Roland Dürre
Dienstag, der 2. Mai 2017

Bericht vom Wandern im Peloponnes

Vorsicht – Bericht ist noch nicht fertig.
(Habe ihn aus Versehen veröffentlicht. Setze ihn asap fort und verlinke dann hier).

Fotos
Bilder sind wichtig. Deswegen kommen sie zuerst. Man findet sie in Facebook bei Barbaras Album E4 Peloponnes.

Um es kurz zu machen – das Laufen war auch dringend mal wieder vonnöten. Ich bin die letzten Jahre viel zu viel Rad gefahren. Das habe ich gemerkt. Also: Runter vom Fahrrad – wieder auf die Füße!

Von 20. Apri bis zum 2. Mai sind wir auf dem Peloponnes gewandert. Mit wenig Gepäck im Rucksack. Da Ziel war der Fernwanderweg von Diakopto nach Gythio.

Es waren großartige Tage. Wir haben auch ein schönes Teilstück geschafft. Und wir wollen bald wiederkommen und weiter laufen.

Ich musste das Laufen erst wieder lernen. Und habe die hohen Berge des Peloponnes schon ein wenig unterschätzt. Nach ein paar Tagen fühlte ich mich schon wieder deutlich besser. Aber es fing grausam an. Die erste Etappe von Kalavryta nach Planitero hatte 18 km, viele Höhenmeter und schlimmer, noch mehr Meter bergab. Wir waren ja auf einer Höhe von 725 Meter in Kavralita gestartet – dem Endpunkt der Zahnradbahn von Diakopta gestartet.

Die haben wir mit Gepäck gemacht. Und das hat mir dann doch sehr zu schaffen gemacht. Am Abend hatten wir Glück. 4 Schweizerinnen im Pick-up kommen von unserem Hotel. So finden wir das Hotel ganz schnell und werden auch hinten auf dem Pick Up zum Restaurant mitgenommen. Trotzdem war ich an diesemm Abend und am nächsten Tag völlig hinüber.

Dann haben wir dazu gelernt, das Gepäck befördern lassen bzw. von einem zentralen Punkt (Kleitoria) drei Tagesrouten mit Taxi-Transfers gemacht.

Am Tag darauf haben wir Rolf Boost kennen gelernt. Er ist Schweizer und ist Autor des Buches E4 Peloponnes. Er kümmert sich um die E4 – und auch um die Wanderer.

Lehren:
Plane nicht, zumindest nicht aus der Ferne.
Die Geh-Zeiten auf den Schildern sind sehr optimistisch.

Jahreszeit:
April/Mai sehr gut – vielleicht die beste Jahreszeit, besonders wenn man sich am griechischen Frühling erfreuen will. Nachts ist es kühl – tagsüber Sommer. Für die Kälte gibt es Öfen – als ob aus einem halben Ölfass gemacht. Von oben mit Holz befeuert. In allen Kafenion und Tavernen findet man diese Öfen, die dann auch Abends schön warm machen.

Einsamkeit:
Wir sind bis auf die erwähnte Schweizer Gruppe an allen Wandertagen keinen einzigen Wanderer getroffen.

Orientierung:
Nicht immer einfach.
Gute Vorbereitung mit Karte macht Sinn – alternativ Track auf mobiles Telefon laden.

Wege:
Sehr abwechslungsreich, wenig geteerte Straßen, ab und zu durch (einfaches) Gelände.
Der Schwierigkeitsgrad ungefährlich (Keine ausgesetzten Stellen, kein Klettern  …), aber oft ganz schön anstrengend.

Landschaft & Wetter:
Einfach wunderschön, sehr abwechslungsreich, tolle Grüntöne und bunte Farben, oft Natur pur, Pflanzenwelt. Auch das Wetter war ein Traum. Regen gab es nur am zweiten Wandertag am Nachmittag. Zu Beginn der Tour war es abends kühl. Es wurde aber jeden Tag wärmer- war aber nie heiß.

Risiken:
3 Schlangen, ein paar Hunde, die laut gebellt haben, aber mehr Angst vor uns zu haben schienen als wir vor ihnen. Erfreulich war, dass wir keine Blasen bekommen haben, also das Blasenpflaster ganz umsonst dabei hatten.

Übernachtungen:
Diakopta, Hotel Chris Paul (1 Nacht, 40 €)
Planitero, Hotel Achais (1 Nacht, 40 €)
Kleitoria, Mont Helmos Hotel (3 Nächte), 100 €)
Dara, Arhontiko Kordopati Traditional Guesthous (1 Nacht, 70 €)
Vytina, Archontiko Nikonlopoulou (2 Nächte, 130 €),
Gythio, Hotel Aktaion (3 Nächte3, 135 €)
Athen, Urban Rooms (1 Nacht, 40 €)
(Alle Preisangaben immer für zwei Personen. Alle waren inkl. Frühstück außer Urban Rooms in Athen).
Sämtliche Hoteis waren zu empfehlen. Nur in das Urban News in Athen würde ich nichr mehr gehen.

Tipp:
Die Wanderung von Elati nach Vytina war ein besonderes schönes Erlebnis außerhalb der E4-Routen. In Gythio haben wir eine weitere Rundwanderung (zirka 20 km) gemacht, die man auf der Website des Camping Gythio findet.

Mobilitätskosten:
(zu zweit und immer die einfache Strecke –
nur der Flugpreis enthält Hin- und Rückflug)

Anreise
Neubiberg – München (Franz-Josef-Srauß), S-Bahn 23,50 €
Flug München-Athen (hin zurück für zwei), Lufthansa 236 €
Athen (Flughafen) – Kiato, Eisenbahn 24,50 €
Kiato – Diakopta, Bus 9,50 €
Diakopta – Kalavryta, Zahnradbahn 19,00 €

Transfer von Vatyna bis Gythio
Divese Kosten für Taxi und Gepäcktransport zirka 130 €
Vatyna – Gythio (Bus)
Vatyna – Tripolis 9,40 €
Tripolis – Gythio 21,20 €

Rückreise
Gythio – Athen (Bus) 52,20
Athen – Flughafen (U-Bahn) 15 € (10 normal, 5 für Senior)
Flieger (siehe Anreise)
S-Bahn vom Flughafen nach Neubiberg 23,50 €

Kommentar verfassen

*