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4 Kommentare zu “Am Tag nach den Terroranschlägen von Paris – am Morgen beim Bäcker!”

  1. KH (Sonntag, der 15. November 2015)

    KH
    Lieber Roland, ich glaube, dass Du dieses Mal die Gefühlslage Deiner deutschen Mitbürger nicht richtig eingeschätzt hast: ich bin zu tiefst überzeugt, dass die meisten nicht ‚lüstern die Sensationen‘ sondern ‚zu tiefst betroffen die aktuelle Lage’an den Fernsehern verfolgt haben…

  2. rd (Sonntag, der 15. November 2015)

    Lieber Klaus, kann sein. Am Freitag Abend war ich unterwegs und habe ich zeitnah über Twitter von den Ereignissen erfahren. Wie ich heim kam, hatte meine Tochter den Fernseher an und ich habe ein wenig mit zugeschaut. Und war von der Berichterstattung alles andere begeistert. Daher mein Vorurteil.

  3. six (Montag, der 16. November 2015)

    Zutiefst betroffen? Lüstern? Angstgeil!

  4. Klaus Rabba (Freitag, der 1. Januar 2016)

    Hallo Roland
    Sechs Wochen nach dem Ereignis kann ich Dir berichten, dass sich einiges im Leben von Paris änderte.
    Die Berichtserstattung hat weltweit Betroffenheit aber auch Angst geschürt.
    Ein Air FRANCE Vertreter sagte mir, dass zu Weihnachten viele asiatische Fluggesellschaften ihre Flüge nach Paris stornierten. Die Leute wollen Weihnachten nicht mehr in Paris verbringen – wegen der Terrorgefahr.
    Kongresse und andere Ereignisse wurden abgesagt, so dass die Taxifahrer Einbußen von bis zu 50% haben.
    Die Emotionen an den Orten der Geschehnisse sind noch hoch. Davon zeugen die vielen Blumen und Menschen, die dort täglich stehen.
    Ein Freund hat seine Geburtstagsfeier in Nizza abgesagt, weil einer der schon früh geladenen Gästen erschossen wurde.
    Die Ereignisse haben Frankreich geprägt, denn zusammen mit Charly Hebdo war das starker Tobak in 2015.
    Wie wohl Deutschland heute nach einer ähnlichen Anschlagsserie aussehen würde?
    Bitter ist die Erkenntnis, dass die Autoren der Anschläge französische und belgische Pässe besaßen.
    Was lief schief bei der Integration? Was tun, wenn die Integration verweigert wird?
    Und nun zu Deinem Punkt, der Berichterstattung: Ja, die Sensationsberichterstattung ist höchst gefährlich, da sie diesen Terrorakten erst das richtige Gewicht verleiht.
    Die Konsequenzen sind sehr einschneidend. In Tunesien fehlt es an Europäischen Touristen, seit ein Einzeltäter am Strand Urlauber erschoss.
    Konsequenz: Devisenbewirtschaftung und lange Zahlungsziele für Importgüter.
    Das Interesse der Presse erlischt sofort, wenn ein anderes Ereignis auftaucht. Das passiert recht schnell.
    Man braucht ja Einschaltquoten.
    Es ist absolut sinnlos, die Sendezeit stundenlang mit Berichten zu füllen, obwohl nichts weiter passiert. Diese Sendezeit wird mit herzrührenden Interviews aufgepeppt, vorzugsweise mit weinenden und schluchzenden Menschen, was ich pervers finde.
    Es genügte, in den normalen Nachrichtenzeiten präzise und sachlich zu berichten und keine Panikstimmung zu schnüren, was ja das eigentliche Ziel des Terrors ist.
    Tunesien soll wirtschaftlich zu Grunde gerichtet werden, damit die gotteslästerliche Demokratie durch eine Scharia orientierte geistliche Regierung ersetzt wird.
    Insofern, sollte man Terrortaten nur durch Kurzmeldungen oder gar nicht erwähnen und keinesfalls durch übertriebene Berichterstattung würdigen.
    Wir haben am besagten Abend ebenfalls den Fernseher eingeschaltet. Danach haben wir tagelang keine Zeitung oder Fernsehen geschaut, weil,es schlicht nicht mehr erträglich war. Das erging uns schon bei Charly Hebdo so und schon vorher bei einem unsäglichen Mordanschlag einer jüdischen Schule, sowie bei der Enthauptung eines Chefs durch seinen islamistischen Angestellten.
    Die übertriebene Berichterstattung werte die perfiden Akte unnötig auf.
    Grüße
    Klaus

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