Roland Dürre
Sonntag, der 24. Oktober 2010

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Gestern hatten wir einen wunderbaren Theaterabend. Im Staatstheater am Gärtnerplatz (Gärtnerplatztheater) konnten wir „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Weill/Brecht sehen.

Es war fantastisch. Ich würde sofort wieder reingehen. Sehr empfehlenswert. Eine großartige Aufführung des Ensembles vom Gärtnerplatz.

Für das Stück spricht auch, dass es 1930 einen der größten deutschen Theaterskandale verursachte, als es in Leipzig zu tumultartigen Szenen, wohl provoziert von politischen Gegnern unter den Zuschauern kam.

Der einzige Wehmutstropfen: Jetzt wollte ich für IF-Blog einen schönen Bericht vom Stück schreiben und diesen durch ein paar Bilder von der Aufführung ergänzen.

So einfach ist das aber nicht. Es gibt auf der Website vom Gärtnerplatztheater zwar einen Download-Bereich. Da muss man sich aber kompliziert anmelden, die genaue Bezeichnung der Zeitung/Zeitschrift bzw. des Senders angeben und erfährt dann folgendes:

Wenn Sie Zugang zu unserem Download-Bereich haben möchten, legen Sie hier bitte Benutzernamen und Passwort fest. Ihr Zugang wird nach Prüfung durch unsere Presseabteilung freigeschaltet. Über die Freischaltung werden Sie per E-Mail informiert.

Das ist einem Blogger natürlich zu mühsam. Anscheinend haben da ein paar Leute die neue Welt noch nicht verstanden. So ein paar Bilder von den Stücken zum Beispiel unter der Creative Commons-Lizenz freizugeben, würde sich für ein modernes Theater schon anschicken.

Aber ohne Bilder gibt es dann halt auch keine tolle Kritik. Sorry!

RMD

P.S.
Das Bild ist aus Wikipedia entnommen. Urheber ist Andreas Praefcke, von Hoheit fotografiert am 10 Juni 2005.

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4 Kommentare zu “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”

  1. kuhn hans-peter (Montag, der 25. Oktober 2010)

    „Schöne, neue unverstandene Welt“oder „Ohne Bilder keine tolle Kritik“

    Offensichtlich wird der Bildungsbegriff hier sehr vordergründig mit Bildern in Verbindung gebracht. Dies ist sympthomatisch für Internetties, Computerspieler und IT-Freaks. Da wundert sich dann keiner wenn in den Büros Sprüche hängen wie: „Gestern wusste ich noch nicht wie man Ingscheniör schreibt, heute bin ich einer.“

    Nehmts mir nicht übel Leute, „honni soit qui mal y pense!“

  2. rd (Montag, der 25. Oktober 2010)

    Lieber Hans-Peter,

    das Problem ist ein ganz anderes:

    Artikel mit Bildern werden nachweisbar viel mehr gelesen als ohne Bilder.

    Meine Zeit ist knapp.

    Warum soll ich mir die Mühe einer Detailkritik für ein Theater machen, wenn mit ein wenig guten Willen des Partners viel mehr zu erreichen wäre.

    Ist ein schlichtes Optimierungsproblem und kein Kulturthema.

  3. kuhn hans-peter (Montag, der 25. Oktober 2010)

    Ich werde demnächst ein Bilderbuch rezensieren und rechne mit rauschendem Erfolg.

  4. rd (Montag, der 25. Oktober 2010)

    @Hans-Peter: Du hast Recht. Du musst nur das richtige Buch nehmen und Deine Rezension mit den richtigen Bildern begleiten. Und Du wirst Clicks und Retweets und Links … ohne Ende bekommen 🙂
    It’s all so simple!

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