Roland Dürre
Sonntag, der 31. Januar 2010

brand eins im Februar – Hart im Nehmen.

001_b1_05_09Diesmal geht es im brand eins um “Die Marke“. Und natürlich um “Werben“. Und letzten Endes um “Verkaufen“.

Ich gebe zu, das sind drei Themen, die mich brennend interessieren – und an denen ich oftmals verzweifle. Also genau das richtige Heft für mich.

Da ich die letzte Woche unterwegs war, bekam ich es erst Freitag Abend zu sehen. Nach dem Theaterbesuch (Von morgens bis mitternachts von Georg Kaiser) kam ich dann am späten Freitag noch ein wenig zum reinschmökern.

Irgendwie hat die Nachtlektüre das Theaterstück ergänzt. Beide (brand eins und das Theaterstück) haben mich nachdenklich gemacht, nachdenklich im Sinne von “Nach denken”. Passt auch zum Kernsatz des Stückes: Geld verschlechtert den Wert.

Loben brauche ich brand eins nicht mehr, die IF-Blog-Leser wissen schon, dass ich immer wieder von brand eins begeistert bin. Deswegen hier nur ein paar Schmankerl:

Das Interview mit Markus Giebel, dem Chef einer der größten privaten Immobilienfirma von Dubai (ab Seite 20), empfinde ich als mehr als aufreizend. Auf Seite 132 habe ich “Management der Moralisierung” entdeckt, ein Thema, das mich sehr beschäftigt. Der Artikel hat mich weiter inspiriert.

Aber auch der “Getriebene”, Ivar Niederberger (gleich nach der Moralisierung) beeindruckt mich – besonders der Schlusssatz: Glück hat drei Buchstaben – Tun. So sehe ich es auch.

Die Einleitung zum Schwerpunkt  “Der harte Kern” – fast wissenschaftlich – ist vielleicht der beste Artikel, den ich jemals zum Thema Marke gelesen habe.

Die schnell zu lesenden Zahlen und die kurzen Artikel “für zwischendurch” machen mir in meinem doch sehr von Interrupts gesteuerten Leben besonders Spaß, so ist das auch diesmal wieder.

Irgendwie passt brand eins in die Neue Welt, so wie ich sie mir wünsche.

Jetzt hoffe ich nur, dass ich in den nur 28 Tagen des Februars genug Zeit finde, auch die anderen Artikel zu lesen.

RMD

P.S.
Damit ich nicht zu sehr in den Verdacht der Einseitigkeit gerate, hier noch zwei Magazine, die ich letzte Woche gelesen habe und sehr loben muss:

  1. KULTUR & TECHNIK (Link)
    Das Magazin aus dem Deutschen Museum
    Auch sehr lesenswert!
  2. LETTRE INTERNATIONAL · 87 · WINTER 2009 (Link)
    EUROPAS KULTURZEITUNG
    Die kannte ich noch gar nicht, bis Thomas mir auf einer Dienstreise ein Exemplar geschenkt hat. Danke!
    Lettre behandelt abwechslungsreich interessante Themen auf sehr hohem Niveau. Man braucht ein wenig Zeit und Muße für die Lektüre. Die hat man aber auch, weil die nächste Nummer erst im März 2010 erscheinen wird. Und da werde ich wahrscheinlich wieder zuschlagen, vielleicht in Kombination mit einem schönen Urlaub?
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5 Kommentare zu “brand eins im Februar – Hart im Nehmen.”

  1. six (Sonntag, der 31. Januar 2010)

    Ab März musst Du noch mehr lesen, Roland. Dann erscheint zum ersten Mal “Enorm”. Die haben sich das ethische Wirtschaften explizit in den Titel geschrieben.

  2. Chris Wood (Sonntag, der 31. Januar 2010)

    Interesting that this energetic guy gives “do” as the secret of happiness. I am sure that if I did as much as Roland, I would feel totally confused and unhappy.

  3. rd (Sonntag, der 31. Januar 2010)

    Ernsthaft:

    Ich glaube schon, dass alle Menschen (bewusst/unbewusst) das Ziel haben, sich zu entfalten, reproduzieren, Resonanz zu erzeugen, zu profilieren …

    Und da ist tun schon mal nicht schlecht. Noch besser wäre freilich Sinnvolles zu tun ;-)

    Aber nichts tun ist es bestimmt nicht :-)

    RMD

  4. Chris Wood (Montag, der 1. Februar 2010)

    Roland has forgotten some essentials. All humans try to breath, feed, drink and sleep. Almost all try to enjoy sex, but not all try to reproduce (e.g. most homosexuals do not). Many also enjoy exercise. I think most people are happy enough if these wishes are well satisfied, without much “Entfaltung und Profilieren”.

  5. rd (Montag, der 1. Februar 2010)

    Mit “reproduzieren” war in diesem Kontext nicht “vermehren” gemeint (das mag der wörtliche Sinn sein), sondern eine Aktivität zur Mehrung der eigenen Relevanz im sozialen Umfeld.

    Ansonsten habe ich “bewusst/unbewusst” geschrieben. Die Freude am Sex dürfte zumindest unbewusst mit der Vermehrung korrelieren, zumindest hat die Natur das wohl so eingerichtet.

    Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung. Chris selbst ist das beste Beispiel, dass Menschen das von ihm negierte Bedürfnis jenseits “feed, drink, sleep, enjoy sex and exercise” haben.

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