Vor fünf Jahren habe ich gemeinsam mit Freunden ein „barcamp für Projekt Management“, abgekürzt PM-Camp gegründet. Weil ich gelernt habe, dass klassische Konferenzen im Sinne eines effizienten Erfahrungs- und Wissenstausch nicht mehr funktionieren. Auf diese Art und Weise können wir die Herausforderungen unserer Zeit nicht mehr beantworten und sinnvolle Veränderung erreichen.

Viele Menschen wollen nicht mehr von einzelnen Experten in einem großen Hörsaal mit vorbereitetem Material beschallt werden. Vielmehr wollen sie aktiv ihr eigenes Wissen einbringen und teilen.

Wer den Begriff des Barcamps nicht kennt der schlage am besten bei Wikipedia nach.

Logo des Barcamp Little Rock

Logo des Barcamp Little Rock, Arkansas

Auch hier (Barcamp Little Rock, Arkansas) findet man sehr gute Informationen über das Format „BarCamp“ und ein wunderschönes Beispiel, wie man so etwas macht.

Ich zitiere von barcamplr:

BarCamp is an ad-hoc unconference born from the desire for people to share and learn in an open environment. It is an intense event with discussions, demos and interaction from attendees.

Die PM-Camps haben mir gezeigt, wie Erkenntnisgewinn gelingen kann. Wie viel Spaß der offene Austausch und das Teilen von Erfahrung und Wissen machen kann. Und wie viel er allen bringen kann. Auch wie sich Menschen ganz von allein vernetzen und aus den „sessions“ heraus ganz spontan gesellschaftlich relevante Projekte gestartet werden.

Unsere PM-Camps haben sich wie die viele andere barcamp-Gründungen zu einer richtig erfolgreichen Bewegung entwickelt. In 2015 werden PM-Camps in Barcelona, Berlin, Dornbirn (da hat es angefangen), Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Wien und Zürich stattfinden. Vielleicht noch ein paar mehr.

Dieser wunderschöne Erfolg hat mich ermuntert, für Anfang 2016 ein Barcamp für „Aktive Mobilität“ zu planen. Auch weil die aktive Mobilität mir ein persönliches Anliegen ist. Deshalb bin ich bei kurzen Entfernungen bis 20 km (und mehr) fast ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs. Und habe diese Veränderung in meinem Leben schätzen und lieben gelernt.

🙂 Und mein neues Mobilitätsprogramm heißt:
„Runter vom Fahrrad – wieder auf die Füße“.
Übrigens schwer genug!

Also beginnen wir!

Es gibt drei Säulen der Mobilität.

  • individuell motor-basiert mobil
    (Kraftfahrzeuge, Motorräder, Scooter und Mopeds …)
  • öffentlich mobil
    (Flugzeug, Eisenbahn, Bus …)
  • aktiv mobil
    (Alles was durch Körperkraft geschieht …)

Auf unserem Barcamp für „Aktive Mobilität“ #AktMobCmp wollen wir über alles nachdenken und diskutieren, was mit „Aktiver Mobilität“ #AktMob zusammenhängt.

„Aktive Mobilität“ ist Fortbewegung, die auf Körperkraft beruht: Das sind nicht nur alle Formen des Radfahrens und des zu Fußgehens sondern auch Kajak-Fahren, Nutzung von Rollern, Skatern oder Skateboards, vielleicht auch mobile Infrastruktur wie Rutschen oder ähnliches …

Ob durch Elektro-Antriebe unterstützte Fortbewegung wie die Nutzung von eBikes dazu gehört, möchte ich nicht entscheiden. Das dürfen gerne die Besucher unseres Barcamps diskutieren. Fortbewegung, bei der die Körperkraft einen wesentlichen Anteil am Vortrieb hat, würde ich persönlich als „Aktive Mobilität“ verstehen.

Teilnehmer

Bei einem Barcamp gilt die Regel, dass die Menschen, die kommen, genau die Richtigen sind. So ist jeder willkommen. „Normale“ Verkehrsteilnehmer genauso wie Experten, Vertreter von Vereinen und Verbänden …

Erwartungen, Ergebnisse und Aktionen

Für mich ist das Barcamp gelungen, wenn alle Teilnehmer begeistert nach Hause fahren und gerne wieder kommen. Das gelingt auf Barcamps sehr häufig. Viele Themen entstehen auf der Veranstaltung, Ideen und Aktionen entwickeln sich wie von selbst.

🙂 Eine Regel gibt es:

Ein barcamp ist immer so gut, wie seine Teilnehmer.

Hier noch ein paar Gedanken und Informationen zum #AktMobCmp.

Motivation

  • Wir lieben AktMob!
  • Wir machen AktMob!
  • Wir wollen AktMob!
  • Wir tun etwas für AktMob!

Nutzen

  • Wie verändert AktMob unser Leben?
  • Was bringt AktMob unserer Gemeinde, unserem Land, unserer Gesellschaft?
  • Welche Nutzen hat AktMob für unseren Planeten?

Fragen

  • Was schaffen wir es, über AktMob nicht nur zur reden sondern es zu tun?
  • Wie können wir uns für AktMob einsetzen?
  • Welche Verbündete müssen wir für AktMob gewinnen?

Meta-Ziele

  • Verstehen wie Verkehrspolitik funktioniert und funktionieren sollte.
  • Ideen, Aktivitäten entwickeln und Projekte ins Leben rufen
  • Brücken bauen zwischen Verbänden, Vereinen, Organisationen und freien Communities

… und vieles mehr!

Termin
2./3./4 Januar 2016
(Der Termin steht noch nicht ganz fest, eine Alternative ist die Woche vom 2. bis 6. November).

Programm
2. Januar – Anreise
18:00 Wer Lust hat trifft sich am Vorabend zum Kennenlernen und Ratsch&Tratsch.

3. Januar – Erster Tag Barcamp
08:00 Registration und Kaffee, kleines Frühstück
09:00 Welcome und „Ice breaking“
09:15 Impuls-Vortrag (30 Min)
09:45 Barcamp-Regeln
10:00 bis 10:45 Gestaltung des Tagesablaufs & Festlegen der Sessions
11:00 bis 17:00 Sessions (5 x N – 1 Stunde Mittagspause)
17:30 bis 19:00 Gemeinsames Abendessen in nahe liegendem Restaurant
19:00 Große Barcamp-Party

4. Januar – Zweiter Tag
08:00 Kleines Frühstück
08:30 Impuls-Vortrag
09:15 bis 9:45 Gestaltung des Tagesablaufs & Festlegen der Sessions
10:00 bis 15:00 Sessions (3 x N)
15:00 bis 15:30 Abschluss

(N steht für Anzahl der parallelen Sessions, je nach Teilnehmerzahl sind das 3 – 5)

Teilnehmer
Für die erste Veranstaltung streben wir um die 80 Teilnehmer an.

Kosten:
Preis 125 € Teilnahmegebühr pro Teilnehmer jeweils plus Anmeldegebühr für Xing zirka 8,50 €.

Ermäßigung für Mitglieder von Offiziellen Partnern.
Rabatte für Partner und Studenten.
Anmeldung ausschließlich über das Internet.

Sponsoren
Es soll drei Sponsoren-Pakete (1Rad, 2Rad, 3Rad) mit verschiedenen Leistungen, unter anderem mit einer unterschiedlichen Zahl von Freicodes geben.

Veranstalter:
IF-AGORA GmbH (Marktplatz für Wissen&Erfahrung, Agentur für Veränderung).

Offizielle Partner:
Neben der Gemeinde Unterhaching führe ich Gespräche mit dem ADFC, dem Bayerischen Rundfunk (BR) und manchen mehr.

Ich bedanke mich schon jetzt für die Unterstützung der Gemeinde Unterhaching.

RMD

P.S.
Die Interessenten für die Veranstaltung bitte ich daran denken, dass es sich hier um eine frühe Grobplanung halten. Änderungen sind also nicht nur möglich sondern sogar wahrscheinlich.

Mitstreiter sind immer erwünscht – auch ein Retweet oder Verlinken in Facebook, Google+ oder einem Teil der großen Social Media-Welt ist explizit erwünscht. Ein Hinweis auf eventuelle Sponsoren freut mich auch sehr!

Vielen Dank!

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