Roland Dürre
Montag, der 19. August 2013

barcamps und PM-Camp (2) – warum sie so erfolgreich sind.

Als einer der Initiatoren von PM-Camp schreibe ich zurzeit eine kleine Folge von Artikeln mit Informationen und Empfehlungen zu barcamps und PM-Camps. Einfach weil PM-Camps toll und so sehr erfolgreich sind. Und ich mich freue, wenn es noch viel mehr werden!

Wie ich zu barcamps gekommen wird, habe ich ja schon berichtet. Heute beschreibe ich, warum sie soviel Spaß machen.

Warum und weshalb sind  barcamps so erfolgreich?

Bei einem Barcamp hängt alles von den Menschen ab, die teilnehmen.Die Ausprägung und der Erfolg des Barcamps, die Freude und der Spaß, die Qualität der Diskussionen und der Ergebnisse, das Maß des Erkenntnisgewinnes, das Entwickeln von Konsens, das Erleben der Begegnungen und das Entstehen neuer Kontakte, all dies und vieles bewirken die Menschen, die Teil nehmen, ihr Erfahrung einbringen  und ihr Wissen teilen.

Alle Teilnehmer übernehmen gemeinsam Verantwortung für das Gelingen des „Camps“.

So ist es auch beim PM-Camp. PM-Camp nennen wir unser barcamp für Projekt Management (PM). „Projekt Management“ dient dabei als Metapher für Führung, Management und Entrepreneurship. So will PM-Camp Menschen erreichen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und bereit sind, unsere soziale Zukunft gemeinsam mit anderen Menschen zu gestalten.

Mittlerweile finden PM-Camps schon an vielen Orten statt. Im September gibt es eines in Berlin #pmcamp13ber. Im November in Dornbirn findet in 2013 nach 2012 und 2011 das dritte statt. Und in diesem Jahr hatten wir  ja schon „PM-Camps“ in Stuttgart #pmcamp13str, Wien #pmcam13vie (schon zum zweiten Mal) und in Bad Homburg #pmcamp13rm. Und in Hamburg soll auch bald eines passieren.

Jedes PM-Camp wird von einem lokalen „Orga-Team“ organisiert, das in der Regel aus 3 – 5 Menschen besteht, die ehrenamtlich als Veranstalter tätig sind. Sie planen, kommunizieren und bereiten die Veranstaltung vor und bemühen sich, gemeinsam mit PM-Camp-Protagonisten und den Freunden von openPM, alles möglichst gut zu organisieren.

Als ideale Teilnehmerzahl gelten zwischen 50 und 100 Teilnehmer. Passende Räume müssen gesucht werden, das ist nicht immer ganz einfach. Der Termin sollte mit den anderen PM-Camps abgestimmt werden um Überschneidungen zu vermeiden. Passende Sponsoren werden gesucht, die einen Teil der Kosten übernehmen, aber die Veranstaltung nicht dominieren wollen. Dank solcher Sponsoren können die Beiträge für Teilnehmer gering gehalten und trotzdem die Unabhängigkeit der PM-Camps gewahrt werden.

Wenn es Sinn macht, laden die Orga-Teams auch noch ganz wenige Impulsredner ein, wohl bedenkend dass der überwiegende Teil eines PM-Camps frei bleiben muss. Die Teilnehmer sollen sich ja „ihre“ Konferenz gestalten können.

Gerne stellen die Orga-Teams ihr PM-Camp auch unter ein „Motto“ und kommunizieren so ihre „Geisteshaltung“. In Stuttgart war die Botschaft „Menschen sind keine Ressourcen“ und in Bad Homburg „Unternehmen, Verantwortung, Wissen„. Wie ich finde sehr schöne Aussagen.

 Die Vertreter aller Orgateams treffen sich ein mal im Jahr mit dem Kernteam der PM-Camp-Protagonisten. Das sind die Menschen (bzw. deren Nachfolger), die im Jahre 2011 in Dornbirn das erste PM-Camp veranstaltet und damit die PM-Camps initiiert haben. Zurzeit sind im Kernteam Eileen Hörtreiter, Dr. Eberhard Huber, Dr. Marcus Raitner, Roland Dürre und Dr. Stefan Hagen.

Das PM-Camp in Dornbirn in 2011 war für DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) geplant. Es wurde zu einem sehr schönen Erlebnis und hat viele Freunde wie auch uns ermuntert, die Veranstaltung jährlich zu wiederholen und in möglichst viele Regionen zu bringen. Dass aus diesem PM-Camp soviel weitere PM-Camps an anderen Orten entstehen würden, davon haben wir nicht einmal geträumt.

Insgesamt sieht sich PM-Camp als die ergänzende Face2Face-Bewegung zu openPM. Neben der virtuellen Plattform #openPM kümmern wir uns um die Organisation von Treffen „von Angesicht zu Angesicht“.

 In der Regel dauert ein PM-Camp zwei Tage. Tagsüber heißt es „work hard“ und am Abend des ersten Tages dann „party hard“. Manche Teilnehmer treffen sich schon am Abend vor dem PM-Camp zu einem walk&talk oder gemütlichen Zusammensein – einfach um alte Freunde wieder zu treffen und sich schonein wenig aufs PM-Camp ein zu stimmen.

Dann ist es soweit – das PM-Camp findet statt. Man trifft sich zur vereinbartem Zeit am vereinbarten Ort,  vielleicht findet ein wenig „ice-breakings“ statt, an die zentralen Barcamp-Regeln („was passiert ist richtig“, „vorbei ist vorbei“, „Gesetz der Füße“, „Freiheit“ …) – obwohl meistens schon bekannt – wird noch einmal eindringlich erinnert. Und dann geht es los! „Aus Konsumenten werden Produzenten“ und ganz schnell entsteht ein wunderbarer Session-Plan.

Noch ein zusammen fassender Gedanke: PM-Camp wie barcamps sind so erfolgreich, weil sie in der Tat inhaltlich selbstorganisiert und selbstbestimmt funktionieren!

Diese Sitzungen (Sessions) sind das Herzstück eines jeden PM-Camps. Für die Teilnehmer kann es lohnen, sich ein wenig vorzubereiten und sich im Vorfeld schon mal überlegen, welches Thema ihnen wichtig ist. Damit sie schon bei ihrem ersten PM-Camp vielleicht eine Sitzung machen können. Als kleine Unterstützung dafür beschreibe ich im folgenden Artikel, was denn in den Sitzungen so passiert.

RMD

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