Roland Dürre
Mittwoch, der 8. September 2010

Atomkompromiss

Der Schwindel fängt schon beim Begriff an. Es ist kein Kompromiss, sondern ein Optimierungsversuch zu Gunsten von Wirtschaft und Staatshaushalt.

Ich habe das ganze Theater nicht verstanden. Da gibt es eine gewissenhaft verhandelte und vertraglich festgelegte operative Festlegung über den Einsatz von Kernenergie in Deutschland.

Dann wird diese ohne Not oder relevante neue Erkenntnisse, gestützt auf eine schnell erstellte und recht zweifelhafte Studie, in Frage gestellt. Wobei diese Studie nach allem, was man in Tages- und Wochenzeitungen liest, sehr eigenartige und stark von Interessen getriebene Aussagen enthält. Zudem macht es dieser Studie folgend keinen wesentlichen Unterschied, ob man die Kernkraft ganz kurz oder ganz langfristig in Deutschland betreibt.

Und ganz hudelig wird alles Vereinbarte in Frage gestellt. Die Laufzeiten werden verlängert, ein paar sehr fragwürdige Regeln aufgestellt und das Ganze als politischer Erfolg verkauft. Werte wie Verlässlichkeit oder das Vertrauen auf strategische Entscheidungen bleiben auf der Strecke.

Da kann man sich nur wünschen, dass die Laufzeit der Regierung Merkel sich reziprok zur Laufzeit der Atomweiler entwickelt.

RMD

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