Roland Dürre
Donnerstag, der 31. März 2011

brand eins im April

Dienstag Vormittag komme ich vom Flughafen – zurück aus der Südsee. Gut drei Wochen Abwesenheit haben einen hohen Stapel Post gebracht – und guck mal, das neue brand eins ist auch dabei.

Zuerst mal bin ich enttäuscht. Der Umschlag ist Schwarz-rot-gold. Das ist so gar nicht meine Lieblingsfarbkonstellation. Gerade nach dem wunderschönen Blaufarben des Pazifiks und den vielen satten Grüntönen der Inseln und Atolle und ihres Regenwaldes, gefällt mir die erst recht nicht.

Subventionen halte ich für Quatsch, besonders wenn es 163 Milliarden EURO sind. Das Geld haben wir nicht. Und die Frage „Wie fördern wir das Richtige?“ , halte ich schlicht für nicht sinnvoll zu beantworten.

Am Abend bekämpfe ich mein Jetlag mit der Lektüre des Magazins. Und werde so richtig wach … denn es ist ein ganz besonders spannendes brand eins!

Es fängt schon ganz vorne an mit dem Schneider aus Singapur. Jetzt verstehe ich, warum die tollen Anzüge eines meiner Söhne immer so billig sind. Die Welt in Zahlen wird immer unglaublicher (geht in Deutschland ein Mann wirklich im Schnitt 18 mal im Jahr zum Arzt?), bleibt aber glaubhaft. Dass bei der Umweltfreundlichkeit der umweltfreundlichen Energien noch einiges passieren muss, leuchtet auch ein.

Die längeren Artikel starten mit dem SMS-Adler. Hier geht es um „crowd sourcing“, jetzt aber ganz konsequent auf SMS-Basis. Ob das im Zeitalter der Smartphones und unserem enormen Beschleunigungstempo noch ganz zeitgemäß ist? Und dann der Hammer, die Bilanz von BP nach dem Golf von Mexiko. Wirklich unglaublich.

Beim längeren Interview mit Sherry Turkle „Hamsterrad e-Mail“ überkommt mich dann aber doch die Müdigkeit der langen Reise.

Ich lege das brand eins zur Seite, mache das Licht aus und schlafe das erste Mal seit über drei Wochen wieder in einem Bett weder auf Wasser noch in der Luft. Am Wochenende gibt es ja wieder ein wenig Zeit zum Lesen.

RMD

P.S.
In diesem brand eins werden auch Unternehmer und Unternehmen vorgestellt, die ganz bewusst auf Subventionen verzichtet haben.

Das haben ich und die InterFace AG auch, obwohl uns wöchentlich Berater kontakten und uns anbieten, für uns Subventionen gegen eine Erfolgsbeteiligung im 2-stelligen Prozentbereich (das differenziert ganz beachtlich) zu besorgen.

Manche davon scheinen eine erstklassige Erfolgsquote zu haben …

 

 

8 Kommentare zu “brand eins im April”

  1. Chris Wood (Donnerstag, der 31. März 2011)

    Do we need subvention? I understand subvention to mean cases where tax money contributes to some activity, without paying for it entirely.
    Roland, do you want a strict separation between public and private payments, or do you want to eliminate one of these entirely?
    Of course we need subvention. Private spending tends to be rather selfish and is often short-sighted. But privately organised actions are very often less wasteful.
    For instance education needs some public money, to give general prosperity and social harmony in later generations, but private spending for education should not be prohibited.
    These days, politicians tend also to neglect the long term. Luckily we live in the European Union, which is largely run by the Commission. This is, (at least) doubly representative: The commissioners are chosen by democratically chosen governments.

  2. rd (Freitag, der 1. April 2011)

    Jetzt habe ich im Heft weitergelesen – und ich muss sagen – ich bin begeistert. Subvention ist grauenhaft. Und der Inhalt ist viel besser, als der Umschlag verspricht …
    @Chris: Die Politik der EU erscheint mir sehr widersprüchlich. Auf der einen Seite unterstützt sie einen radikalen Marktwettbewerb, auf der anderen Seite geht sie unter in Lobbyismus und Subventionismus. Das klingt nicht nach einer guten Mischung.
    Btw: Bildung ist eine Aufgabe des Sozialwesens und hat nichts mit Subvention zu tun.

  3. Chris Wood (Freitag, der 1. April 2011)

    Roland, if you define „subvention“ as any public spending, (or tax relief), that we don’t like, then I also do not like it. Otherwise, please let me know how to decide exactly the difference between subvention and other spending.

  4. Enno (Freitag, der 1. April 2011)

    Es gibt auch einen privaten Bildungssektor…

    Die EU ist, was die Haltung zur Marktwirtschaft angeht, absolut inkonsequent: Der EUV verlangt eine in hohem Maße wettbewerbsfähige, soziale Marktwirtschaft, der AEUV eine freie Marktwirtschaft – auch verpflichtend für die Mitgliedsstaaten.
    Ein Konstrukt, das so gar nicht gut gehen kann und nur der Uneinigkeit der Verhandlungspartner geschuldet ist.

    Subventionen können sinnvoll sein, um wirtschaftliche Tätigkeiten, die hohe positive externe Effekte haben, anzureizen.

    Was ist Deine Motivation, keine Subventionen anzunehmen?

  5. rd (Freitag, der 1. April 2011)

    @Enno: Lieber Enno, Subventionen nimmt man nicht an. Vielmehr muss man sie beantragen. Das ist in der Regel viel Arbeit, man muss sehr viel Know-How von komplexen und willkürlichen Zusammenhänge haben und zudem bereit sein, sich fürchterlichen bürokratischen Formalitäten unterwerfen. Und immer auch noch zumindest ein wenig mogeln, wobei in einigen mir bekannten Fällen das dann schon eher Betrug zu nennen ist.
    Wir wollten aber nie betrügen, auch wenn Subventionsbetrug von manchen ähnlich wie Versicherungsbetrug als Kavaliersdelikt gesehen wird. Auch war uns der bürokratische Aufwand immer, wenn wir doch in Versuchung waren zu hoch. Man kann sich meistens mit ehrlicher Arbeit das Geld genauso verdienen.

  6. Chris Wood (Samstag, der 2. April 2011)

    Roland; that one must apply for subventions is not the normal definition.
    The reduced tax for hotels is normally regarded as subvention. OK, certainly lobbying was involved. Do you know of any lobby group contributing to the success of IF?

  7. rd (Samstag, der 2. April 2011)

    Hi Chris, die Pro-InterFace-Lobby besteht nur aus Roland&Friends … Das passt schon.

  8. Enno (Montag, der 4. April 2011)

    Wie man Subventionen bekommen kann, ist mir geläufig, auch der Aufwand dahinter. Oftmals ist der sein Geld aber wirklich wert.

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