die Möglichkeit eines freien Kreuzens auf einer großen freien Fläche hat.

    Ich habe aber weder von einem Fahrrad mit Segeln gesprochen und natürlich durch das gewählte Modell einen normalen, gut geteerten, ebenen Weg ohne externe positive oder negative Einflüsse als Rahmenparameter festgelegt. Und so eben auch keine Salzwüste (oder den Ex-Flughafen Neubiberg) zugelassen, wo es tatsächlich so eine Art „Landsegler“ gibt.

    Wenn Du das Ruderboot oder noch besser ein Tretboot als Vergleich genommen hättest, hätte ich den Vergleich ein wenig mehr zu gelassen. Obwohl auch das maximal unsauber ist, denn mit dem Beispiel Fahrrad habe ich den Vergleich implizit auf die Fortbewegung am Land beschränkt und auf dem Wasser ausgeschlossen.

    Und wenn ein „modern solar driven road vehicle“ „more efficient in fat per man-kilometer“ ist, dann kann ich Dir nur sagen, dass das besonders dann zutrifft, wenn dieses Vehikel den Körper liegend und schlafend befördert wird. Und wenn man die Temperatur des Menschen senkt wird es noch besser. Lässt Du ihn betäubt am Falschschirm runter fallen (oder seinen Leichnam einen Fluss abwärts schwimmen), dann wird das Verhältnis von zurückgelegte Weg und Fettverbrennung wegen Division durch Null gegen unendlich gehen.

    Aber das ist natürlich alles genauso Unsinn wie das Segelboot. Und das ist halt mein Problem mit Dir, dass Du einfach die Sprachspiele wie auch die semantischen Ordnung in Artikeln ignorierst sondern immer wieder „Äpfel mit Birnen“ vergleichst.

    Ich weiß nur nicht, ob Du das absichtlich als faulen rhetorischen Trick machst oder unabsichtlich, weil Du Dich lieber mit Naturwissenschaften beschäftigst und Philosophie und Dialektik als wichtiges Werkzeug generell ablehnst und auch nicht beherrscht. Oder ist das alles nur Humor und Spaß?

    Aber trotzdem mag ich Dich sehr, so wie ich auch weiter radeln (und vielleicht auch noch ein wenig weiter bloggen) werde ich, so lange es denn möglich ist :-).

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