Roland Dürre
Sonntag, der 10. Juni 2012

brand eins im Juni

Am letzten Samstag nach meiner Heimkunft aus Böhmen lag es schon bei mir zu Hause. Bereit zum Lesen wartete es treu auf mich, mein brand eins im Juni.

Aber nach dem Urlaub gab es viel zu tun und so musste das arme Heft noch eine ganze Woche in seiner Cellophanhülle darben. Und erst gestern am Samstag durfte es endlich raus.

Und wie ich es befreit hatte, da  hat es mich so richtig angestrahlt. Mit seinem Titelblattes in einer wirklich auffälligen Brand( eins)-Farbe, einem dunklen Knallrot. Aggressiv. aber auch ein klein wenig düstern.

Total normal!

lese ich in weißen Buchstaben und darunter in schwarzen Lettern

Leben im Risiko

Alles klar, das Thema im Juni ist Risiko! Passt zum Juni. Denn das ist mein Geburtsmonat. Und mein Leben war und ist ja auch ein einziges Risiko.

Bevor ich rein schaue, assoziere ich wieder ein wenig. Ja, Risiken sind und das „Leben im Risiko“ ist ganz normal. Wir wollen nur nicht wahrhaben, wie stark alles vom Zufall abhängig ist. Und der Zufall kann ja bekanntlich so – oder so – ausgehen.

Dann verdrängen wir doch lieber unsere Risiken und träumen von der zwar unmöglichen aber doch so ersehnten totalen Sicherheit. Und schließen völlig unsichere Versicherungen ab! (Gibt es überhaupt sinnvolle?). Anscheinend gibt es da so ein „Überich“, das uns zwingt, an Sicherheit zu glauben und diese dann (vermeintlich) für uns generieren zu müssen.

Und ein zweiter Gedanke überkommt mich. Früher hatten die Menschen wohl vor allem vor den Bedrohungen der Natur Angst. Heute dagegen haben wir Angst vor den Katastrophen der von uns selbst geschaffenen Kulturwelt.

Und ich gewinne immer mehr den Eindruck: Je mehr wir uns von der Naturwelt entfernen und in die künstliche Welt unseres zivilisatorischen Fortschrittes eintauchen, desto stärker übernehmen uns unsere begründeten und unbegründeten Ängste.

Aber schauen wir doch mal, was Frau Fischer in ihrem Editorial dazu sagt?

Ich verrate hier ausnahmsweise mal nichts – empfehle aber sehr, das Heft selbst zu lesen.

Zum Heft.

Ich habe schon fleißig drin studiert. Aber bei weitem noch nicht alles gelesen. Den Rest hebe ich mir auf für meine Reisen nach Wien und Zürich diese und nächste Woche. Aber eins kann ich verraten – es geht vor allem darum, wie sich das Risiko in den letzten zehn Jahren gefühlt und vielleicht auch wahrhaftig geändert hat.

Also – schnell zum Kiosk und kaufen.

🙂 Und wem es nicht gefällt, der kann es ja weiter verschenken. Das ist bei diesem Heft kein Risiko und macht dann zumindest einen guten Eindruck beim Beschenkten. Der wird den Schenkenden für einen sehr klugen und gebildeten Menschen halten – und das ist doch auch ein unbezahlbarer Wert.

RMD

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