Roland Dürre
Dienstag, der 17. Mai 2011

Aus Freude am Lernen …

Es gibt ein paar „Twitterer“, deren Tweets lese ich besonders gern. Weil sie Spaß machen und ich dabei oft etwas interessantes erfahre.

Besonders gefallen mir die „Tweets“ von Stefan Hagen, Projektmanager, Unternehmer, Unternehmensberater … und Lehrender. Am letzten Samstag zum Beispiel hat er „getwittert“:

Stefan Hagen
stefan_hagen Stefan Hagen
Wieder mal #Übungen an der #FHV. #PMOT Die Studierenden sind aber sehr motiviert – gefällt mir.

Ich freue mich mit Stefan über die motivierten Studenten in seinen Seminaren und Workshops. Und vermute, dass das auch an der Art liegt, wie er die Seminare hält.

Mir hat Lernen nicht immer Spaß gemacht. Besonders vom Studium war ich enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Nach durchaus erfreulichen Lernerfahrungen in den letzten Jahren vor dem Abitur am Gymnasium Jacob Fugger in Augsburg war die Enttäuschung in den ersten Semestern an der TU München (gestartet im Herbst 1969) groß.

Die Vorlesungen waren unpersönliche Massenveranstaltungen. Mit individueller Betreuung war es nicht so weit her. Auch die Möglichkeiten, sich zum Beispiel in der Programmierung zu üben, waren sehr begrenzt. So habe ich halt die Mathematik viel aus Büchern und die Informatik beim Siemens gelernt.

Aber was muss man machen, damit junge Menschen Spaß beim Lernen haben?

Ich glaube, es ist ganz einfach. Die Lernenden müssen merken, dass Lernen ihnen etwas bringt. Dass Lernen eine Chance ist, erfolgreich zu werden. Dazu dürfen die Lehrenden ihr Wissen nicht als Paukstoff präsentieren und es ohne innere Leidenschaft runterleiern.

Sie dürfen sich aber nicht darauf beschränken, das Was zu erklären. Vielmehr müssen gute Referenten das Wie und Warum vermitteln. Wie macht man es? Warum macht man es so?

Der Lernende muss verstehen, dass ihm das Gelernte nutzen wird und was er damit erreichen kann. Dass er viel Neues entdecken wird und wie er damit persönlich weiterkommen kann. Und wie Wissen hilft, Leben in verschiedenen Dimensionen zu entfalten.

Wenn der Lehrende das authentisch und auf glaubhafter Erfahrung aufbauend schafft, sollte dem „Spaß am Lernen“ nichts mehr im Wege stehen.

🙂 Klingt doch ganz einfach – oder?

Solche Lehrer habe ich in meinem Leben glücklicherweise auch erleben dürfen. Und dem Stefan wünsche ich weiter viel Erfolg bei seiner weiteren Tätigkeiten als Lehrer und Trainer!

RMD

P.S.
Stefan Hagen ist unter anderem Autor von PM-Blog, wohl der am meisten gelesene deutschsprachige Blog für Projekt Management.

 

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